Überraschung aus der Pfalz

Die schönste und erfreulichste Form der Wertschätzung ist es, wenn mittags der Paketdienst läutet und einem völlig unerwartet ein Paket als kleines Dankeschön aufgrund eines veröffentlichten Berichtes in die Hand drückt. Das sind genau die Momente, die einen Tag zu einem ganz besonderen Tag machen.

Schreibblockade

Es gibt nichts Schlimmeres als wenn du eigentlich schreiben solltest, aber absolut keinen Bock darauf hast und dir deswegen auch nichts wirklich Vernünftiges einfällt. Also werde ich den sogenannten Hut d´rauf hauen und in die Stadt fahren. Der Tag ist ja noch lang und wer weiss schon was der Abend bringt. Man sieht sich dann. Später.

Happy New Year

Endlich wieder mal richtig ausgepennt heute. War das gut! Jetzt mal einen Kaffee schlürfen und dann schön langsam für den Abend fertig machen. Zuerst in die Stadt schauen was sich tut und am Abend ins Billy´s Bones zur New Years Eve Party. Sivester im Irish Pub kann nur ein Erfolg werden. Ich kann das Guinness fast schon riechen.

Ich wünsch euch allen was. Viel Erfolg in 2012, viel Glück und vor allem Gesundheit. Rettet was noch zu retten ist und wenn nix mehr da ist, auf nach Griechenland. Obwohl dort auch nix mehr ist. Anyway, die besten Wünsche und man sieht sich nächstes Jahr wieder. HAPPY NEW YEAR!

Whisky hilft (fast) immer

Ich glaube der Whisky hat tatsächlich geholfen. Mir geht es schon wesentlich besser und das Futter beginnt auch wieder zu schmecken. Nur meine Nase ist erheblich lädiert und mitgenommen. Unfassbar was da in zwei Tagen alles rauskommen kann. So kleine Löcher und trotzdem die Kapazität einer Kläranlage. Da könnten sich unsere Parlamentsdeppen einiges abschauen. Das nennt man Effizienz. Wie auch immer, ich musss jetzt mal einkaufen um über den Jahreswechsel nicht zu verhungern. Obwohl, eigentlich ist es doch nur ein ganz gewöhnliches Wochenende. See ya later…

Feeling good, either way…

Mir geht´s gut. Ich rede es mir zumindest ein. Aber mit Nina kann es einem auch nicht schlecht gehen. Und wenn alles nichts hilft gibt´s einen 25 Jahre alten Bunnahabhain.

Pfeif auf 2011

So eine halb ausgegorene Grippe ist echt scheisse. Zum wirklich krank sein zu wenig, zum Sport machen zuviel und um kreativ zu sein, Designs zu machen und um Artikel zu schreiben sowieso. Voll bescheuert dieser Zustand wenn man genau in der Mitte “hängt” und alles nur mühsam ist. Ich glaube ich mache bis Jahresende wirklich nichts mehr und lass´ die paar Tage einfach sausen. Pfeif auf 2011. Hab´ ja wieder 365 Tage Zeit nächstes Jahr. Von daher… gibt´s jetzt nur mehr Tee mit Rum.

Wenn das Michelin-Männchen kommt

Jedes Jahr das Gleiche! Es ist als hätte mein Körper irgendwo ein Uhrwerk eingebaut welches pünktlich nach Weihnachten abläuft um zu vermelden “Zeit krank zu werden”. Es ist wirklich unglaublich. Als würde sich bei mir alles immer bis nach Weihnachten aufstauen um sich dann vorsichtig anzumelden und einen darauf hin zu weisen, dass man vielleicht wieder mal etwas langsamer machen sollte. Erst kommt am Abend das Kratzen im Hals und leichter Husten, am Morgen meldet sich ein leichtes Schwindelgefühl, dann gesellt sich ein wenig das “Michelin-Männchen-Gefühl” dazu und danach liegt man endgültig auf der Schnauze. Ich will das nicht. Krank sein ist scheisse. Und vor allem vollkommen unnötig! Auch wenn das nicht stimmt, ist es doch der einzige Indikator um überhaupt noch etwas neben der ganzen Arbeit mitzubekommen. Und zwar RICHTIG mitzubekommen. Nur, ich kann das aber jetzt gerade absolut nicht brauchen. Ich habe zu tun, auch wenn Feiertage sind. Ich glaube jedoch, dass das meiner Gesundheitspolizei irgendwie egal ist. Mal schauen ob es hilft wenn ich fünf Liter Tee mit Zitrone und andere Hilfsmittel einwerfe. Mein Gefühl sagt mir jedoch was anderes. Darn!

