Es ist vollbracht

I did it! Knappe 400 Boxen inklusive 900 Links sind eingebaut und somit ist das Ding endgültig auf Schiene. Und deshalb hau´ ich jetzt den Hut drauf und mache vorgezogenen Feierabend. Irgendwann muss ja Schluss sein mit der Patzerei. Hey, Kunde, it´s done! Ich glaub´ ich genehmige mir jetzt einen richtigen Kracher aus dem Keller. Für diesen Anlass ist das Beste grade gut genug und aus diesem Grunde wird jetzt ein Fläschchen Chablis Grand Cru ‘Bougros’ von Patrick Piuze entkorkt. Um dem Mann einmal die Ehre zu erweisen. Und mir natürlich auch, ned wahr?

Frühstück vor dem Sturm

Letzter Arbeitstag für diese Woche. Wieder mal alles (okay, so ziemlich alles) geschafft was anstand und erledigt werden musste. Mit meinen Boxen bin ich auch fertig heute und dann sind nur noch zwei Artikel zu finalisieren. Deshalb werde ich mir jetzt einmal ein nettes Frühstück bruzzeln, was bei mir recht einfach ist; eine Kanne Kaffee und das wars auch schon. Ich bin ja genügsam.

Danach stehen heute nur mehr administrative Dinge am Programm. Muss auch sein, auch wenn diese Sachen nicht unbedingt mein Ding sind. So unkreativ, irgendwie. Aber da muss ich durch, ob ich will oder nicht *würg*. Und wenn jetzt jemand glaubt, dass für mich deshalb schon morgen das Wochenende beginnt, der hat sich getäuscht. Morgen ist, wie bereits bekannt, der “Erledigungstag”, also Rennereien und Stress in der Stadt und am Wochenende darf ich dann weiter an Töchterchens Webseite schrauben. Die kommt nämlich am Sonntag von der Trainingswoche zurück und will Fortschritte sehen. Ich bin doch wirklich ein armes Schwein.

However, heute wird noch fest in die Tasten gehämmert und morgen werde ich mir den Stress mit ein paar netten Dingen und Erlebnissen versüssen. Man muss ja schliesslich auf sich schauen und aufpassen, dass man sich nicht übernimmt, oder?

Je sonniger der Tag, umso verde der vinho

Heute wird endgültig der Frühling eingeläutet. Damit das auch standesgemäss und artgerecht stattfindet wird dazu eine Flasche Vinho Verde aus Portugal aufgemacht und darauf angestossen. Da geht das Boxen einbauen gleich viel leichter von der Hand.

Von Banken und Wirten

“Wer nichts wird, wird Wirt”. So lautet ein österreichisches Sprichwort. Um es anglikanisch aufzumotzen könnte es heissen, die “extended version” davon heisst Banker. Beide haben ein im Grunde genommen gleiches Verständnis. Ich kenne genug Wirten, Bar- und Pubbesitzer die am Ende des Tages die Losung in die Tasche stecken und sich wundern, warum sie am Ende pleite sind. Und ich kenne Banker die nicht anders denken und handeln. Das Blöde an der Sache ist jedoch, dass deren Kunden auf diesen Schwachsinn reinfallen und nach einer Weile dämlich aus der Wäsche schauen wenn ihre Bank, Partner in allen Lebensfragen, ihnen die Hosen runter zieht und ihnen alles wegnimmt was sie haben. Umsatz ist nun mal nicht Ertrag. Aber wer weiss das schon?

Das wahre Verbrechen der Banken liegt aber darin, dass sie Kunden nur dann leben lassen wenn ihre Umsätze entsprechend hoch sind, unabhängig was am Ende übrig bleibt. Wenn es zu wenig ist nehmen sie sich halt was ihm gehört. Dass sie sich aber mit dieser Denke ins eigene Knie schiessen ist ihnen egal, werden sie doch staatlich gestützt und müssen keine Minute um ihre Existenz zittern. Dafür haben sie ja ihre Kunden. Wie den meinen der meinte, er mache im Jahr 190.000 Euro Umsatz und entsprechend blöd schaute als ich ihm sagte, dass mir sein Umsatz gestohlen bleiben kann und mir eher sein trauriger Ertrag von 6% Anlass zur Sorge gebe, wenn ich mein Honorar monatlich und nicht jährlich im Voraus in Rechnung stellen würde. Ich habe den Auftrag nicht erhalten. Dafür schlafe ich aber besser und weiss, dass ich mir Gerichtsverhandlungen, Nerven, Arbeit und Kosten erspart habe. So gesehen ist das auch ein Ertrag und am Ende ein Gewinn von Lebensqualität.

