Es ist Weihnachten

Okay, morgen ist es also wieder soweit. Irgendwie macht mir dieser Tag jedes Jahr mehr Angst. Überall herrscht so eine komische Stimmung. Als würde man das ganze Jahr genau auf diesen einen Tag zuwarten und ihn herbei sehen um wieder einmal so richtig andächtig oder was auch immer sein zu können. Das ganze Jahr rennen die Leute wie die Irren durch die Gegend, sind unfreundlich, genervt und hektisch und just zu Weihnachten soll und will jeder alles vergessen und “entspannt” sein. Auf Knopfdruck. Es ist ja Weihnachten. Mir kommt das vor wie im Fasching, wo alle halbwegs normalen Menschen am 11.11. pötzlich zu Idioten werden und sich aufführen als wären Sie grenzdebil. Vielleicht sind wir das ja alle schon.

Morgen ist also wieder das “Fest der Liebe”. Egal ob Daddy die Alte noch liebt oder nicht, morgen ist man friedlich und gönnt ihr einen Quickie. Oder man ist so besoffen, dass man nichts mehr anstellen kann. Auch eine Lösung. Kinder werden unter den mickrigen Grünstauden sitzen und bis über beide Ohren lächeln, oder heulen. Je nachdem was unterm Baum liegt, oder was nicht. Männer werden wieder millionenfach gute Miene zu bösem Spiel machen wenn sie das hundertste Paar Socken oder die zehnte unmögliche Krawatte ihrer Schwieger, Schwager- oder sonstigen Mütter erhalten und Millionen Frauen werden sich über den vierzehnten Kochtopf, Mixer oder sonstigen Küchenmüll freuen. Zeigt man Ihnen doch damit wo ihr wirklicher Platz ist. Oder wo man(n) sie sich wünscht.

Innerhalb weniger Tage werden Millionen Menschen auf der ganzen Welt mindestens 10% ihres Körpergewichts zunehmen und wie jedes Jahr im Jänner mit der endgültigen Diät beginnen. Soll sich ja auch auszahlen wenn man sich schon so kasteien will und stopft sich deshalb in der nächsten Woche nochmal voll. Bis an den Rand. Glücklich wer die Klamotten vom Vorjahr aufgehoben hat, er wird sie brauchen.

Morgen ist also Weihnachten. Es werden wieder tausende Zimmerstauden zu Brandbeschleunigern und so manche Hütte oder Bude wird abgrebrannt sein bis auf die Grundmauern. Nach dem Motto “ist die Kohle weg brauch´ ich Wohnung auch keine mehr”. Abgebbrannt bis auf die Hose. Für manche die letzte Rettung vor dem Privatkonkurs, springt doch vielleicht die Versicherung noch rettend ein um zu retten, was lange schon verloren ist. Who knows?

Weihnachtslieder werden morgen überall zu hören sein. Bis zum Erbrechen. Und es wird wieder einmal klar, dass dieses Fest schon lange zu etwas verkommen ist, das mit Weihnachten nicht im Entferntesten etwas zu tun hat. Aber Hauptsache der Handel freut sich, die Diätprogramme verzeichnen die höchsten Zuwachsraten und die Banken reiben sich die Hände um jenen, die sich gerade noch den vierten Flachbildfernseher geleistet haben, ihnen diesen im Februar wieder wegzunehmen. Und noch mehr vielleicht. Was soll´s, man lebt nur einmal.

Morgen ist also Weihnachten. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute, wirklich friedliche und besinnliche Feiertage, keine Kotz- oder Heulanfälle, keine Beziehungsdramen welcher Art auch immer und keine Alkohol- oder Brandschäden. Ich freue mich einfach auf ein weiteres Jahr mit Euch. Alles Gute und haltet die Ohren steif. Es ist nur Weihnachten, ein Tag wie jeder andere.

