Gucci für die Dame

Um elegante € 7200 ist dieses schlichte Täschchen von Gucci für die Dame von Welt erwerbbar. Heisst natürlich, dass der Herr die Formalitäten für dieses Kleinod übernimmt und Dame das neue Behältnis im Kreise ihrer gleichgesinnten Begleiterinnen vorführen und mit ihnen in einen kollektiven Orgasmus verfallen darf.

Der Herr der “Ringe” lässt sich am besten gleich das dezente und farbbefreite Handtuch um vernachlässigbare € 180 mitliefern um sich den kalten Schweiss von der Stirn zu tupfen. Schliesslich fiebert man(n) von Welt mit Stil.

Bilder: Gucci Damen und Gucci Herren

Wien wird Rot-Grün

Wien wird also Rot-Grün. Die Schwarzen haben es wieder einmal vergeigt. Mit einer Kandidatin die Brechreiz verursacht und Kompetenz als entbehrlich ansieht. Blau war, ist und wird nie eine Option sein. Solange Schnapsnasen und Rebläuse sich die reich gedeckte Tafel in Haus des Roten Rates teilen. Da hilft es auch nichts, dass man in einer so genannten Demokratie lebt. Die nur mehr das Wort Demo kennt. Wofür, oder wogegen auch immer.

So wird sich eine Grüne auf die Knie begeben, um auf Augenhöhe mit dem Ross zu sein, dass Wien seit Jahren aushöhlt. Was für Touristen lovely und oh, how beautiful ist, ist für den Wiener längst sein eigenes, modriges Massengrab geworden. Mit einem Hauch von Internationalität zwar, am Ende aber doch nichts weiter als ein Eingeständnis an den Kleingeist der Unterschicht.

Kreative und innovative Köpfe werden weiterhin vertrieben, um dann nach jahrelangen Erfolgen “in der Fremde” bei ihrer Durchreise als verdienstvolle Österreicher mit irgend einem Orden behangen und ausgezeichnet zu werden. In den Laudatios voll des Lobes derer, die es immer schon wussten und nie an ihnen gezweifelt haben.

Wien wird also Rot-Grün. In der Farbenlehre unvereinbar. Schon in Goethes Farbkreis liegen diese Farben am jeweils anderen Ende der Skala. In Wien könnte dieses Modell jedoch funktionieren. Die Roten bleiben was sie sind und die Grünen stärken ihnen bedingungslos den Rücken. Um nicht darauf liegen zu müssen. Der Sozialstaat wird noch unfinanzierbarer und der Raub am produktiven Volk noch grösser. Am Ende sitzt man sozial behütet an 120 autofreien Tagen am Ring und freut sich über den Sieg der Bäume. Mit einer Tasse importiertem Gelben Tee aus China.

Wien wird also Rot-Grün. Ich glaube es ist an der Zeit die Zelte abzubrechen und weiter zu ziehen. Das Meer ist der einzig wahre Platz um all dem Wahnsinn zu entkommen. Ich rieche schon den süssen Duft des Salzes.

Alles im Rahmen

Womit der Begriff Framework eine völlig neue Bedeutung erhält. Via swissmiss

Jason King Superstar

Wem Jason King etwas sagt, dem muss nicht mehr erklärt werden. Wem dieser Name nichts sagt, der lausche und erheitere sich. Ein Potpourri der besten Sprüche dieser kultigen Vorabend-Serie. Etwas für Geniesser.

Zum Teufel mit den Kunden

Gestern wieder lang und breit darüber diskutiert wie sich Online-Werbung mit einer ihr unvergleichlichen Art und Weise selbst ins Knie schiesst. Einerseits beschwert man sich permanent über das geringe Interesse der Leser und einer schon pathologischen Abwehrhaltung dagegen. Auf der anderen Seite setzt man dem Leser aber Dinge vor die Nase, die ihm nur eines sagen; nämlich “Ätsch, bätsch, ausgetrickst, Idiot.”

Konkret dann, wenn man als Leser einer Online-Zeitung ein eingeblendetes Video anschauen will, sich deswegen die (absolut legitime und kaufmännisch auch notwendige) Werbung als Vorspann ansehen MUSS, anschliessend aber nur einen schwarzen Bildschirm mit der Meldung “Dieses Video ist in ihrer Region nicht verfügbar” erhält. Das ist schlicht und einfach Verarsche. Im Grunde genommen ist es Betrug. Vortäuschung falscher Tatsachen und Diebstahl. Nämlich der Diebstahl meiner Zeit. Da diese aber auch einen Wert hat, ist es somit im Grunde ein Diebstahl von Vermögenswerten.

Es darf die Medienunternehmen, Werbeagenturen und Rechteverwalter am Ende nicht wundern, wenn das Projekt Online-Werbung langfristig so nicht funktionieren wird. Zumindest nicht in Deutschland und Österreich. Dass jegliche professionelle Online-Präsenzen ohne Werbung nicht finanzierbar sind weiss man, dass man die Leser/User aber mit solchen Vorgehensweise jedoch nur unnötig verärgert ist ebenso logisch.

