Keine Zeit

Das Leben ist kurz. Weniger wegen der kurzen Zeit die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen. (Jean-Jacques Rousseau)

Zeitprobleme

Eigentlich ist mir die Zeitumstellung wurscht. Einfach bis halb zehn pennen und die Uhr danach zurückdrehen ist viel einfacher und effizienter. So weit kommt´s noch, dass ich bis in der Früh aufbleibe um am Rad drehen zu dürfen. Tsss!

Kein Recht auf Verteidigung

Ich verstehe ja Strafverteidiger und kann den Sinn ihres Daseins auch ganz einfach nachvollziehen. Was ich aber nicht verstehe sind Strafverteidiger wie zum Beispiel jener, der gerade versucht für den norwegischen Amokläufer und Massenmörder Breivik ein “milderes” Urteil heraus zu schlagen.

Die Begründung dafür ist so fadenscheinig wie zynisch und lachhaft zugleich. Habe doch sein “Mandant” bei seinem Amoklauf, bei dem er 69 Jugendliche wahllos abgeknallt hat, keine Kinder erschossen und somit VERSCHONT! Soviel Crux muss man einmal haben. Knallt 69 Menschen ab und will Milde “weil er Kinder verschont hat”. Stellt sich nur die Frage, ab wann ein Jugendlicher kein Kind mehr ist. Ebenso war sein Mandant “geständig”. Welch ehrenhafte Leistung, nachdem man ihn sozusagen “live vor Ort” geschnappt hat. Was es da wohl noch zu gestehen gibt? Okay, aus Breiviks Sicht ist das alles ja noch nachvollziehbar. Auch dass er sich im “Krieg gegen das multikulturelle System sieht und den islamischen Einzug in Europa stoppen will” sind Argumente die man ihm, auch wenn es schwerfällt, zugestehen muss.

Wie schon eingangs gesagt, ich verstehe Strafverteidiger und das was sie tun durchaus. Im Falle Breiviks wäre ich aber für eine bestenfalls begleitende Pflichtverteidigung, die nur den korrekten Ablauf der Urteilsverkündung verfolgen, aber nicht im Sinne von “verteidigen” eingreifen dürfte. Menschen wie Breivik sollten nicht auf das bestehen und zugreifen dürfen, was sie anderen zu jenem Zeitpunkt zu dem sie ungewollt ihr Leben lassen mussten, ebenso wenig zugreifen durften. Nämlich auf das Recht der Verteidigung.

Feiertag in Buxtehude

Von wegen Feiertag. Nix da zum Feiern. Vielmehr zum Arbeiten. Aber ich darf ja nicht murren. An sich sind das genau die Tage wo du in Ruhe den ganzen Müll machen kannst zu dem du sonst eh nicht kommst. Weil permanent irgendwer was will oder das Telefon bimmelt oder sonstwas los ist. Und deshalb wird heute der ganze Kleinkram abgearbeitet damit morgen wieder der Irrsinn losgehen kann. Obwohl, ganz hört er ja auch am Feiertag nicht auf. Happy holiday!

Gaddafi ist tot

Kurze Frage am Rande dieses Ereignisses: “Was ändert sich dadurch wirklich?”

Damn motherfucker Stagger Lee

Grüner Nachwuchs

Wenn so der grüne Nachwuchs aussieht müssen wir uns keine Sorgen machen, oder?

Worcestershiresauce

Eindeutig das Unwort des Tages. Es ist ja nicht gerade so, dass ich Worcestershiresauce jeden Tag einkaufe. Aber jedesmal wenn es wieder soweit ist, schiesst mir diese eine Frage in den Kopf: “Warum zum Henker schreibt sich dieser Name Worcester wenn am Ende gerademal wʊstə übrig bleibt?”

Justitia ist Brillenträgerin

Jener adeligen Dame die vor ein paar Wochen so übermüdet war, dass Sie nicht mehr wusste was sie tat und deshalb um mehr als 1.000 Euro Parfums aus einem Duty-Free-Shop klaute, sieht man dieses “Malheur” nun verständnisvoll nach. Es wird nämlich keine Anklage wegen Ladendiebstahls gegen sie erhoben und es kommt zu keiner Verhandlung. Um ihr diese “Peinlichkeit” und natürlich auch die entstehenden Kosten zu ersparen. Wie human und rücksichtsvoll.