FedEx´ neue Zustellform

Ich dachte immer nur die Paketesel von DHL sind Nieten und unfähig Ware unfallfrei auszuliefern. Was aber manche Zusteller von FedEx unter “Zustellung” verstehen schlägt wohl alles bisher Dagewesene. Das Tragische an dem Fall ist aber, dass der Hauseigentümer zum Zeitpunkt der Lieferung zu Hause gewesen sei, schreibt dieser in seinem Video-Post. Laut diesem hätte die Eingangstüre offen gestanden und der Lieferant hätte nur an der Türe läuten müssen. Der Computer-Monitor der bei der rustikalen Zustellart kaputt ging, musste leider umgetauscht werden.

Wie gut nur, dass unmittelbar darauf auch gleich die Entschuldigung vom Senior Vice President per Video kommt und FedEx in Deutschland und Österreich so gut wie nicht aktiv ist. Das wäre nämlich eine echte Konkurrenz für DHL und Hermes.

Weihnachtsrummel-Rummelwahnsinn

Endpsurt ist angesagt. Die letzte Woche vor Weihnachten hat begonnen und wenn die genau so wird wie meine vorige, dann erlebe ich Weihnachten heuer nicht mehr. Ich bin nämlich letzte Woche zu rein garn nichts gekommen. Zumindest zu nichts was auch ein wenig Spass gemacht hätte. Aber so ist das nun mal vor Weihnachten. Jedes Jahr das Gleiche, also nichts wirklich Neues. Dafür habe ich aber, entgegen all den letzten Jahren, bereits alle Geschenke beisammen und entgehe so wenigstens dem ultimativen Weihnachtsrummelwahnsinn diese und nächste Woche. DER ist nämlich wirklich das Letzte. Also bleibt mir diese Woche noch Zeit alle meine Kunden anzuschreiben, die Weihnachtskarten zu versenden, es ein wenig ruhiger anzugehen (man möge mein Gebet erhören) und mit allerliebster Tochter und Freund noch die eine oder anderen Punschhütte unsicher zu machen. Fehlt eigentlich nur noch Schnee, dann ist es auch noch schön kitschig und so wie man es sich wünscht.

Ich hau jetzt diese Tage noch fest in die Tasten und dann schau ich mal was hier so alles übrig geblieben ist. Zur Not wird das dann nach den Feiertagen abgearbeitet. Irgendwann muss ja auch mal Ruhe sein, nicht wahr nicht?

Bis das Blut auf den Strassen fliesst

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass den Leuten, wie jedes Jahr, gerade mal wieder die Zeit “ausgeht” und sie alles auf einmal, am besten noch gestern erledigt haben, oder noch unter Dach und Fach bringen wollen. Anders ist es nicht zu erklären, dass ich dieser Tage vor Nachmittag zu gar nichts komme weil ich nur von einem Organisationstalent zum anderen rausche.

Dabei ist mir heute gerade wieder einmal aufgefallen, wie man die allgemeine wirtschaftliche Situation “schön schreibt”. Am Vormittag noch gelesen, dass “die Krise den Handel erreicht hat und die Händler mit den Umsätzen alles andere als zufrieden sind.” Jetzt gerade vor ein paar Minuten in der selben Zeitung gelesen, dass “der Handel von Krise nichts spürt und die Geschäfte wie jedes Jahr proppen voll und die Umsätze zufriedenstellend sind.” Also eh alles in bester Ordnung.

Mir ist es egal. Sollen sich die Leute den vierten Flat-TV in die Hütte hängen oder auch nicht, die neuesten Gadgets kaufen die morgen wieder out sind und ihre Kohle für sonstwas verpulvern. Lange werden sie es nicht mehr können. Und dann wird wieder das Blut auf den Strassen fliessen.

Chaostage

Ich liebe solche Vormittage. Um 9 Uhr schon der erste Termin ausser Haus und bis jetzt von einem zum anderen gedüst. Wieder mal so richtig CO2-Fussabdrücke hinterlassen. Wenn ich schon nicht zu Fuss gehe. Dafür habe ich gleich auch das Weihnachtsgeschenk für allerliebste Tochter eingesackt. Ist mich angesprungen und hat geschrien “Nimm mich mit!” Wer kann da schon widerstehen?

