Kunden sind nicht immer Könige

Was mir am meisten gegen den Strich geht und mich richtig ankotzt sind gewisse Ansagen von Kunden, die ihre Rechnung nach wiederholter freundlicher Erinnerung noch immer nicht bezahlt haben. Mit Meldungen wie, “ich habe nicht auf Sie vergessen, ihre Rechnung liegt in der Buchhaltung schon ganz oben”, provoziert man mich bestenfalls zu wirklich bösen Äusserungen. Also lieber Kunde, zum letzten Mal: “Ich mahne nicht weil es schade um die Zeit und die Mühe nicht wert ist. Deshalb frage ich immer erstmal freundlich nach. So wahrt jeder sein Gesicht. Wenn ich dann aber weiter verarscht werde ist der Ofen bei mir aus. Am Donnerstag ist die Kohle da sonst geht´s zum Anwalt. Und dein Status wird sofort auf ROT gesetzt, was soviel heisst wie: Nur gegen Vorkasse.” So schiesst sich jeder selbst ins Knie. Und jetzt will ich einen Kaffee.

Das erste Mal

Es ist vollbracht. Gerade vorher habe ich bei meinem Kurzausflug in die City zum ersten mal wieder einen Becher mit Eis von meiner Lieblingseisfrau füllen lassen. Dabei ist mir aufgefallen wie unflexibel ich bei der Sortenwahl bin. Jedes Jahr das Gleiche. Eiegentlich müsste ich gar nichts mehr sagen. Panna Cotta, Schoko, Pistazie, Malaga und Zuppa Inglese. Zur Abwechslung hin und wieder Kakao, Raffaelo und Maroni. Und das den ganzen Sommer über. Wenn ich nur bei allem so pflegeleicht wäre.

Schon komisch

Wieder mal einen richtigen Faulenztag eingelegt gestern. Kein Internet, kein Telefon, kein Nichts. Einfach den Stecker gezogen und den Tag im Freien verbracht. Gut gegessen, gut getrunken und vor allem richtig gut entspannt und Sonne getankt. Faul rumgehangen, durch die Stadt spaziert, am Fluss gelegen und die Seele baumeln gelassen. Schon irgendwie seltsam wenn man sich überlegt welch Hochgenuss es ist wenn man einmal nicht von der Kiste und all seinen elektronischen Gadgets in Beschlag genommen ist. Wie schön das Leben draussen ist und wie gut das alles Körper und vor allem der Seele tut. Strange times sind das in denen wir leben.

Frühstück vor dem Sturm

Letzter Arbeitstag für diese Woche. Wieder mal alles (okay, so ziemlich alles) geschafft was anstand und erledigt werden musste. Mit meinen Boxen bin ich auch fertig heute und dann sind nur noch zwei Artikel zu finalisieren. Deshalb werde ich mir jetzt einmal ein nettes Frühstück bruzzeln, was bei mir recht einfach ist; eine Kanne Kaffee und das wars auch schon. Ich bin ja genügsam.

Danach stehen heute nur mehr administrative Dinge am Programm. Muss auch sein, auch wenn diese Sachen nicht unbedingt mein Ding sind. So unkreativ, irgendwie. Aber da muss ich durch, ob ich will oder nicht *würg*. Und wenn jetzt jemand glaubt, dass für mich deshalb schon morgen das Wochenende beginnt, der hat sich getäuscht. Morgen ist, wie bereits bekannt, der “Erledigungstag”, also Rennereien und Stress in der Stadt und am Wochenende darf ich dann weiter an Töchterchens Webseite schrauben. Die kommt nämlich am Sonntag von der Trainingswoche zurück und will Fortschritte sehen. Ich bin doch wirklich ein armes Schwein.

However, heute wird noch fest in die Tasten gehämmert und morgen werde ich mir den Stress mit ein paar netten Dingen und Erlebnissen versüssen. Man muss ja schliesslich auf sich schauen und aufpassen, dass man sich nicht übernimmt, oder?

Das Leben ist eine Schlampe

Luther Allison hat schon recht. Deshalb gibt es dem auch nichts hinzu zu fügen.

Das Ende von DHL

Geschafft! Mein Lieferant hat DHL heute endgültig rausgeschmissen. Zumindest was diese Chaosbude als Versandpartner nach Österreich betrifft. Am 25.2. habe ich eine Bestellung aufgegeben, am 6.3. habe ich urgiert und heute habe ich erfahren, dass die Bestellung korrekt am 26.2. an mich versendet wurde. Nur, erhalten habe ich nichts. Was jetzt schon zum dritten Mal passiert. Und jetzt, nach dem heutigen Telefonat reichte es meinem Lieferanten endgültig und er hat diese Stümpertruppe von DHL einfach von der Landkarte genommen. So und nicht anders lernen Unternehmen wie es nicht geht.

