Parkplatzdiebstahl

So etwas werde ich mir jetzt auch zulegen. Damit sich nicht wieder wer auf meinen Parkplatz genau vor meiner Haustüre stellt und ich Extrarunden fahren darf. Geht ja gar nicht. Und wenn ich das Ding händisch auf den Boden pinseln muss. Darn it!

Atomlobby weist EU in ihre Schranken

Die gesamte EU sowie Politker und sonstige Experten aus aller Welt haben gepoltert was das Zeug hielt als das AKW in Fukushima in die Luft flog. Japan stand vor dem atomaren Super-GAU und die Welt war sowieso wieder einmal in höchster Gefahr. Wie so üblich waren sich auf einmal wieder alle einig, dass Atomkraftwerke gefährlich sind und dass so etwas nie mehr vorkommen darf. Wohl wissend, dass das absolut nicht möglich ist. Mit grossen Reden und Versprechungen versprachen sie die Welt in Zukunft vor solchen Katastrophen zu schützen und ihre eigenen, sicheren und unsicheren Atomkraftwerke, einem gnadenlosen “Stresstest” zu unterziehen. Besonders die EU kündigte an, lückenlos und mit aller Härte aufzudecken und abzusichern.

Kaum ist es aber still geworden auf der Insel und die Berichterstattung abgeebbt, ist der ganze Zauber auch bereits verflogen. Die Mächtigen der Atomlobby haben die forschen Politiker und Experten wieder in ihre Schranken gewiesen und die EU hat tonnenweise verstrahltes Japan-Wasser in den Beton gerührt. Damit er nicht doch zu hart wird für die Energiekonzerne. Die EU will jetzt nur mehr testen, ob die neuen, aber auch die wirklich alten Schrott-AKWs möglichen Naturkatastrophen standhalten.

Ich frage mich dazu: “Verursacht man jetzt testhalber ein Erdbeben oder eine Sintflut um zu sehen ob die Meiler und besonders wir das überleben?” Und dann frage ich mich noch: “Wie sinnvoll ist es einen Monster-Tsunami in Bohunice zu simulieren, wo das vom Wasser doch so weit entfernt ist wie Japan von Deggendorf?”

Die Post bringt allen was

Egal ob man das will oder oder nicht. Damit jedoch die Postfächer nicht täglich mit sechsfach gefalteten A1-Flugzetteln und Broschüren sowie sonstigem Werbematerial unterschiedlichster Unternehmen übergehen, gibt es einen von der Wirtschaftskammer zur Verfügung gestellten “Bitte keine Werbung“- Aufkleber. Wird dieser an der Wohnungstüre und/oder am Briefkasten angebracht, dann weiss der von der Post beauftragte Werbemittelverteiler, dass dieser Müll hier nicht erwünscht ist und man gefälligst Platz für echte Post lassen soll. Genau so wie die Post selbst, die diese “Dienstleistung” ja an ein der Partei nahestehendes Unternehmen “outgesourct” und damit offiziell privatisiert hat. Grundsätzlich ist das ganze aber, wie so oft im Staate, ein Fass mit einem grossen Loch im Boden. Unterliegt es doch nur einer freiwilligen Selbstbeschränkung der österreichischen Werbewirtschaft. Heisst, man soll sich daran halten, muss es aber nicht. Schon gar nicht, wenn die staatsnahen Werbemittelverteiler die einzigen sind, die im Land Werbemittel verteilen. So weit, so unspektaktulär.

Jetzt will aber die Post das alles mit einem Schlag umgehen und den Kunden mit Gewalt jeden Papiermüll aufs Auge drücken, ohne dass diese sich wehren können. Konkret werden heuer laut Briefvorstand Walter Hitziger bei der Hauptversammlung (HV) der Post AG, bereits Maschinen angeschafft, die die Broschüren bündeln und mit einem speziellen Cover versehen. Damit umgeht man auf typisch österreichische Art und Weise den Status einer Werbebroschüre. Auf diesem Weg sollen die unzähligen Flugblätter in Zukunft “geordneter” im Postkasten landen und die Kunden davon abhalten, mittels Aufkleber die Zustellung der Werbeblätter zu verweigern. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Übersetzt heisst das, dass die Post sich einen Dreck um die Wünsche ihrer Kunden schert, auch wenn auf diese ausdrücklich hingewiesen wird. Man legt damit jeglichen Skrupel vor dem Postfach ab und zeigt eine Respektlosigkeit, die wohl einzigartig ist. Und da wundern sich die jeglicher Realität entrückten Vorstände, warum die Leute einfach nur mehr Brechreiz kriegen wenn sie ihre Münder öffnen.