Und jetzt wird Büro eröffnet. Mal schauen was ich zuerst aus dem Chaos hier erledige oder noch besser, gleich entferne. Ich glaub ich mach mir mal einen Tee und lass das alles setzen hier. Sieht ja echt schlimm aus.

DHL – Die Hürden-Läufer

Nach mittlerweile einer Woche Transportzeit von Deutschland nach Wien hat es DHL noch immer nicht geschafft das Paket zuzustellen. Am Freitag wurde mir versprochen, dass es am Montag garantiert zugestellt wird, zwischen 8 und 18 Uhr. Auf Nachfrage gestern um 16 Uhr ob der Fahrer heute noch liefert wurde versprochen, dass er das Paket mit hat und bis 18 Uhr anliefert. Um 18 Uhr wieder angerufen und darüber informiert worden, dass es sich wahrscheinlich nicht mehr ausgegangen ist weil so viel zu tun ist. (Geht mir doch am *** vorbei, dann stellt mehr Leute ein). Versprochen es heute bis 12 Uhr zu liefern. Heute um 12 Uhr wieder bei der Truppe angerufen und erfahren, dass so ein Versprechen sicher nicht gegeben wurde und der Fahrer bis 18 Uhr sicher kommt. Die Ware hat er mit. So wie gestern. Auf die Frage was ist wenn es sich bei der armen Sau wieder nicht ausgeht erfahren, dass er dann morgen zwischen 8 und 18 Uhr kommt.

Liebe DHL – ihr könnt mich mal. Mein Lieferant kriegt jetzt eine e-mail, dass ich in Zukunft keine Sendungen mehr von eurer Chaostruppe wünsche weil ich nicht gewillt bin, mich vom KUNDENSERVICE täglich aufs Neue verarschen zu lassen und meine Zeit mit warten zu verbringen. Ich habe auch noch anderes zu tun. Und wenn die Ware “erfroren” ist, dann bekommt ihr richtig Pfeffer in den Arsch geblasen! Mann bin ich HEISS!

Weiber-Regeln

Ehemänner finden es unlogisch, dass ihre Frau mehrere Freundinnen hat, während sie selbst keine einzige haben sollen. (Alberto Sordi)

Kundenservice auf amerikanisch

Es ist immer wieder eine wahre Freude mit einem amerikanischen Customer Care Center Ungereimtheiten zu klären. Konkret geht es um die Abrechnung meines US-Shops. Irgendwie kriegen die es nicht auf die Reihe bereits abgebuchte Kreditkartenzahlungen so weiter zu verarbeiten, dass am Ende auch das richtige Ergebnis rauskommt. Auf die Frage warum man sowohl die Karte “charged” UND als Draufgabe auch einzelne “deductions” im Account verrechnet, bricht da drüben das buchhalterische Chaos aus. Fragen nach der Steuernummer (welche ich laut meinem Payment Plan in den USA nachweislich nicht habe), ob meine Karte nicht gedeckt ist (obwohl der Betrag ja abgebucht wurde) sind noch das dümmlichste und vor allem irrelevanteste was es da zu klären gibt.

Ich schimpfe zwar sehr gerne auf die deutsche und vor allem die österreichische Servicewüste. Was aber in den Staaten hinsichtlich customer care abgeht ist schon mehr als irre. Jeder noch so unnötige Angestellte ist irgendein Manager, auch wenn er nur den Bestand an Büroklammern checken muss. Dafür gibt es aber auch eine Hotline für Zahnseide. Man weiss ja nie was einem Ami damit einfällt.

Glühwein, WHAM und Weihnachtskarten

So, der zweite Kaffee ist eingenommen und jetzt geht´s ans Tageswerk. Nächste Woche, genau genommen ab Donnerstag, geht es offiziell los mit dem Weihnachtswahnsinn. Dann ist der 1. Dezember und es werden wieder jeden Tag die Türen aus den unterschiedlichsten Kalendern gerissen. Oft auch zwei. “Die Neugier is a Hund”, sagen wir bei uns hier. Gerade läuft wieder der Schinken “…and so this is christmas…” im Radio. Irgendwie einer der ganz wenigen Xmas-Songs die ich mag. Alles, nur nicht WHAM, bitte!

