Wien am Wasser

Ich will irgendwann ein Hausboot haben. Am besten so einen abgewrackten Lastkahn wie man sie in Amsterdam findet. Aber in Wien ist sowas ja nicht möglich. Wo käme die Stadt denn hin wenn die Leute auch noch am Wasser wohnen würden? Vienna sucks!

Das Kreuz mit den Freitagen

Ich mag ja Freitage. Vor allem so wie meine in der Regel ablaufen. Von Montag bis Donnerstag wird gearbeitet und am Freitag wird alles ausserhalb erledigt wozu unter der Woche keine Zeit war. Nichts was also wirklich Arbeit ist, aber irgendwie doch dazugehört. Das was mich an den Freitagen aber dann doch wieder irgendwie stört ist der Umstand, dass dieser Tag meistens in Fressaktionen ausartet. Unter der Woche habe ich keine grosse Lust wirklich was zu futtern weil ich bei den Weinverkostungen sowieso immer irgendwas als kleine Begleitung dazu habe und am Abend bin ich dann zu faul bin um noch was extra zu basteln. Aber am Freitag, oh ja, am Freitag kommt der Flash und das geht dann schon in der Stadt los. Irgendwo ein nettes kleines Mittagessen, dann einen Espresso, am Markt ein paar Happen und in der City noch ein Eis. Zuhause dann den Kühlschrank plündern weil man wieder so viel gute Sachen eingekauft hat und am Abend dann ein Fläschchen Wein mit Antipasti oder einen Kübel Guinness mit Fish & Chips.

Und dann denke ich mir, dass es genau das ist was Lebensfreude ausmacht und man ohne schlechtes Gewissen auch mal richtig völlern kann. Der Samstag läuft gesittet ab und die ganze Woche gibt es sowieso nur wieder Fingerfood. Lieber selten und dafür extrem als ständig und dadurch wieder langweilig. Man hat´s echt nicht leicht und mit nix ist man zufrieden. Ich mach mir jetzt ´ne gute Flasche auf und zelebriere meinen ganz persönlichen Freitag. Ist ja auch nur einmal in der Woche. Cheers.

Werbelügen und lügende Werber

Die SPÖ-Frauen fordern jetzt ein ‘Bildbearbeitungsgesetz’ in Form einer Kennzeichnungspflicht für alle retuschierten Bilder. Sicher ein Thema das polarisiert. Da ich selbst aus der Werbung komme und weiss wie seit der Existenz von Photoshop retuschiert, geschönt, ersetzt, verändert, gedehnt, verschlankt, usw. wird, kann ich das Argument schon irgendwie verstehen. Gibt es auf der einen Seite einen Werberat welcher über ‘Anstand und Moral’ in der Branche wachen soll (was meines Erachtens reine Augenauswischerei ist), so stellt es auf der anderen Seite für niemanden davon ein Problem dar Bilder dermassen verändert unters Volk bringen zu lassen, die dem Original in keinster Weise mehr entsprechen und somit reiner Betrug am Kunden sind. Es ist eine schlichte Lüge und Vorspielung falscher Tatsachen und Eindrücke welche als legale Werbebotschaften über die Bildschirme, Lein- und Plakatwände und Hochglanzmagazine verbreitet werden.

Dass Aufnahmen besser ausgeleuchtet werden müssen, am Kontrastregler geschoben und den Farbtemperaturen, Schatten und sonstigen Schrauben und Rädern in ‘kreativer’ Weise gedreht werden kann und auch soll steht ausser Zweifel und ist auch legitim. Wenn es aber, wie es leider schleichend Realität geworden ist, nur mehr darum geht dem Kunden einen makellosen Avatar der dem Original ‘verblüffend ähnlich’ sieht zu zeigen, dann frage ich mich schon was die eigentliche Werbebotschaft ist. Fakt ist, dass das Produkt, in diesem Fall der Mensch und in der Regel sein Gesicht, eine Fälschung ist was einer glatten Werbelüge gleichkommt und somit Betrug ist, oder ob man uns einfach zeigen will welch begnadete Grafiker man beschäftigt um Bilder herzustellen, die schöner als die Schöpfung sind. Denn die Versprechen, welche im speziellen die gesamte Beautyindustrie abgibt, wird wohl nicht einmal diese selbst glauben. Was zusätzlich ein Beweis ist wie gelogen und betrogen wird.

