Jopie Heesters ist tot …

… wird es in Kürze in allen Medien von den Titelseiten prangen und alle werden erschüttert sein. Gestorben mit 108 Jahren. Unglaublich! Seine Fans werden fassungslos sein und es einfach nicht glauben wollen, dass es den bereits als Unsterblich geltenden nun wirklich “erwischt” hat. Am Ende ist es eine Erlösung für den Mann, der die letzten Jahre seinem Publikum nur noch als unverwüstliches Zirkuspferd verkauft wurde. In diesem Sinne jetzt schon alles Gute. Das Theater hat endlich ein Ende.

Geilste Lasagne der Welt

Das ist die geilste, kränkste und abgefahrenste Lasagne ever! Ungefähr 3 Kilo Fett, 90.000 Kalorien und definitiv nichts für Leute mit Cholesterinproblemen. Töchterchen und ich haben beschlossen, dass wir diese Monsterlasagne bei einer unserer nächsten Familienzusammenkünfte unbedingt einmal basteln müssen. Das ist einfach KRANK!

Fischsuppe & Glühwein

Gerade vom Fischsuppen-Event inklusive Fotoshooting im COP nach Hause gekommen und gleich geht es wieder weiter. Allerliebste Tochter ist mit Freund im Anflug um den Punschabsatz selbstlos zu unterstützen. Kalt wäre es ja schon mal. Jetzt fehlt nur noch der Schnee um richtig perfekt zu sein. Ich glaube ich nehme dann erst mal einen Glühwein. Wer trinkt schon Punsch zu Fisch? Bis später dann. Oder bis morgen. Oder so.

Auf zum ungeschützten Kaufrausch

Der Countdown hat begonnen. Ab heute wird finally runtergezählt! Wer bis jetzt seine Sachen nicht besiammen hat, der darf sich diese Woche dem ungeschützten Kaufrausch aussetzen und versuchen, zwischen Millionen Last minute-Shoppern das Teil seiner Wünsche noch zu ergattern. Ich schreibe heute meine zwei letzten Artikel fertig und danach gehe ich noch einmal in den COP, bevor die Truppe am 23. Dezember wieder weiter zieht. Heute gibt es ungarische Fischsuppe mit Stücken vom Zander drin und das lasse ich mir nicht entgehen. Den Weihnachtsrummel lasse ich draussen, genehmige mir einen feinen Imbiss mit einem schönen Glas Wein und am Abend geht´s mit Töchterchen und Freund noch einmal zum Punsch ausfassen. Sollte es wieder regnen, fallen wir einfach ins nächste Irish Pub ein und betrinken uns feiern ein wenig mit Guinness und fetten Burgern. Man ist ja immerhin flexibel.

Parker und die Buchhaltung

Die nächste Lieferung für 2012 ist eingetroffen. Von einem meiner Lieblingswinzer. Freitag nachmittags. Das will was heissen. Es gibt ja doch noch Firmen zu solch unchristlichen Zeiten arbeiten. 18 Flaschen beste burgenländische Weine welche sogar Robert Parker zum Jubeln gebracht haben. Vielmehr noch hat er manche davon auf die Stufe eines Châteaux Mouton, Rothschild oder Petrus gestellt. Kenner wissen wovon ich rede und Punkte-Experten wissen was 94 Parker-Punkte bedeuten. Ist mir jedoch egal. Ich werde jeden einzelnen eingehend “erforschen” und in gewohnter Weise darüber berichten. Und jetzt mache ich mir einen gemütlichen Sonntag und mache die Buchhaltung.

Imbiss-Kultur vom Feinsten

Wie versprochen der Bericht über den Club of Plenty und die Künstlerköche von AO&. Ein Genusserlebnis der Extraklasse.