Irgendwas läuft hier falsch

Unser Essen wird angeblich immer gesünder und hat immer weniger Kalorien. Nichts hat mehr irgendwelche gefährlichen Substanzen drin und alles sorgt für Wohlgefühl. In unseren Därmen sorgen spezielle Bakterien für Ordnung und Rennie räumt den Magen auf. Fast alles ist bereits Bio und mit Unmengen von Auszeichnungen und Gütesiegeln geadelt. Alles ist hundertfach getestet, zertifiziert, für unbedenklich und qualitativ gut befunden. Im Grossteil der Getränke ist kein Zucker mehr enthalten und in der Regel hat kein Saft auch nur eine Kilojoule. Und trotzdem werden die Menschen immer kränker und fetter. Irgendwer bescheisst da ganz gewaltig.

Ein Schuss ins Knie

Wo sogenannte Content bezogene Werbung wieder einmal deutlich zeigt wie man sich am besten ins eigene Knie schiesst, beweist dieser Fall. Da werden Sony im Zuge eines Cyberangriffs 75 Millionen Userdaten geklaut, inklusive Passwörtern und Kreditkarteninformationen und mittendrin wird man rasch darauf aufmerksam gemacht, wie intelligent und einfach alles ist. Das nennt man den Nagel auf den Kopf getroffen.

Benzinpreis-Piraterie

Also DAS schaffen nicht einmal wir Österreicher. Und wir sind in der Tat mehr als erfinderisch wenn es darum geht, dem gemeinen Bürger das Geld aus der Tasche zu ziehen. Was aber in Deutschland jetzt abgezogen wurde ist das Paradebeispiel von moderner Wegelagerei. Da musste eine Frau dieser Tage 200 Euro für 20 Liter und ein Mann 100 Euro für 10 Liter Benzin bezahlen. Weil, laut Angaben des Tankwarts, dieser die Kunden mit Preisen vom Mars vom Tanken ABHALTEN wollte. Angeblich wegen Benzinknappheit. Viel dreister, verlogener und dümmer geht es wohl nicht mehr. Das überbieten nicht einmal mehr wir Ösis.

Klar könnte man jetzt sagen, es war ja angeschrieben und keiner ist verpflichtet zu tanken. Das stimmt schon. Nur, wenn mein Tank leer ist und ich mein Auto irgendwo in der Pampa deswegen “verlieren” würde, dann nehme ich diesen freundlichen Hinweis auch nicht ernst. Weil es a) gegen jedes Gesetz verstösst und sich b) nur um einen schlechten Scherz handeln kann. Sollte man denken.

Was an der Sache aber wirklich stinkt ist weniger der Umstand, dass die Mineralölkonzerne dazu schweigen bzw. die üblichen nichts sagenden PR-Floskeln ablassen. Es ist die Tatsache, dass ein knapp 10-fach überhöhter Preis verlangt werden darf OHNE wegen Wucherei angeklagt zu werden. Keine Bank kann mir 50% Zinsen verrechnen, weswegen und wofür auch immer. Kein Bäcker kann mir 30 Euro für einen Kilo Brot abknöpfen nur weil er gerade wenig auf Vorrat hat. Keine Autowerkstatt kann mir 350 Euro für einen Ölwechsel aus der Tasche ziehen nur weil ich diesen genau jetzt benötige um den Motor nicht abzustechen. Eine Tankstelle, bzw. ein Tankstellenpächter darf das wie es scheint. Und das ist das eigentliche Verbrechen einer Politik die so tief im Anus der Mineralölindustrie steckt, dass diese zwangsläufig Probleme haben muss um für reibungslosen “Durchfluss” sorgen zu können.

Man wird es ja noch versuchen dürfen?


Wer noch immer nicht den Durchblick hat wie Banken ticken, dem sei dieser Artikel ans Herz gelegt. Und wer seinen Kindern oder Enkeln eine ähnliche Überraschung bescheren möchte, dem sei dazu geraten, sich diese Tat vom Schalterpersonal bis hinauf zum Vorstand doppelt und dreifach bestätigen zu lassen. Am besten im Beisein eines beglaubigten Notars inklusive sieben Zeugen.