Wie wahr…

Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun. (Orson Welles)

Stromverbrauchskostensparformel

Da habe ich sie nun, die Gas- und Stromabrechnung. Und was steht drauf? Einerseits Gutes, andererseits weniger Gutes. Zum einen habe ich bei Gas um 689 kWh weniger verbraucht als voriges Jahr (habe ich tatsächlich weniger gekocht?). Da das aber entgegen den Erwartungen des Energieversorgers ist, setzt es dafür natürlich eine Strafe, die sich in Form einer Nachzahlung auf dem Papier präsentiert. Eine Nachzahlung von genau … 0,87 Euro! So sieht also die Verbilligung von Energie aus wie sie unsere Stadtväter immer gerne verkündigen. Weniger verbrauchen, mehr zahlen. Vielleicht sollte ich überhaupt alle Stecker ziehen. Dann bleiben die Kosten wenigstens gleich. Das Porto für den Brief kostet übrigens 90 Cent, nebenbei bemerkt.

Der Kunde ist König

I’m happy to be of assistance.

Nur blöd wenn man genau weiss, das der Kunde trotzdem ein Arschloch ist und bleibt.

Spezialauftrag

Wenn man seinem Kind einmal einen Einblick in den Frontend-Bereich auf seinem Server gewährt und es dann auch noch einen Blick in das Backend werfen lässt, weil es wissen will wie das so funktioniert mit einer Webseite, dann darf man sich nicht wundern, wenn man eine halbe Stunde später einen neuen Auftrag in der Tasche hat. Nämlich den zum Bau einer kostenlosen Webseite für den hauseigenen Nachwuchs.

So geschehen gestern, als wir zum wiederholten Mal über das Internet und den damit verbundenen Regeln, Gefahren, Vorteilen, Nachteilen und was weiss ich noch was geskypt haben. Es ist immer wieder erschütternd mit welcher Naivität und Sorglosigkeit die Kids mit dem “Werkzeug” Internet umgehen und wie wenig sie sich um irgendwas Gedanken machen. Sie sehen im Grunde nur eine tolle Webseite und glauben die Welt ist einfach bunt und ein Bonbongeschäft. Was im Hintergrund abläuft interessiert sie nicht. Und da sie natürlich wie die meisten Kids im Fetzenbuch aktiv ist, haben wir da so ein paar “Reibungsflächen” die aufgrund von Wissen auf der einen und Realitätsverweigerung auf der anderen Seite entstehen. So ist das nun einmal.

Am Ende haben wird dann jedenfalls vier Stunden lang diverse Entwürfe ent- und wieder verworfen und nachdem ich ihr dann gesagt habe, dass es jetzt an ihr liegt mich mit Texten und Bildern zu versorgen, war sie überrascht, dass die Seite nicht schon morgen fertig und online ist :-) Alleine die Tatsache, dass Form der Funktion folgt und nicht umgekehrt sorgte schon für Staunen. Sie habe zwar ein Bild der Seite im Kopf und wisse wie die Seite in etwa aussehen soll, so leicht gedecktes Petrol mit einer netten Kontrastfarbe, und ja, Bilder in Galerien und ja, eben so… aber was dann wirklich reinkommt, wo und wie und wie viel und wann und in welcher Form usw. – ähm, was? wie? Kategorien, wie bitte? statische Seiten…wasn das? – you know? Bunte Bilder auf dem Bildschirm. Den Rest macht das Labor, oder so.

However, wir haben dann wenigstens einmal eine Grundstruktur erschaffen und jetzt darf Töchterchen den Content liefern. Bin gespannt wie sie das alles neben Studium, Lernen, Trainieren, Reiten, Unterrichten und dem kleinen Rest von Privatleben unter einen Hut bekommt. Aber wir kriegen das schon hin. Wäre doch gelacht.

Politiker vs. Manager

Unsere Politiker beweisen wieder einmal mit schlafwandlerischer Sicherheit, dass sie sich als Rasse besonderer Güte verstehen und entsprechend anders sind als der Rest der Bevölkerung. Anstatt für ihre eigene Kaste einmal vernünftige Regeln aufzustellen und diese auch einzuhalten, fühlt sie sich bemüssigt der freien Wirtschaft vorzuschreiben wie sich diese zu verhalten hat. Konkret nimmt sie dabei die sogenannten “Manager” ins Visier.

