Guinness-Zapfstelle

So ein Teil will ich für meine Hausbar haben. Angeschlossen an ein Fass Guinness.

Lauschet den Experten

Gestern am Abend in der Stadt. Ich habe mich mit einem Bekannten getroffen um wieder mal off the record ein wenig Lebenskultur zu geniessen. Hatte auch nichts dagegen, dass er einen “Kreativen” aus seiner Agentur mitgenommen hat um ihn ein wenig aus seinem Vogelkäfig zu holen. Aus zahlreichen gemeinsamen Schlachten haben wir beide in den Jahren eine Art blindes Verständnis entwickelt und können auch so ganz gut miteinander. Auch was das lukullische betrifft liegen wir auf einer Wellenlänge. Als der Wein zu bestellen war spielte sich das wie folgt ab:

Er: Französisch oder italienisch?
Ich: Französisch.
Er: Roussillon oder Rhone?
Ich: Roussillon.

Womit die Wahl auf einen Bila-Haut von Chapoutier fiel. Ein Cotes du Roussillon Villages aus dem Languedoc-Roussillon. So einfach kann Weinbestellung sein. Wenn dann nicht die Experten auf den Plan treten und versuchen würden mit ganz besonderen Kenntnissen zu brillieren. In diesem Fall der Kreative. Den Wein am Tisch, ein paar Worte dazu, die Nase und den Geschmack bewertend, kam aus dem Hinterhalt, wie aus heiterem Himmel die stolze Meldung, dass er, der Kreative, ebenso ein grosser Freund der Weine aus dem “Langudeck” ist.

Als unsere Blicke sich trafen, hatten wir beide in diesem Moment mit Sicherheit den selben Gedanken. “Wenn Du nicht fähig bist wenigstens den Namen richtig auszusprechen, dann geniesse, aber halt einfach die Fresse.”

Den Jazz im Blut

Eine Stimme die soviel Jazz in sich hat, dass sie sich ohne Umweg in den Gehörgang einbrennt. Eine Erscheinung die sich wohltuend vom austauschbaren Massenbild abhebt und eine Musik, die echten Spass macht. Melody Gardot, eine unbedingte Empfehlung.

Frühjahrsdiät

Der Frühling ist da und wie auf Knopfdruck liest man überall von den neuesten Wunderdiäten. Was wird den hoffnunglos verlorenen Seelen da alles versprochen und vor allem, in die Geldtasche gegriffen. Es ist schon beachtlich wie viele einfache Wege es gibt um in 14 Tagen 20 Kilo abzunehmen oder in nur 6 Wochen 30 Kilo im Schlaf zu verlieren. Die zahlreichen Diäten der sogenannen Prominenten dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen und wer etwas auf sich hält, hat zumindest eine Abnehm-Fibel zu Papier gebracht und Geld damit verdient. Experten zeigen uns den Weg ins Glück und jedes Boulevardblatt hat endlich, wieder, das Geheimnis der Bikini-Figur entdeckt. Wir lernen, dass es nicht immer teuer sein muss schlank zu sein und auch zu bleiben und wie wir mit unserer “Traumfigur” glücklicher durchs Leben gehen können.

Ich frage mich nur leise, wenn alles so einfach ist, warum mir dann täglich dermassen fettgefressene Gestalten – ich rede hier nicht von etwas übergewichtigen Menschen – über den Weg laufen, dass einem nur mehr schlecht werden kann. Irgendwas kann da wohl nicht so ganz stimmen …

PS: Andererseits werden seit Jahren dermassen viele Kochbücher veröffentiicht und so viele Kochshows mit Pseudo- und sonstigen Promis aus dem Boden gestampft, dass man seinen Job aufgeben müsste um all das nachzukochen und sich so das Ausgangsmaterial für die nächste Frühjahrsdiät wieder hinauf fressen zu können.

Mit Guinness durch den Abend

Musste mich doch noch mal bewegen. Um frisches Guinness nachzufüllen. Stress pur.

