Bolivianisches Nasenpuder

Bezeichnung für eine feine Substanz die lästigen Schnupfen lindern soll. Oder so.

Lecker, aber wirkungslos

Vormittags darüber berichtet und jetzt das gelesen.

Aus Furcht vor einem negativen EFSA-Gutachten hat etwa Danone die Behauptung zurückgezogen, Actimel stärke das Immunsystem, auch Kellogg’s behauptet nicht mehr, Cornflakes helfen beim Abnehmen. Eine Cholesterin-senkende Wirkung des Joghurts Danacol hat die EFSA laut Spiegel aber ebenso bestätigt wie jene der Margarine Becel. Eine Abfuhr gab es für den Hersteller Ferrero: Der darf nicht mehr behaupten, Kinder-Schokolade unterstütze beim Wachstum.

Ich sagte ja, dass ich ausgewiesener Joghurt-Experte bin!

Joghurt für Fortgeschrittene

Ich bin Joghurt-Experte. Wirklich! Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ich so ziemlich jede Marke die es auf dem Markt gibt getestet habe. Dazu veranlasst hat mich meine Joghurt-Sucht. Ist unheilbar. Schrecklich.

Mein Kühlschrank kann locker mit den Kästen in einer Pathologie mithalten, ist aber meistens leer. Was jedoch immer vorhanden ist, ist … genau, Joghurt. Ohne Joghurt geht gar nichts. Kaffeejoghurt, Vanillejoghurt und seit geraumer Zeit Kirsch-Joghurt.

Es war also naheliegend mich durch alles was der Markt zu bieten hat durch zu löffeln, um am Ende zu jenem Ergebnis zu kommen, das ich sowieso schon kenne. Es ist alles nur Beschiss! Ist es! Ich weiss das. Immerhin “komme” ich aus der Werbung. Der ehrlichsten und seriösesten Branche des ganzen Universums. Nach den Medien.

Also. Es ist egal welchen Joghurt man löffelt. Das Produkt ist zu 99,99% immer das gleiche. Muss es ja sein. Wenn es kein Joghurt mehr ist wäre es ja Topfen. Quark. Oder etwas anderes. Nur kein Joghurt. Und wenn die Milch sauer würde wäre es Sauerrahm. Fru-Fru, oder sowas.

Dass gewisse Unternehmen noch immer Behauptungen aufstellen dürfen die in anderen Ländern bereits explizit verboten sind spielt im Grossdeutschen Reich auch keine Rolle. Kann ihr Joghurt doch die Stoffwechselaktivität ankurbeln. Was jeder herkömmliche, um ein paar Cents zu erstehende Joghurt ebenso kann. Auch ob sich die Bakterien nach links oder nach rechts drehen ist ziemlich egal. Die rechtsdrehenden werden lediglich schneller als die linksdrehenden abgebaut. Abgebaut werden beide. Garantiert!

Ebenso ist es ein absoluter Irrglaube, dass der Bio-Joghurt um 90 Cents oder mehr besser ist und mehr kann als der “Auftragsjoghurt” einer Supermarktkette um 30 Cent. Die Kühe haben mit grosser Wahrscheinlichkeit sogar das gleiche Gras gefressen und es ist auch nicht anzunehmen, dass die eine Kuh glücklicher als die andere war. Dafür kommt die eine “vom Ursprung” während die andere weniger weit gereist ist. Was auch egal ist, weil es sowieso nur um ihre Milch geht. Egal ob Bio- oder “konventionelle” Kuh. Wie nennt man eigentlich eine Nicht-Bio-Kuh?

Conclusio: Der teure Joghurt der Marke X kann um nichts mehr als der billige von Y. Dafür bekommt man um den doppelten bis vierfachen Preis auch nur die Hälfte. Was suggeriert, dass dessen Qualität weit höher sein muss. Wenn schon nichts mehr im Becher drin ist. Wer also sein Geld für Joghurts die alles versprechen und nichts halten aus dem Fenster wirft, dem helfen auch probiotische Kulturen nicht mehr.

