Zahlen rund ums Internet

Zum Thema Internet wurden und werden laufend zahlreiche Studien an- und Statistiken erstellt. Eine dieser Statistiken lieferte folgende Ergebnisse:

Weltweit benutzen 1,97 Milliarden Menschen das Internet. Das sind im Vergleich zum Vorjahr um 14% mehr Nutzer. Davon leben 825,1 Millionen in Asien, 475,1 Millionen in Europa, 266,2 Millionen in Nordamerika, 204,7 Millionen in Lateinamerika, 110,9 Millionen in Afrika, 63,2 Millionen im Nahen Osten und 21,3 Millionen in Australien und Ozeanien.

• 2010 wurden insgesamt 107 Billiarden E-Mails verschickt. Das waren pro Tag durchschnittlich 294 Milliarden. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der E-Mail Nutzer um 480 Millionen auf nunmehr 1,88 Milliarden Nutzer gestiegen. Von allen verschickten E-Mails war der Grossteil, nämlich 89,1%, Spam. Insgesamt wurden von den 294 Milliarden E-Mails somit 262 Milliarden unerwünschte E-Mails versendet. Verschickt wurden sämtliche E-Mails von insgesamt 2,9 Milliarden Mail-Konten.

• Auf Twitter wurden im letzten Jahr 25 Milliarden Tweets getweetet. Insgesamt sind aktuell 175 Millionen Menschen auf 100 Millionen unterschiedlichen Accounts im Cyberspace unterwegs. Davon folgen 7,7 Millionen Vögel Lady Gaga.

• Auf Facebook sind zur Zeit ca. 600 Millionen Menschen registriert, was 250 Millionen mehr als im Vorjahr sind. Monatlich werden im Social Network mehr als 30 Milliarden Links, Fotos, Notizen und mehr mit anderen “geteilt”. Täglich werden 20 Millionen Facebook-Apps installiert.

• Auf YouTube werden täglich 2 Milliarden Videos angeschaut. Jede Minute werden 35 Minuten Filmmaterial hochgeladen. Allein in den USA zieht sich der durchschnittliche Internet-Nutzer 186 Videos monatlich rein.

• Aktuell werden auf Flickr über 5 Milliarden Fotos gehostet. Pro Minute kommen 3.000 neue Bilder dazu. Das sind im Monat mehr als 130 Millionen neue Fotos. Auf Facebook werden monatlich 3 Milliarden Fotos eingestellt, was in etwa 36 Milliarden Fotos entspricht.

Wer nach all diesen Zahlen noch immer glaubt, dass unser aller Leben ohne Internet noch funktionieren würde, dem ist definitiv nicht mehr zu helfen.

Schlangen-Groove

Damit die Arbeit leichter von der Hand geht, läuft gerade The snake aus meiner Playlist. Ohne Musik geht hier nämlich gar nichts. Nicht heute, nicht morgen, und überhaupt.

Kennedy zweimal ermordet

Also was jetzt? War es 1962 oder 1963? Oder wurde Kennedy gar zweimal erschossen?

Artikel und Foto aus der Online-Ausgabe des KURIER. Wo Qualität zählt. Oder so.

Geile Suchmaschine

Seit ich vor ein paar Tagen über die tolle Nummer in der Wiener U-Bahn berichtet habe, beehrt mich der grosse Gockel täglich fast im Minutentakt mit dem geilen Gesindel aus dem Internetz. Es ist so einfach Suchmaschinen geil zu machen.

Mediale Konditionierung

Schon mal jemandem aufgefallen, dass in der “Kaffeeautomaten-Werbung” Frauen immer Café Latte, Männer Espresso und Kinder heisse Milch trinken?

Hauskiosk

Meine Affinität zu Zeitungen ist offensichtlich schwer zu verleugnen.

Haie, Werbung und Mauritius

Content-basierte Textanzeigen, ob vom grossen Gockel oder von der Juhuu-Truppe, entbehren oft nicht einer gewissen Ironie. So habe ich zum Beispiel kürzlich über den Haialarm in Sharm el Sheikh geschrieben und mich über die Berichterstattung darüber ausgelassen. Natürlich habe ich auch über Haie und Ägypten geschrieben. Ging ja nicht anders. Und wie von Zauberhand werden ratzeputz die besten Angebote für einen schönen und erlebnisreichen Ägypten-Urlaub angepriesen. Und so lange dieser Artikel auf dieser Seite steht, solange wird sich das auch nicht gross ändern. So weit, so logisch.

Das was wirklich erheitert ist der Umstand, dass, egal was ich über Haie, Sharm el Sheikh und Ägypten schreibe, diese tollen Angebote auch weiterhin erscheinen. Und das sieht dann in etwa so aus:

Artikeltext: Hai reisst Urlauberin in Sharm el Sheikh eine Hand und ein Bein aus.