Nicolas Cage versinkt in Schulden

Der Ghostrider Nicolas Cage wurde jetzt aufgefordert, der Nevada State Bank die Kosten von mehr als 2,5 Millionen Dollar für sein zwangsversteigertes Anwesen zu berappen. Bis zur vollständigen Bezahlung der Summe fallen dabei massive 5,5% Zinsen an.

Wenn man bedenkt was der gemeine Kreditnehmer in unseren Breiten dafür bezahlen würde ist das ein echtes Schnäppchen. Die paar Prozente sind für den lieben Nikolaus mit einem 60 Sekunden Spot für Zahnseide beglichen und mit dem Rest zockt er eine Runde im Las Vegas Bellagio.

Schutt und Asche

Ewig schade darum. Aus diesem Schuppen hätte man ein tolles Loft machen können.

Lecker, aber wirkungslos

Vormittags darüber berichtet und jetzt das gelesen.

Aus Furcht vor einem negativen EFSA-Gutachten hat etwa Danone die Behauptung zurückgezogen, Actimel stärke das Immunsystem, auch Kellogg’s behauptet nicht mehr, Cornflakes helfen beim Abnehmen. Eine Cholesterin-senkende Wirkung des Joghurts Danacol hat die EFSA laut Spiegel aber ebenso bestätigt wie jene der Margarine Becel. Eine Abfuhr gab es für den Hersteller Ferrero: Der darf nicht mehr behaupten, Kinder-Schokolade unterstütze beim Wachstum.

Ich sagte ja, dass ich ausgewiesener Joghurt-Experte bin!

Lindsay Lohan Lichtgestalt

Lindsay Lohans Betreuerteam in der berühmt-berüchtigten Betty Ford Klinik hat ihr jetzt nahegelegt, dass sie endlich versuchen soll mit ihrem Vater klar zu kommen sobald sie wieder “in Freiheit” ist. Eine Quelle aus dem engsten Umfeld Lindsays weiss zu berichten, dass ein Grossteil ihrer Abstürze und Verfehlungen in den unverarbeiteten Problemen mit ihrem Vater liegen. Welch´ Erkenntnis.

Sollte dieses von der amerikanischen Justiz mehr als auf Händen getragene Geschöpf tatsächlich diese Probleme lösen und somit auf einmal keine Ausreden mehr haben, stellt sich unweigerlich die Frage, wie sie aufgrund dieses neuen, langweiligen Lebensstils, den anschliessenden Fall in die mediale Bedeutungslosigkeit verkraftet. Wahrschlich ist die Rückkehr ins “echte Leben” dann umso lauter und quotenträchtiger.

Sexy Coca Cola

Nicht nur, dass das Getränk an sich für Milliarden Menschen Religion ist. Mit diesem futuristischen Auftritt können wir uns ausmalen wie der “Behälter” des braunen Sprudels in Zukunft aussehen könnte.

MYSTIC, das visionäre Design, ist von Jerome Olivet mit Potential für das Museum of Modern Art. So sexy kann also Limonade sein. (Via Yanko Design)

Wenn der Affe den Zug laust

Mit einer aussergewöhnlichen Aktion versucht man in der Hojo-cho Station in der Hyoto Präfektur mehr Besucher anzulocken. Nehime und Rakan, zwei Babyaffen, haben zu diesem Zweck ihren “Dienst” aufgenommen und in der Station zu “arbeiten” begonnen. Dazu wurden die beiden sieben Monate alten Babys in blaue Uniformen gesteckt, mit einem netten Käppi behutet und als neue, spezielle Stationsvorsteher vorgestellt.

Via Japanprobe

Joghurt für Fortgeschrittene

Ich bin Joghurt-Experte. Wirklich! Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ich so ziemlich jede Marke die es auf dem Markt gibt getestet habe. Dazu veranlasst hat mich meine Joghurt-Sucht. Ist unheilbar. Schrecklich.

Mein Kühlschrank kann locker mit den Kästen in einer Pathologie mithalten, ist aber meistens leer. Was jedoch immer vorhanden ist, ist … genau, Joghurt. Ohne Joghurt geht gar nichts. Kaffeejoghurt, Vanillejoghurt und seit geraumer Zeit Kirsch-Joghurt.

Es war also naheliegend mich durch alles was der Markt zu bieten hat durch zu löffeln, um am Ende zu jenem Ergebnis zu kommen, das ich sowieso schon kenne. Es ist alles nur Beschiss! Ist es! Ich weiss das. Immerhin “komme” ich aus der Werbung. Der ehrlichsten und seriösesten Branche des ganzen Universums. Nach den Medien.