Die Künstlergruppe AO& (Thomas A. Wisser, Philipp Furtenbach, Philipp Riccabona und Rainer Fehlinger) stellt sich dem seelen- und freudlosen Prozess der raschen ‘Nahrungsaufnahme’ mit einem Konzept entgegen, wie es erfrischender, authentischer und aussergewöhnlicher nicht sein könnte. Das beginnt schon damit, dass man den Ort wo die Gruppe grade aufkocht, suchen muss. Keine Werbung, keine Hinweise, versteckt, irgendwo in einer von irgendwem zur Verfügung gestellten Location. Das kann in einer Galerie in New York oder in einem Container in einem Steinbruch sein, es kann in einer aufgelassenen Brotfabrik oder in einer herunter gekommenen Lagerhalle in Barcelona sein. Eines haben all diese Orte aber gemeinsam; sie werden von AO& zuerst adaptiert, umgebaut, neu gestaltet. Aktuell kochen die drei in der Wiener Innenstadt in einer ehemaligen Boutique, welche sie zu einer Art Katakombengewölbe umgestaltet haben, gross auf und zeigen den Gästen was es heisst, auch den einfachsten Imbiss auf ein Genussniveau höchster Qualität zu bringen.

Schon der Eintritt ist ein Erlebnis besonderer Art. Man steht sofort in der Küche. Mittendrin, zwischen Gästen die sich bereits ins obligatorisch auszufüllende Gäste-Registrierbuch eingetragen haben. Danach kann man wählen wo man sich dem Genuss hingeben will. Bleibt man gleich in der Küche stehen und schaut den ‘Köchen’ bei der Arbeit zu, oder begibt man sich an den einzigen Tisch im eigens umgebauten Bereich, der in Form einer überdimensionalen Tafel den Raum füllt.

Man sitzt dann auf breiten Sofabänken, weich und gemütlich und findet sich ganz plötzlich in einer Welt wieder, wo die Zeit keinen Zutritt hat. Als hätte man sie einfach draussen gelassen. Hier steht der entspannte Genuss, das Wieder-Entdecken von ‘Nahrung zu sich nehmen’ und seinen Imbiss zu ‘zelebrieren’ im Vordergrund. Wer sich dazu entschlossen hat hier Platz zu nehmen, der ist auf seinem Weg Essen wieder mehr zu ‘erleben’ einen Schritt näher gekommen.

In der Küche wird gekocht, richtig gekocht, und man riecht was in den Töpfen schmort und köchelt. Man hört die Messer hacken, den Mixen rühren und ist Teil dieses Prozesses. Was hier auf den Tisch kommt ist allerfeinste Ware, kein Industriefutter, keine nicht zu identifizierenden Lebensmittel aus China, Ecuador oder aus Botswana. Regional, gute und auch selbstgemachte Lebensmittel finden hier ihren Weg in die Töpfe und Pfannen und was dann in der Schüssel und am Teller landet ist das, was man gemeinhin als ‘richtigen Imbiss’ bezeichnet.

Zum Essen gibt es übrigens nur was es gerade gibt. In meinem Fall war das ein Haus- und handgemachtes Szegediner Gulasch, bei uns auch als Krautfleisch bekannt und leider allzu oft auf besagte zwei Zutaten reduziert. Dieses Szegediner Gulasch allerdings entpuppte sich als Leckerbissen allerfeinster Güte. Ohne auf die einzelnen deliziösen Details einzugehen nur soviel; das Fleisch darin war weich wie Butter und zerfiel schon nur beim Hinsehen.

An der ‘Tafel’ herrscht eine Form von Harmonie wie man sie in einem Wirtshaus oder ähnlichen Lokalen nicht findet. Hier finden sich Menschen aller Schichten zu etwas zusammen was verloren gegangen schien, vielleicht auch ist. Man zelebriert gemeinsam was einem hier geboten wird, tauscht sich über Ess- und Genusskultur aus, legt einen Zwischenstopp in der Küche ein und schaut was in den Töpfen köchelt, trinkt ein Glas Wein mit dem Koch, oder dem Künstler, und tauscht sich ungezwungen über den Genuss an sich aus.

Wer glaubt dieses ‘Stehachterl’ mit billigem Massenwein tun zu müssen wird auch hier überrascht. Man kredenzt die besten Weine Österreichs, unter anderem von Winzern mit Weltruf wie Roland Velich (Moric) und Uwe Schiefer (Szapary, Pala, etc.). Ausgeschenkt in Zalto-Gläsern aus der weltberühmten Waldviertler Glasmanufaktur. Wer einmal Wein aus diesen Gläsern getrunken hat wird kein anderes Glas mehr wollen. Auch das gehört bei AO& zur Genusskultur und untermauert deren Idee, Genuss und Qualität zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen und einen Imbiss zu einem richtigen Event werden zu lassen. Verbunden mit dem aussergewöhnlichen Erlebnis in eine andere Welt eintauchen zu dürfen, ein wenig ‘back to the roots’ zu kommen und sich vom rasenden ‘Zeitverbrauch’ ein wenig zurück zu holen.

