Bitte nicht bewegen!

Auch wenn das Thema rund um Osama Bin Laden schon wieder inflationär wird, das was jetzt wieder in den Medien abgeht ist einfach zum Erbrechen. Gemeint ist diese leidige und unselige politische Korrektheit, wie die ebenso verlogenen und gleichzeitig dämlichen Aussagen der CIA. Man habe Osama nur deshalb erschossen, weil er

eine verdächtige Bewegung gemacht hat.

Das verlautbart jetzt der Chef der CIA. Was bitte soll dieser Schwachsinn? Geht´s noch dümmer? Hat er versucht sich einen Floh aus seinem Bart zu lausen oder wollte er nur checken, ob der Rotz noch tief in seiner Nase steckt? Wollte der die Hand zum Gruss erheben oder einfach nur mal checken, ob die Seals tatsächlich schiessen?

Glaubt irgendjemand tatsächlich, dass man jenen Mann, der die USA und in Folge die geamte Welt in den Ausnahmezustand versetzt hat und der für den Tod von tausenden Menschen verantwortlich war (ob es nun stimmt oder nicht), einfach bittet sich nicht zu bewegen und still zu halten bis man ihm seine Rechte verlesen hat? Glaubt irgendjemand, dass es im Zuge einer kriegerischen Aktion, ob diese nun gerechtfertigt oder nicht war Usus ist, dass man seinen Widersacher bittet, ruhig zu stehen um sich nicht im Anschluss von den Medien Fehlverhalten vorwerfen lassen zu müssen? Wie krank bitte ist das alles und was zum Teufel soll der ganze Pressezauber? Und glaubt wirklich jemand, dass es eine Rolle spielt ob das erklärte Ziel nun eine Waffe zur Verfügung hatte oder nicht?

Als alles ausser Kontrolle war wollte man den Kerl tot sehen und jetzt, wo er tot ist, regt sich die internationale Gemeinschaft drüber auf dass und wie er getötet wurde. Als wenn das nicht komplett egal wäre. Es ist nicht das erste Mal, dass man einen lästigen Zeitgenossen einfach “abberuft” und ihm eine Kugel in die Birne jagt. Und es wird nicht zum letzten Mal gewesen sein. So ist es und so wird es auch weiterhin sein. Die ganze Sache ist nun mal kein Kindergeburtstag und wer mit Öl und Waffen dealt und spielt, der muss sich darüber im Klaren sein, dass er selbst einmal ein Opfer seines Spielzeugs wird. Das nennt man Politik und wer anderes erwartet lebt in einer fremden Welt.

Geronimo, Osama und Loretta Tuell

Osama hin, Bin Laden her. Nicht genug, dass sich die Medien der ganzen Welt jetzt wieder wichtig machen und erklären was richtig und was falsch ist, was erlaubt und was nicht erlaubt war. Und ob man sich jetzt wieder etwas mehr oder sogar weniger fürchten muss. Das wäre zu einfach für alle Beteiligten.

Jetzt sorgt dafür zu all dem auch noch die Auswahl des Code-Namens für den Ober-Terroristen für heftige Kritik in den USA.

Loretta Tuell, führende Beraterin des Senatskomitees für indianische Angelegenheiten, poltert nun gegen das Weisse Haus und verweist darauf, dass es

…völlig unangemessen sei, Geronimo, einen der größten Helden der indianischen Ureinwohner und hoch geachteter Häuptling der Apachen, mit dem meist gehassten US-Feind in Zusammenhang zu bringen.

Das Weiße Haus verweist dazu ans Pentagon, das Verteidigungsministerium schweigt und am Ende stellt sich wieder mal die Frage: “Sind die wirklich alle durchgeknallt?”

Atomlobby weist EU in ihre Schranken

Die gesamte EU sowie Politker und sonstige Experten aus aller Welt haben gepoltert was das Zeug hielt als das AKW in Fukushima in die Luft flog. Japan stand vor dem atomaren Super-GAU und die Welt war sowieso wieder einmal in höchster Gefahr. Wie so üblich waren sich auf einmal wieder alle einig, dass Atomkraftwerke gefährlich sind und dass so etwas nie mehr vorkommen darf. Wohl wissend, dass das absolut nicht möglich ist. Mit grossen Reden und Versprechungen versprachen sie die Welt in Zukunft vor solchen Katastrophen zu schützen und ihre eigenen, sicheren und unsicheren Atomkraftwerke, einem gnadenlosen “Stresstest” zu unterziehen. Besonders die EU kündigte an, lückenlos und mit aller Härte aufzudecken und abzusichern.