Also. Es ist egal welchen Joghurt man löffelt. Das Produkt ist zu 99,99% immer das gleiche. Muss es ja sein. Wenn es kein Joghurt mehr ist wäre es ja Topfen. Quark. Oder etwas anderes. Nur kein Joghurt. Und wenn die Milch sauer würde wäre es Sauerrahm. Fru-Fru, oder sowas.

Dass gewisse Unternehmen noch immer Behauptungen aufstellen dürfen die in anderen Ländern bereits explizit verboten sind spielt im Grossdeutschen Reich auch keine Rolle. Kann ihr Joghurt doch die Stoffwechselaktivität ankurbeln. Was jeder herkömmliche, um ein paar Cents zu erstehende Joghurt ebenso kann. Auch ob sich die Bakterien nach links oder nach rechts drehen ist ziemlich egal. Die rechtsdrehenden werden lediglich schneller als die linksdrehenden abgebaut. Abgebaut werden beide. Garantiert!

Ebenso ist es ein absoluter Irrglaube, dass der Bio-Joghurt um 90 Cents oder mehr besser ist und mehr kann als der “Auftragsjoghurt” einer Supermarktkette um 30 Cent. Die Kühe haben mit grosser Wahrscheinlichkeit sogar das gleiche Gras gefressen und es ist auch nicht anzunehmen, dass die eine Kuh glücklicher als die andere war. Dafür kommt die eine “vom Ursprung” während die andere weniger weit gereist ist. Was auch egal ist, weil es sowieso nur um ihre Milch geht. Egal ob Bio- oder “konventionelle” Kuh. Wie nennt man eigentlich eine Nicht-Bio-Kuh?

Conclusio: Der teure Joghurt der Marke X kann um nichts mehr als der billige von Y. Dafür bekommt man um den doppelten bis vierfachen Preis auch nur die Hälfte. Was suggeriert, dass dessen Qualität weit höher sein muss. Wenn schon nichts mehr im Becher drin ist. Wer also sein Geld für Joghurts die alles versprechen und nichts halten aus dem Fenster wirft, dem helfen auch probiotische Kulturen nicht mehr.

Im Peterbilt von New York nach L.A.

Ein Jugendtraum von mir. Ich habe bis heute nie aufgehört ihn zu träumen. Einmal im Leben mit einem “echten” Truck von der Ost- an die Westküste, nach L.A. zu fahren. Quer durch die USA. Ein Leben auf der Strasse, in schlechten Motels und auf Highways die diese Bezeichnung nicht verdienen.

Einmal König der Landstrasse sein und das Gefühl des Outlaws spüren. Niemals zurück blicken, immer nur nach vorne. Zur nächsten herunter gekommenen Absteige am Strassenrand. Irgendwo in Arizona. Mitten im Dreck. Den Staub mit billigem Fusel runter spülen und sich freiwillig Musik rein zu ziehen, die man sonst nie hören würde. Das Klischee kompromisslos leben, es spüren und geniessen.

Pfeif´ auf den Umweltschutz. Schütze den Truck! In so einem Biest spielt alles “unter” einem keine Rolle mehr. Hier gilt nur das Gesetz des Stärkeren. Ich will das haben, ich will da mit. Und wenn es das Letzte ist was ich in meinem Leben unternehme.


Image by Mahanga via Wikimedia Commons

Das ultimative Blogverzeichnis

Die Kronen Zeitung – Österreichs grösste Tageszeitung sowie jene, die in der Alpenrepublik den Bundeskanzler bestimmt, ihn am Leben erhält und ihn wieder beerdigt – hat endlich das ultimative Blogverzeichnis für österreichische Blogs veröffentlicht.

Grund dafür war die Erkenntnis (von wem, frage ich mich), dass Blogs auch von Menschen wie dir und mir geschrieben werden, es aber leider “noch keine Übersicht” darüber gibt. Die Zusatzinformation, dass Tags ein “neuer Begriff” für Suchworte sind, ist natürlich unentbehrlich und sprengt schon fast die Aufnahmekapazität des gemeinen Krone-Lesers.

Auf keinen Fall soll deshalb ein screenshot dieses ultimativen Verzeichnisses fehlen. Es könnte ja sein, dass jemand wirklich nach qualifizierter Information sucht und auf Quellen wie diese angewiesen ist. Wer mehr sucht, sucht vergeblich. Mehr gibt es nicht.

Anwalt in Manhattan

An Anwälten mangelt es sicher nicht in Manhattan. Von Seite 900 bis 978 nichts als Winkeladvokaten. Könnte ja sein, dass man einmal auf einer frei herum liegenden Bananenschale ausrutscht oder sich mit dem heissen Kaffee verbrüht. Oder sich beim Einsteigen ins Taxi den Kopf anschlägt. Oder sich einfach verlaufen hat.

Das “Buch der Bücher” ist übrigens ehrlich aus dem Wolcott erstanden.

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

STICHWÖRTER