McSushi für das Volk

Mit fünf Jahren habe ich mein Töchterchen zum ersten Mal zum Sushi-Essen überredet. Und das musste ich, weil selbstverständlich ein ganz lautes “IGIIIIIITT, roher Fisch” aus ihrem Mund kam. Doch wie ich ihr gelernt hatte erst einmal alles zu probieren, zu kosten, anzuschauen und erst dann zu urteilen, hat sie mitgespielt. Um sich nach dem ersten Sushi ihres Lebens als Nachspeise ein kleines Sashimi zu bestellen. Soviel zum rohen Fisch. Von da an gehörte Sushi-Essen zu unserem Leben wie das Kino mit Nachos und Käse-Sauce. Jahre später, als Teenager, meinte sie einmal sie könne Sushi nicht mehr essen, weil es völlig zu einem McDonalds Massenfutter verkommen ist und sie nicht mehr wisse wieviel Plastik, Chemie und Abfall sie da wirklich in sich hinein stopfe.

Heute habe ich diesen Artikel in der Zeit gelesen. Schlaues Töchterchen kann ich nur sagen. Leseempfehlung für alle die noch immer gerne Sushi essen, aber nicht wissen wo sie wirklich “echtes” bekommen.

Supermarkt-Fusel

Industriegeplörre pur. Schmeckt nach irgendwas. Und nach nichts. Supermarkt as usual.

Hitze-Mix

Ein echt geiles Sommer-Futter. 3 Karotten, 1/2 Kohlrabi und 1 Apfel. Geschreddert und mit einem Löffel Olivenöl vermanscht. Etwas Pfeffer drunter und fertig ist der Hitze-Mix.

No risk, no fun

So heisst es. Heute das Gutschein-Heft vom Weinhändler “meines Vertrauens” bekommen und sofort zugeschlagen. Wer nichts Neues ausprobiert bleibt ewig am Gestrigen kleben. Österreich hat viel zu bieten und das Burgenland ist sowieso eine önologische Bank. Und um diesen Preis 12 Flaschen vom Feinsten zu ergattern muss man einfach nutzen, oder?

Ausser Konkurrenz

Einmal etwas ausser Konkurrenz. Einfach so für zwischendurch. Natürlich frausösisch.

Das beste Eis der Stadt

Der Eis-Greissler. Aktuell das angesagteste Eisgeschäft Wiens. Alles bio und handgemacht. Alles Natur pur, für Veganer ebenso wie für Käsefreaks und Fruchtchaoten. Schon das Anstellen bis auf die Fahrbahn hat etwas total abgefahrenes an sich. Top-Tipp für Wien-Besucher. Echt krass der Laden. Und echt gut!

Wolf im Schafspelz

Herkunft: Department Hérault, Languedoc-Roussillon, Südfrankreich • Art: Côtes du Rhône • Mitspieler: Syrah, Grenache, Carignan • Name: Magellan • Besondere Merkmale: Wolf im Schafspelz.

Die Rhône und ich

15% die sich rein hängen. Natürlich von der Rhône. Nichts für Mimosen. Grosser Stoff.

Von knorrig keine Spur

Kalifornischer Pinot in Bestform! Hat es geheissen. Entpuppt hat sich der Saft als Griff in die Tonne. Wenn ich aus dem Marmeladentopf löffeln will sage ich es. Pinot kann wunderschön sein. Aber das hier? 13 Euro in den Sand gesetzt. Gehört auch dazu.

Käse-Alptraum

Wenn der Schweizer Franken noch weiter so lustig steigt, muss ich bald den Käse wechseln. Heute für 150 Gramm Greyerzer Premier Cru aus dem Kanton Freiburg Euro 8,40 berappt. Da schaut dann nicht nur mehr der Käse alt aus.

Carignan & Olivenbrot

Heute am “Tisch der Wahrheit”. Ein Carignan Vieilles Vignes aus dem Department Hérault. Ein einfacher Landwein und trotzdem nichts für Weicheier. Kein Wein für Fruchtfanatiker sondern für Freunde von Blumen, Kräutern und Gewürzen. Ein Südfranzose wie er südfranzösischer nicht sein kann. Dazu Olivenbrot und die Welt ist in Ordnung.