Der Lachs der Begierde

Na, alle den Heilig Abend mit Würde und Anstand verbracht? Keine Dramen und keine Zimmerbrände verursacht? Gut! Dann gibt´s zur Belohnung Fisch. Besser gesagt Lachs. Nach den Feiertagen wird ein wenig Omega-Fettsäure ganz gut tun und abnehmen ist dann sowieso wieder einmal angesagt. Auf Punchfork.com gibt es die besten Rezepte dafür. 706 um ganz korrekt zu sein. Guten Appetit. Ach ja, Jopie Heesters ist tot, aber das hatte ich ja schon Anfang der Woche geschrieben.

Die Blaue Taube

Heute Nachmittag, halb zwei oder so, als ich das
Auto waschen ließ, kam eine blaue Taube spastisch durch die Luft gesegelt,
knallte auf den Asphalt und lag mit gespreizten Flügeln da,
ein Auge offen, zitternd, am Ende.

Ich ging zum Wagen, wo die Jungs grade die Fensterscheiben ablederten,
da brauste ein Camaro vorbei und überfuhr die Taube.
Einer der Jungs sagte unwillkürlich »herrje!« als er den roten Schmierfleck sah.
Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.

Ich gab ihm einen Vierteldollar Trinkgeld und fuhr in östlicher
Richtung den Hollywood Boulevard lang, dann rechts ab in die Vermont.

Ein Gedicht von Charles Bukowski

Ich wünsche allen ein gesegnetes (von wem auch immer) sowie frohes, besinnliches und vor allem lukullisch zufriedenstellendes Weihnachtsfest. Möge der Wein gut sein, der Whisky nicht ausgehen und Oma sich nicht an einem Keks verschlucken!

Unangenehm

Es gibt genau EIN Wort, welches ich NIEMALS NICHT auf den ersten Versuch richtig, ohne Fehler oder sonstwas tippern kann. Und das ist UNANGENEHM! Echt Scheisse!

Es ist Weihnachten

Okay, morgen ist es also wieder soweit. Irgendwie macht mir dieser Tag jedes Jahr mehr Angst. Überall herrscht so eine komische Stimmung. Als würde man das ganze Jahr genau auf diesen einen Tag zuwarten und ihn herbei sehen um wieder einmal so richtig andächtig oder was auch immer sein zu können. Das ganze Jahr rennen die Leute wie die Irren durch die Gegend, sind unfreundlich, genervt und hektisch und just zu Weihnachten soll und will jeder alles vergessen und “entspannt” sein. Auf Knopfdruck. Es ist ja Weihnachten. Mir kommt das vor wie im Fasching, wo alle halbwegs normalen Menschen am 11.11. pötzlich zu Idioten werden und sich aufführen als wären Sie grenzdebil. Vielleicht sind wir das ja alle schon.

Morgen ist also wieder das “Fest der Liebe”. Egal ob Daddy die Alte noch liebt oder nicht, morgen ist man friedlich und gönnt ihr einen Quickie. Oder man ist so besoffen, dass man nichts mehr anstellen kann. Auch eine Lösung. Kinder werden unter den mickrigen Grünstauden sitzen und bis über beide Ohren lächeln, oder heulen. Je nachdem was unterm Baum liegt, oder was nicht. Männer werden wieder millionenfach gute Miene zu bösem Spiel machen wenn sie das hundertste Paar Socken oder die zehnte unmögliche Krawatte ihrer Schwieger, Schwager- oder sonstigen Mütter erhalten und Millionen Frauen werden sich über den vierzehnten Kochtopf, Mixer oder sonstigen Küchenmüll freuen. Zeigt man Ihnen doch damit wo ihr wirklicher Platz ist. Oder wo man(n) sie sich wünscht.

Innerhalb weniger Tage werden Millionen Menschen auf der ganzen Welt mindestens 10% ihres Körpergewichts zunehmen und wie jedes Jahr im Jänner mit der endgültigen Diät beginnen. Soll sich ja auch auszahlen wenn man sich schon so kasteien will und stopft sich deshalb in der nächsten Woche nochmal voll. Bis an den Rand. Glücklich wer die Klamotten vom Vorjahr aufgehoben hat, er wird sie brauchen.

Morgen ist also Weihnachten. Es werden wieder tausende Zimmerstauden zu Brandbeschleunigern und so manche Hütte oder Bude wird abgrebrannt sein bis auf die Grundmauern. Nach dem Motto “ist die Kohle weg brauch´ ich Wohnung auch keine mehr”. Abgebbrannt bis auf die Hose. Für manche die letzte Rettung vor dem Privatkonkurs, springt doch vielleicht die Versicherung noch rettend ein um zu retten, was lange schon verloren ist. Who knows?

