Überraschung aus Sylt

Eben hat mich mein Kumpel aus Düsseldorf angerufen und mir gesagt, dass er am Freitag vorbeischaut und eine kleine Überraschung aus Sylt für mich dabei hat. Ich hasse Überraschungen. Nicht dass ich sie nicht mag, aber ich will wissen was mich überraschen wird. Logisch, oder? Was mich aber noch mehr neugierig macht ist jedoch, was das sein soll. Von Sylt. Bringt mir der vielleicht gar eine Kiste Sand in die Hütte mit?

Ich ziehe in den Krieg

Schon wieder die Amis! Schön langsam reicht es mir. Wenn sie nicht mehr weiter wissen bomben sie einfach irgendwo was nieder. Kann auch länger dauern. Wenn sie kurz vor der Pleite stehen drucken sie einfach mal ein paar Terzillionen Dollars nach und schon ist das Problem gelöst. Und wenn die Kanacken in Nordkorea wieder mal den Hintern heben gibt´s eine auf den Deckel. Alles normal, alles Kinkerlitzchen.

Aber DAS jetzt, das schlägt dem Fass den Boden aus. Still und heimlich – wie immer – haben sie nämlich die biologische Kriegsführung begonnen und uns ihre Rebzikade auf den Hals, besser gesagt auf die Rebstöcke gehetzt. Die amerikanische Rebzikade, wohlgemerkt. Und die breitet sich nun fröhlich in unseren burgenländischen Weingärten aus. Nachdem sie die steirischen bereits abgegrast hat.

So wollen uns also die kalifornischen Winzer überrollen. Einfach diese kleinen Biester aussetzen und nach einem oder zwei Jahren Ernteausfällen überschwemmen sie uns dann mit ihrem billigen Sauvignon und Zinfandel. Ratten. Alles Ratten, sag´ ich nur. Nichts ist mehr sicher vor den Amis. Wenn jetzt auch noch der österreichische Wein d´raufgeht dann werd´ ich aber richtig böse. Es reicht, endgültig. Ich erkläre denen jetzt den Krieg. Wie und mit welchen Waffen ich den führen werde weiss ich noch nicht. Aber ich werde. Soviel ist mal sicher.

Schokolade für die Sinne

Wer Schokolade liebt, der sollte unbedingt einmal in diesen feinen Laden reinschauen. Im wunderschönen 9. Bezirk, in der ebenso bezaubernden Servitengasse. Ein echtes Highlight für Schoko-Fans und solche die es noch werden wollen. Einfach yummy.

Notgeile Weiber

Wenn Rita nicht mit Rudi kann, dann muss halt Alexander ran.

McSushi für das Volk

Mit fünf Jahren habe ich mein Töchterchen zum ersten Mal zum Sushi-Essen überredet. Und das musste ich, weil selbstverständlich ein ganz lautes “IGIIIIIITT, roher Fisch” aus ihrem Mund kam. Doch wie ich ihr gelernt hatte erst einmal alles zu probieren, zu kosten, anzuschauen und erst dann zu urteilen, hat sie mitgespielt. Um sich nach dem ersten Sushi ihres Lebens als Nachspeise ein kleines Sashimi zu bestellen. Soviel zum rohen Fisch. Von da an gehörte Sushi-Essen zu unserem Leben wie das Kino mit Nachos und Käse-Sauce. Jahre später, als Teenager, meinte sie einmal sie könne Sushi nicht mehr essen, weil es völlig zu einem McDonalds Massenfutter verkommen ist und sie nicht mehr wisse wieviel Plastik, Chemie und Abfall sie da wirklich in sich hinein stopfe.

Heute habe ich diesen Artikel in der Zeit gelesen. Schlaues Töchterchen kann ich nur sagen. Leseempfehlung für alle die noch immer gerne Sushi essen, aber nicht wissen wo sie wirklich “echtes” bekommen.

Schattenkämpfer

Genau DA werde ich heute mein Büro aufmachen. Im Schatten! Mit “Direktanschluss” zur Zapfsäule. Bei dieser Affenhitze muss man ja viel trinken. Habe ich gelesen….

Irene bläst ohne Hemmungen

Irene ist am Vormarsch und bläst ohne Hemmungen. Hurricanes sind dabei oft wie Frauen. Erst vernimmt man ein leichtes blasen und kurze Zeit später ist man sein Haus los.

FH vs. Universität

Nachdem ich durch meine allerliebste Tochter immer wieder auch mit der Jugend zusammen komme bleibt mir eines nicht verborgen. Nämlich wie die sich die Zeiten in bezug auf die Schule geändert haben. Ich weiss noch wie ich die Hosen voll hatte bei der Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium und dann froh war es geschafft zu haben. Heute geht jeder da hin. Die Matura machte man weil man danach in der Regel studieren wollte und die war dazu nun einmal erforderlich. Auf die Uni ging man weil man wirklich Ziele hatte und man damit rechnen konnte, einen sicheren und vor allem besseren im Platz im Berufsleben zu ergattern. Heute studiert ein Grossteil deswegen, weil es besser ist sich auf die Bank zu setzen als keinen Job zu haben. Und hier beginnt sich der Hund meiner Meinung nach in den Schwanz zu beissen.