Kaum ist es aber still geworden auf der Insel und die Berichterstattung abgeebbt, ist der ganze Zauber auch bereits verflogen. Die Mächtigen der Atomlobby haben die forschen Politiker und Experten wieder in ihre Schranken gewiesen und die EU hat tonnenweise verstrahltes Japan-Wasser in den Beton gerührt. Damit er nicht doch zu hart wird für die Energiekonzerne. Die EU will jetzt nur mehr testen, ob die neuen, aber auch die wirklich alten Schrott-AKWs möglichen Naturkatastrophen standhalten.

Ich frage mich dazu: “Verursacht man jetzt testhalber ein Erdbeben oder eine Sintflut um zu sehen ob die Meiler und besonders wir das überleben?” Und dann frage ich mich noch: “Wie sinnvoll ist es einen Monster-Tsunami in Bohunice zu simulieren, wo das vom Wasser doch so weit entfernt ist wie Japan von Deggendorf?”

10 Jahre MuseumsQuartier Wien

Das MuseumsQuartier Wien, eine der echten Top-Locations in Wien, feiert heuer sein 10-jähriges Jubiläum. Damit man das auch entsprechend würdigt, gibt es von Mai bis Oktober ein noch umfangreicheres Programm als es bereits in den Jahren zuvor gegeben hat. Einheimische wissen bereits wo man den Sommer in toller Atmosphäre verbringen kann. Wien-Besucher sollten auf jeden Fall einen Tag einplanen, an dem sie sich vom Treiben und der Energie dieses aussergewöhnlichen Ortes fesseln lassen.
Plakat: MuseumsQuartier Wien (c) MuseumsQuartier/Büro X

Bidetten

…Plural von Bidet

Wenn Shaft Pause macht

Wenn Shaft Pause macht und die Rapper den Kanal schliessen, dann posaunt der Magic Man seinen smoothigen Funk durch die Strassen der Bronx.

Osamas Tod perfekt getimt

Rechtzeitig vor Beginn der nächsten Urlaubssaison haben die Amerikaner nun den Teufel Osama Bin Laden aus diesem Leben befördert. Dafür haben sie mehr als zehn Jahre gebraucht in denen unser aller Leben sich dramatisch verändert hat. Sei es die Reisefreiheit, den Datenschutz, die Überwachung, verschärfte Gesetze und vieles mehr betreffend. Alles wurde unternommen um unsere Sicherheit auch weitherhin zu garantieren. Und trotzdem konnten weitere Anschläge nicht verhindert werden. Auch wenn man zwischendurch ganz gern verkündet, dass man wieder einmal was vereitelt hat. Man muss halt glauben was man so serviert bekommt. Kann man doch ganz nebenbei mit jeder Verhinderung, dem Volk das nächste “Sicherheitsmodul” aufs Auge drücken.

Jetzt haben sie den Führer aller Terroristen ausgelöscht und schon geht der Zauber von vorne los. Jetzt wird´s erst richtig ernst mit all den bösen Islamisten. Rache wollen sie und “zittern soll die Welt” vor fürchterlicher Vergeltung. Sofort erhöht man in den USA die Sicherheitsvorkehrungen, warnt die Welt schon mal “zur Sicherheit” und kann problemlos zum nächsten Teil der Beschneidung von Bürgerrechten übergehen. Zur allgemeinen Sicherheit, natürlich. Der Westen springt auf diesen Zug gleich mit auf und warnt die Bürger schon vor möglichen Anschlägen und macht sich fein um denen überm Ozean auch wieder zu gefallen. Man tut halt was man kann.

Ich bin gespannt wie sich das in zwei Monaten am Flughafen bemerkbar macht und was man sich jetzt wieder alles einfallen lässt, um jeden Reisenden in Generalverdacht zu nehmen und ihn bis aufs Klo verfolgt. So gesehen ist das Timing doch perfekt um unser aller Sicherheit vollautomatisch auf die nächste Ebene zu bringen. Ich bin total beruhigt. Und wenn es trotzdem knallt an irgendeinem Eck der Welt, dann hat man wieder einen Grund um so richtig die Sau raus zu lassen. Das ist echtes Entertainment.

Magritte am Kleiderständer

Wie “The Son of Man” vom berühmten Rene Magritte manche Leute inspriert, wird hier auf aussergewöhnliche Weise demonstriert. Eine tolle Idee für alle die ihre Kleiderständer kunstvoll aufpeppen wollen. Aufgelesen bei icoeye.com

Arbeit am Tag der Arbeit strafbar

Sascha Golitschek, Sonntagsrebell in Lederhosen, will auch am Tag der Arbeit arbeiten und sein Geschäft offen halten. Und genau aus diesem Grund muss er dafür Strafe zahlen. 20.000 Euro. Verboten von der allmächtigen Gewerkschaft, die wie üblich auf ihre Schäflein schaut, dass diese sich nicht überanstregen. Ausserdem kann nicht sein was nicht sein darf. Nämlich, dass einer für sein Unternehmen und die Familie schuftet und Geld verdient, während alle anderen Tachinierer in diesem Land den schmalzigen Huldigungen ihrer Bonzen lauschen. Bei Würstel, Bier und Volksmusik.