Wer nun berechtigt glaubt, dass soviel Genuss einen ebenso entsprechenden Preis haben muss, der wird zum dritten Mal überrascht. Im positivsten Sinne. Denn für ein vorzügliches, aus frischesten Zutaten hausgemachtes Szegediner Gulasch und zwei Gläser feinsten Weines einen Betrag von gerademal 11 Euro entrichten zu dürfen, ist fast schon unanständig günstig.

Wer sich ab und zu auf ein zwei Gläser ‘Industriewein’ in gehobenen Locations in der Innenstadt niederlässt der weiss, dass in diesem Fall das Gulasch mehr als geschenkt ist. Für so viel günstigen Genuss gibt man dann gerne 15 Euro und verabschiedet sich mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. Und bedauert, dass die ‘Kochnomaden’ in Kürze wieder weiterziehen, um ihre Botschaft des Genusses unters Volk zu bringen.

Einen vollständigen Bericht und alles über den aussergewöhnlichen “Club of Plenty” gibt es auch hier und hier zu lesen.

Bei mir bist du scheen

Gute Laune-Musik am Freitagabend. Mit einem eisgekühlten Guinness in der Hand und den Füssen gemütlich auf der Truhe. Das Leben ist schön.

Chinatown in Vienna

Bin ich in Chinatown oder wie? Am Heimweg von der Shoppingtour und meinem anschliessenden Besuch im COP, dem genialsten Treffpunkt für Freunde authentischer und aussergewöhnlicher Genusskultur (Bericht folgt), bin ich mir vorgekommen wie in Shanghai. Haben nur noch die Böller und ein Feuerwerk gefehlt.

Weihnachten im Pub

Leute, morgen in einer Woche ist Weihnachten! Schon wieder! Das ist echt nicht zum aushalten. Jedes Jahr wieder diese Überraschung, dass schon wieder Weihnachten ist. Krank. Und wenn ich da beim Fenster raus schaue scheint die Sonne und die Tauben scheissen mir schon wieder aufs Fensterbrett. Vielleicht sollte ich eine automatische Balleranlage da draussen montieren. Oder Glas streuen. Aber dann verletze ich mich wieder nur selbst wenn ich mich aufs Fensterbrett setze. Hat eigentlich schon jeder einen Baum? Den schönsten habe ich gestern bei der gefährlichsten Frau im Internet gesehen. Sieht fast aus wie aus einem Animationsfilm aus den Pixar-Studios. Die Dame ist zwar durchgehend schwer bewaffnet, aber der Nadelstrauch ist ihr echt gelungen. Wahrscheinlich ist Sie dazu mit der Kanone dort gestanden und hat den Sklaven unmissverständlich klar gemacht was sie erwartet wenn sie nicht “spuren” :-)

Anyway, ich spar´ mir die Nadelstaude heuer und geh´ ins Pub. Dort mache ich einen auf Irisch, setze mir eine Zipfelmütze auf und kippe mir ein paar frisch gezapfte Guinness hinter die Kiemen. Und dann schauen wir weiter.

You made a sale

Mein Lieblingssatz in der Inbox. Ein ganz normaler Tag im Shop. Wenn ich nicht so ein fauler Sack wäre, könnte ich mit den bereits erstellten Designs noch zehn eröffnen und zusehen wie sich das Zeug sonstwo noch verkauft. Ich komme nur im Moment einfach zu nichts anderem. Die perfekte Ausrede, nicht wahr?

Göttertropfen aus Porquerolles

Selbst minus 14 Grad können da nicht mit. Der Tag ist gerettet! Die sehnsüchtigst erwarteten Weine aus Porquerolles sind endlich angekommen. Abgesehen davon, dass die Tropfen allesamt als Wundermittel von hier bis nach New York gehandelt werden und entsprechend rar sind, sollte jeder Frankreich-Fan einmal Porquerolles besuchen. Ein Fleck zum Sterben schön. Dort könnte ich alt werden. Zumindest für eine Weile.