Heute wird wird wieder laut über Studiengebühren nachgedacht und reflexartig hört man alle schreien. Ehrlich gesagt, ich bin dafür. Weil ich der Meinung bin, dass nur wer das was man ihm bietet auch zu schätzen weiss, sich entsprechend engagiert. Was ich in der Zeit als Tochter auf die “normale” Uni ging so erlebt habe, lässt mich an dieser Meinung nur noch stärker festhalten. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber dass sich sehr viele dort einfach einen billigen Lenz machen steht ausser Zweifel. Denn nachgewiesen ist auch, dass 2009 nur 11% eine FH besuchten und dass FH-Studenten rascher studieren und auch seltener arbeitslos sind und werden. Als Uni-Absolvent ist man heute in der Regel erst einmal Gast am Arbeitsamt.

Jetzt wo sie die Aufnahme auf die FH geschafft hat, sehe ich mich bestenfalls darin bestärkt, dass man viel selektiver vorgehen sollte. Sowohl was die Finanzierbarkeit wie auch die Auswahlkriterien angeht. Es macht null Sinn wenn man in einem Hörsaal 300 Studenten hat die halt ihr “Pensum” absitzen, oder nicht (es gibt ja keine Anwesenheitspflicht), oder ob sie gezwungen sind, sich auch tatsächlich ihrem Studium zu widmen. Natürlich, im Falle allerbester Tochter ist es krass, weil gerade mal 30 Teilnehmer überhaupt genommen werden. Dafür ist aber eines sicher gestellt: Die FHs sind kein Auffangbecken für Leute die nicht pushen können oder wollen. Und die die unterrichten sind keine Staatsbeamten denen ihre Pension das wichtigste ist. Handelt es sich dabei doch um Leute die selbst über lange Jahre zu den weltbesten ihrer Sportart gehörten und teilweise noch gehören.

Was ich meine ist, dass der Zugang “kostenlose Bildung für alle” zwar ein lobenswertes Ziel, es aber einfach nicht machbar ist. So sehr es auch wünschenswert wäre. Es scheitert aber nicht nur an den Mitteln, es scheitert auch – und vor allem – am Willen und der Bereitschaft sich wirklich den Arsch aufzureissen um das tun zu dürfen was manche nur als Spass oder als bequeme Hängematte empfinden. Auch wenn es hart für manche Unschuldige ist, ich bin dafür, dass man dafür bezahlt und einen Nachweis erbringen muss, dass man fähig ist sich auf die Bank zu setzen. Schliesslich bin ich auch kein Installateur nur weil ich einen Wasserhahn abdichten kann.

PS: Studenten die sich tatschächlich den Hintern aufreissen und neben dem Studium von Kaffee, Red Bull, einer Pizza und zwei Jobs leben um sich ihr Studium überhaupt leisten zu können, die sollte man auch entsprechend fördern. Vor denen ziehe ich den Hut. Alle anderen – und das sind halt leider tausende – sollten sich einen Job suchen oder sonstwas tun. Aber nicht jenen den Platz wegnehmen die ihn wirklich bräuchten.

Zahn der Zeit

Vom Zahn der Zeit vollkommen ausgehöhlt. Oder “von innen zerfressen”.

Das Kreuz der Beckham

Aktuelles im Schnelldurchlauf:

+ In Afrika wieder 100.000 Tote aufgrund von Hungersnot + Libyen brennt und steht vor dem totalen Chaos + Griechenland endgültig pleite – EU mahnt zur Besonnenheit + London erneut in Flammen – 25 Tote am ersten Tag + Neue Ölkatastrophe im Atlantik – Bohrinsel leckt, 150 Millionen Liter bereits ausgeflossen +

Und jetzt zu den Weltnachrichten:

“Victoria Beckham hat Kreuzschmerzen” verlautbart ihre Pressesprecherin. Ob es sich dabei um einen Bandscheibenvorfall handelt wisse man aber erst nach genauen Untersuchungen in einer Spezialklinik. Im Moment könne Victoria Beckham jedoch nicht einmal ihre Wohnung in Los Angeles verlassen. Sie hofft aber rechtzeitig für die New Yorker Modemesse wieder fit zu sein.

Rauchen macht schlank. Und blau.

Steuergeschenke auf österreichisch

Ein Bauunternehmer aus Salzburg schuldete dem Finanzamt 1,45 Millionen Euro an Steuern. Unter anderem aufgrund von Abgabenhinterziehung weswegen auch ein Verfahren gegen diesen läuft. Doch wie in Österreich so üblich gibt es nichts bei dem man sich nicht irgendwie einigen könnte. Auf das Versprechen 800.000 Euro zu bezahlen wurden dem Unternehmer die restlichen 650.000 “erlassen”. Aus reiner “Nächstenliebe”.