Gemüse, Guinness und Grenache

Müsste ich mein Leben auf das Notwendigste beschränken, und zwar wirklich auf das was mir das Überleben sichern würde, dann möchte ich für den Rest meines Lebens mit Oliven, Wein und Käse, sowie diversem Gemüse, Grünzeug und fleischlichem Beiwerk, Würsten und Pasteten und so manchem gefiederten Geflügel versorgt sein. Und zum runter spülen möge man mir reichlich Guinness, besten Single Malt und zehn, zwölf Fässer feinsten Rum aushändigen. Auf den Rest kann ich gerne verzichten.

Regen fördert Produktivität

Normalerweise raunze ich ja auch wie alle anderen wenn es im Sommer grausig draussen ist und es nur regnet. So wie gestern, wie heute und auch so wie morgen. Diesmal aber könnte es von mir aus die nächsten zwei Wochen durchregnen. Da nämlich bereits die nächsten 30 Flaschen Wein auf dem Weg zu mir sind und ich darüber natürlich auch einiges zu schreiben habe, kommt mir diese “Sommerunterbrechung” äusserst gelegen. Es geht nämlich alles viel leichter von der Hand wenn es draussen schüttet als wenn die Sonne scheint und man eigentlich und überhaupt viel lieber am Wasser oder im Grünen wäre. Ausserdem produziere ich bei Schlechtwetter dreimal mehr und intensiver als bei sommerlichen Temperaturen. Das nennt man dann wahrscheinlich “Kompensations-Geschreibe”, oder so.

Nicht dass ich die 30 Kannen in den nächsten zwei Wochen verkosten müsste, das wäre dann doch ein wenig zu viel des Guten (die sind bis Ende dieses Jahres verplant), aber es sind Portraits zu schreiben, Verlosungen zu organisieren, Vorspannartikel zu den einzelnen Verkostungsrunden zu schreiben, Interviews vorzubereiten und einiges mehr was “zu Papier” gebracht werden muss. Ein kleines Monsterprogramm im Namen der Trauben sozusagen.

Also freue ich mich über das Scheisswetter da draussen und klopfe meine Tastatur weich. Und zwischendurch genehmige ich mir ein Guinness. Cheers!

Bekenntnis eines Weinverkosters

In der Zwischenzeit dürfte hinlänglich bekannt sein, dass ich gerne Wein trinke und auch ein Weinportal betreibe. Deshalb möchte ich heute einmal ein Statement abgeben was Wein für mich wirklich ist.

1) Wein ist für mich ein Kulturgut in flüssiger Form.
2) Wein ist für mich Geschichte, Abenteuer und vieles mehr. Wein ist für mich ein Freund.
3) Winzer sind für mich Künstler.

Ich trinke gerne Weine aus allen Ecken dieser Erde und habe viele wahrhaft köstliche Tropfen verkostet und kennen gelernt. Aber eine, zwei Sorten, haben es mir absolut angetan. Zum einen die sogenannten “Côtes du Rhônes” und zum anderen die “Languedoc- und Loire-Weine”. So betrachtet könnte man mich als durchgehend frankophil bezeichnen. Und das obwohl ich der “Grande Nation” nicht wirklich mehr als ihr Verständnis für gutes Essen und die Kunst der Vinifizierung abgewinnen kann.

Aktuell habe ich gerade einen Côtes du Rhône von Ogier im Glas und ich muss sagen: Ich möchte mich am liebsten darin ertränken. À la vôtre an alle, die ebenso gerne französisches Kulturgut geniessen und einen einfachen, guten Wein zu schätzen wissen.

Zwölf Franzosen in Wien

Wie hier bereits angekündigt, ist heute die nächste Lieferung Traubensaft eingetroffen. Aus dem Hause Castan aus Baillargues in der südfranzösischen Languedoc-Region. Neben dem Rhône-Gebiet eines meiner Lieblingsweinbaugebiete. Und da stehen sie nun, die zwölf Franzosen. Am “Tisch der Wahrheit” und warten darauf ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. Sechs Kannen aus dem Languedoc und sechs aus der südlichen Rhône-Region. Frei Haus geliefert und fertig zur “Begutachtung”. Ich freue mich schon. Gott sei Dank habe ich gestern schon genug Baguette, Oliven, Käse, Wurst und Pasteten besorgt. Heute abend werde ich dann mal die erste Pulle köpfen. À la vôtre!

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