Anzeige: Erlebnisreicher Ägypten-Urlaub für Abenteuerlustige.

Wer da zuhause bleibt ist selber schuld.

Artikeltext: Tödlicher Badeunfall durch Haiangriff in Ägypten.

Anzeige: Unvergessliche Badeferien in Ägypten.

Damit man was zu erzählen hat wenn man heimkommt. Oder die Hinterbliebenen.

Artikeltext: Sharm el Sheikh wegen Haiangst gesperrt

Anzeige: Sharm el Sheikh-All Inclusive-Schnäppchen

Hat doch was, oder? Ich für meinen Teil fliege nächstesmal zum Tauchen nach Mauritius. Da gibt es wirklich fette Haie. Und die Angebote werden mir sicher umgehend und meinen Interessen entsprechend bereitgestellt.

Haialarm in Sharm el Sheikh

Seit nunmehr elf Jahren tauche ich und habe schon das eine oder andere gesehen und vor allem auch gehört. Vor allem in Bezug auf Haie. Ich hatte schon einige von diesen netten Tierchen in meiner Nähe, fühlte mich einmal wohler und dann wieder nicht so ganz. Hing irgendwie von der “Stammeszugehörigkeit” der Kerle ab.

Jetzt hat wieder einmal ein Hai zugebissen und jemanden schwer sowie auch tödlich verletzt. In Sharm el Sheikh, in Ägypten. Einem Paradies für Taucher, laut Tourismusministerium und sonstigen “Kanälen”. In Wirklichkeit ein abgetauchtes Gebiet, das nur mehr Unwissende in Verzückung setzt.

Wie auch immer. Die Medien haben wieder ihre Schlagzeile und “Experten” schreiben soviel Schwachsinn, dass einem schlecht wird. Kompetent ist zu erfahren, dass sich Haie an sich auf hoher See herum treiben und sich dort Nahrung besorgen. Um im nächsten Atemzug darüber zu berichten, dass selbige wahrscheinlich durch die Harpunen-Jagd und das viele Blut in Küstennähe gelockt werden. Wer in Sharm und anderen Tauchgebieten in Ägypten mit einer Harpune zum tauchen aufkreuzt wird vom Guide fast umgebracht oder im schlimmsten Fall auf der Stelle ausgewiesen. Es ist dort sogar verpönt Handschuhe anzuziehen um all die Idioten davon abzuhalten jede Koralle anzugrapschen und gleich auch abzumontieren.

Was dem Fass den Boden ausschlägt ist jedoch die Meldung, dass jetzt

Experten aus den USA anreisen, um den Vorfall zu untersuchen.

Was gibt es da zu untersuchen? War es Mord? War es Selbstmord? Oder doch nur ein Unfall? Gibt es Zeugen, war der Hai alkoholisiert oder haben die Opfer gar Territoriumansprüche gestellt die nicht gerechtfertigt waren? Das Ergebnis der Untersuchung wird sicher mehr Aufschluss geben.

Gleichzeitig will der Gouverneur des Gebietes das verhängte Badeverbot ausweiten,

bis alle potenziell gefährlichen Haie vor der Küste gefunden und gefangen sind.

Rücken die USA jetzt mit CIA, Navy Seals und Power Rangers an um diese Biester zur Strecke zu bringen? Und wo bringen sie die gefangenen Haie hin? Nach Guantanamo? Oder doch nur ins nächste Haus des Meeres? Wird gefoltert und wenn ja, wie weit kommt man bei den Kerlen mit Waterboarding? Wird der Hai gestehen? Man wird es lesen. Ich bin mir da ganz sicher.

Fakt ist: Es wird immer wieder Zwischenfälle mit Haien geben. Das ist definitiv unvermeidbar. Was mir aber als Taucher persönlich auf die Nerven geht, ist immer diese idiotische Berichterstattung und reisserische Darstellung eines (meist) Weissen Haies mit weit aufgerissenem Maul und Blut auf der Nase. Aber irgendwie muss ja der Thrill aufrecht erhalten werden.

Wikileaks im Wettbüro

Wikileaks ist wieder frech und mutig und veröffentlicht ganz viele böse Sachen, die die Amis angestellt und so von sich gegeben haben.

Dass “Merkel selten kreativ” sei, ist da zu lesen. Was aber auch nicht wirklich kreativ ist, weil nichts Neues.

Dass “Sarkozy ein Kaiser ohne Kleider” sei, kann man vernehmen. Ist aber auch der ganzen Welt bekannt. Ein von Komplexen getriebener, seinem Vorbild Berlusconi nacheifernder Gnom.

Putin soll ein “Alpha-Rüde” sein und Medwedev ein wenig “blass und zögerlich”. Wie sonst, steht er doch im Schatten seines Vorgängers und darf nur auf “Befehl” den Bösen raushängen lassen. Also auch nicht Neues.