Weihnachtslieder werden morgen überall zu hören sein. Bis zum Erbrechen. Und es wird wieder einmal klar, dass dieses Fest schon lange zu etwas verkommen ist, das mit Weihnachten nicht im Entferntesten etwas zu tun hat. Aber Hauptsache der Handel freut sich, die Diätprogramme verzeichnen die höchsten Zuwachsraten und die Banken reiben sich die Hände um jenen, die sich gerade noch den vierten Flachbildfernseher geleistet haben, ihnen diesen im Februar wieder wegzunehmen. Und noch mehr vielleicht. Was soll´s, man lebt nur einmal.

Morgen ist also Weihnachten. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute, wirklich friedliche und besinnliche Feiertage, keine Kotz- oder Heulanfälle, keine Beziehungsdramen welcher Art auch immer und keine Alkohol- oder Brandschäden. Ich freue mich einfach auf ein weiteres Jahr mit Euch. Alles Gute und haltet die Ohren steif. Es ist nur Weihnachten, ein Tag wie jeder andere.

Von wegen Feiertage

Endspurt! Die letzten zwei Tage vor der ultimativen Scheinheiligkeit haben begonnen. Ich habe mir grade meinen Terminplan angesehen und festgestellt, dass die Feiertage für mich so überhaupt nicht zum Feiern sind. Ich denke ich werde mich am 25. einfach mal so richtig auspennen und faul sein und danach kann ich mich gleich wieder an die Tasten stürzen und bis Jahresende alle Artikel und Konzepte fertigstellen. Nach dem Motto: “Pfeif´ auf die Feiertage, dafür kannst du das neue Jahr dann etwas gemütlicher angehen.” So werde ich es machen und gleich damit beginnen. Wo ist der Kaffee?!?!

MacDonalds hat geantwortet

Immerhin geantwortet wurde von der Burger-Bude. Wenngleich, “meine lieben Herren, am Schwedenplatz, Ecke Rotenturmstrasse, ist das ganze Jahr über, jeden Tag, erhöhtes Touristenaufkommen. Das hat sicher auch schon in Ihrer Standortanalyse VOR der Eröffnung dort Berücksichtigung gefunden, bin ich mir ganz sicher. Von daher ist diese Ausrede ein wenig lahm, aber gut. Besser eine Ausrede als gar keine Antwort. Sie haben zwar mein (eingeschränktes) Verständnis, aber sehen werden Sie mich trotzdem nicht mehr.” Ich bin sicher, McDonalds wird´s verschmerzen.

Opfer der Bettelkultur

Wie blind man wird und wie weit sich ein bereits reflexartiges Ablehungsverhalten wirklich armen Leuten gegenüber in einem manifestiert hat, wurde mir letztes Wochenende in der Wiener Innenstadt bewusst. Abgesehen davon, dass es in unserer Gesellschaft überhaupt nicht so weit kommen dürfte, das Menschen auf der Strasse hocken und betteln müssten, hat sich in Wien eine Bettelkultur breit gemacht, die einen fast dazu nötigt schon präventiv laut NEIN zu schreien wenn wieder jemand die Hand aufhält.

Wie gesagt, am Wochenende war ich in der Stadt unterwegs und auf mich kam eine kleine, alte Frau zu. Mit so einem Rolleinkaufswagen, Henry oder James oder wie auch immer die Dinger heissen. Ungefähr 70 Jahre, gebückt, wirklich verarmt und verzweifelt aussehend. Sie sah mich schon von einigen Metern Entfernung an und ich merkte wie ich innerlich einen Katzenbuckel machte weil ich bereits wusste was auf mich zukommt. Und so war es auch. Kaum auf gleicher Höhe kam ein ganz leises “Hätten Sie bitte…” Zu mehr kam sie nicht, weil ich sofort, reflexartig, “Nein, tut mir leid” zu ihr sagte und weiterging. Nach zehn, fünfzehn Metern schoss es mir dann aber in den Kopf und ich drehte mich um. Aus der Entfernung sah ich, dass diese Frau wirklich am Ende einer langen Reise angekommen sein musste. Es wurde mir klar wie automatisiert ich bereits bin und wie mein Abwehrverhalten binnen einer Zehntelsekunde aktiviert wird. Die alte Frau tat mir leid, ich hatte aber dann auch wieder nicht den Nerv zurück zu gehen und ihr fünf Euro in die Tasche zu stecken. SIE tat mir leid, ICH war auf mich selbst wütend.