Die Benimm-Regeln für Manager betreffen die Wirtschaft und sind nicht freiwillig, sondern gesetzliche Gebote. Künftig darf kein Vorstand direkt in den Aufsichtsrat desselben Unternehmens wechseln, eine zweijährige Abkühlphase wird verpflichtend. Fekter dazu: „Es soll verhindert werden, dass der Aufsichtsrat den Murks von vorher deckt. (Quelle: Kurier)“

Was an sich durchaus Sinn macht und auch nachvollziehbar ist gilt aber nicht für unsere Minister und sonstigen Postenschacherer. Die brauchen sich nicht abzukühlen. Die laufen ja auch nie wirklich heiss und wenn, dann steckt man sie geschwind in ein ruhigeres Abkühlbecken (Resort). Bei gleichen oder höheren Bezügen. Bei uns werden die “Staatsmanager” übergangslos vom Justiz- zum Innenminister, vom Innen- zum Finanzminister, vom Verkehrs- zum Sozialminister und so weiter und so fort. Ohne jegliche Sachkenntnis selbstverständlich. Wer braucht die schon? Was wäre es doch schön wenn die gleiche Regelung für unsere Politiker gelten würde. Dann bestünde echte Hoffnung darauf, dass sich in dieser korrupten und noch dazu inkompetenten Bananenrepublik endlich einmal wirklich etwas ändern könnte.

Freitag müsste Lauftag heissen

Schedule for today:

+++ Überweisungen erledigen (würg) +++ in die Stadt fahren (Frühstück) +++ Termin beim Steuerberater (es gewinnt immer ER) +++ zum Arzt düsen (Rezept holen) +++ Apotheke (Drogen ausfassen) +++ Naschmarkt (Einkauf fürs Wochenende) +++ Fütterungszeit (irgendwo was zwischen die Kiemen schieben) +++ Vorhänge aus der Reinigung holen (schlechte Sicht lag eindeutig nicht an den Fenstern) +++ Auf den Graben noch rasch wo einen Kaffee im Freien geniessen (aber nur wenn die Sonne scheint) +++ Schauen was sich Klamottentechnisch tut und wenn dazu aufgelegt Sortiment ergänzen (ich spüre schon die Schmerzen) +++ Noch in den Supermarkt Basics besorgen und dann nach Hause +++

Man sieht sich. Bis denne dann.

Eine gute Nachricht

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Bei all den schlechten Nachrichten die man täglich hört und liest verwundert es aber auch nicht, dass man abstumpft und die eigene Wahrnehmung auf ‘Energiesparmodus’ zurück dreht. Umso schöner ist diese Geschichte die zeigt, dass es doch noch so etwas wie eine ‘gute Nachricht’, Menschlichkeit, Ehrlichkeit und eine fast schon kitschig anmutende Gerechtigkeit gibt. Vielleicht ist ja wirklich noch nicht alles verloren.

Benzinpreis-Monopoly

Ich kann es schon nicht mehr hören. Jede zweite Woche, wenn wieder einmal der Sprit teurer wird, fühlen sich die “Experten” der unterschiedlichsten Autofahrerorganisationen und sonstigen bürgernahen Vereine wie Arbeiterkammer etc. bemüssigt, einen mit dem ständig gleichen verdummten Gelaber via TV und Radio zu beschwichtigen. Einerseits versuchen diese Experten uns immer auf die gleiche Art zu erklären warum, weshalb und wieso der Sprit jetzt wieder teurer wird und andererseits werden sie nicht müde einem vorzuschlagen, dass man sich umschauen soll wo das Benzin am billigtsen ist. Dass man vergleichen soll und dass man halt am Morgen oder am Abend, je nach wirtschaftlicher Lage, tanken soll.

Ja glauben diese Hirnis die Leute haben nichts anderes zu tun als sich stündlich um den Spritpreis zu kümmern? Und glauben diese Fachiditoten tatsächlich, dass noch irgendjemand diese Geschichten hören kann, will oder sie sogar glaubt? Fast glaube ich das. Im Grunde ist es aber auch egal. Man hat sowieso nur zwei Optionen; entweder zahlen und fahren oder auf die Bahn umsteigen. Das ist aber auch nicht billiger. Und kostet Nerven noch dazu.

Nur Kamele saufen mehr

Immer wenn ich mal ein paar Minuten abhänge und blöd beim Fenster hinaus schaue, kommen mir die verrücktesten Dinge in den Sinn. So fiel mir heute am späten Nachmittag auf, dass ich eigentlich fast so viel saufe wie ein ausgewachsenes Beduinenkamel. Zusammengezählt trinke ich am Tag ca. einen 3/4 Liter Kaffee, 3 bis 4 Karaffen Leitungswasser (im Sommer 5 bis 6), was eben sovielen Litern entspricht. Zweimal am Tag werfe ich die Saftzentrifuge an und mixe mir jeweils 1/4 Liter Gemüse/Obstsaft. Ohne diese Dinger geht gar nichts. Ich bin süchtig danach. Und dann kommen am Tag 1 bis 2 Gläser Wein dazu. Manchmal auch drei. In diesem Fall kann ich mich immerhin darauf ausreden, dass ich wenigstens die Hälfte aus ‘halb-geschäftlichen’ Gründen trinke. In Summe komme ich somit auf knappe 6 Liter Flüssigkeit am Tag. Womit eines mit Sicherheit feststeht: An Dehydration sterbe ich definitiv nicht.

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