Über Zeitungen

In diesen Papieren liegt die große Klugheit des Papalagi. Er muss jeden Morgen und Abend seinen Kopf zwischen sie halten, um ihn neu zu füllen und ihn satt zu machen, damit er besser denkt und viel in sich hat.

Auszug aus “Der Papalagi – Die Reden des Südseehäuptlings Tuiavii aus Tiavea”. Leseempfehlung für alle die einmal wieder ein wenig neben der Spur denken wollen.

Computer-Sandalen

Wer braucht noch lahme Crocs oder sonstige Biomüll-Patschen für den Sommer? DAS ist echte Verwertung von Rohstoffen. Die Data-Sandals von Steven Rodrig sind einfach der Knaller. Zusammengebastelt aus alten Motherboards, Kabeln und sonstigen Computerteilen. Gefunden bei Incredible Things. Um $350 ein Klacks bei dem Kurs.

Von knorrig keine Spur

Kalifornischer Pinot in Bestform! Hat es geheissen. Entpuppt hat sich der Saft als Griff in die Tonne. Wenn ich aus dem Marmeladentopf löffeln will sage ich es. Pinot kann wunderschön sein. Aber das hier? 13 Euro in den Sand gesetzt. Gehört auch dazu.

Das irre Spiel der Spekulanten

Jetzt geht es also los. Die Börsen dieser Welt brechen ein, Aktien werden wieder einmal panikartig verkauft und die Kurse sind auf Talfahrt. An sich nichts wirklich aufregendes, gehört es doch zu einem ziemlich perfiden Spiel. Dass dabei gerade mal an die 2,5 Billionen Dollar vernichtet wurden ist nicht wirklich überraschend und die Zahl an sich ist auch nur “heisse Luft”.

Es heisst, dass Billionen-Werte vernichtet wurden und man sich bereits auf die nächste Wirtschaftskatastrophe gefasst machen müsse. Aber was wurde wirklich vernichtet? Geld? So ein Blödsinn. Buchwerte wurden nach unten korrigiert und auf den Papieren steht jetzt eine andere Zahl. Das ist aber auch schon alles. Dass ganze Staaten daran zugrunde gehen werden ist nur ein gewünschter Nebeneffekt. Das gehört zum Spiel dazu.

Wenn man die “Experten” in den Spekulatenburgen hernimmt wird man bestenfalls feststellen, dass diese trotz, oder genau deswegen, noch viel mehr Kohle scheffeln als sie ohnehin schon tun. Denn wer immer an diesen Hebeln sitzt, der hat in den letzten Tagen auch auf fallende Kurse gewettet und somit als Ausgleich das gewonnen, was andere verloren haben. In Wirklichkeit hat sich nichts geändert. Ausser, dass das Kapital ein wenig umverteilt und im besten Fall noch mehr konzentriert wurde. Also alles beim Alten und kein Grund zur Panik.

Solange das Finanzwesen weiterhin auf reiner Spekulation und dem Handel mit heisser Luft aufgebaut ist und auch bleibt, dürfen sich Staaten nicht beschweren wenn sie pleite gehen. Ein wenig mehr Realwirtschaft würde sicher dem einen oder anderen nicht schaden. Aber dazu müsste man auch etwas leisten.

Marswasser

Geologen haben mysteriöse Rinnen am Mars entdeckt. Nun vermuten sie ob in diesen Salzwasser vorkommt. Beweise dafür gibt es noch keine.

Abgesehen davon, dass die Meldung so interessant wie unnötig ist, stellt sich die Frage: Wenn das wirklich Wasser wäre – inwiefern wäre das für uns wichtig? Und, wer will schon in einer Entfernung von 56 bis 400 Millionen Kilometern (je nach Lage der Kugel in seiner Umlaufbahn), nach Rohstoffen buddeln?

Frauen und Frust

Bin ich was von froh, dass meine allerliebste Tochter zu 100% nach mir kommt. Erklärt mir vorher gerade, dass sie Frustshoppen war und unbedingt neue Shades wollte. Aber nicht das Versace- und Gucci-Zeugs, sondern was anderes. Auf meine Frage was denn fiel das Wort Chopard. Auf meine Frage ob echte kam entrüstet “Was denn sonst?!” Preis? “600″. Euro?! Sie “Nein, Muscheln”. Ich “Spinnst Du? 600 Kröten für Sonnenbrillen?” Sie “Das musste sein. Ausserdem sieht mich damit keiner mehr”.

Ich war nicht anders und somit musste ich zugestehen, dass wenn es sie glücklich macht, es auch in Ordnung ist. Trotzdem, 600 Euro für Sonnenbrillen ist doch echt gestört.