Was ich damit sagen will ist, dass es eigentlich traurig ist wie weit man einerseits bereits abgestumpft ist und andererseits gezwungen wird ein solches Abwehrverhalten überhaupt erst zu entwickeln. Das kommt nämlich davon, dass man bei uns fast überall von verkrüppelten (ich weiss wie politisch unkorrekt das ist, und es ist mir egal) Gestalten, überwiegend aus Rumänien nach Österreich gekarrt, hier auf der Strasse sitzen, einem halbe Beine, verdrehte Gliedmassen und sonstwas entgegen strecken und darauf hoffen, einem mit einem “Bitte, danke, alles gute” ein paar Euro aus der Tasche locken zu können. Wovon sie selbst gar nichts haben. Die werden nämlich von den Zampanos der Gang dort hin und am Abend wieder weggebracht. Eigenständig könnten sie das nämlich gar nicht. Das Ärgste was ich jemals sah, war ein “Restmensch”, ohne Beine, ohne Arme, auf einem Rollbrett mit einem Eimer fürs Geld davor. Der kann nicht mal wechseln!

Und weil es diese armen, verkrüppelten Gestalten gibt, die zuhause auch nicht weniger hätten als hier, sperrt sich in mir schon alles wenn ich nur den leisesten Verdacht habe, dass jemand einen Euro von mir will und ich sage “Nein”. Ohne nachzudenken. Ohne überhaupt aufzuschauen. Leider hat es dieses Mal eine alte Dame getroffen, die sich sicher über ein paar Euro in der Tasche gefreut hätte. Mir hätte es nicht weh getan und ihr wäre sicher ein wenig geholfen gewesen. Wenngleich ich nicht weiss wie man mit ein paar Euro überhaupt von Hilfe reden kann. Im Grunde tut es mir leid, dass ich nicht die Courage hatte zu ihr zurück zu gehen. Man verroht in dieser Zeit und merkt es nicht einmal. Und das ist das eigentliche Drama.

Entscheidung am Morgen

Irgendwie habe ich es in letzter Zeit mit den Schweizern. Zuerst werde ich von einer international anerkannten Weinjournalistin nach Zürich eingeladen, dann adelt mich Provins Valais und lässt mich 2012 die Weine aus ihrem Sortiment verkosten und dann kriege ich gestern auch noch eine Einladung aus Montepulciano von einem Weingut, das seit mehr als hundert Jahren mit Wein handelt und einem Schweizer gehört, der mehr als 1.000 Schweizer Mitarbeiter in Gastronomie und Weinhandel beschäftigt.

Ich glaube ich werde mich wohl doch noch bei den Eidgenossen niederlassen. Wenn da nicht alles so kleiiiiin wäre. Ich meine, Zürich ist eine wirklich tolle Stadt, ich war oft dort und werde sicher auch noch öfter rausdüsen. Der See mitten in der Stadt ist grossartig und die Bahnhofstrasse ein Genuss. Das Dörfli ist auch immer wieder lustig, aber kaum dreht man sich zweimal um, ist man aus der Stadt raus und im Gemüse unterwegs. Nicht dass das nicht auch schön ist, aber irgendwie ist alles so eng.

Basel wäre eine Alternative. Aber dort ist alles noch kleiner und enger. Eine wunderschöne Altstadt, wie in vielen Städten, aber kaum da raus ist alles nichts weiter als aneinandergereihtes Wohngebiet. Ausserdem ist mir dort zuviel Chemie in der Luft. Und Bern? Da versteh ich keinen Menschen, weshalb Genf schon gar nicht in Frage kommt. Obwohl Genf wäre sicher auch was ganz Feines. Ausserdem ist mir dann Italien schon zu nah, was andererseits zu gefährlich für mich ist. Dolce vita und das viele gute Essen und Trinken. Lebensgefährlich!

Also vielleicht doch Südfrankreich. Ich kann zwar kein Französisch, aber was soll´s. Vielleicht macht gerade das den Reiz an der Sache aus. So hört man nicht was die Luete für Blödsinn verzapfen und kann sich einfach an der Sprachmelodie erfreuen. Ist nämlich eine schöne Sprache. Ich glaube aber, dass mir das dann nach ein paar Monaten beim Hals raushängt und ich weiter ziehen müsste. Nur, keine Ahnung wohin.

Wie es aussieht, wird das wohl noch eine ganz schwere Kiste werden. Ich bin nur froh, dass ich bis dahin noch genug Wein im Haus habe und mich vielleicht über den Geschmack und die damit verbundene Inspiration dem Ziel annähere. Ich will halt wie üblich ALLES. Und das GLEICH. Und nein, ich bin keine Frau!

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