Ab morgen werden dann schon mal die Weihnachtsgrusskarten vorgearbeitet, damit sie dann in einem Aufwaschen an Kunden, Freunde und andere Haustiere verschickt werden können. Ja, ich verschicke richtige Weihnachtskarten. Aus Papier. Mit meiner eigenen Handschrift Klaue drin. Und mir geht der Umweltschutz dabei ziemlich am Hintern vorbei. Ich finde es einfach persönlicher als seelenlose e-mails zu versenden von denen sowieso jeder mindestens 497 bekommt. Ohne den üblichen zusätzlichen Junk.

Hier wird also gebastelt ab morgen. Der Vorteil davon ist, dass ich mich dann ab Donnerstag den wirklich wichtigen Dingen kann. Nämlich die Christkindlmärkte abzugrasen und Stichproben der ausgeschenkten Punsch- und Glühgetränke zu nehmen. Man kann da nie vorsichtig genug sein. Vielleicht fange ich auch schon heute damit an.

Marketingexperten

Gestern habe ich mich schon darüber beschwert, dass ich es nicht mag wenn die Chefs zum “Vorfühlen” ihre Vorzimmertussi ausschicken um mich abzuchecken. Einfach fragen, dann gibt es eine Antwort und fertig. Im konkreten Fall hat mich das Fräulein aber nur genervt weil sie wollte, dass ich einen PR-Artikel über ein Portal schreibe und dafür einen Gutschein im Wert von sagenhaften 50 Euro bekommen soll. Mit dem ich zwar nichts anfangen kann, ich könnte ihn aber weil Weihnachten ist “ja verschenken”. Echt genial. ICH arbeite kostenlos und beglücke dann auch noch die ANDEREN.

Nachdem ich ihr dreimal geantwortet habe, dass ich prinzipiell nicht für Gutscheine arbeite und Artikel ausschliesslich erst ab 100 Euro schreibe war eine Weile Funkstille um dann mit der Frage zu kommen, wie viele Besucher meine Seite denn so hat. Nachdem ich mitgeteilt hatte, dass sich der Schnitt so um die 25-30 000 Seitenaufrufe pro Monat bewegt kam nach einer halben Stunde ein Mail mit der Feststellung ihres “Chefs”, dass meine Seite bei Alexa ja nur auf dem 10irgendwasmillionsten Rang liegt.

Antwort gab es darauf keine mehr, weil mir soviel Inkompetenz einfach zuwider ist und auf den Keks geht. Dafür liegt sie jetzt im Junk und ich habe wieder meine Ruhe. Hab´ sowieso viel zu viel zu tun hier. I really love Marketingexperten.

Studentenfutter, Sex und wilde Katzen

Habe ich schon erwähnt, dass dieser Montag nur für Fortgeschrittene ist? Ja? Gut! Jetzt isser nämlich vorbei und ich habe gefühlte 417 Kilometer in den Beinen. Von Mittag an bis jetzt durch die Stadt gelaufen um nötige und unnötige Dinge zu erledigen. Die unnötigen waren die angenehmeren. Ist irgendwie auch logisch, oder?

In der Fetzenfestung war etwas zum umtauschen, beim Optiker musste ich warten, in der Fischbude habe ich einer Languste den Schwanz abgebissen und im Illy habe ich mir einen … na was wohl … einen Illy Espresso verabreicht. Kurz, heiss, dunkelschwarz und stark wie ein Wrestler. Und weil Butlers gleich daneben ist bin ich dort natürlich auch noch rein gefallen. Ich kommme bei der Hütte irgendwie nie vorbei. Dann ist mich das hier angesprungen und hat mich angebettelt es mitzunehmen. Und da allerliebste Tochter ja studiert ist die Message angekommen und schwups, war es in der Tasche.