Handyrechnung sorgt für Herzinfarkt

Gestern hat mich bei der Überprüfung meiner Handyrechnung fast der Schlag getroffen. Nicht wegen der Kosten, sondern wegen der Datenverbindungen die im Einzelgesprächsnachweis angeführt waren. Sagenhafte 679 Verbindungen wurden hergestellt, alle so um die 2 bis 40 KB und ich hatte vorerst keine Ahnung woher die kommen. Ich bin zwar Besitzer eines iPhones, aber ich bin im Monat damit maximal dreimal im Internet. Und das auch nur für ein paar Minuten wenn ich meiner Tochter etwas auf meinen Seiten zeigen will. Ich benutze dieses Teil tatsächlich nur fürs telfefonieren, für ein paar SMS mit Töchterchen und für wirklich wichtige Mails die dringend sind. Und natürlich als Adressbuch. Altmodisch, ich weis, aber warum soll ich mir die Finger wund tippen wenn ich auch anrufen kann? Ich habe nicht einmal Skype, Facebook und Twitter drauf laufen weil ich es verweigere mich dermassen ans Handy auszuliefern und von diesem dann quälen zu lassen. Es gibt bei mir in der Tat so etwas wie eine “Social media-freie Zone”.

Also habe ich bei meinem Anbieter angerufen und gefragt was das sein kann. Blöd wie ich bin! Da mir die Dame freundlicherweise sofort erklärte, dass es sich dabei um die aktivierte “Push”-Funktion handelt, war mir sofort klar, dass es sich dabei nur um die paar Apps handeln konnte, die sich permanent einklinken und sich somit selbst “am Leben” erhalten. Irgendwie habe ich das bei den Einstellungen übersehen oder irrtümlich aktiviert und so stellen die kleinen Plagegeister (Apps) ständig eine Verbindung her um zu sehen ob sie noch auf dem aktuellen Stand sind. Womit wir wieder bei dem Thema sind, dass es irgendwie nicht nett ist, wenn sich permanent jemand auf seinem Handy einloggt ohne dass dieser jemand etwas weiss davon. Aber das ist eine andere Geschichte.

MacDonalds hat geantwortet

Immerhin geantwortet wurde von der Burger-Bude. Wenngleich, “meine lieben Herren, am Schwedenplatz, Ecke Rotenturmstrasse, ist das ganze Jahr über, jeden Tag, erhöhtes Touristenaufkommen. Das hat sicher auch schon in Ihrer Standortanalyse VOR der Eröffnung dort Berücksichtigung gefunden, bin ich mir ganz sicher. Von daher ist diese Ausrede ein wenig lahm, aber gut. Besser eine Ausrede als gar keine Antwort. Sie haben zwar mein (eingeschränktes) Verständnis, aber sehen werden Sie mich trotzdem nicht mehr.” Ich bin sicher, McDonalds wird´s verschmerzen.

Opfer der Bettelkultur

Wie blind man wird und wie weit sich ein bereits reflexartiges Ablehungsverhalten wirklich armen Leuten gegenüber in einem manifestiert hat, wurde mir letztes Wochenende in der Wiener Innenstadt bewusst. Abgesehen davon, dass es in unserer Gesellschaft überhaupt nicht so weit kommen dürfte, das Menschen auf der Strasse hocken und betteln müssten, hat sich in Wien eine Bettelkultur breit gemacht, die einen fast dazu nötigt schon präventiv laut NEIN zu schreien wenn wieder jemand die Hand aufhält.

Wie gesagt, am Wochenende war ich in der Stadt unterwegs und auf mich kam eine kleine, alte Frau zu. Mit so einem Rolleinkaufswagen, Henry oder James oder wie auch immer die Dinger heissen. Ungefähr 70 Jahre, gebückt, wirklich verarmt und verzweifelt aussehend. Sie sah mich schon von einigen Metern Entfernung an und ich merkte wie ich innerlich einen Katzenbuckel machte weil ich bereits wusste was auf mich zukommt. Und so war es auch. Kaum auf gleicher Höhe kam ein ganz leises “Hätten Sie bitte…” Zu mehr kam sie nicht, weil ich sofort, reflexartig, “Nein, tut mir leid” zu ihr sagte und weiterging. Nach zehn, fünfzehn Metern schoss es mir dann aber in den Kopf und ich drehte mich um. Aus der Entfernung sah ich, dass diese Frau wirklich am Ende einer langen Reise angekommen sein musste. Es wurde mir klar wie automatisiert ich bereits bin und wie mein Abwehrverhalten binnen einer Zehntelsekunde aktiviert wird. Die alte Frau tat mir leid, ich hatte aber dann auch wieder nicht den Nerv zurück zu gehen und ihr fünf Euro in die Tasche zu stecken. SIE tat mir leid, ICH war auf mich selbst wütend.

