Herrn MiMs unterschwellige Fressmanipulationen

So! Jetzt ist Feierabend. Vertrag ist “feingeschliffen” und sollte somit wasserdicht sein. Jetzt schnell noch was einkaufen und dann ist Wochenende. Kettles und Guinness sind zuhause, fehlt nur noch was feines zum Futtern. Mir ist irgendwie nach Serrano, Oliven und so Tapas-Zeugs. Dieser Herr MiM manipuliert mich immer auf fieseste Art und Weise mit seinen Impressionen, dass es schon weh tut. Ich danke Ihnen!

Geburtstagstorte oder Kauknochen

Anfang des Jahres hatte allerliebste Tochter Geburtstag. Da war sie aber auf Urlaub und hat im Meer geplanscht. Dann, als sie wieder zuhause war, hatte sie den totalen Prüfungsstress und musste entsprechend dafür büffeln. Dazwischen durfte sie ihre eigenen Schüler unterrichten und das eigene Hoppahoppa reiten und züchtigen, damit es auf den Turnieren auch das tut was es tun soll. Und die Zeit die irgendwo übrig geblieben ist, hat sie verpennt. Gestern hat sie mich dann angerufen um hoch und heilig zu versprechen, dass es sich nächste Woche endlich ausgeht wieder nach Wien zu kommen und wir alles nachholen. Nachdem jetzt mittlerweile schon wieder fast Ende Jänner ist habe ich gemeint, dass es jetzt aber nicht wirklich mehr Sinn machen würde wenn ich mit einer grossen Torte antanzen würde. Worauf sie in ihrer unverwechselbar charmanten Weise trocken entgegnete, dass das “kein Problem und schon okay ist, wir können ja auch einfach auf ein fettes Steak gehen.” Ich liebe mein Kind. Nächstes Jahr bekommt sie einen Kauknochen zum Geburtstag.

Feines aus Montepulciano und Kaltern

Heute war wieder mal Weinliefertag. Zuerst hat FedEx gebimmelt und mir eine Kiste aus Montepulciano in die Hand gedrückt und eine Stunde später kam dann der Paketesel von der Bahnspedition angedüst, um mir drei Kartons aus Südtirol zu überreichen. Solche Montage mag ich. Jetzt fehlt nur noch der Waggon aus Sizilien, dann ist die erste Tranche komplett und das Lager voll. Perfekt verplant um dann im zweiten Halbjahr die nächsten Sortimente aufnehmen zu können. Für 12.000 Euro habe ich übrigens ein altes Presshaus gesehen welches zu verkaufen ist. Seitdem sabbere ich nur mehr durch die Gegend.

Traurige Erkenntnis

Herr, lass den Wein länger haltbar sein! Habe heute den ganzen Tag das Lager auf Vordermann gebracht und festgestellt, dass ich aktuell 304 Flaschen gebunkert habe. Konkret 169 Flaschen Rotwein, 97 Flaschen Weisswein und 38 Flaschen Roséwein. Von den 304 Flaschen sind 217 Flaschen von Weingütern welche auf ihre Verkostung warten und die restlichen 87 Flaschen sind für den privaten Spass. Eigentlich für jeden ein Grund zur Freude. Der einzige Nachteil ist, dass ich gewisse Weine die mich voll vom Hocker geworfen haben nicht entsprechend nachkaufen kann weil sie heuer ihre optimale Trinkreife erreichen und ich keine Möglichkeit habe diese, neben all den anderen, weg zu bekommen. Das Leben kann schon ungerecht sein.

Lazy am Samstag

Oh ja, ich war so etwas von faul heute, dass es fast schon an eine Straftat grenzt. Aber es hat einfach nur gut getan. War echt mal notwendig. Und jetzt wird eine Flasche Wein verkostet. Ein Cassiopee aus Bourgueil. Freu!