In dieser Tonart geht es weiter und all das veröffentlichte Zeug reisst einen nicht wirklich vom Hocker. Viel interessanter wird der Rest sein, der über Strategien, Intrigen, Spionage-Affären und sonstige Aktionen der USA noch zum Vorschein kommen wird.

Wobei auch da nicht wirklich grosse Überraschungen zu Tage kommen werden. Vielmehr wird es interessant sein Wetten abzuschliessen, wie lange der Gründer und Betreiber von Wikileaks noch auf dieser Erde weilen wird.

Tokio Hotel trifft für PeTA ins Schwarze

Die Freunde von PeTA, das ist jene Organisation die sich so heldenhaft für den Tierschutz einsetzt und dabei auch nicht vor Eigentumsdelikten zurück schreckt, hat jetzt neue Opfer gefunden. Da sich gewisse Damen anscheinend nun doch nicht mehr ganz nackt zeigen und sich wieder in wärmenden Pelz hüllen wollen, hat man sich gedacht, man versucht es mit ein wenig Realsatire.

Zu diesem Zweck holte man die Brüder Kaulitz, ihres Zeichens Eigentümer von Tokio Hotel, und spannte sie vor den profitablen Tierschutz-Karren. Bill, der Receptionist des Tokio Hotels meinte:

“Man muss sich nur mal vorstellen, dass Tiere ihr Leben lang so gehalten werden”, und zeigte sich entsetzt, “Zirkus mit Tierdarbietungen muss verboten werden, es gibt genügend spannende Alternativen!”

Wenn man sich allerdings den Slogan und die Message dieser Kampagne auf der Zunge zergehen lässt, muss man sich fragen ob Bill tatsächlich weiss, WAS er da von sich gibt. Entbehrt die Kampfansage seiner flauschigen Freunde doch nicht einer gewissen Ironie:

“Sklaven der Unterhaltungsbranche: Wildtiere raus aus dem Zirkus!”

Ist es nicht gerade die gesamte Musikindustrie, die sich dressierter Affen bedient und ihnen alljährlich Auszeichnungen verleiht die jeder Grundlage entbehren? Nur um IHRE “Wildtiere” bei Laune zu halten und ihnen vorzugaukeln etwas darzustellen? Ist es nicht die Popbranche, die im Minutentakt ein neues “Wildtier” aus dem Ärmel zaubert und es im artifiziellen Rhythmus der Banknotendruckmaschinen tanzen lässt? Ist es nicht die Unterhaltungsbranche, die Tiere namens “Künstler” hält und sie wie in einem Zirkus gegen Bares in die Manege schickt um “Männchen” zu machen?

Die neue Kampagne der mit Spraydosen bewaffneten Tierschützer hat, wenn auch ungewollt, voll ins Schwarze getroffen.

USB im Zeichen des Teufels

Wir sind alle verloren. Was schon lange vermutet wurde, ist jetzt Gewissheit. USB ist Teufels Werk. Das berichtet zumindest Martin Robbins im Guardian.

Evangelikale Christen aus Brasilien wollen deshalb, dass die Nutzung von USB verboten wird. Das USB-Symbol sei in Wahrheit Diabolos Dreizack und würde nur von Satanisten verwendet. Vielmehr fordere “Paz do Senhor Amado” seine Anhänger dazu auf Bluetooth zu verwenden. Erinnere das doch eher an die blauen Augen des Erlösers Jesus Christus.

Online-Redaktion Teil 3

Ist doch schön zu sehen, dass die beiden auch gleich eine SPAR-Filiale ums Eck haben und auf Hilfe vom österreichischen Nahversorger zählen können.

Dem Datum zufolge, dürfte der Online-Redakteur auch gerade wieder aufgewacht sein.

Online-Redaktion Teil 2

Soviel zu verpflichtenden Deutschkursen. Echt krass die Qualitätsorgane im Bananenland.

Online-Redaktion Teil 1

Der Artikel selbst ist nichts aussergewöhnliches und verkündet auch nichts dergleichen. Interessant ist eher die allgemeine Ignoranz gewisser Online-Redakteure das, was veröffentlicht werden soll, vielleicht auch kurz (nur zur Sicherheit) noch einmal zu lesen. Alles nur mit copy/paste zu machen ist wohl nicht die Lösung. Denn eines ist sicher: Der Kellner der hier im Schweizerhaus die Krüge schleppt, ist wie mittels Foto-Hinweis angeführt, definitiv NICHT der Chef der Brau-Union.

Es lebe der Boulevard

In Istanbul ist eine Bombe explodiert und der Boulevard fragt:
Zünder aus Österreich?

In Australien brennt der Busch und der Boulevard fragt:
Brand mit Feuerzeug aus Frankreich gelegt?

In England erstickt ein Pakistani an seinem Frühstück und der Boulveard fragt:
War deutsches Vollkornbrot schuld?

Das Traurige daran? Soviel, dass es nicht auf eine Seite passt.

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