EU-Diktatur

Gestern schon durch den Äther gegangen und heute bereits in allen Medien.

Die Europäische Kommission hat mit 26. März (stillschweigend, und nur im Amtsblatt der Kommission veröffentlicht) für die Einfuhr von Nahrungs- und Futtermitteln aus Japan die Grenzwerte für Radioaktivität vorübergehend erhöht. Es ist dabei erlaubt, bei einem “nuklearen Unfall” oder einer anderen “radiologischen Notstandssituation” die Höchstwerte für maximal drei Monate anzuheben.

Was soll man dazu noch sagen? Jeder Kommentar zu diesem Vorgehen wäre strafbar.

Brett vorm Kopf

Wer mich um 7 Uhr in der Früh aus meinem Tiefschlaf klingelt darf sich nicht wundern, wenn ich dann bis mittags ein Brett vorm Kopf habe.

Tepco-Vorstand begeht Seppuku

Unbestätigten Meldungen zufolge soll der gesamte Tepco-Vorstand aus Solidarität mit den schwer verletzten Arbeitern freiwillig in das radioaktiv verseuchte Wasser des beschädigten Reaktors gesprungen sein. Die “Grüne Front Japan” wertete dies jedoch als feige Handlung weil diese sich nicht wie üblich mittels traditionellem Seppuku selbst gerichtet haben. Es wurde kritisiert, dass man dadurch auch noch das Problem der Endlagerung Dritten aufbürden und diese einer unnötigen Strahlenbelastung aussetzen würde. In einer Erklärung wurde dieser feige Akt deshalb aufs Schärfste verurteilt.

Bunga Bunga, Presidente

Na endlich kommt der einzig echte Berlusconi-Porno auf den Markt. Wurde schon Zeit!

Zynismus in Reinkultur

Atomkraft hin oder her. Alle verbrauchen immer mehr Strom für immer mehr unnötige Geräte und sonstiges Unterhaltungs-Equipment. Keiner ist bereit auf irgend etwas zu verzichten und wenn es darum geht selbst diesem Wahnsinn entgegen zu wirken, vielleicht sogar zu reduzieren, dann bewegt sich der Schalter automatisch auf OFF. Soviel dazu.

Was jedoch an Zynismus nicht mehr zu überbieten ist, ist die öffentliche Stellungnahme der japanischen Atomsicherheitsbehörde NISA. Da erklärt deren Sprecher, befragt zu den um 126 mal höheren Werten bei Jod-131 und der 25 mal höheren Belastung von Cäsium-134 doch tatsächlich wörtlich: “Wir betrachten das nicht als eine extreme Bedrohung”. Zur nachweislichen Verstrahlung des Meerwassers verkündet er: “Es wäre auch noch zu früh, die Auswirkungen der Verstrahlung auf Meereslebewesen zu beurteilen.” Zu soviel Zynismus fällt einem wirklich nichts vernünftiges mehr ein.

Ein Fall von Realitätsverweigerung

Unser österreichischer EU-Parlamentarier Ernst Strasser hat wegen der Lobbygate-Affäre seinen Rücktritt bekanntgegeben weil es, nach seiner Ansicht, “in Österreich eine gezielte Kampagne gegen mich gegeben hat”. Dass er schlicht und einfach dabei erwischt wurde wie er vermeintlichen Bestechern vermittelt wie “hilfreich” er ihnen sein könnte, ist für ihn aber kein Grund einzusehen etwas falsch gemacht zu haben. So sieht Korruption und Realitätsverweigerung auf österreichisch aus. Mahlzeit.

Knut ist tot

Die ganze Welt trauert um Knut, den Eisbären. Ist jedenfalls zu lesen. Eine ganz andere Frage die sich stellt ist aber: “Wie geht es nun mit Deutschland weiter? Wie geht man mit dieser Katastrophe um und wird es jemals wieder so sein wie es einmal war?”

Total verstrahlt und voll verblödet

Wirklich bedenklich wird es, wenn man sich seine Tasche um die Schulter wirft, in den Supermarkt düst, an der Kassa einen Plastiksack nimmt (so einen der aus ganz viel Erdöl hergestellt ist), den Tempel verlässt und zum Packtisch geht um den Inhalt des Plastiksacks in die mitgebrachte Tasche zu stopfen. Und einem erst DA bewusst wird, was für einen Schaden man bereits haben muss. Bin ich wirklich schon total verstrahlt?

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FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

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