Wenn sie mich dann fragt ob das ein vorsichtiger Hinweis darauf ist, dass ich vielleicht die Alimente kürze würge ich sie :-)

Am Heimweg dann noch den Einkauf erledigt, nach dem Wochenende in Nürnberg ist hier tote Hose in der Dose, und noch auf die Post gedüst. Die Pakete abholen welche die Irren statt mit DPD mit der Post geschickt haben. Auf dem Weg dorthin bin ich dann über eine wilde Katze gestoplert. Wenn ich mir das so recht überlege, dann ist das ab einem gewissen Alter durchaus eine Überlegung wert. Vielleicht sogar auch schon früher. Ist sowieso überbewertet.

Und jetzt werfe ich die Füsse auf die Kiste und lass den Rest einfach liegen. Ich hab´ für heute die Schnauze voll. Morgen ist auch ein Tag. Cheers!

Montag für Fortgeschrittene

Wenn es etwas gibt worauf ich voll abfahre, dann sind das die zwei Tage nachdem ich wieder von einer Messe zuhause bin. Zuerst will man alles setzen lassen und noch einmal im Geiste durchgehen und dann geht es los. Hundert Mails sind zu schreiben, tausendmal “danke” ist zu sagen, Vereinbarungen gehören geschrieben, alles gehört natürlich individuell und persönlich verfasst. Nix mit Standardbrief und ab in den Äther. Man will und darf ja nicht den Anschein erwecken, dass alles aus der Tube kommt. Es wird telefoniert, im Briefkasten liegen Paketzettel weil die Post ja nicht neuerlich zustellt und ich mir deswegen die Kisten selber abholen kann. Wozu schreibe ich in den Mails auch extra rein, dass man bitte NUR mit Paketdienst und NICHT mit der Post die Ware senden soll? Genau, damit die Post was bringt und man es sich am Ende selbst abholen kann. Alles klar? Von der Mailbox ganz zu schweigen. Wozu hat man einen Automailer eingestellt und eine Nachricht hinterlassen die informiert, dass ich nicht da, sondern weg bin? Genau. Damit man um dringend Antwort bittet, wenn geht noch bevor man wieder zuhause ist. Lauter IRRE!

Und trotzdem liebe ich es. Genau das braucht man ab und zu, genau das hält das Blut in Wallung und das Beste ist: es war nicht nur köstlich was das Essen und das Trinken angeht, ich habe für 2012 so ziemlich alle Sortimente die ich wollte unter Dach und Fach und werde in den nächsten paar Wochen an die hundert Wundertropfen aus Italien, Frankreich, Südtirol, Österreich und Portugal erhalten. 2012 ist ziemlich durch und für 2013 nehme ich dann gerne wieder etwas an :-)

Über Urlaube brauche ich mir auch keine Sorgen mehr machen da ich von vier Weingütern definitve Einladungen erhalten habe “mal zu kommen und ein wenig zu bleiben”. Nach Montepulciano, ins Dourotal nach Portugal, auf die Insel Porquerolles in der Provençe und nach Sizilien. Die Einladungen in Österreich erwähne ich hier gar nicht. Herz was willst Du mehr. Sieht fast so aus als würde das Projekt weinquellen.at funktionieren.

Und jetzt werde ich weiter auf die Tastatur einhämmern, damit ich nachmittags den Rest der unerledigten Erledigunen unter eine Haube kriege. Der Montag ist ein Wahnsinn!

Hochschaubahn zum Wandern

Da sage noch einer die Deutschen haben keinen Humor. Auf der “Tiger & Turtle – Magic Mountain”-Hochschaubahn muss sich keiner mehr vor der Geschwindigkeit fürchten. Auf dieser hier geht nämlich Rudi Ratlos mit seiner Hildegard zu Fuss. Nur wie die beiden den Looping meistern ist noch nicht so ganz gelöst.

