Keine Sonne in der Stadt
Medialer Bodensatz
Wie man den Bodensatz der Bevölkerung medial versorgt beweist wieder einmal das Oberschmierblatt des Landes. Da findet dieser Tage das internatinale “Fest der Pferde” in Wien statt, bei dem Top-Reiter aus aller Herren Länder teilnehmen. Auch dabei die Milliardärstocher Athina Onassis, eine ebenso ambitionierte Reiterin. So weit, so unspektakulär. Aber was tut man bei uns nicht alles um den Mob zu aktivieren? Man schreibt, dass diese Sportlerin ihre Pferde EXTRA aus Griechenland einfliegen hat lassen. Das ist ja wirklich abscheulich. Wie kann sie nur…
“Hallo liebe Sportredaktion! Soll sie ihre Pferde vielleicht mit dem Schiff schicken oder noch besser, selbst auf einem von Griechenland nach Österreich reiten (mit den fünf anderen im Schlepptau)? Was bitte soll der Hinweis “extra einfliegen lassen”? Warum motzt ihr nicht ebenso darüber, dass die brasilianischen Teilnehmer ihre Gäule von Brasilien und die englischen diese von England nach Wien einfliegen? Nur weil die Onassis aus Griechenland kommt oder weil sie die Tochter eines legendären Reeders ist?” Manchmal bleiben mir die von Gärgasen umwehten Hirnwindungen mancher Redakteure ein ewiges Geheimnis.
Lohn der Arbeit
Feinster Stoff im Glas. Aufregend, kühl und unwiderstehlich. Der Abend begleitet von jenen Genüssen, die man im Leben nicht versäumen sollte. Gerechter Lohn der Arbeit.
Antrag auf Rettungsschirm
Bis zum bitteren Ende wurde gestern geshoppt. Das Outlet ist einfach unwiderstehlich und erst einmal dort ist man chancenlos. Aber deswegen fährt man ja auch hin. Am Ende waren alle happy. Töchterchen, Freund und Daddy auch. Jeder hatte was er wollte… und noch viel mehr. Nächste Woche suche ich dann um die Aufnahme unter den Rettungsschirm an. Bin schon gespannt ob man mir auch ein paar Kilo Papier überweist. Wahrscheinlich eher nicht. Ich bin nämlich nicht “systemrelevant”. Denke ich mal.
Des Ministers Alptraum
Dieses Land ist echt ein Kasperltheater. Da feuert unser ehrenwerter Herr Selbstverteidigungsminister Darabos den Generalstabschef Entacher weil dieser öffentlich Kritik an des Ministers Plänen geübt hat (das ist hier zu Lande nämlich genau so verboten wie in China oder Nordkorea), und muss ihn jetzt wieder einstellen, weil das nämlich nicht gesetzeskonform und ein sogar ein Bruch der “Verfassung” war. Seit heute sitzt der “Gefeuerte” wieder in seinem Büro und versucht unser Land zu retten.
Und was meint unser von der Partei ernannter Oberarmeeführer dazu? Es ist ihm egal, dass der General wieder im Amt ist und er lässt sich auch weiterhin von niemandem in die Suppe spucken. Das ist doch die richtige Einstellung zum Job. Einmal Minister geworden, können dich alle anderen am ….
Wir Österreicher dürfen uns wirklich nicht wundern wenn man uns im Ausland nicht ernst nimmt und uns nur mitleidvoll belächelt. Gott sei Dank haben wir die Mozartkugeln.
Ausflug ins Designer Outlet
Heute ist Shopping-Tag! Daddy und Töchterchen düsen ins Designer Outlet und lassen es krachen. Der Winter steht so gut wie vor der Türe und man muss sich ja schliesslich mit wärmenden Klamotten eindecken. Allein schon aus Selbstschutzgründen. Wer will schon erfrieren wenn die Eiszeit über einen herein bricht? Also geht´s ins Land der Burgen, eingedeckt mit hartem Plastik und dem festen Vorsatz, nur das Notwendigste zu erstehen. Soll ja für ein nettes Essen auch noch was übrig bleiben, nicht wahr? Und wenn ich bis zum Abend nicht zurück bin, hat mich meine Tochter als Pfand dort gelassen.