Der Lachs der Begierde

Na, alle den Heilig Abend mit Würde und Anstand verbracht? Keine Dramen und keine Zimmerbrände verursacht? Gut! Dann gibt´s zur Belohnung Fisch. Besser gesagt Lachs. Nach den Feiertagen wird ein wenig Omega-Fettsäure ganz gut tun und abnehmen ist dann sowieso wieder einmal angesagt. Auf Punchfork.com gibt es die besten Rezepte dafür. 706 um ganz korrekt zu sein. Guten Appetit. Ach ja, Jopie Heesters ist tot, aber das hatte ich ja schon Anfang der Woche geschrieben.

Geilste Lasagne der Welt

Das ist die geilste, kränkste und abgefahrenste Lasagne ever! Ungefähr 3 Kilo Fett, 90.000 Kalorien und definitiv nichts für Leute mit Cholesterinproblemen. Töchterchen und ich haben beschlossen, dass wir diese Monsterlasagne bei einer unserer nächsten Familienzusammenkünfte unbedingt einmal basteln müssen. Das ist einfach KRANK!

Fischsuppe & Glühwein

Gerade vom Fischsuppen-Event inklusive Fotoshooting im COP nach Hause gekommen und gleich geht es wieder weiter. Allerliebste Tochter ist mit Freund im Anflug um den Punschabsatz selbstlos zu unterstützen. Kalt wäre es ja schon mal. Jetzt fehlt nur noch der Schnee um richtig perfekt zu sein. Ich glaube ich nehme dann erst mal einen Glühwein. Wer trinkt schon Punsch zu Fisch? Bis später dann. Oder bis morgen. Oder so.

Auf zum ungeschützten Kaufrausch

Der Countdown hat begonnen. Ab heute wird finally runtergezählt! Wer bis jetzt seine Sachen nicht besiammen hat, der darf sich diese Woche dem ungeschützten Kaufrausch aussetzen und versuchen, zwischen Millionen Last minute-Shoppern das Teil seiner Wünsche noch zu ergattern. Ich schreibe heute meine zwei letzten Artikel fertig und danach gehe ich noch einmal in den COP, bevor die Truppe am 23. Dezember wieder weiter zieht. Heute gibt es ungarische Fischsuppe mit Stücken vom Zander drin und das lasse ich mir nicht entgehen. Den Weihnachtsrummel lasse ich draussen, genehmige mir einen feinen Imbiss mit einem schönen Glas Wein und am Abend geht´s mit Töchterchen und Freund noch einmal zum Punsch ausfassen. Sollte es wieder regnen, fallen wir einfach ins nächste Irish Pub ein und betrinken uns feiern ein wenig mit Guinness und fetten Burgern. Man ist ja immerhin flexibel.

Parker und die Buchhaltung

Die nächste Lieferung für 2012 ist eingetroffen. Von einem meiner Lieblingswinzer. Freitag nachmittags. Das will was heissen. Es gibt ja doch noch Firmen zu solch unchristlichen Zeiten arbeiten. 18 Flaschen beste burgenländische Weine welche sogar Robert Parker zum Jubeln gebracht haben. Vielmehr noch hat er manche davon auf die Stufe eines Châteaux Mouton, Rothschild oder Petrus gestellt. Kenner wissen wovon ich rede und Punkte-Experten wissen was 94 Parker-Punkte bedeuten. Ist mir jedoch egal. Ich werde jeden einzelnen eingehend “erforschen” und in gewohnter Weise darüber berichten. Und jetzt mache ich mir einen gemütlichen Sonntag und mache die Buchhaltung.

Imbiss-Kultur vom Feinsten

Wie versprochen der Bericht über den Club of Plenty und die Künstlerköche von AO&. Ein Genusserlebnis der Extraklasse.

