Alles für ein langes Leben

Wahre Konsequenz ist, sich um 10 Uhr am Abend auf den Hometrainer zu setzen und eine halbe Stunde wie ein Idiot ins Leere zu strampeln. Aber was tut man(n) nicht alles um in Form zu bleiben. Jetzt noch einen Drink und dann nur mehr die Füsse hoch.

Frühjahrsdiät

Der Frühling ist da und wie auf Knopfdruck liest man überall von den neuesten Wunderdiäten. Was wird den hoffnunglos verlorenen Seelen da alles versprochen und vor allem, in die Geldtasche gegriffen. Es ist schon beachtlich wie viele einfache Wege es gibt um in 14 Tagen 20 Kilo abzunehmen oder in nur 6 Wochen 30 Kilo im Schlaf zu verlieren. Die zahlreichen Diäten der sogenannen Prominenten dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen und wer etwas auf sich hält, hat zumindest eine Abnehm-Fibel zu Papier gebracht und Geld damit verdient. Experten zeigen uns den Weg ins Glück und jedes Boulevardblatt hat endlich, wieder, das Geheimnis der Bikini-Figur entdeckt. Wir lernen, dass es nicht immer teuer sein muss schlank zu sein und auch zu bleiben und wie wir mit unserer “Traumfigur” glücklicher durchs Leben gehen können.

Ich frage mich nur leise, wenn alles so einfach ist, warum mir dann täglich dermassen fettgefressene Gestalten – ich rede hier nicht von etwas übergewichtigen Menschen – über den Weg laufen, dass einem nur mehr schlecht werden kann. Irgendwas kann da wohl nicht so ganz stimmen …

PS: Andererseits werden seit Jahren dermassen viele Kochbücher veröffentiicht und so viele Kochshows mit Pseudo- und sonstigen Promis aus dem Boden gestampft, dass man seinen Job aufgeben müsste um all das nachzukochen und sich so das Ausgangsmaterial für die nächste Frühjahrsdiät wieder hinauf fressen zu können.

Die Sache mit dem Mezzanin

Stiegen steigen ist gesund. Schön wenn dann zwei in Wirklichkeit drei Stockwerke sind.

Baby Yoga – Völlig durchgeknallt

Wir Männer haben ja oft einen echten Schatten. Aber was manche Weiber für einen neurologischen Totalschaden haben, schlägt uns um Längen. Die Tusse gehört einfach in eine geschlossene Anstalt und umgehend sterilisiert.

Am Laufband

Nur noch 7 Kilometer bis nach Hause. Arschkalt ist es, öde und nicht gerade motivierend. Wird Zeit, dass es hier wieder grün wird, damit es sich wenigstens etwas leichter läuft.

Laufen macht frei

Eine Stunde noch rackern hier und dann geht es raus auf die Piste. Die Sonne scheint und es ist saukalt. Aber da muss Man(n) durch. Laufschuhe sind einsatzbereit und ich bereite mich schon geistig auf den gnadenlosen Erfrierungstod vor.

Es gibt Tage…

…die fangen schon beschissen an. Da wird man zu einer Zeit munter, wo man sonst noch friedlich schlummert und nichts davon weiss, was da draussen schon wieder vor sich geht. Und warum wird man munter? Weil man HUNGER hat! Das ist echt krass. Warum zum Teufel habe ich um halb acht Hunger?

Somit wird die ganze Sache etwas stressig. Weil ich nämlich nur noch eine halbe Stunde habe bis mein iPhone mir signalisiert, dass es Zeit wäre aufzustehen. Also muss der Hunger rasch weg. Was tun? Ignorieren. Nicht so leicht, da auch schon die Sonne ins Zimmer scheint und ich mir gerade den frischen Kaffee vorstelle. Irgendwie kontraproduktiv. Noch zwanzig Minuten bis zum Gong. Es ist warm unter der Decke und ich will, wie üblich, nicht raus. Noch zehn Minuten. Ich merke wie der Hunger verfliegt und ich mich wieder selig auf dem Weg ins Lummerland befinde und dabei bin wieder einzumützeln. Und genau JETZT bimmelt das Telefon!

Wenn der Tag schon mal so beschissen beginnt, dann kann das ja noch was werden heute. Ich bin auf jeden Fall auf alles gefasst.

Der innere Schweinehund

Hier ist es derart grau in grau, dass sogar die bestgelaunten Menschen Depressionen kriegen. Allein die Vorbereitung auf meinen Lauf ist schon emotionale Qual und ein Kampf mit meinem inneren Schweinhund. Der einzige Lichtblick ist, dass ich in die Dunkelheit laufe und erst zurück komme wenn es bereits finster ist. Was für ein Glück.