Luxus der Bewegungslosigkeit

Mir tun die Füsse weh. Bin den ganzen lieben Tag in der Stadt herum gelaufen. Was für ein Stress am Freitag. Dafür sind alle Einkäufe erledigt, diverse andere Termine sind ebenfalls abgehakt und Wein gibt es auch wieder für das Lager. Jetzt werfe ich mich auf die Couch, verfrachte meine Füsse auf den Tisch, mach mir eine Packung Burts auf und kippe mir ein paar Guinness hinter die Binde. Ich gehe heute keinen Schritt mehr freiwillig und leiste mir jetzt den Luxus der absoluten Bewegungslosigkeit.

HR Giger – Träume und Visionen

Wer kennt nicht das Monster aus Ridley Scotts “Alien”? Damit wurde der Schweizer Künstler HR Giger weltberühmt. Seit 10. März 2011 präsentiert das Kunsthaus Wien die Ausstellung HR Giger – Träume und Visionen. Bis 26. Juni 2011 kann man sich in die gruselige Welt des Meisters entführen lassen. Bild: Kunsthaus Wien

Emanzipation der Männer

Gestern war Frauentag. Ist irgendwie an mir vorüber gezogen. Trotzdem schön zu sehen, dass auch die Männer versuchen sich zu emanzipieren. Auch wenn sie dabei in der Zeit irgendwie “zurück” laufen. Warum gibt es nicht überhaupt für jedes Geschlecht einen eigenen Planeten? Dann könnte man sich diesen ganzen Scheiss mit den “Innen” und sonstigen schwachsinnigen Aktionen ersparen.

Tippanfall

Seit 9:00 Uhr in der Früh sitze ich heute bereits da und schreibe, dass das Keyboard glüht. Sogar auf Futter habe ich vergessen und was noch schlimmer ist, sogar auf einen zweiten Kaffee. So geht das mal gar nicht. Jetzt wird pausiert und Koffein gebraut. Kann ja nicht sein, dass ich aufgrund von Koffeinmangel dahin entfleuche. Mir tun die Finger weh.

Die Sache mit dem Mezzanin

Stiegen steigen ist gesund. Schön wenn dann zwei in Wirklichkeit drei Stockwerke sind.

Das Spiel das gar keines mehr ist

Wenn man sich einmal eine halbe Stunde lang einfach hinsetzt und sich in aller Ruhe überlegt was in der Welt, und ganz im speziellen in Europa so vor sich geht, dann kann einem schon richtig mulmig werden. Banken verzocken Milliarden ohne Konsequenzen, Regierungen verschieben Kohle, dass einem schlecht wird, Gesetze werden erlassen, die jegliche Hirnmasse vermissen lassen bzw. derartig weltfremd sind, dass man nur darüber lachen kann.

Die Menschen werden mit immer drastischeren Mitteln und auf ekelhafteste Weise in eine Position gedrängt die irgendwann in einer Explosion enden wird. Um das vorsichtshalber voraussehen zu können, wird überwacht was das Zeug hält und die Privatsphäre des einzelnen ist schon lange nicht mehr vorhanden. Im Gegenteil, heute hat sie sogar einen Wert. Für Regierungen, für die Werbe- und die Telekomindustrie sowie für zahlreiche andere Organisationen deren Namen wir nicht einmal noch kennen. Wahrscheinlich wollen wir das auch gar nicht wissen. Alles natürlich im Namen und zum Schutz unserer Sicherheit. Nie zuvor waren wir sicherer.