Die Künstlergruppe AO& (Thomas A. Wisser, Philipp Furtenbach, Philipp Riccabona und Rainer Fehlinger) stellt sich dem seelen- und freudlosen Prozess der raschen ‘Nahrungsaufnahme’ mit einem Konzept entgegen, wie es erfrischender, authentischer und aussergewöhnlicher nicht sein könnte. Das beginnt schon damit, dass man den Ort wo die Gruppe grade aufkocht, suchen muss. Keine Werbung, keine Hinweise, versteckt, irgendwo in einer von irgendwem zur Verfügung gestellten Location. Das kann in einer Galerie in New York oder in einem Container in einem Steinbruch sein, es kann in einer aufgelassenen Brotfabrik oder in einer herunter gekommenen Lagerhalle in Barcelona sein. Eines haben all diese Orte aber gemeinsam; sie werden von AO& zuerst adaptiert, umgebaut, neu gestaltet. Aktuell kochen die drei in der Wiener Innenstadt in einer ehemaligen Boutique, welche sie zu einer Art Katakombengewölbe umgestaltet haben, gross auf und zeigen den Gästen was es heisst, auch den einfachsten Imbiss auf ein Genussniveau höchster Qualität zu bringen.

Schon der Eintritt ist ein Erlebnis besonderer Art. Man steht sofort in der Küche. Mittendrin, zwischen Gästen die sich bereits ins obligatorisch auszufüllende Gäste-Registrierbuch eingetragen haben. Danach kann man wählen wo man sich dem Genuss hingeben will. Bleibt man gleich in der Küche stehen und schaut den ‘Köchen’ bei der Arbeit zu, oder begibt man sich an den einzigen Tisch im eigens umgebauten Bereich, der in Form einer überdimensionalen Tafel den Raum füllt.

Man sitzt dann auf breiten Sofabänken, weich und gemütlich und findet sich ganz plötzlich in einer Welt wieder, wo die Zeit keinen Zutritt hat. Als hätte man sie einfach draussen gelassen. Hier steht der entspannte Genuss, das Wieder-Entdecken von ‘Nahrung zu sich nehmen’ und seinen Imbiss zu ‘zelebrieren’ im Vordergrund. Wer sich dazu entschlossen hat hier Platz zu nehmen, der ist auf seinem Weg Essen wieder mehr zu ‘erleben’ einen Schritt näher gekommen.

In der Küche wird gekocht, richtig gekocht, und man riecht was in den Töpfen schmort und köchelt. Man hört die Messer hacken, den Mixen rühren und ist Teil dieses Prozesses. Was hier auf den Tisch kommt ist allerfeinste Ware, kein Industriefutter, keine nicht zu identifizierenden Lebensmittel aus China, Ecuador oder aus Botswana. Regional, gute und auch selbstgemachte Lebensmittel finden hier ihren Weg in die Töpfe und Pfannen und was dann in der Schüssel und am Teller landet ist das, was man gemeinhin als ‘richtigen Imbiss’ bezeichnet.

Zum Essen gibt es übrigens nur was es gerade gibt. In meinem Fall war das ein Haus- und handgemachtes Szegediner Gulasch, bei uns auch als Krautfleisch bekannt und leider allzu oft auf besagte zwei Zutaten reduziert. Dieses Szegediner Gulasch allerdings entpuppte sich als Leckerbissen allerfeinster Güte. Ohne auf die einzelnen deliziösen Details einzugehen nur soviel; das Fleisch darin war weich wie Butter und zerfiel schon nur beim Hinsehen.

An der ‘Tafel’ herrscht eine Form von Harmonie wie man sie in einem Wirtshaus oder ähnlichen Lokalen nicht findet. Hier finden sich Menschen aller Schichten zu etwas zusammen was verloren gegangen schien, vielleicht auch ist. Man zelebriert gemeinsam was einem hier geboten wird, tauscht sich über Ess- und Genusskultur aus, legt einen Zwischenstopp in der Küche ein und schaut was in den Töpfen köchelt, trinkt ein Glas Wein mit dem Koch, oder dem Künstler, und tauscht sich ungezwungen über den Genuss an sich aus.