Kurz gesagt, ich finde die Forderung der SPÖ-Frauen überflüssig, weil es meiner Meinung nach nichts bringt mittels Ampelfarben auf den Grad der Bildbearbeitung hinzuweisen. Der naive Kunde und gutgläubige Realitätsverweigerer wird weiterhin von einer Schönheit träumen die zu 100% aus dem Computer kommt und sich Cremen kaufen die versprechen, in 100 Jahren noch immer wie 20 auszusehen. Und wer ein wenig sein Hirn einschaltet, der wird die ‘Kunstwerke’ als das sehen was sie sind; künstlich erschaffen, weit entfernt vom Original und in der freien Natur nicht vorkommend.

Der einzig bittere Nachgeschmack der bleibt ist die Gewissheit, dass Werbung heute ganz legal versprechen und auch lügen darf was und wie sie will und nichts halten muss, ohne dafür abgestraft zu werden. DAS war nämlich einmal anders. Aber die Zeiten und wie es scheint auch die ‘Realitäten’ ändern sich.

Schwanensee

Entweder haben diese Vögel Tschaikowski falsch interpretiert, oder Tschaikowski hatte ein Problem einen See von einem Fluss zu unterscheiden. Jedenfalls sieht das hier aus als hätten die weissen Langhälse einen Flashmob abgehalten. Oder so.

Statement

Um eines für allemal klarzustellen:

Dear USA,

I am NOT a terrorist and I do NOT deal with weapons, bombs or any other freaking fireworks. I´m neither a fan of Osama, Obama or Omaha anyways, and I´m not responsible for any stupid things going on at this planet. I´m too, NOT a hi-jacker who´s able to ride planes into skyscrapers and I´m too, NOT a stock holder of McDonalds. I do NOT communicate via sensitive email-clients and I do NOT chat with people from the Iran (your new enemy, by the way). I have NO stamps from Israel in my passport and whenever I visit the United States of America I do NOT meet any people from the Hisbollah community in Manhattan. I prefer to have dinner in the Lexington Ave. with friends of mine to just enjoy my time when I´m in town.

Furthermore I do NOT collaborate with the right wing of the NRA to purchase ‘state of the art’ self defence items or any other easy to use weapons of mass destruction. I´m still a fan of my Magnum 44 since I´m a fan of Dirty Harry. So there is no risk for your government, for your country, or for any other downsized citizen of your beloved nation of the free. Who don´t have any clue HOW unfree they really are.

If you need my fingerprints to let me pass your immigration line, let me know. If you need my DNA to let me pass your high-secured boundary, let me kow. If you need my semen to check if I´m a valuable reproducer, just let me know. If you need my history back to the 17th century, I will try to help you getting anything you like to know. If you need my blod, my liver diagnostics or anything else which will help you to evaluate if I´m a risk for your country, then I´ll be here for you. BUT, if you´re just here to annoying me with all your stupid AND senseless behavior, I would like to know you just one thing: KISS MY ASS and don´t bother me with all your paranoid ideas for a philosophy which not even isn´t took serious by your own people. So, wake up, ‘Land of the Free’, and get back to this what you´ve been for such a long time. It´s worth it.

Luxus-Käsekrainer mit Kaviar

Ich bin ja an sich sehr vorsichtig mit Prognosen und Prophezeiungen. Aber in diesem Fall traue ich mich sogar eine Wette darauf abzuschliessen, dass diese grenzdebile Schnapsidee nach hinten losgeht. Käsekrainer mit Kaviar in Trüffelöl gebraten! Na gut, an sich nichts verwerfliches, Dekadenz hat auch ihre Berechtigung. Aber am SCHWEDENPLATZ!? Ein Platz an dem die Stadt nebst Praterstern und anderen Knotenpunkten, den letzten Rest von Mob ausspuckt und wo sich abends der Rotz versammelt. Asozialer und jener der einfach ausgekotzt wurde. Genau dort versucht nun ein ‘wagemutiger’ Würstelstandler Luxus zu etablieren.

Würde er wirklich Luxus bieten wollen, dann würde er auch dazu stehen und eben NUR Luxus anbieten. Aber soweit geht sein Mut dann doch nicht, gibt´s nämlich neben dieser ‘Edelvariante’ (mir wird schon schlecht wenn ich nur daran denke wie eine Käsekrainer in Trüffelöl schmeckt) auch ganz normales Futter fürs ganz ‘normale’ Volk. Denn 15 Euro für diese Wurtverhunzung zahlt wirklich nur mehr der, der nicht mehr weiss wie er sich bemerkbar und auf sich aufmerksam machen soll. Mahlzeit.