Bildnachweis: Die Großskulptur „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ von Heike Mutter und Ulrich Genth, Foto: Werner Hannappel © Heike Mutter und Ulrich Genth, „Tiger & Turtle – Magic Mountain“, Landmarke Angerpark, Stadt Duisburg. Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Service unter jeder Sau

Ich bin an sich der umgänglichste Kunde den man sich wünschen kann. Wenn man mir eine gewisse Höflichkeit und Freundlichkeit entgegenbringt. Ich werde allerdings zum Alptraum für jeden “Dienstleister” wenn dieser mich mit Unwillen, Unfreundlichkeit und Präpotenz abfertigen will. So wie jener hier:

Grüss Gott!
Hi…

Ich hätte gerne von diesem Stick die Seiten XY in Farbe und den Rest einfach in schwarz/weiss auf A4 ausgedruckt. Kann ich darauf warten?
(Es handelte sich dabei um 24 Seiten)
Wenn´s sein muss…

Sehr feundlich, danke. Experte schiebt ungefähr zehn Minuten Daten mit einem Gesicht hin und her, dass man glauben mag er springt einen gleich an. Das tut er auch, jedoch zum Drucker und legt mir 24 Seiten in Farbe und A3 vor die Nase.

Die sind ja alle in Farbe, ich habe doch schwarz-weiss gesagt.
Ist nicht anders gegangen.

Und A3 sind sie auch noch.
War so eingestellt.

Ähm, sorry, ich habe klar und deutlich A4 und schwarz-weiss gesagt, oder? Das kostet sicher wesentlich mehr was Sie mir da herlegen, oder?
Das Doppelte.

Und warum soll ich das nehmen bzw. zahlen wenn ich klar gesagt habe was ich will? Wortlos checkt er noch einmal die Daten auf dem Stick, fetzt die färbigen A3-Ausdrucke in den Müllcontainer und druckt alles noch einmal aus. Auf A4. Welch Wunder!

Na also, geht ja. Nur, die sind wieder in Farbe und nicht schwarz-weiss.
Das checkt der Drucker nicht. (Er hat in seinem Print-Shop ungefähr sieben verschiedene Drucker stehen. Digi, Laser, Tintenstrahler, alles.)

Nun ja, aber dafür kann ich doch nichts. Sie werden es doch irgendwie schaffen einen Schwarzweiss-Ausdruck hier zu erzeugen?
Seien Sie froh, dass ich Ihnen das überhaupt zweimal ausdrucke.

Und warum soll ich für Farbe zahlen wenn ich nur s/w will?
Ist geschenkt, passt doch eh, oder?

Sind Sie eigentlich immer so freundlich?
Warum?

Weil ich nicht einsehe, dass ich mir als Kunde Ihre schlechte Laune und Griesgrämigkeit antun muss.
Soll vorkommen.

Ich zahle, nehme die paar Seiten und gehe grusslos. Um mich kurz noch einmal umzudrehen und ein “Vollkoffer” los zu werden. Wer also beim Printshop im Stadion-Center mal was ausdrucken lassen will, der sollte sich das zweimal überlegen. Es könnte einem nämlich mit dem Arsch ins Gesicht gesprungen werden.

Reisevorbereitungen

Die Woche hat kaum angefangen und schon herrscht der totale Stress hier. Heute noch rasch zum Scherenmann, den Rasen auf englisches Niveau mähen lassen und zur Maniküre. Danach den Anzug aus der Reinigung abholen und zuhause gleich ins Reisegepäck verstauen. Morgen Printshop düsen und neue Visitkarten abholen und am Abend noch eine Verkostung durchführen. Bericht muss vor Freitag fertig sein. Letzte Unterlagen zusammenbasteln für Präsentationen und die vorab erstellte Liste um mindestens die Hälfte kürzen. Geht sich in zwei Tagen niemals alles aus. Aber träumen darf man ja wohl noch. Ab und zu wenigstens.

Donnerstag habe ich dann zwei Optionen: Aufbleiben und durchmachen, oder um 22 Uhr ins Bett und um 4 wieder raus. Mal schauen welche Arschkarte ich ziehe. Freitag in der früh dann nach Nürnberg und Samstag nachmittag wieder heim. Abgefüllt und sicher voll verarmt. Was soll´s, man lebt nur einmal. Und wenn ich heimkomme geht es mit Töchterchen sofort auf den Christkindlmarkt. Den ersten Punsch testen. Und die neue Supereskimodaunenfellkapuzenwinterüberlebensjacke einweihen. Hoffentlich hat es -25º!

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