Am Rand des Abgrunds

Hell yeah! That´s it! Endlich einmal wirklich am Rand des Abgrunds stehen und sich fragen ob man noch alle Tassen im Schrank hat. Ich will das unbedingt machen!

Facebook für die nächste Generation

Der Wahnsinn Facebook geht in die nächste Runde und rüstet für die “neue” Generation auf. Eltern, oder Personen die im Begriff sind solche zu werden sind, können nun auch ihre noch ungeborenen “RL-Updates” der weltweiten Öffentlichkeit unter die Nase reiben. Was hätte die Welt da wieder versäumt. Wenn man bedenkt, dass aktuell so um 600-700 Millionen Menschen beim grössten Datensammler und -verwerter des Planeten Mitglied sind, dann kann man sich auch leicht ausrechnen, was das für die Werbeindustrie heisst.

Noch bevor der kleine Schreihals da ist werden sich Babyausstatter, Babydurchfütterungsproduzenten und Babykrankheitsvorbeuger, -heiler und -helfer melden und einem ihre gesammelten umweltfreundlichen Produktlawinen um die Ohren hauen, dass man nur mehr Rasseln rasseln hören wird.

Nach dem freudigen Ereignis, so es eines war, werden dann Milliarden von Glückwunschtelegrammen eintrudeln und einem vom umweltfreundlichen Kinderspielzeug in Form eines Baby-Burgers bis hin zur Sensibilisierungsmusik von den Baby-Foo-Fighters alles angeboten werden was eigentlich verboten ist. Vor allem aber alles was vollkommen unnötig ist. Ausser die Baby-Diet Coke. Als Ersatz zur fetten Muttermilch.

Versicherungen werden einem die Türen einrennen und einen versuchen davon zu überzeugen wie wichtig es ist schon jetzt, wo der Balg nicht einmal noch trocken ist, die Matura-, High School- oder sonstige lebenswichtige Ausbildungsversicherung abzuschliessen. Und gleichzeitig die bestehende Lebensversicherung zu erhöhen. Kinderstress kann tödlich enden. So man keine hat gibt es diese im Paket billiger.

Zum ersten Geburtstag wiederholt sich das Spiel und man wird daran erinnert, dass der kleine Racker endlich von seinem Kacktopf herunter gehört und lernen muss sich wie ein Mensch seines innerlichen Mülls zu entleeren. Für jene die länger brauchen gibt es aber die Windel mit sechsfachem Auslaufstopp. Online bestellbar. Zum Glück!

Gleichzeitig wird man daran erinnert zur nächsten Untersuchung und zur allgemeinen Immunisierung der Krächzer zu gehen. Kinderkrankheiten kosten schon beim Auto jede Menge Kohle, bei echten Hosenscheissern kann das ein Vielfaches ausmachen.

So geht das bis zum Kindergarteneintritt weiter und wer dann noch Kohle hat, der erhält von Facebook höchstpersönlich ein eigenes Profil für seinen Nachwuchs. Mit rein pädagoschischen Inhalten ausgestattet. Selbstverständlich.

Schafft es der in der Zwischenzeit zum Alien mutierte Wonnepfropfen dann auch noch in die Schule, ist er bereits ein gut abgerichtetes Mitglied der “Gemeinde”. Funktioniert auf Zuruf und tut nur was ihm befohlen. Die Eltern sind in der Zwischenzeit der Sekte “Virtuelle Glückseligkeit” beigetreten und erhalten von Facebook Lebensmittelmarken. Mehr brauchen sie im Sanatorium “Zur binären Erleuchtung” nicht. Zwei Stunden täglich Like-Buttons drücken, den Rest des Tages haben sie “off” und können sich frei am “Campus der Freunde” bewegen.

Ach ja, und sollten sie es nicht bis dorthin schaffen, dann sorgt der Arbeitgeber dafür, dass die Mutter die noch keine ist, am besten gleich morgen gefeuert wird, bevor sie nach Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft unkündbar wird. Wäre doch gelacht wenn man sich so nicht noch rechtzeitig von schwangerschaftsanimosimierten Mitarbeiterinnen trennen könnte. Der neue Posten des “Pränatalen Forecast Managers”, den man extra dafür geschaffen hat, rechnet sich schon im ersten Jahr und spart zugleich auch Nerven.

Am Ende bliebe dann noch das Übel Staat, welchem es somit ein Leichtes wäre Geburtenraten besser zu prognostizieren und zukünftige Steuereinnahmen leichter und effizienter berechnen zu können. Das ist nicht zu unterschätzen, liebe Steuerzahler! Mit diesen Daten könnte man das Pensionssystem anpassen. Wenn man wollte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Facebook rocks!
In jeder Hinsicht.