Versager aka Manager, Aufsichtsräte, Vorstände und sonstige “Zauberer”, werden für ihr Scheitern und das damit verbundene Elend von Millionen Menschen mit einem sogenannten “Golden Handshake” sowie einer Auszeichung für besondere Verdienste bedankt und für alle Ewigkeit aller Verantwortung und möglicher Sorgen entbunden. Verlorene Arbeitsplätze, erhöhte Selbstmordraten, Scheidungen, Verbrechen aus Verzweiflung, Zwangsversteigerungen und sonstige mit ihren “Erfolgen” verbundenen Ereignisse, werden mediengerecht als tragisch aber nicht vermeidbar abgetan und mit den Boni kann man sich endlich in den wohlverdienten Ruhestand begeben. Oder sein Know-how als gut dotierter “Berater” weitergeben.

Spekulanten haben die “freie Marktwirtschaft” neu erfunden und betrachten den Globus nur mehr als einziges Casino. Gespielt wird mit allem was sich bewegt und nicht bewegt. Beträge spielen keine Rolle mehr und wenn das Geld mal alle ist, dann wird um Haus und Hof gespielt. Wenn alles weg ist bleiben immer noch die Nahrungsmittel und wenn die auch verdorben sind, dann sind da noch die Energieversorger. Sollte dennoch alles aus dem Ruder laufen, sind am Ende nur die Banken schuld, die sehen hätten müssen, dass das ganze nur eine riesengrosse Blase ist. In diesem Fall tritt dann Artikel 1 in Kraft und das Spiel beginnt von vorne.

Politiker aus allen Ländern Europas übertreffen sich schon stündlich beim verbreiten von Worthülsen, falschen Informationen und bewussten Lügen, um sich, so sie dennoch ertappt werden, in Ausreden zu flüchten, die von bestens geschulten Pressesprechern verlautbart werden. In einer Woche ist das Ding gegessen und die Medien berichten wieder von allem nur nicht jenem, was wirklich wichtig wäre. Interessiert doch heute keinen mehr. Solang der nächste Superstar nur blond und nicht zu intelligent ist.

Volksvertreter bedienen sich im Laden des gemeinen “Steuerzahlers” als wären sie im Supermarkt und greifen nach allem, was nur den Anschein eines Geldscheins hat. Völlig ungeniert fordern sie dann mehr sobald die Hütte leer geräumt ist. Zur Not wird rasch die Kreativabteilung der Regierung angerufen und wie aus Zauberhand erblickt ein neues Wesen namens Steuer hocherfreut das Licht der Welt. Um sich auf alles und jeden zu stürzen, der noch ohne Hilfe stehen und sich mit letzter Kraft den neuen Flatscreen leisten kann. Man ist nicht blöd, man ist nur dämlich. Dafür kostet aber dieser Zustand nichts. Nur den letzten, kleinen Rest von Stammhirn, auf den man aber auch getrost verzichten kann. Dafür bekommt man als Belohnung ein Handy um 0,- Euro.

Wer Hindernisse darstellt wird hofiert und mit Geschenken überhäuft, die manches kleine Land auf dieser Welt entschulden könnten. Sogar grössere erblassen angesichts der Summen, die freundlich den Besitzer wechseln. Um zu verhindern was nicht verhindert werden kann wird rasch ein Ministerium geschaffen, das Korruption schon an der Wurzel töten soll. Doch ist die Wurzel selbst so faul, dass sogar jene Erde die sie schützt vor Neid erblasst und ihre Hände aufhält. Mit soviel Dünger im Gewebe schiessen Wälder aus der Erde, die den Regenwald zur Nebensache degradieren.

Man könnte sitzen bleiben und noch Stunden in dieser Tonart weiter machen. Man könnte sitzen bleiben bis ans Lebensende, wollte man alles was da aus der Spur ist, richtig überdenken. Und man könnte einfach aufstehen und so weitermachen wie bisher. Was sowieso die meisten tun. Weil sie schon längst an jenem Punkt sind, an dem es sinnlos ist sich über diesen Wahnsinn aufzuregen. Einerseits verständlich und auch nachvollziehbar, andererseits genau das, was diese Kaste eigentlich erreichen will. Am Ende hat sie schon gewonnen. Wir wissen das. Und die wissen das auch. Es ist nur mehr ein Spiel, das in Wirklichkeit gar kein Spiel mehr ist.