Kann ich mir nicht vorstellen

Gestern am Abend bin ich mit einem Bekannten zusammen gesessen und dabei fiel mir auf, wie sehr mir bestimmte Floskeln schon seit jeher auf die Socken gehen. Nämlich jene des ‘nicht verstehen und sich etwas vorstellen könnens’. Wie oft sagen die Leute das und wie oft hört man diese berühmte Phrasen ‘ich kann nicht verstehen warum’ oder ‘ich kann mir nicht vorstellen wie, weshalb, wieso’ usw. Im Grunde ist das aber auch gar nicht notwendig. Menschen tun einmal Dinge die sich andere nicht vorstellen, nicht nachvollziehen oder überhaupt verstehen können. Das heisst aber nicht, dass diese alle einen Schlagschatten haben, sondern einfach, dass wir, die es nicht verstehen, sich vorstellen oder nachvollziehen können, gewissermaßen eingeschränkt in unserer Wahrnehmung bzw. unserer Vorstellungskraft, oft auch als Phantasie bezeichnet, sind.

Wenn irgendwo wieder einer ausgerastet und amok gelaufen ist hört man reflexartig durch alle Gesellschaftsschichten und sämtliche Medien, dass man nicht verstehen kann warum, weshalb, wieso und wie auch immer dieser ‘Irre’ das getan hat. Doch geht es überhaupt darum es ‘verstehen’ zu können? Will man es überhaupt verstehen können? Ich behaupte nein. Ich sage vielmehr, dass ich Menschen die derart ausrasten schon in einem gewisse Maß verstehen kann. Es gibt halt Charaktere die irgendwann explodieren. Aus welchen Grüneden auch immer. Die Vorgeschichten die letztlich zum Ausbruch geführt haben kennt man ja nicht und man erfährt sie in der Regel auch nicht. Was vielleich auch besser ist weil man sonst selbst zum Amokläufer werden könnte. Ich kann also teilweise schon verstehen wenn jemand einfach ausrastet und Dinge anstellt von denen er selbst nie geglaubt oder sich vorstellen hätte können diese jemals wirklich anzustellen. Das heisst aber deswegen noch lange nicht, dass ich das alles für gut heisse und für in Ordnung halte. Das sind zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe.

Wenn irgendwo irgendjemand irgendetwas völlig blödes, böses, verabscheuungswürdiges etc. anstellt hört man ebenso reflexartig jeden sagen ‘ich kann mir nicht vorstellen jemals so etwas zu tun, so dumm zu sein, mich so aufzuführen, so ausser Kontrolle zu geraten, so eingebildet, so hinterhältig, etc. zu sein usw. Auch dazu sage ich: Nur weil ich es mir nicht vorstellen kann heisst das ja noch lange nicht, dass es unmöglich ist nicht vielleicht doch irgendwann mal genau das zu tun was man sich eigentlich gar nicht vorstellen kann. Es zeugt also eigentlich nur von fehlender Phantasie. Ich kann mir sehr viel vorstellen, egal ob ich mir den Wahnsinn antue auf den Mount Everest zu kriechen, Ignoranten und Wadelbeisser einfach abzuknallen, mit zehn Frauen gleichzeitig Spass zu haben, siebzehn Liter Rum zu saufen ohne betrunken zu werden, mit 400 Stundenkilometern über einen Salzsee zu fahren, oder als fiesester Dikator auf dieser Welt dafür zu sorgen, dass sich die weltweite Population nicht noch weiter vermehrt. Was ich bei all dem aber auch weiss ist die Tatsache, dass all dies nie passieren wird. Einerseits weil ich es nicht kann und andererseits weil ich es nicht will. Aber vorstellen kann ich mir prinzipiell alles. Wirklich alles! Ohne Ausnahme.