Spass sieht anders aus

Wenn es etwas gibt was mir mächtig aufs Gemüt schlägt, dann sind das Arbeiten die vor Stupidität strotzen und noch dazu einen Umfang haben, der schon vor dem Start für Depressionen sorgt. Konkret geht es dabei um die Boxen und Links die ich für meinen Kunden jetzt endgültig nachträglich einbauen darf. Nachträglich deshalb, weil er vergessen hatte mir ein paar wesentliche Sachen mitzuteilen, welche vielleicht von Wichtigkeit sein könnten. Worauf ich natürlich meine Arbeiten stoppen durfte und jetzt den geistig schon abgehakten zweiten Teil einbauen darf. Heisst soviel wie das Ganze von vorne. Oder um genau zu sein, die zweite Hälfte jetzt, obwohl sie schon lange fertig sein könnte. Und genau sowas kotzt mich an. Dinge zu beginnen und dann aufhören zu müssen, um, wenn man endgültig “draussen” ist von dieser Arbeit, neu anfangen zu dürfen. This sucks!

Wie auch immer, bis zu meinem persönlichen Wochenende werde ich mir diese Arbeit widerwilligst reinziehen und spätestens am Donnerstagabend fertig damit sein. Immerhin hat der Kunde ja fest Kohle dafür rangescheffelt. Also darf ich nicht meckern. Nur lästig ist es trotzdem wenn man monotone Arbeiten zweimal macht.

Das Leben ist eine Schlampe

Luther Allison hat schon recht. Deshalb gibt es dem auch nichts hinzu zu fügen.

Montage sind unfair

Die Woche fängt ja schon gut an. Mittag ist und ich habe bis jetzt gerade mal einen (EINEN) einzigen Kaffee ergattert. Und der ist mir kalt geworden weil ich einfach auf ihn vergessen habe. So geht das überhaupt nicht! Gott sei Dank sind es nur mehr 3 1/2 Tage bis Wochenende. Ich falle jetzt schon vom Stuhl. Bis dahin müssen aber noch ungefähr 76 Artikel geschrieben und 389 Telefonate geführt werden. Geht sich sicher alles wieder irgendwie aus, damit ich am Freitag all das machen kann wozu ich unter Woche wieder nicht dazu komme. Das Leben ist hart und Montage sind unfair.

Ribollita und die Toskana

Bella Italia im Suppentopf. Heute gibt es Ribollita, einen toskanischen Gemüsetopf. Damit es allerdings nicht zu vegetarisch wird habe ich den Eimer mit reichlich gewürfelter, italienischer Salami aufgemotzt. Veredelt mit frischem Parmesan, ein paar Tropfen Olivenöl drüber und schon gibt der Topf was her. Mahlzeit und einen schönen Samstag!

Ein Tag in der Stadt

Aber jetzt! Jetzt ist Feierabend! War das wieder ein Tag heute. Den ganzen Tag die Hacken in der Stadt abgelaufen und trotzdem nur die Hälfte von dem bekommen was ich eigentlich wollte. Dafür habe ich die andere Hälfte mit dem Kauf anderer Dingen kompensiert. Ich mag nämlich keine halben Sachen. Und so habe ich mir als allererstes ein neues Frühlingsjäckchen angeschafft weil dieses gar so laut vom Kleiderständer “nimm mich mit” gerufen hat. Man(n) hat ja ein Herz.

Danach zu Butlers und Kare wegen Suppentöpfen und Schüsseln, aber leider nicht wirklich was gefunden was mich angesrungen wäre. Also mit leeren Händen raus marschiert und direkt auf den Naschmarkt getrabt. Bietet sich immer an bei diesem Wetter. Rasch einen Drink dort genommen und dann den Einkauf erledigt. Gewürze für die nächsten hundert Jahre gesammelt, Korkuma, rosa Pfeffer, gelbe Senfkörner, Spaghettimischungen mit Knoblauch, Chili und Kräutern und noch mindestens vierunddreissig andere Stauden und Sträucher eingepackt.