Lindsay Lohan und die Limonade

Das Morgenstudium der amerikanischen Medien ist wie immer äusserst unterhaltend. In diesem Fall meldet Radar Online folgendes:

Dina Lohan will aus dem Leben ihrer verunglückten Tochter Kapital schlagen indem sie eine Reality Show darüber plant. Michael Lohan, trocken gelegter Alkoholiker will rückfällig werden um wieder mehr Kontakt mit seiner Tochter zu haben und Lindsay Lohan, das aussergewöhnliche Produkt der beiden, ist aus der Betty Ford Klinik ausgebrochen um sich eine Limonade zu besorgen.

Ich denke diese völlig ausser Kontrolle geratene Sippe hat sich die Auszeichnung als “Dümmste Familie der USA” mehr als verdient.

Brennpunkt Praterstern


Huren, Hehlerware, Heroin. Hier bekommt man alles. Sogar Blumen.

Na sowas aber auch…

Nach dem Studium der Morgenzeitungen konnte ich nicht widerstehen. Wenngleich ich mich nicht um Politik schere, bin ich trotzdem an ihr interessiert. Politik in Österreich wird sowieso nur beim Heurigen gemacht. Drum ist der Wiener Wein auch nicht geniessbar.

Zu meiner Erheiterung beim zweiten Kaffee trug dieser Artikel im Kurier, den ich auszugsweise wiedergebe, bei:

Einen Rücktritt wird es sicher geben”, sagte Willi Heißenberger am Tag nach dem bekannt wurde, dass er Wahlkarten selbst ausgefüllt und abgegeben hat. Wann? “In ein paar Tagen, vielleicht Wochen“, bleibt der seit 1995 amtierende ÖVP-Bürgermeister von Unterrabnitz-Schwendgraben vage.

Ich denke dazu bedarf es ja auch reiflicher Überlegung. Müssen doch alle damit einhergehenden Nachteile genau evaluiert werden. Das kann schon ein paar Wochen dauern.

Die Orts-Partei sieht das offenbar anders. Freitagabend wurde Heißenberger im Vereinshaus der 660-Seelen-Gemeinde von der ÖVP-Fraktion einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Man dürfe wegen einer Verfehlung nicht andere Verdienste vergessen.

Des Volkes Vertrauen den Betrügern. Oder zumindest das der Partei. Wegen so einem “Klacks” muss man sich ja nicht weiter aufregen. Ist doch nichts passiert.

ÖVP-Landesparteichef Franz Steindl sah am Freitag auch noch keinen Grund für den sofortigen Rücktritt, erst müssten alle Fakten auf den Tisch.

Interessant, dass Fakten die bereits am Tisch liegen wieder runter und einen neuen Anlauf nehmen müssen um zurück auf die Platte zu kommen.

Ob Anklage erhoben wird, ist offen. Ermittelt wird wegen Verdachts des Amtsmissbrauchs und der Wahlfälschung.

Nachdem ja bereits zugegeben wurde, dass er die Wahlkarten gefälscht hat, ist doch der “Verdacht” ausgeräumt und bereits eine Tatsache. Was selbstverständlich noch lange nicht heisst, dass man für dieses Vergehen als Politiker angeklagt wird.

Auf die Frage, was ihn zu dieser “Kurzschlusshandlung” (Heißenberger) bewogen habe, ringt der HTL-Lehrer um eine Erklärung. Er habe vor der Wahl mit Hunderten Leuten gesprochen, die versichert hätten zur Wahl zu gehen. Nachdem dann aber viele doch nicht gekommen seien, habe er sich geärgert.

Wenn ich alle, die mir bis heute versprochen haben meine Rechnung zu bezahlen und dies nicht getan haben, öffentlich anprangern würde, dann hätte ich einige Rufschädigungsklagen am Hals und könnte auf der Stelle auswandern.

“Vielleicht bin ich betriebsblind“, sagt der gelernte Tischler.

Na gut, kann jedem mal passieren. Kann ja zurück in seinen gelerneten Beruf. Handwerk hat doch goldenen Boden. Warum jedoch abrackern wenn es auch einfacher geht?

Wie sagte ich schon? Österreich ist eine Bananenrepublik

Krumm um jeden Preis

Österreich ist eine Bananenrepublik.

Das musste einfach mal raus.

Intelligenzruine

Helmut Elsner (Österreichs berühmtester U-Häftling) auf die Frage, was er von der österreichischen Justizministerin Claudia Bandion-Ortner bezüglich der juristischen Kompetenz selbiger hält.

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