Käse-Alptraum

Wenn der Schweizer Franken noch weiter so lustig steigt, muss ich bald den Käse wechseln. Heute für 150 Gramm Greyerzer Premier Cru aus dem Kanton Freiburg Euro 8,40 berappt. Da schaut dann nicht nur mehr der Käse alt aus.

Phi Phi Island – Rückblick

Phi Phi Island wäre echt wieder mal einen Trip wert. War schon eine super tolle Zeit dort.

Vanilleeis

Die Arbeiterkammer, das ist jene Organisation die immer mahnend den Zeigefinger hebt wenn Spekulanten die Rohstoffpreise in die Höhe treiben oder der Spritpreis wieder teurer wird, haben jetzt eine ausserordentlich wichtige Studie durchgeführt und dabei herausgefunden, dass VANILLEEIS die beliebteste Sorte in Österreich ist. Diese Erkenntnis liefert sicher wichtige Aufschlüsse für die Zukunft des Landes.

Der wahre Schuldige

Viel wird dieser Tage über die USA und ihren horrenden Schulden geschrieben. Wenn mann sich aber einmal genauer ansieht wie diese zustande gekommen sind ist der “Schuldige” relativ rasch gefunden. So man nicht wie üblich nur die Augen zu macht und einfach auf jenen einschlägt, der halt gerade das Amt des Präsidenten bekleidet.

Reagan hat in seiner 8-jährigen Amtszeit 1,9 Billionen US$ Schulden aufgenommen.

Der alte Bush sen. hat in seinen 4 Jahren als Obermacker der USA 1,5 Billionen US$ Kreide gemacht.

Clinton hat in seinen 8 Jahren 1,4 Billionen US$ aufgenommen.

Bush jun., von Gottes Gnaden geläuterter Säufer, hat in seiner Amtszeit mit seinen Kumpanen Cheney, Rumsfeld und Co. 6,1 Billionen US$ Schulden aufgenommen um die Welt wirklich “nachhaltig zu verändern”. Condoleezza nicht zu vergessen. Die Klapperschlange im Adlerhorst der Herrschers.

Und Obama? Nun, der hat sich diesen Sack umhängen müssen und liegt seit 2009 bei 2,4 Billionen US$ Kreide.

Man kann sagen was man will, aber wirklich an die Wand gefahren hat dieses Land ein kleiner, von Minderwertigkeitskomplexen zerfressener Cowboy mit seinen nicht minder geisteskranken und vor allem kriegssüchtigen und geldgierigen Spielkameraden.

Eine geistige Null, die wie kein anderer Präsident in der amerikanischen Geschichte, so wenig Ahnung von nichts hatte und so abhängig von einer selbstverliebten Meute war wie eben jener kleine Cowboy aus New Haven, Connecticut. Der in Texas nichts geworden wäre ohne seinen Vater und in Florida ohne seinen Bruder auch nur Orangen zählen hätte dürfen. Ob Demokrat oder Republikaner, ihr Land verscherbelt hat Vaters Spross am Anfang des Jahrtausends.

Update: Grafik nachträglich hinzugefügt. © New York Times

Bild: © New York Times

Ausverkauf in Griechenland

Wenn man sich so ansieht was aktuell in Griechenland aufgrund seiner finanziellen Lage zum Verkauf steht versteht man, warum man ihnen hunderte Milliarden Euro in den Rachen schiebt. Bei einem Totalausfall kann man auf dieses Kleingeld leicht verzichten. Mit den erhaltenen Gegenwerten kann man jahrzehntelang Monopoly spielen und ein Vielfaches lukrieren.

• Von Piräus, dem derzeit drittgrößten Mittelmeerhafen, will sich die griechische Regierung bis Ende des Jahres komplett trennen. Derzeit hält sie bei 75% der Anteile. Ob das “Traumschiff” weiterhin im Hafen von Piräus anlegt war nicht in Erfahrung zu bringen.

• Ebenso trennen will man sich vom Hafen in Thessaloniki, der ebenfalls zu 75 Prozent in Regierungseigentum steht. Dort legt das “Trauschiff” sicher nicht an. Wer fährt schon nach Thessaloniki? Eine einzige Kloake dieser Hafen.

• Weiters will Griechenland Aktienpakte an den Wasserversogern “Athens Water” und “Thessaloniki Water” versilbern. Ein strategischer Wahnsinnsdeal der den Griechen wahrscheinlich in ein paar Jahren ihr eigenes Wasser das zehnfache kosten lassen wird.

• Die 34% die der Staat derzeit am Glücksspielkonzern OPAP hält sollen im ersten Quartal 2012 komplett verkauft werden. Internationale Lottoanbieter reiben sich schon die Hände. Ob sich das positiv auf die Gewinnsummen bei den Euromillionen auswirken wird, bleibt aber zu bezweifeln.