Zürich calling
Na super! Da erhalte ich eine Einladung nach Zürich und kann nicht raus düsen weil ich hier mit diversen Events angehängt bin. Echt grossartig. Darn it!
Wenn die Muskeln Kater haben
Das war wieder einmal notwendig. Was hab´ ich für einen Muskelkater! Als wäre mir der Marsch den ich ja schon einmal gemacht habe nicht genug Lehre gewesen, musste ich ihn gestern wiederholen. Nur ein wenig schneller, weil es ja kalt war. Mir tut jeder Muskel im Körper weh und das Aufstehen heute war kein aufstehen, sondern ein “aus dem Bett rollen”. Das Perverse daran ist, dass man es auch noch als geil empfindet wenn man sich vor lauter Muskelkater nicht bewegen kann. Ist schon irgendwie krank, oder?
Inselfeeling, Winterluft und Glühwein
Wahnsinnswetter da draussen! Rasch zwei Kaffee runterkippen, ordentlich frühstücken und dann ab auf einen Gewaltmarsch auf die Insel. Es schreit förmlich danach die kalte Luft aufzusaugen und sich auszupowern. Fest einpacken und am Abend dann eine Kanne Glühwein anmachen. Kann ein geiler Sonntag werden. Bis denne dann.
Dem die Sonne aus dem Hintern scheint
Symbolfigur für Grössenwahn, fortgeschrittenen Realitätsverlust, Korruption und Vetternwirtschaft. Sepp Blatter, Schweizer FussballSonnengott von selbst ernannten Gnaden. Ludwig XIV. war nur ein kleiner Fisch dagegen. (Bild: Kurier)
Club de Havana
Multivitaminschockteller
Wenn´s draussen kalt ist, braucht man Vitamine. Ich hab´ vorsichtshalber gleich den Türken leergekauft. Man weiss ja nie worauf man sich so einstellen muss.
Vernunft kann wirklich nerven
Wenn es etwas gibt das mir den Angstschweiss auf die Stirn treibt, dann ist das der Zwang um 3:50 Uhr in der Früh aus den Federn zu müssen. Nur weil um 6:30 Uhr Abflug ist. Dabei geht es doch nur nach Nürnberg. Oh Mann, was wird das wieder für ein Alptraum. Normalerweise mache ich bei sowas ja durch, aber wenn es geschäftlich ist dann heisst das soviel wie das “Hirn einschalten” und auf “Vernunftmodus” umzustellen. Ich mag nicht mehr vernünftig sein. Gosh, das wird ein Desaster! Wenigstens gibt es geheimdienstlich verbotene Superfutter- und Flüssigkeitsversorgung vor Ort. Und wenn ich heimkomme geht´s auf den Christkindlmarkt. Punschhütten besetzen und verglühten Wein ausfassen!
Null Bock auf gar nichts
War das eine Nacht! Jetzt erst mal frühstücken und dann schauen was ich mit dem Rest des Tages so anfange. Viel wird das heute mit Sicherheit nicht mehr werden. Andererseits ist es sowieso viel zu grau und diesig da draussen um kreativ zu sein. Ich glaube ich mache heute auf langsam. In jeder Hinsicht.
Besuch beim Bürgermeister
Auf geht´s. Zum grossen Besäufnis Verkostungsabend in des Bürgermeisters Domizil. Eigentlich habe ich mich ja von diesem “Parkett” vor Jahren verabschiedet, aber nun mische ich mich wieder einmal unters elitäre Volk. Bussi Bussi geben und brav Hände schütteln. Würg. Aber was tut man nicht alles um Freunden die Ehre zu erweisen. Da muss man durch. Ich werde es mit Fassung ertragen, mich gesittet benehmen – ich versuche es – und für keine neuen Skandale sorgen. Versprochen.
Ach ja, die awc vienna ist mit 9.632 Weinen aus 36 Ländern aller 5 Kontinente der grösste offiziell anerkannte Weinwettbewerb der Welt. Beim Durst unseres Bürgermeisters sollte hier wohl kein Engpass entstehen.















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