Mentaler Exhibitionismus

Manchmal wünsche ich mir die Zeiten zurück als Handy-Telefonieren noch so teuer war, dass man es sich dreimal überlegte immer und überall, zu jeder Tag- und Nachtzeit irgendwo, irgendwen anzurufen. Als sich “mobile” Gespräche noch auf das beschränkten was wichtig war und der Sinn von “Erreichbarkeit” tatsächlich auch diesem entsprach. Irgendwie hatte das noch was.

Heute stehe ich beim Bäcker, vor mir ein abgefuckter Typ mit struppiger, ungepflegter Mähne, mit zerschlissener Hose und – an den Schuhen sollt ihr sie erkennen – ebensolchen, die sich gerade noch von selbst zusammen hielten. Kein Businessmensch also und auch kein Mensch der generell auf eine gewisse Pflege achten dürfte. Dafür aber mit einem blau blinkenden Stoppel im Ohr. Das Gespräch, das so unwichtig wie uninteressant war, dafür aber in einer Lautstärke geführt wurde, das einem Airbus Konkurrenz macht war es, welches die Leute – und mich – in Rage brachte.

Wenn man gezwungen ist auf engem Raum in einer Menge von Leuten zu stehen und zu warten, dann kann es einem schon gehörig auf den Nerv gehen wenn sich irgendwelche Pseudo-Unabkömmliche bemüssigt fühlen den Obermacker zu geben und ihren mentalen Exhibitionismus auszuleben. Und zwar auf eine Art und Weise welche an audiovisuelle Körperverletzung grenzt. Ich wollte dem Typen schon sagen er solle seine Fresse halten und besser Muttern bitten ihm endlich neue Schuhe zu kaufen. Angesichts der Enge des Raums habe dann aber ich meine Fresse gehalten.

Manchmal wünsche ich mir, dass solchen Menschen einfach der Knopf im Ohr explodiert. Mitten in der voll besetzten U-Bahn. Das wär´ mal echtes Kino.

Zwölf Franzosen in Wien

Wie hier bereits angekündigt, ist heute die nächste Lieferung Traubensaft eingetroffen. Aus dem Hause Castan aus Baillargues in der südfranzösischen Languedoc-Region. Neben dem Rhône-Gebiet eines meiner Lieblingsweinbaugebiete. Und da stehen sie nun, die zwölf Franzosen. Am “Tisch der Wahrheit” und warten darauf ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. Sechs Kannen aus dem Languedoc und sechs aus der südlichen Rhône-Region. Frei Haus geliefert und fertig zur “Begutachtung”. Ich freue mich schon. Gott sei Dank habe ich gestern schon genug Baguette, Oliven, Käse, Wurst und Pasteten besorgt. Heute abend werde ich dann mal die erste Pulle köpfen. À la vôtre!

Besuch der alten Heimat

Heute wieder einmal in der “alten Heimat” zu tun gehabt und dabei an meiner ehemaligen Agentur vorbei gekommen. Da werden doch glatt sentimentale Gefühle wach. War schon eine tolle Zeit in der “rosa Villa”. Vor allem auch wegen ihrem “Gegenüber”.

Und weil ich schon mal da war, liess es sich natürlich nicht vermeiden, ihr “Gegenüber”, den Naschmarkt ein wenig unsicher zu machen. Wenn mich dann solche Auslagen anlachen, kann ich einfach nicht widerstehen und muss auch ordentlich zuschlagen.

Mittendrin im Dschungel voller Leckerlis führt dann natürlich auch kein Weg am berühmt-berüchtigten Käseland vorbei. Schon heraussen vor der Türe riecht es – für Käsehasser – fürchterlich. Für Käsefreunde einfach zu verführerisch um auch draussen zu bleiben. Drinnen dann ein Paradies für Käsefreaks wie mich und einfach eine existenzielle Bedrohung. Da gibt es keinen Schnittkäse. Da wird ein Eck heruntergehackt und fertig. Das Gewicht erfährt man auf der Waage. Hier wird man echt fett Kohle los!

Wie gut, dass am Ende der Fressmeile das Wein & Co. liegt. Dort konnte ich mich kurz erholen und bei einem Glas Riesling wieder runter kommen. Dass gleich auch Wein gebunkert wurde ist wohl klar. “Was für ein Tag!”

Klima gefährdet den Weltfrieden

Der Sicherheitsrat räumt jetzt endlich ein: Erderwärmung ist eine mögliche Bedrohung des Weltfriedens. Betonung auf “möglich”. Wer hätte das geahnt?

Der Standard bzw. die APA berichten heute:

In der sogenannten präsidentiellen Erklärung räumen die 15 Staaten des mächtigsten UN-Gremiums am Mittwochabend (Ortszeit) zum ersten Mal ein, dass die Erderwärmung eine Bedrohung des Weltfriedens sein kann. Zudem wurde Generalsekretär Ban Ki-moon aufgefordert, Klimaaspekte in seinen künftigen Berichten zu berücksichtigen.

Die präsidentielle Erklärung ist keine Resolution und eigentlich nur eine Stellungnahme des Ratspräsidenten,…

Die “Stellungnahme” hat es ja wirklich in sich. Die Erderwärmung wird es sich jetzt sicher zweimal überlegen weiter anzusteigen. Ich hätte dazu aber auch ein paar Fragen:

• Was machen die UNO und der unglückselige Ban Ki-Moon mit dieser Erkenntnis?
• Was passiert wenn es noch heisser wird als es schon ist?
• Wird jetzt weniger Geld in herkömmliche Kriegsführung gesteckt?
• Werden Staaten mehr Steuern zahlen müssen wenn es bei ihnen zu heiss wird?
• Was wenn die Erderwärmung darauf scheisst und einfach weiter macht wie bisher?