Nachdem ich selbstverständlich auch in die Käsehütte eingefallen bin (ich komme dort einfach nicht vorbei, vielleicht sollte ich die Route wechseln) und dort wie immer richtig “geblutet” habe, war es Zeit endlich einmal etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Auf das Essen hatte ich nämlich irgendwie vergessen. Also ab in die City in die Brewing Company und mir dort zwei Bierchen und ein Sandwich genehmigt. So wie das Bier gezischt hat hätte ich zehn vertragen, aber man kann sich ja beherrschen.

Und das wars dann auch schon für heute. Rasch noch den Anzug aus der Putzere abgeholt, 30 Euro abgedrückt und endgültig nach Hause gedampft. Für alle Nicht-Österreicher dabei noch einen schnellen Schnappschuss vom Lebensministerium gemacht, weil das sonst keiner glaubt, dass es bei uns sowas wirklich gibt. Oh ja, ihr Nichtwissenden! Unser Staat schaut auf uns und sagt uns wie wir zu leben haben, oder auch nicht. Da schaut ihr, was? Auf sowas muss man erst mal kommen um irgendwelche ausgemusterte Beamte dort bei vollen Bezügen endzulagern.

Und jetzt ist endgültig Ende mit der Woche. Jetzt gibt es nur mehr Füsse auf die Truhe und den Rest des Abends einfach abhängen. Ich bin sogar zu faul mir ein Bier aufzumachen. Ich brauch´ einen Butler! Jemand einen übrig?

Die Wildnis ruft wieder

Freitag ist und somit Lauftag ist. Deshalb, schedule for today:

+++ Frühstück (geht schnell, zwei Kaffee rein und fertig ist) +++ Duschen und Renovierungsarbeiten machen +++ Auf die Post Paket holen (ich werde denen mal eine Rechnung dafür schreiben) +++ Verkehrsamt (neuen Führerschein beantragen) +++ Naschmarkt Gemüse und Fisch einkaufen +++ Mittagsbrunch irgendwo im Freien (wenn die Sonne so bleibt) +++ Apple Store Kabel besorgen (Kreditkarte im Auto lassen) +++ Butlers, Kare & Co. (Suppentöpfe und Schüsseln horten) +++ Caritas (ich brauche einen alten Oma-Küchentisch als Deko) +++ Einkauf für Wochenende erledigen +++ Bäcker +++ Anzug aus Putzerei holen (damit er wieder eingedreckt werden kann) +++ Irgendwo in der Stadt noch einen Espresso ausfassen +++ … keine Ahnung was ich wieder vergessen habe. Merke ich aber spätestens wenn ich wieder zuhause bin. Bis denne dann.

Get down with Fred and French wine

Genau die richtige Musik zum runter kommen. Es ist so gut wie Wochenende. Morgen ist wieder “Lauftag” und für diese Woche ist genug geschuftet. Jetzt auf die Couch mit gutem Jazzfunk und dazu ein schöner Rotwein von der Loire. Mir geht´s gut.

Die Steinzeit lässt grüssen

Der Fall einer 16-jährigen Marokkanerin die per Gerichtsbeschluss mit ihrem Vergewaltiger zwangsverheiratet werden sollte schlägt hohe Wellen. Aber nur weil sie sich mit Rattengift umgebracht hat um diesem Alptraum vorzubeugen. Fouzia Assouli, die Vorsitzende der Demokratischen Liga für Frauenrechte, sagt dazu: “Möglich ist die Einigung durch Artikel 475 des marokkanischen Strafrechts geworden, wonach der Vergewaltiger im Falle einer Hochzeit mit seinem Opfer einer Haftstrafe entgehe.”

Stellen sich mir zwei Fragen: Von welcher Demokratie ist hier die Rede, und, wo bleiben die entsetzten Aufschreie unserer Linken, welche doch am liebsten den gesamten Orient und Okzident mit all seinen “Traditionen” bei uns einbürgern möchte?