Was ich damit sagen will? Ganz einfach. Als mich mein Bekannter gestern fragte ob ich mir vorstellen kann, dass ich einfach ‘wo reinspaziere und dort wahllos um mich ballere’ war er total verstört als ich diese Frage bejahte. “Sicher kann ich mir das vorstellen” sagte ich zu ihm, und “…manchmal kann ich das sogar auch verstehen warum die Leute immer mehr von der Rolle sind und einfach nur mehr ausrasten.” Entsetzt schaute er mich an und meinte “Also ich kann nicht verstehen wie Du dafür Verständnis haben und dir sowas auch nur vorstellen kannst”. Womit sich der Kreis der Floskeln geschlossen hatte und am Ende einem jegliches Verständnis und Vorstellungskraft abhanden gekommen war und der andere wieder nur darin bestätigt wurde, dass manche Menschen einfach nicht fähig sind sich auch nur einen halben Meter aus ihrem Teller zu lehnen.

Unsterbliche Äpfel

Da ich diesen Apfel irgendwie vergessen hatte zu ‘verarbeiten’, habe ich mir vor einiger Zeit gedacht ich mache ein Experiment mit ihm. Er hat nach einer Woche noch immer so schön geglänzt ud so gesund ausgesehen. Also habe ich mir das Datum notiert und ihn einfach dort liegen lassen wo er sich offensichtlich so wohl fühlte. Das war jetzt vor genau 9 Wochen! Schon beeindruckend was so alles aus biologischer Landwirtschaft stammt.

Von Hitzewellen und Wasserleichen

Jetzt geht sie wieder los, die alljährliche Raunzerei. War es im Winter zu kalt, im Frühjahr zu nass, so kann man sich jetzt endlich wieder darüber beschweren wie heiss es ist. Heisser als je zuvor, wie schon die letzten 278 Jahre nicht, einfach nicht auszuhalten. 30º kriegen wir heute, diese Temperaturschwankungen sind eine Zumutung und am Donnerstag wird es wieder kalt. Nur 25º. So eine Frechheit.

Ich bin ja am überlegen ob ich mir heuer endgültig eine Klimaanlage einbauen lassen soll oder ob ich weiter schwitze im Büro, während draussen die Spass- und Freizeitgesellschaft ihre Füsse ins Wasser steckt und ihre Wampen aus der Hose hängen lässt. Bei Grillgut aus dem Container und fässerweise Bier dazu. Bezahlt mit der Mindestsicherung und der achtfachen Familienbeihilfe von Väterchen Staat. Während ich hier rackern darf bei dieser Affenhitze. Skandal. Wenn schon Hitzewelle dann bitte am Mittelmeer, das hat Stil, aber nicht in der Stadt. Und schon gar nicht in Wien, wo einem schon zum Frühstück libysche Wasserleichen angeschwemmt werden. Soweit muss nämlich Integration auch wieder nicht gehen.

Auszeit vs. Dauerlauf

Entweder bin ich altmodisch oder einfach nur unflexibel. Tatsächlich bin ich aber keines von beiden, auch wenn es sich manchmal so anhört. Konkret geht es um das ‘mobile arbeiten’. Nicht dass irgend etwas dagegen sprechen würde, aber für mich ist das einfach nichts. Ein paar mal probiert, mit dem Ergebnis, dass es für die Katz´ war. Ich meine, wenn ich arbeite (im Büro), dann arbeite ich auch. Wenn ich aber die Bude verlasse und ich nicht gerade zu Terminen oder Meetings trabe, dann kann mir der ganze Kram gestohlen bleiben. Dann will ich meine Ruhe haben, andere Eindrücke sammeln, regenerieren, Sonne tanken, Seele baumeln lassen und meine Batterien aufladen, in welcher Form auch immer. Für mich gehört das einfach zu einer ‘ausgewogenen’ Lebensqualität durch welche ich nicht permanent Gefahr laufe innerlich auszubrennen. Das hatte ich schon und es war alles andere als lustig.

Ich arbeite nicht einmal mehr im Zug oder im Flugzeug, obwohl es dort ja recht angenehm wäre. Ist trotzdem nichts für mich und überlasse das gerne anderen die immer erreichbar, konstant im Einsatz und 24/7 produktiv sein wollen. Denn ‘müssen’ tut es in der Regel niemand. Gerade wenn 90% der Arbeit sich im Bereich ‘Hirnarbeit’ abspielen (denn körperlich arbeite ich nicht), dann braucht man einfach diese Pausen um von seinen ‘kreativen Trips’ wieder halbwegs vernünftig runter zu kommen. Und deshalb nehme ich nicht einmal ein Stück Papier mit wenn ich die Türe hinter mir schliesse. Und sollte mir trotzdem irgendwo was ‘geniales’ oder ‘wichtiges’ einfallen, dann schicke ich mir rasch eine kurze Memo und tu als wenn gerade nichts gewesen wäre. So einfach kann es sein, wenn man es sich selbst ‘erlaubt’.