Die UNO hat da wirklich einiges zu tun. Geht es doch um den Weltfrieden!

Best Commercials – Pepsi vs. Coke

Legasthenie für Schuhputzer

I stopped in to visit my dyslexic friend last fall. He was busy covering his penis with black shoe polish. I said to him: “You idiot! You’re supposed to turn your clock back!”

Bagger, Bohrer und Behinderung

Manchen Leuten kann man es einfach nicht recht machen. Seit Ewigkeiten beschwert sich ein Bekannter, dass das Wohnhaus gegenüber seines Hauses ein Schandfleck sei und man sich dafür schämen müsste. Keiner tue was und alle lassen den Bunker so vor sich hin verrotten. Eine Schande sei das. Gestern Abend hörte ich dann, dass es eine Zumutung sei was man beim Haus gegenüber aufführe. Bagger schon um 7 Uhr früh, Umfahrungsstrasse um das Haus weil man bei all den Baumaschinen nicht vorbeikomme und dann der ganze Dreck der sich da ansammelt. Staub und schlechte Luft und der unerträgliche Lärm der Bohrhämmer usw. Jahrelang tue man nichts und jetzt, mitten im Sommer, fange man mit den Renovierungsarbeiten an dem verlotterten Bunker an. Eine Zumutung. Was soll man dazu dann noch sagen?

Stress macht krank

Irgendwie bin ich voll im Stress. Egal welche Zeitung ich aufschlage, welches Magazin ich lese und welche Online-Quelle ich anzapfe, überall lese ich von harten, brutalen, unmenschlich anspruchsvollen Stresstests. Da werden Atomkraftwerke gestresstestet, Regierungen müssen sich einem Stresstest unterziehen und am schlimmsten sind die Banken dran. Die sind so gestresst, dass die Stresstests sogar selbst einen Stresstest bestehen müssen um die Banken stresstesten zu können. Um keine falschen Schlüsse zu ziehen und vielleicht wirtschaftliche Katastrophen biblischen Ausmassses auszulösen. Was für ein Stress.

In Wien geht man jetzt sogar so weit, dass man Bio-Restaurants eingehenden Stresstests unterzieht. Was man genau herausfinden will weiss man zwar nicht so genau, aber stressig könnte es allemal werden. Vielleicht testen sie ob das Fleisch am Teller noch zuckt, vor lauter Stress, oder ob der Besitzer selbst ein Stressfall ist. Keine Ahnung.

War vor einiger Zeit noch das Wort “Unschuldsvermutung” der Renner, so hat sich dieses wohl zu starkt abgenutzt. Wen wundert´s, bei der Menge an Unschuldslämmern. Heute ist Stresstest das Wort der Stunde. Wer und was nicht stressgetestet ist erhält kein Gütesiegel mehr und gilt als gefährlich. Oder zumindest als Stressfall.

Ich weiss nur eines: Soviel Stress bringt mich noch um. Drum hänge ich heute meine Füsse ins Wasser und lasse Fünfe grade sein. Ich hoffe nur, dass die Fische keinen Stress machen und mir die Zehen anknabbern. Soviel Stress brauche ich dann auch wieder nicht.

Rosa Panther

Gerade ein ganz entzückendes männliches Exemplar hier gehabt. Männer in rosa Polo-Shirts oder rosa Hemden sind mir suspekt. Sehr suspekt. Unheimlich.

Challenge Holzfass

Schon mal einen Spätburgunder aus dem Barrique-Fass verkostet? Ist eine echte Challenge sag´ ich euch. Nchts für Weicheier und Freunde von Fruchtbomben.

Mitten ins Herz

In dieser Musik ist meine Heimat. Und dort hin gehe ich. Sehr bald.

Chavez und der Kaffee

Wie hier bereits berichtet, weiss man jetzt warum der arme Chavez so krank ist und sich weiter in Kuba behandeln lässt. Hat dieser selbst in einem Interview zugegeben:

“Ich habe 40 Tassen Kaffee am Tag getrunken und war mit drei Telefonen unterwegs.”

Kein Wunder, dass der gleich drei der Dinger brauchte. So aufgedreht war es sicher schwer ein einzelnes zu erwischen.

Die Sache mit den Keksen

Wenn sich Politiker an so heikle Themen wie das Internet machen, dann geht es irgendwann auch den Keksen (Cookies) an die Füllung. So lässt auch die neue EU-Richtlinie zum Thema Cookie die Gemüter der Werbeindustrie hochgehen. Soll diese nämlich, um es ganz simpel auszudrücken, ein sogenanntes Opt-in für Websites zwingend machen. Wie das dann aussieht und was so alles von den Webseitenbetreibern gespeichert wird, kann man auf folgender Seite sehen.

http://www.davidnaylor.co.uk/eu-cookies-directive-interactive-guide-to-25th-may-and-what-it-means-for-you.html

Einfach immer nur auf “Abbrechen” klicken und der ganze Regulierungswahnsinn zeigt sich von seiner besten Seite. Viel Vergnügen.

Von Frauen und Glocken

Rexona hat Glöckchen verteilt. An Frauen. Um heraus zu finden WIE VIEL SIE SICH BEWEGEN. Aufgrund dieser “Erfahrungen” haben sie das neue Deo “Motionsense” entwickelt. Das wirkt schon BEVOR man schwitzt. Da regen sich die Frauen auf, dass sie noch immer diskrimiert werden und dann lassen sie sich werbeträchtig Glöckchen umhängen. Irgendwo ist da ein Fehler im Programm.

Shortly, without von delay

Ein Grund mehr warum unsere Politiker einfach die Klappe halten sollten. Sie sind selbst die lebenden Beweise ihrer eigenen missratenen Bildungspolitik. Ju andaständ?

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

STICHWÖRTER