Wer als Kleinunternehmer in diesem Land seine Steuern nicht im VORAUS fristgerecht in voller Höhe zahlt, bei dem kracht es im Gebälk und notfalls sperrt ihm die Finanz sogar das Konto. In diesem Fall aber dürfte irgendein Finanzbeamter ein neues Haus oder eine tolle Reise in die Südsee “gewonnen” haben. Es gilt natürlich, wie bei allen Verbrechern dieses Landes, die Unschuldsvermutung. Wie überhaupt vermutet werden darf, dass Österreich als Land ein Unschuldslamm ist.

Fragt sich wirklich noch jemand, warum jeder klar denkende Unternehmer, der nicht unbedingt muss, sein Geschäft nicht hier, sondern lieber im “Ausland” gründet?

Malbec für den King

Endlich wieder einmal ein Wein der was hergibt. Echt toller Tropfen mit Charakter.

Und dazu standesgemäss der “King”. Er hätte ihn auch geliebt. Jede Wette.

Flugangst kann tödlich sein

Klatschen oder nicht? Das ist hier die Frage. Ich habe gerade einen Artikel gelesen in dem steht, dass laut einer Studie 41% aller Flugpassagiere klatschen wenn der Flieger wieder am Boden ist. 3000 Leute wurden befragt und in den Diskussionen gibt es genau zwei Lager. Das eine, welches es als absolut peinlich empfindet und den Applaus-Spastis am liebsten jede weitere Flugberechtigung entziehen würde und jenes, das mit halber Alkoholvergiftung am Ballermann oder in Antalya angekommen gröhlt und klatscht wie eine Horde irrer Schweine. Ich gebe zu ich gehöre eher zu erster Gruppe, ohne so radikal zu sein und bringe irgendwie Verständnis auf für jene die da immer applaudieren.

Wenn ich zurückdenke was ich für Flugangst hatte und wie ich schweissgebadet nach einem 70-minütigen Flug aus dem Bomber kroch, fällt mir wieder ein, dass ich – als unerfahrener Fluggast – auch das eine oder andere Mal geklatscht habe. Erstens weil ich glücklich war wieder lebend unten zu sein und zweitens weil alle geklatscht haben.

Als dann mein erster Langstreckenflug anstand hatte ich zwei Möglichkeiten. Entweder ich sterbe da oben vor Angst (15 Stunden im Flieger kann man mit nackter Angst nicht überleben. Schon gar nicht wenn man ungefähr 25 Liter Wasser in Form von Schweiss ausscheidet.) Oder ich spiele Fatalist und rede mir ein, dass mir das alles egal ist und ich sowieso nichts machen kann. Gott ist gross und wenn er will, kann ich wollen was ich will, es hilft mir nichts. Also zwängte ich mich in den Sitz, ging meine neue Einstellung noch einmal durch und liess in Folge passieren was ich nicht sowieso nicht beeinflussen konnte. Ich hatte einen tollen Flug, entspannte mich soweit es ging und genoss sogar wovor ich mich jahrelang gefürchtet hatte. Was mich aber viel mehr verwirrte war, dass es am Ende dieses Fluges, seit welchem ich zum begeisterten Vielflieger wurde, kein klatschen und keine sonstigen lautstarken Bezeugungen des allgemeinen Glücks gab.

Seit diesem Erlebnis fliege ich mit einer Selbstverständlichkeit von der ich selber immer wieder überrascht bin. Heute steige ich in einen Flieger ein, warte das Futter ab, genehmige ein Glas Rotwein und dann penne ich bis zur Landung wie ein Baby. Ich habe auf den zig Flügen der letzten fünfzehn Jahre eine Routine entwickelt die der typische “Urlaubstourist” wohl nie haben wird. Wie auch? Dass ich dabei auch mit “Geräten” geflogen bin wo ich am Ende froh war wieder heil am Boden zu sein, gebe ich auch gerne zu.

Aus diesem Grund lasse ich die Leute auch klatschen wenn sie wollen, verdrehe nicht die Augen wie es viele tun und verstehe sie sogar. Flugangst kann was fürchterliches sein und wer das nicht in den Griff kriegt, dem darf man nicht übel nehmen wenn er sich am Ende des Fluges zu den “Überlebenden” zählt und sich entsprechend freut.

In diesem Sinn wünsche ich allen einen angenehmen Urlaubsflug. Möge jeder etwas Ängstliche von schweren Turbulenzen verschont bleiben und das Wetter einen Flug ermöglichen, bei dem man nicht mal merkt, dass man in einem Flugzeug sitzt.

Supermarkt-Fusel

Industriegeplörre pur. Schmeckt nach irgendwas. Und nach nichts. Supermarkt as usual.

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