• Für die Telefongesellschaft OTE an der man mit 16% beteiligt ist gibt es bereits einen potentiellen Käufer. Zehn Prozent davon werden an die Deutsche Telekom gehen, die jetzt schon 30 Prozent am Unternehmen hält. Damit man weiter gratis telefonieren kann und es weiter Handys schon um 0,- Euro gibt.

• Bis Ende dieses Jahres wil sich Griechenland dann zur Gänze von der Hellenic Postbank trennen. Die 34 Prozent die der Staat daran hält sollten locker einen Abnehmer finden. Die Deutsche Bank hat da sicher ein paar Ideen dazu.

• Ebenso soll die Beteiligung an der ATEbank um 25 Prozent auf 51 Prozent reduziert werden. Damit man wenigstens noch irgendwo eine symbolische Mehrheit hat. Reden wird dann aber auch wer anderer. Sicher ist sicher.

• Zum Verkauf steht auch der Athener Flughafen. Der gehört aktuell zu 55 Prozent dem Staat, sowie zu 40 Prozent dem deutschen Baukonzern Hochtief, der ihn auch betreibt. Schon bald könnte Athen somit ein weiterer deutscher Heimatflughafen werden. Was deutsche Touristen dann noch unverschämter werden lässt.

• Weitere 32% am Gasunternehmen Depa sollen noch heuer versilbert werden und somit von 65 Prozent auf 33 Prozent reduziert werden. Die Russen werden da sicher gerne zugreifen und uns allen vormachen was geostrategische Politik ist.

• Weiters verkauft werden sollen die Mautrechte der griechischen Autobahnen, Frequenzen für mobile Telefonie, Erdgasvorkomnen im Meer, sowie mehrere kleine Häfen und Flughäfen des Landes. Fast wie im Tante Emma-Laden um die Ecke. Nur mit ein paar Nullen mehr am Preisschild drauf.

• Teile der Elektrizitätsgesellschaft DEI, eine Aluminiumfabrik, sowie ein Casino und eine Lastwagenfabrik. Ich bin sicher, dass Deutschland auch hier zugreifen wird um weiterhin billigen Strom liefern zu können. Die Preise werden dann im mitgekauften Casino ausgewürfelt. Die paar Lastwagen stampft man ein und verlagert die Produktion von Mercedes-Transportern in selbiges.

• Sobald die staatliche Eisenbahngesellschaft TrainOSE saniert ist, würde man diese gerne verkaufen. Sanieren heisst auf griechisch Bilanzen fälschen und mit einer roten Schleife versehen.

• Das gleiche soll mit den defizitären Rüstungsunternehmen EAS, ELVO und EAV passieren. Ab in die Waschanlage, schön frisieren und weg damit. Da die USA jetzt sowieso die Schuldenobergrenze erhöht haben, bietet sich doch dieser Kauf geradezu an.

Der Ouzo allerdings bleibt weiterhin griechisch. Happy Shopping!

Hollywood lässt grüssen

Die Welt ist gerettet. Die USA gehen nicht pleite und behalten auch ihre absolute Spitzen-Bonität. Knappe 3 Billionen gönnt man sich um den Dampfer USA auf Kurs (und China bei Laune) zu halten. Die Republikaner haben so gut wie alles was sie wollten durchgesetzt und Obama ist im letzten Jahr mehr als grau geworden. Die Wall Street atmet durch und “informierte Kreise” wissen jetzt schon wer die nächste Wahl gewinnt.

Wenn jetzt der Schweizer Franken auch wieder etwas nachlässt freuen sich die Eidgenossen und ebenso die österreischischen Häuslbauer, die in ihrer Gier fremdfinanziert und endfällig auf Pump gebaut und jetzt den Arsch hoch haben. Aber das ist eine andere Geschichte. Hauptsache McDonalds geht nicht vor die Hunde.

Platzmangel für Königstiger

Der WWF berichtet (anhand vom indischen Umwelt- und Forstministerium in Neu-Delhi veröffentlichten Zahlen), dass seit 2006 die Zahl der freilebenden Tiger in Indien um ein Fünftel zugenommen hat. Demnach leben heute wieder 1.706 davon auf dem indischen Subkontinent. Gleichzeitig gingen den wilden Katzen aber in den vergangenen fünf Jahren aber auch 12,6 Prozent ihres Lebensraums verloren. Deshalb müssen sie in immer kleineren Gebieten leben.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass Indien eine Fläche von 3.287.590 km² hat, dann sollten sich die paar Katzen doch irgendwie arrangieren können und sich nicht auf die Krallen treten. Aber vielleicht will der WWF wieder mal nur ein paar Euro für irgendwelche “Waldparzellen” sammeln. Oder sind das die von Greenpeace?

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