Zu viel arbeiten ist ungesund

Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass ich schon lange kein so faules Wochenende abgehalten habe wie dieses. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich am Freitag noch bis mittags schuften musste und danach völlig ausgepowert war. 4 1/2 Tage die Woche sind nun mal zu viel. Deshalb werde ich diese Woche mit Vollgas bis Donnerstag rackern und dann wieder ein gemütliches Wochenende einlegen. Man kann es ja mit zu viel Arbeit auch übertreiben und sich so den ganzen Spass verderben wenn man dadurch für alles zu müde ist. Kann ja nicht sein. So kann das nicht weiter gehen. Aus diesem Grund wird jetzt gerackert bis das Blut fliesst. Freitag ist schneller wieder da als einem lieb ist.

Anstandspost

Aber nur weil ich mich zu benehmen weiss. Heute ist Sonntag, der Tag des Herrn, also meiner. Deshalb erlaube ich mir heute faul zu sein und auf die Verbreitung tiefschürfender und ergreifender Weisheiten zu verzichten. Geniesst den Tag. Morgen regnet es nämlich wieder. Zumindest hier, in Banana City.

Ich will eine Familie

Manchmal überkommt es mich und ich sehne mich nach einer ganz normalen Familie. So einer richtig kitschigen Ansammlung von sich streitenden Protagonisten die sich im Konglomerat Familie nennen. Manchmal fällt mir dazu Richie Havens Song ein mit dem er beim legendären Woodstock-Festival berühmt geworden ist.

Und dann fällt mir ein, dass es da noch einen treffenderen Song gibt der das widerspiegelt, was ich heute bin. Als Ergebnis meiner Kindheit, not reversible.

Am Ende kommt dann in mir hoch, dass es zwar viel Licht um mich gibt, aber kein Licht selbst in mir ist. Auch wenn die Sonne scheint, ist es trotzdem finster.

Irgendwie ist da wohl mächtig was falsch gelaufen in den letzten paar Jahren.

Touristenmeile und Eistourismus

Wenn man sich auf den Wetterbericht verlässt, ist man verlassen. Angesagt war Regen und Kälte und dann strahlte die Sonne nur so runter. Ideal um nach meinen Erledigungen in der Stadt rumzuwildern. Wenn da nicht so viele Touristen unterwegs wären. Speziell in der Innenstadt. Auch wenn die Häuser toll sind und die Wohnungen darin noch viel mehr, wohnen möchte ich dort um kein Geld der Welt. Zumindest nicht im Frühjahr und Sommer. Alptraum hoch zehn. Bis man sich vom Beginn der Touristenmeile runter zum Eis-Greissler durchgewühlt hat dauert es schon eine Weile. Dafür gibt´s da unten dann auch ein wirklich hart erkämpftes Eis als Belohnung. Wartezeiten im Sommer wie vor einem polnischen Fleischhauer inklusive. Da stehen die Leute freiwillig an um ein, zwei Kugeln feinster Schleckware zu ergattern. Unpackbar, empfehlenswert!

Perfekt ist noch dazu, dass das Daniel Moser gleich nebenan liegt und man so zuerst in Ruhe sein Eis geniessen und sich anschliessend auf einen gepflegten Espresso niederlassen kann. So man einen Platz erhascht. Die sind nämlich wenn die Sonne scheint heiss begehrt und auch dafür darf man schon mal ein wenig warten. In der Ruhe liegt die Kraft. Wer in der Stadt ist sollte unbedingt vorbei schauen. Klein aber fein ist die Location. Guter Tipp auch am Abend. Immer rammelvoll die Bude und gute Stimmung.

So wurde auch dieser ‘Tag der Erledigungen’ wieder mit Bravour gemeistert und heute ist absolutes Nichtstun angesagt. Noch dazu regnet es, was diese Tätigkeit um ein Vielfaches einfacher macht. Schönen Samstag wünsche ich.