Wer glaubt dieses ‘Stehachterl’ mit billigem Massenwein tun zu müssen wird auch hier überrascht. Man kredenzt die besten Weine Österreichs, unter anderem von Winzern mit Weltruf wie Roland Velich (Moric) und Uwe Schiefer (Szapary, Pala, etc.). Ausgeschenkt in Zalto-Gläsern aus der weltberühmten Waldviertler Glasmanufaktur. Wer einmal Wein aus diesen Gläsern getrunken hat wird kein anderes Glas mehr wollen. Auch das gehört bei AO& zur Genusskultur und untermauert deren Idee, Genuss und Qualität zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen und einen Imbiss zu einem richtigen Event werden zu lassen. Verbunden mit dem aussergewöhnlichen Erlebnis in eine andere Welt eintauchen zu dürfen, ein wenig ‘back to the roots’ zu kommen und sich vom rasenden ‘Zeitverbrauch’ ein wenig zurück zu holen.

Wer nun berechtigt glaubt, dass soviel Genuss einen ebenso entsprechenden Preis haben muss, der wird zum dritten Mal überrascht. Im positivsten Sinne. Denn für ein vorzügliches, aus frischesten Zutaten hausgemachtes Szegediner Gulasch und zwei Gläser feinsten Weines einen Betrag von gerademal 11 Euro entrichten zu dürfen, ist fast schon unanständig günstig.

Wer sich ab und zu auf ein zwei Gläser ‘Industriewein’ in gehobenen Locations in der Innenstadt niederlässt der weiss, dass in diesem Fall das Gulasch mehr als geschenkt ist. Für so viel günstigen Genuss gibt man dann gerne 15 Euro und verabschiedet sich mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. Und bedauert, dass die ‘Kochnomaden’ in Kürze wieder weiterziehen, um ihre Botschaft des Genusses unters Volk zu bringen.

Einen vollständigen Bericht und alles über den aussergewöhnlichen “Club of Plenty” gibt es auch hier und hier zu lesen.

Chinatown in Vienna

Bin ich in Chinatown oder wie? Am Heimweg von der Shoppingtour und meinem anschliessenden Besuch im COP, dem genialsten Treffpunkt für Freunde authentischer und aussergewöhnlicher Genusskultur (Bericht folgt), bin ich mir vorgekommen wie in Shanghai. Haben nur noch die Böller und ein Feuerwerk gefehlt.

Freunde aus dem Languedoc

Und wieder eine Lieferung eingetroffen. Jeweils eine Kiste aus Florensac und eine aus Mèze in Französien. Das Jahr wird heiter bis lustig. Ich glaube ich kaufe mir doch noch so ein heruntergekommenes Presshaus ausserhalb der Stadt. Die werfen sie einem nach. Schön langsam macht das wirklich Sinn darüber nachzudenken.

Müssiggang am Feiertag

FEIERTAG! Zwar keine Ahnung was für einer, aber wer muss das schon wissen um Grund zum Feiern zu haben? Also werde ich heute gerade mal das Notwendigste machen und mich dann ins Getümmel stürzen. Sieht eigentlich nach einem grossartig werdenden Tag aus. Ich denke ich hole mir irgendwo Früchte aus dem Meer und vergnüge mich mit Nichtstun. Muss auch mal sein, oder?

Die Pfälzer sind gelandet

Wenn man nicht weiss womit man beginnen soll, nimmt man das was am meisten Spass macht. Nachdem es die DHL-Hürdenläufer doch noch vor Weihnachten von Deutschland nach Wien geschafft haben, wurde mir vorher gerade das kleine Paket zugestellt. Eisgekühlt, nach sieben Tagen in der kalten Wildnis, aber gerade noch überlebt. Das ist übrigens das erste der zahlreichen Sortimente welche ich 2012 auf meinem SpeiseTrinkplan habe. Um die Deutsch-Österreichischen Beziehungen zu pflegen und nicht in den Verdacht komme völlig frankophil zu sein. Sind übrigens ganz leckere Tröpfchen dabei. Ich freu mir, würden die Berliner sagen. Die bei uns Krapfen heissen ;-)

Page 8 of 18« First...«567891011»...Last »

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

STICHWÖRTER