Baby Yoga – Völlig durchgeknallt

Wir Männer haben ja oft einen echten Schatten. Aber was manche Weiber für einen neurologischen Totalschaden haben, schlägt uns um Längen. Die Tusse gehört einfach in eine geschlossene Anstalt und umgehend sterilisiert.

Am Laufband

Nur noch 7 Kilometer bis nach Hause. Arschkalt ist es, öde und nicht gerade motivierend. Wird Zeit, dass es hier wieder grün wird, damit es sich wenigstens etwas leichter läuft.

Laufen macht frei

Eine Stunde noch rackern hier und dann geht es raus auf die Piste. Die Sonne scheint und es ist saukalt. Aber da muss Man(n) durch. Laufschuhe sind einsatzbereit und ich bereite mich schon geistig auf den gnadenlosen Erfrierungstod vor.

Griechenland ein Opfer

Dass Griechenland völlig pleite ist, weiss in der Zwischenzeit jeder. Dass die Griechen, insbesondere die politische Kaste, korrupt bis unter die Haarwurzeln ist, ebenso. Und dass selbst die 110 Milliarden “Stütze” dieses Problem nicht lösen werden, dürfte auch absehbar sein. Da ist generell ein Loch im Topf welches so gross ist, dass es unten genau so schnell wieder raus fliesst wie man oben etwas hinein giesst.

Was mich aber selten so zum lachen gebracht hat, ist, dass sich die griechische Regierung, die ja letztlich für dieses Desaster verantwortlich ist, jetzt massiv beschwert, weil die Rating-Agentur Moody´s die Bonität des Landes massiv herabgestuft hat. Das Finanzministerium in Athen meinte dazu, dass

“in Zeiten einer schwachen Weltwirtschaft und nervöser Märkte eine unausgewogene und ungerechtfertigte Entscheidung wie die von Moody’s heute zu einer zerstörerischen, sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden kann”.

Das Wort ungerechtfertigt bringt dabei den totalen Realitätsverlust dieses Ministeriums am besten zum Vorschein. Das mit der selbsterfüllenden Prohezeiung kann dann wohl nur mehr als Scherz gemeint gewesen sein. Sicherlich sind die Methoden und vor allem auch die mächtigen und kompetenten “Einsager” von Rating-Agenturen generell massiv zu hinterfragen. Dass es dort nicht immer korrekt zugeht und oft nationale Interessen im Vordergrund stehen, weiss auch jeder vernünftig denkende Mensch. Das ist aber eine andere Baustelle.

Was jedoch zum Himmel schreit ist der Umstand, dass sich die Griechen tatsächlich öffentlich aufzuregen trauen, bei einer Sache, bei der jeder kleine Geschäftsmann vom Richter bereits mindestens zu hundertmal lebenslänglich und anschliessender, ewiger Wiedergutmachung verurteilt worden wäre. Da wirft man einerseits seit Jahren das Geld beim Fenster raus, belügt und betrügt bei der Bilanzerstellung den Verein (EU) der einen füttert, dass sich die Balken biegen, weil man schon lange weiss, dass man pleite ist, teilt den Rest brav und artig “unter sich” auf, hält dann unverschämt nicht nur eine Hand, sondern hunderte auf und dann beschwert man sich, weil man an Bonität als Staat einbüsst. Dreister geht es wirklich nicht mehr.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr wirklich was ich von soviel Dummheit, oder ist das einfach Kaltschnäuzigkeit, halten soll. Meine Meinung, dass die gesamte politische Kaste aus Verbrechern, kriminellen Betrügern, Lügnern und sonstigen skrupellosen Dieben und Gangstern besteht, kann man mir nicht verbieten. Was sonst soll man von soviel Unverschämtheit halten? Aber was die Griechen da abhalten grenzt tatsächlich schon an Göttergleiche Abgehobenheit.

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

STICHWÖRTER