Was ich damit sagen will ist, dass es eigentlich traurig ist wie weit man einerseits bereits abgestumpft ist und andererseits gezwungen wird ein solches Abwehrverhalten überhaupt erst zu entwickeln. Das kommt nämlich davon, dass man bei uns fast überall von verkrüppelten (ich weiss wie politisch unkorrekt das ist, und es ist mir egal) Gestalten, überwiegend aus Rumänien nach Österreich gekarrt, hier auf der Strasse sitzen, einem halbe Beine, verdrehte Gliedmassen und sonstwas entgegen strecken und darauf hoffen, einem mit einem “Bitte, danke, alles gute” ein paar Euro aus der Tasche locken zu können. Wovon sie selbst gar nichts haben. Die werden nämlich von den Zampanos der Gang dort hin und am Abend wieder weggebracht. Eigenständig könnten sie das nämlich gar nicht. Das Ärgste was ich jemals sah, war ein “Restmensch”, ohne Beine, ohne Arme, auf einem Rollbrett mit einem Eimer fürs Geld davor. Der kann nicht mal wechseln!

Und weil es diese armen, verkrüppelten Gestalten gibt, die zuhause auch nicht weniger hätten als hier, sperrt sich in mir schon alles wenn ich nur den leisesten Verdacht habe, dass jemand einen Euro von mir will und ich sage “Nein”. Ohne nachzudenken. Ohne überhaupt aufzuschauen. Leider hat es dieses Mal eine alte Dame getroffen, die sich sicher über ein paar Euro in der Tasche gefreut hätte. Mir hätte es nicht weh getan und ihr wäre sicher ein wenig geholfen gewesen. Wenngleich ich nicht weiss wie man mit ein paar Euro überhaupt von Hilfe reden kann. Im Grunde tut es mir leid, dass ich nicht die Courage hatte zu ihr zurück zu gehen. Man verroht in dieser Zeit und merkt es nicht einmal. Und das ist das eigentliche Drama.

Planet Paranoia

Und wieder einmal ist Europa, oder besser gesagt das unleidige Konglomerat EU, vor den USA in die Knie gegangen. Wenn es nicht unschicklich wäre das zu sagen, könnte man fast vermuten, das Merkel, Sarkotzi und vor allem Cameron so tief im Arsch der USA stecken, dass sie davon bereits dermassen benebelt sind um zu allem was von “drüben” kommt Ja und Amen sagen. Konkret geht es um das neue Abkommen zur Flugdatenweitergabe.

Dieser neue Vertrag verpflichtet nämlich die Fluggesellschaften 19 Datenangaben an die US-Behörden weiterzugeben. Dazu gehören unter anderem Name, Adresse, Sitzplatz-und Kreditkartennummer jedes EU-Passagiers, der in die USA einreist. Terrorfahnder wie die CIA können die Angaben für die Suche nach Terroristen oder Schwerverbrechern auswerten. Und 15 Jahre! speichern, ganz nebenbei bemerkt.

Dass die Amis nach dem 11. September den Persilschein (Freibrief) zur grenzenlosen Paranoia ausgestellt bekommen haben ist heute wohl jedem klar. Was allerdings meine Kreditkartennummer mit einer möglichen terroristischen Bedrohung zu tun hat geht mir einfach nicht in den Kopf. Klar, alle Terroristen dieser Welt kaufen ihr Bombenzubehör bei Amazon und zahlen dort mit Karte. Logisch.

Ich weiss auf jeden Fall eines. So sehr ich das Land an sich mag und die Führungselite mich täglich dreimal kann, so sicher werde ich keinen Flug in die USA mehr mit Kreditkarte bezahlen. Denn DIESE liebe vom Verfolgungswahn geplagten Heimatschützer, geht euch wirklich nicht die Bohne an. Ich habe auch ein Recht auf eine kleine Paranoia.

Update: Wahrscheinlich mache ich mich damit aber erst recht verdächtig, weil ich bar bezahlt habe.

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