Fiaker mit Berufsverbot belegt

Wie jeder weiss, gibt es in unserer schönen Stadt Fiaker. Das sind die Kutschen wo oben der, richtig, Fiakerfahrer sitzt und vorne die Pferde eben diese Kutsche ziehen. Meistens vollgepackt mit Horden von Japanern und ihren Nikons, Canons und sonstigen Schnappschussgeräten. Aber auch andere Touristen aus aller Welt werden so seit -zig Jahrzehnten durch die Wiener Innenstadt gezogen. Nun ist es aber per Gesetz so geregelt worden, dass Fiaker Tickets erhalten und nur mehr mit diesen ausfahren dürfen. Mit dem roten darf man nur an geraden und mit dem grünen Ticket nur an ungeraden Tagen ausfahren. Was auf den ersten Blick vielleicht witzig erscheint hat zweierlei zur Folge:

Erstens kommt das einem Berufsverbot für Fiaker gleich wenn diesem verboten wird seinem Geschäft täglich nachzugehen, für das er aber trotzdem die vollen laufenden Kosten wie Unterhalt, Verpflegung, Tierarzt, Miete, etc. aufkommen muss und selbstverständlich auch alle sonstigen gesetzlichen Abgaben und Steuern pünktlich und in voller Höhe bezahlen darf. Zweitens tut man den Pferden nicht Gutes damit. Jeder der mit Pferden zu tun hat (ich hatte das auch jahrelang und bin nach wie vor mit diesem Sport verbunden) weiss, dass nichts schlimmer ist für diese Tiere, als wenn sie einen Tag ‘stehen’ müssen. Ein Gaul gehört bewegt, täglich und ausgiebig. Sonst endet es, im schlimmsten Fall, in einer echten Katastrophe. Die Kosten dafür sind dann auch nicht gerade zu verachten.

Und genau hier kommt unsere von jeglichem Fach- und Expertenwissen befreite Tierschutzstadträtin Uli Sima ins Spiel, die behauptet, dass diese Regelung ‘im Sinne der Pferde’ sei. Werden diese nämlich so vor Überbelastung geschützt. So viel Blödsinn habe ich schon lange nicht gehört. Das zweite Argument ist nicht minder intelligenzbefreit und kommt aus dem Büro unserer ebenso ahnungslosen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Zu viele Unternehmen seien in den letzten Jahren trotz gleichbleibender Anzahl von Stellplätzen entstanden und so wolle man dem Einhalt gebieten und alles besser aufteilen.

Hätte eine der beiden Damen (gerade diese beiden sind zwei der unnötigsten Politiker in diesem Land) auch nur den Hauch einer Ahnung, dann hätten sie sich vielleicht vorher fragen sollen was für die Pferde wirklich gut und vor allem ‘gesund’ ist und bezüglich der Stellplätze möglicherweise eine Beschränkung der Lizenzen überlegt. Für jedes Geschäft macht man Standortanalysen um zu erfahren ob es wirtschaftlich Sinn macht oder nicht. Gerade was die Fiaker angeht ist es ja nicht so, dass an jeder Hausecke einer steht und es wäre leicht gewesen das zu überprüfen. Aber soweit reicht das Denkvermögen unserer Politiker ja nicht. Wenn der Amtsschimmel in dieser Stadt wiehert, bleibt sogar den Pferden die Spucke weg.

Zu tun gibt es heute auch noch was. Schedule for today:

+++ Einkauf erledigen (keine Zeit am Nachmittag) +++ In die Stadt hetzen (Termin beim Geheimrat) +++ Agenturmeeting (Webseite durchgehen) +++ Mit der süssen Grafikerin flirten (die ist wirklich jede Sünde wert) +++ Mittagessen (noch keine Ahnung wo, aber irgendwas findet sich sicher. Vielleicht mit der Grafikerin?) +++ Bekannten am Naschmarkt treffen (Privater Tratsch) +++ In die Käsehütte einfallen (wenn ich schon mal dort bin) +++ Anzug aus der Reinigung abholen (fast schon so teuer wie Autofahren) +++ Noch rasch auf einen Espresso ins Daniel Moser (immer wieder gerne) +++ Vorher aber unbedingt ein Eis beim Eis-Greissler ausfassen (einfach genial und köstlich) +++ Heimreise und Wochenende starten (womit weiss ich noch nicht, aber Gott sei Dank habe ich ja ein paar nette Flaschen zur Auswahl) +++ Einen schönen Abend wünsche ich. Bis denne dann.

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