Trotz allem hält er offen, zahlt die Strafe und die Behörde dankt für die feudale “Unternehmerspende”. Sichert sie damit doch weiterhin das Leben ihrer Volksvertreter.

Tag der Arbeit

Ohne schwarze Vorarbeiter wäre die Welt nie in den Genuss richtiger Musik gekommen.

Wo die Profis werken

Fassaden vom Spezialisten sehen anders aus. Oder verstehe ich da irgendwas falsch?

Das Phantom im Telefon

Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom geben 31 Prozent der deutschen Handybesitzer an, dass sie manchmal das Gefühl haben ein Klingeln oder Vibrieren ihres Handys wahrzunehmen. Ohne tatsächlich auch angerufen worden zu sein. Diese sogenannten “Phantom-Anrufe” betreffen immerhin 18 Millionen Deutsche.

Und da sage noch einmal jemand, dass Handystrahlen ungefährlich sind. Ich werde zur Sicherheit gleich einen speziellen Klingelton für die Phantome einstellen.

Die Post bringt allen was

Egal ob man das will oder oder nicht. Damit jedoch die Postfächer nicht täglich mit sechsfach gefalteten A1-Flugzetteln und Broschüren sowie sonstigem Werbematerial unterschiedlichster Unternehmen übergehen, gibt es einen von der Wirtschaftskammer zur Verfügung gestellten “Bitte keine Werbung“- Aufkleber. Wird dieser an der Wohnungstüre und/oder am Briefkasten angebracht, dann weiss der von der Post beauftragte Werbemittelverteiler, dass dieser Müll hier nicht erwünscht ist und man gefälligst Platz für echte Post lassen soll. Genau so wie die Post selbst, die diese “Dienstleistung” ja an ein der Partei nahestehendes Unternehmen “outgesourct” und damit offiziell privatisiert hat. Grundsätzlich ist das ganze aber, wie so oft im Staate, ein Fass mit einem grossen Loch im Boden. Unterliegt es doch nur einer freiwilligen Selbstbeschränkung der österreichischen Werbewirtschaft. Heisst, man soll sich daran halten, muss es aber nicht. Schon gar nicht, wenn die staatsnahen Werbemittelverteiler die einzigen sind, die im Land Werbemittel verteilen. So weit, so unspektaktulär.

Jetzt will aber die Post das alles mit einem Schlag umgehen und den Kunden mit Gewalt jeden Papiermüll aufs Auge drücken, ohne dass diese sich wehren können. Konkret werden heuer laut Briefvorstand Walter Hitziger bei der Hauptversammlung (HV) der Post AG, bereits Maschinen angeschafft, die die Broschüren bündeln und mit einem speziellen Cover versehen. Damit umgeht man auf typisch österreichische Art und Weise den Status einer Werbebroschüre. Auf diesem Weg sollen die unzähligen Flugblätter in Zukunft “geordneter” im Postkasten landen und die Kunden davon abhalten, mittels Aufkleber die Zustellung der Werbeblätter zu verweigern. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Übersetzt heisst das, dass die Post sich einen Dreck um die Wünsche ihrer Kunden schert, auch wenn auf diese ausdrücklich hingewiesen wird. Man legt damit jeglichen Skrupel vor dem Postfach ab und zeigt eine Respektlosigkeit, die wohl einzigartig ist. Und da wundern sich die jeglicher Realität entrückten Vorstände, warum die Leute einfach nur mehr Brechreiz kriegen wenn sie ihre Münder öffnen.

Balsamico & Ziegenkäse

Es ist Freitag. Kathrin und Willi sind endlich ein Paar und ich begehe den letzten Tag meiner Kartoffeldiät. Diesmal mit dünn geschnittenen Scheiben in Balsamico, mit italienischem Ziegenkäse und schwarzen Oliven. Ist eine echt innovative Mischung. Dazu gibt es ein naturtrübes Paulaner Hefe-Weissbier. Das Leben ist schön.

Kate, ab heute ihres Prinzen Rolle

Jetzt hat mich die werte Lauffrau doch tatsächlich noch dazu gebracht meine Kiste aufzudrehen. Alles nur wegen einer Hochzeit. Von der ich angenommen habe, dass sie erst morgen ist. Und das obwohl es doch DIE Hochzeit ist. Nämlich jene von William und Kate, von heute an ihres Prinzen Rolle. So der Kirchenfürst dann irgendwann auch fertig wird mit seiner Ansprache. Na immerhin knien die beiden schon.

Die ganze Prozedur inklusive der Gesangseinlagen ist derart spannend, dass ich den Kaffee bereits roh aus der Dose löffeln muss um nicht weg zu knicken. Ist irgendwie nicht mein Programm. Ich gehe einkaufen.

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

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