Einmal mehr zeigt die Justiz in diesem Land ihr wahres Gesicht. Blind sollte sie sein, nur ist sie alles andere als blind und sieht sehr genau hin mit wem sie es zu tun hat. Jeden Ladendieb im Supermarkt zerrt man vor den Kadi und macht ihn fertig vor Gericht. Blaues Blut hingegen muss man schützen. Die Monarchie ist längst Geschichte, die Inzucht aber die ihresgleichen schützt, hört heute nur auf andere Namen. Manus manum lavat.

Prinzipien

Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

Im Namen der Rohstoffe

Dass alles teuer wird, egal ob es sich dabei um Bekleidung, Freizeit, Wohnen, Verkehr, Gesundheit oder Lebensmittel handelt, ist normal. Dass aber gewisse Teuerungen von keinem mehr mit “normalen” und schon gar nicht mit verständlichen Argumenten erklärt werden können ist Auswuchs einer völlig ausser Kontrolle geratenen “freien Marktwirtschaft”. Die ja an sich etwas gutes ist. Solange man den freien Markt so “hegt und pflegt”, dass dieser einen nicht selbst auffrisst.

Wenn sich aber Mehl innerhalb eines Jahres um 70%, Kaffee um 50% und Zucker um ein Drittel verteuert, dann hat das nichts mehr mit freier Marktwirtschaft zu tun. Das ist das Ergebnis von freiem Spekulantentum, bei dem es nur mehr darum geht, wie man am schnellsten ganze Volkswirtschaften ausradiert und sie in eine Abhängigkeit bringt, bei der es um etwas mehr als ordinäre “Lebensmittel” geht.

Als Ausrede dienen am Ende immer die bösen Rohstoffe. Egal wofür. Die kann man immer zur Verantwortung ziehen. Die können sich auch nicht wehren. Die einzige Möglichkeit diesen Wahnsinn zu stoppen, wäre das spekulieren mit Rohstoffen zu verbieten. Aber wer traut sich das schon und noch mehr, wer will das schon?

Geld und Freundschaft

Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, dass man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, dass man es ihm gibt. (Arthur Schopenhauer)

Am Rad drehen

Irgendwie ist mir heute so richtig danach wieder einmal fest “am Rad zu drehen”.

PISA-Test für Erwachsene

Jetzt knöpft man sich im Staate Österreich die Erwachsenen vor und prüft nach, was sie so alles wissen. Auf freiwilliger Basis können sich 5000 Österreicher bewerben mitzumachen. Gegen eine “Aufwandsentschädigung” von 50 Euro pro Mann und Nase.

Der Vorgang ist recht einfach. Die Prüfer kommen zu den Testpersonen sogar nach Hause! Dort wird der Laptop aufgeklappt und je weniger das Versuchsobjekt weiss, umso LEICHTER wird der Test. Damit man nicht nur vollkommene Nieten in den Testergebnissen findet.

Zu erwarten ist demnach ein Ansturm auf die freien Plätze. Vor allem von Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern. 50 Euro gibt´s nicht alle Tage abzustauben. Fragt man nach der Sinnhaftigkeit dieser Studie heißt es dazu aus dem Unterrichtsministerium:

„Die Ergebnisse sind wesentlich für das lebenslange Lernen. Wir werden dann wissen, wo wir noch Schwerpunkte setzen müssen.“

Lebenslangens Lernen?! Wie wäre es, wenn sich einmal jene die sich täglich und seit Jahren vehement dagegen wehren und vollständig lernresistent sind, beginnen würden was dazu zu lernen? Dann bräuchten wir diesen Test erst gar nicht durchzuführen.

Über Zeitungen

In diesen Papieren liegt die große Klugheit des Papalagi. Er muss jeden Morgen und Abend seinen Kopf zwischen sie halten, um ihn neu zu füllen und ihn satt zu machen, damit er besser denkt und viel in sich hat.

Auszug aus “Der Papalagi – Die Reden des Südseehäuptlings Tuiavii aus Tiavea”. Leseempfehlung für alle die einmal wieder ein wenig neben der Spur denken wollen.

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