Das Dilemma mit der Pizza

Was wäre das Leben ohne Pizza? Und was wäre das Leben ohne Pizzadienst? Gerade wenn man wirklich keine Zeit hat seinen Hintern vom Schreibtisch zu bewegen eine geniale Sache. Und oft auch lebensrettend. Wenn man sich dann so ein Teil ins Haus bestellt ist es ein Segen wenn das belegte Teigteil dann auch noch innerhalb von 30 Minuten gelifert wird und es noch dazu einfach köstlich ist. Und dann fällt einem ein, dass dieses Teil, wenn man jetzt in den USA wäre, MINDESTENS doppelt so gross wäre. Kein Scherz. Würde ein amerikanischer Pizzadienst jemals ein Pizza in dieser lächerlichen ‘European size’ liefern, dann würde der Bote nicht lebend in die Pizzeria zurück kehren und der Pizzadienst über Nacht wieder von der Landkarte verschwinden. Andererseits ist es aber schon gut, dass die Pizza hier nur eine Standardgrösse von 35 cm hat. Denn hätte sie den Durchmesser wie in den USA, dann hätte ich 100 Kilo und wäre nicht sehr erfreut darüber. So gesehen muss einen nicht das schlechte Gewissen plagen und man kann einfach davon träumen wie geil es wäre, wenn der amerikanische Pizzabote jetzt geklingelt und ein Teil mit einem Radius von einem halben Meter abgeliefert hätte. Ist schon ein echtes Dilemma mit dieser Pizza, oder etwa nicht?

Tag der Tomate

Heute ist Welttomatentag. Deshalb esse ich heute zum Wiener Schnitzel einen Kartoffelsalat mit Mayonnaise. Will mir ja nicht nachsagen lassen ich sei gewissenlos.

Hirntot vor der Kiste

Endlich wieder daheim. Irgendwie fühle ich mich wie durchgekaut. Drei Stunden in der Agentur die Webseite eines Kunden gemeinsam mit dem neuen Projektverantwortlichen zerpflückt, umgerührt und wieder neu zusammengeschraubt, damit das Ding endlich eine Struktur bekommt. Das hat man davon wenn man Halbtags-Kreative und semiprofessionelle “Webdesigner” was basteln lässt. Erstens funktioniert nur die Hälfte, zweitens liegt der in der Sonne wenn es heiss ist oder haut ganz den Hut drauf weil er viel zu billig gearbeitet hat und jetzt keinen Bock mehr hat, und drittens liegt einem dann der Kunde im Ohr weil er jetzt wirklich Geld in die Hand nehmen darf um aus seiner virtuellen Bruchbude einen richtige Webpräsenz zu bekommen. Eine die Hand und Fuss hat und für die man keinen Fremdenfüher braucht um sich zurecht zu finden und die, schlussendlich, problemlos funktioniert. Renovieren ist halt immer dreimal so teuer wie neu bauen. Alte Bauherrn-Weisheit.

Danach auf direktem Weg ins Sparky´s auf zwei Guinness zum runterkommen und rasch ein paar Wings zerschreddert. Zu müde heute (im Kopf) um noch auf die Piste zu gehen. Obwohl das genau diese Tage sind die üblicherweise irgendwo ganz schrecklich enden.

Manchmal wünsche ich mir einfach mal so richtig körperlich total kaputt zu sein und am Abend deshalb tot in die Kiste zu fallen. Wenn du aber den ganzen Tag nur hirnwichsen musst und konzentriert Intelligentes und vor allem Produktives abliefern sollst, dann hört die blöde Maschine auch wenn du fertig bist nicht einfach auf weiterzulaufen. Die Karre rattert unbeirrt weitert. Da hilft dann auch kein Yoga, auch wenn es sich manche mit Gewalt einreden.

Deshalb mache ich mir jetzt eine Flasche Wein auf, schmeisse die Füsse auf die Truhe und ziehe mit den FC Basel gegen das Münchener Starensemble rein. Man muss ja wieder irgendwie auf den Boden der Realität kommen. Cheers.

Update: Popcorn kauft man übrigens nicht fertig, man macht sie auch nicht in der Mikrowelle. Die einzig wahren Popcorn springen im grossen Topf auf Kommando auf, werden in einer Scheibe Butter geschwenkt und dann gesalzen. Auf dass das Corn poppe!

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