Hamburger als Lebensretter

Da ich zur Fraktion der “Bewegungsfetischisten” gehöre, gehe ich ganz gerne zu Fuss durch die Stadt. Wenn das Wetter auch noch passt, stört es mich nicht wenn ich eine Stunde unterwegs bin. Ersetzt das doch schon mal einen ausgefallenen Lauf und ist willkommene Abwechslung zugleich.
Mühsam wird es nur wenn man was zu schleppen hat. Das kann dann ganz schön anstrengend werden. Wie gut, dass es da ausreichend Labstellen in der City gibt und man rasch seinen Kohlehydratspeicher wieder auffüllen kann. Wäre doch tragisch wenn man am Weg nach Hause völlig entkräftet zusammenbrechen würde.

Abnehmen wie zu Omas Zeiten

Als wenn es nicht schon genug des Wahnsinns wäre, sich den Schlagobers fix und fertig aus der Dose in den Rachen zu schieben, liefert der grosse Gockel, content-relevant wie üblich, auch gleich die richtige Anzeige dazu. Es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Ironie sich wie links erwähnt, das Futter löffelfertig reinzuschieben um es, wie rechts gezeigt, irgendwie wieder rauszupressen. Der “komische” Trick ist wahrscheinlich, sich die Sahne wieder wie zu Omas Zeiten selbst zu schlagen. Da macht man Bewegung und verbrennt Kalorien ganz nebenbei.

Intelligentes Mastfutter

Endlich wieder einmal ein wirklich intelligentes Produkt am Lebensmittelmarkt. Jetzt ist Schluss mit der Schwerarbeit in der Küche. Keine Anstrengung mehr um unter grossen körperlichen Strapazen Schlagobers schlagen zu müssen. Sahne, für die deutsche Fraktion der Übergewichtigen.
Von jetzt an heisst es nur mehr Deckel ab und rein mit der Masse in die Futterluke. Damit man rasch und ohne Kraftaufwand zu seiner täglichen Ration Fett kommt. Die 318 Kalorien pro 100 Gramm und 32% Fett sind auch schon egal. Rund ist g´sund, heisst es. Irgendwo.

Wir fressen uns blöde

Jetzt ist es endlich Gewissheit. Man kann sich “blöd fressen”. Was viele schon lange vermutet haben und was man täglich auf der Strasse und sonstigen öffentlichen und nicht-öffentlichen Plätzen beobachten kann, ist endgültig bewiesen.

Das Institut für Psychologie der amerikanischen University of Pennsylvania und die Purdue University haben in einer gemeinsamen Studie festgestellt, dass die westliche Ernährung, also viel Fett und Kohlehydrate, unser Gehirn nachhaltig schädigen. Gleichzeitig fiel in weiteren Studien der New York University und des Nathan Kline Institute for Psychiatric Research auf, dass Personen mit größerem Hüftumfang ein messbar kleineres Gehirn hatten.

Was jetzt natürlich ein ganz anderes Bild auf den Durchschnitts-Österreicher und Deutschen wirft. Er ist nicht von Natur aus blöd. Die Lebensmittelindustrie ist schuld! Zwingt sie ihn doch, sich Jahrzehnte, wenn nicht sogar ein ganzes Leben lang sein Hirn aus der Schädeldecke zu fressen um ihn langfristig für ihre Zwecke missbrauchen zu können.

Was wieder direkt zum Durchschnitts-Amerikaner führt, der, in der Regel dreimal so fett ist wie der Durchschnitts-Europäer. Somit werden die zunehmenden Amokläufe einerseits verständlicher und andererseits erklärt es die Tatsache, dass der Versuch, durch übermässigen Tabasco-Konsum den Frontallappen am Schrumpfen zu hindern, ein sinnloses Unterfangen ist.

Ausgepresst

Jack LaLanne, der amerikanische Fitness-Guru ist tot. Ich habe zwar nie sein Trainingsprogramm mitgemacht, aber seinen Power Juicer benutze ich täglich. Ich kann mir ein Leben ohne den halben Liter Fruchtsaft gar nicht mehr vorstellen. Via CNN

Mangelware Kondition

Erschüttert musste ich gerade feststellen, dass ich nach meiner fast 2-wöchigen sportlichen Zwangspause, total von der Rolle bin. Ich schaffe gerade mal 5 Kilometer und bin dann platt. Wird Zeit, dass ich wieder in Form komme. So geht ja das gar nicht.

Legaler Gifttransport

Während ich gestern beim Lungen-Facharzt auf meinen finalen Befund wartete, fiel mir dieses Plakat auf. Da ich seit Jahren nicht mehr rauche, könnte mir das ja egal sein. Der Ehrlichkeit halber muss ich aber zugeben, dass es mir, solange ich gepafft habe, genauso egal war. Die einzige Erkenntnis ist demnach die, dass man schon einen Schatten haben muss, um sich bewusst soviel Gift täglich freiwillig zu verabreichen. Trotzdem verstehe ich jeden Raucher der dieses Laster nicht aufgeben kann.

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