Von schwulen Priestern und prominenten Höschen

Gestern war Life Ball in Wien. Wie jedes Jahr. An sich ein einzigartiges Event von Weltformat. Made in Austria. Wie immer man dazu steht, aber das muss dem Keszler erst einer nachmachen. Wenn da nicht der dämliche Boulevard wäre. In absoluter Selbstverständlichkeit tanzen, räkeln und tummeln sich dort halb und fast ganz Nackte durch die Gegend, stecken sich kamerawirksam die Zunge bis zum Anschlag rein und präsentieren sich so, wie es in Amerika undenkbar wäre und einer öffentlichen Verbrennung der Verfassung gleichkommen würde. Und was ‘entdeckt’ das schlimmste Schmierblatt Österreichs dort? Dass Dagmar Kollers Höschen ‘geblitzt’ hat! Welches notgeile, dauerwichsende Publikum spricht man mit dieser Schock-Meldung eigentlich an?

Wien am Wasser

Ich will irgendwann ein Hausboot haben. Am besten so einen abgewrackten Lastkahn wie man sie in Amsterdam findet. Aber in Wien ist sowas ja nicht möglich. Wo käme die Stadt denn hin wenn die Leute auch noch am Wasser wohnen würden? Vienna sucks!

Das Kreuz mit den Freitagen

Ich mag ja Freitage. Vor allem so wie meine in der Regel ablaufen. Von Montag bis Donnerstag wird gearbeitet und am Freitag wird alles ausserhalb erledigt wozu unter der Woche keine Zeit war. Nichts was also wirklich Arbeit ist, aber irgendwie doch dazugehört. Das was mich an den Freitagen aber dann doch wieder irgendwie stört ist der Umstand, dass dieser Tag meistens in Fressaktionen ausartet. Unter der Woche habe ich keine grosse Lust wirklich was zu futtern weil ich bei den Weinverkostungen sowieso immer irgendwas als kleine Begleitung dazu habe und am Abend bin ich dann zu faul bin um noch was extra zu basteln. Aber am Freitag, oh ja, am Freitag kommt der Flash und das geht dann schon in der Stadt los. Irgendwo ein nettes kleines Mittagessen, dann einen Espresso, am Markt ein paar Happen und in der City noch ein Eis. Zuhause dann den Kühlschrank plündern weil man wieder so viel gute Sachen eingekauft hat und am Abend dann ein Fläschchen Wein mit Antipasti oder einen Kübel Guinness mit Fish & Chips.

Und dann denke ich mir, dass es genau das ist was Lebensfreude ausmacht und man ohne schlechtes Gewissen auch mal richtig völlern kann. Der Samstag läuft gesittet ab und die ganze Woche gibt es sowieso nur wieder Fingerfood. Lieber selten und dafür extrem als ständig und dadurch wieder langweilig. Man hat´s echt nicht leicht und mit nix ist man zufrieden. Ich mach mir jetzt ´ne gute Flasche auf und zelebriere meinen ganz persönlichen Freitag. Ist ja auch nur einmal in der Woche. Cheers.

Oralsex ist gefährlich

Gerade gelesen, dass Oralsex das Krebsrisiko erhöhen soll. Jetzt warte ich dann nur noch bis meine Putze kommt und mehr Kohle für eine höhere Zusatzkrankenversicherung verlangt. Diese verdammten Lohnnebenkosten bringen einen aber auch um.

Reines Vergnügen

Das Schöne am Weinsammeln ist, dass man gewisse Tropfen hat die immer für einen da sind wenn man gerade mal Lust auf etwas unkompliziertes, einfaches und trotzdem aussergewöhnliches hat. Sowie dieser Reuilly Blanc von der Appellation Reuilly an der Loire. Ein Wein den man sich einfach aufmacht und wegtrinkt ohne Kopfweh zu bekommen oder gar ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Ein Sommertropfen der einfach den Durst löscht und Spass macht. So muss Wein sein. Cheers.

Facebook-Zirkus

Facebook rockt die Börse. Zumindest fürs Erste. Ein Unternehmen das bei einer Milliarde Gewinn im nächsten Jahr, abflachendem Wachstum und abflachender Gewinnkurve vier Milliarden Umsatz macht und mit 100 bis 110 Milliarden bewertet wird, KANN mittelfristig nur der grösste Reinfall nach der Dotcom-Blase werden. Ausser man feuert Zuckerberg in einem Jahr, weil er es noch immer nicht geschafft hat mit personalisierter Werbung Kohle zu machen (wüsste er es nämlich, hätte man diesen Knopf schon lange gedrückt) und installiert einen echten ‘Experten’ – der nach einem weiteren Jahr mit Google fusioniert. DAS würde die Aktie dann durch die Decke schiessen. Aber bis dahin wird sich der Wert von Facebook mindestens halbieren und Zuckerbergs Zirkus zu einem begehrten Übernahmekandidaten machen. Dann sagen andere “I like it”.

Winterwetter & Griechenkrise

9 Grad. Das kann ja wohl nur ein schlechter Scherz sein. Es ist Ende Mai! Soll ich die Heizung wieder anwerfen oder wie? Ich glaube ich wandere aus. Nach Griechenland. Bin mir sicher, dass ich da unten in Kürze beim bevorstehenden ‘Wiederaufbau’ mächtig absahnen kann. Und ausserdem ist es warm dort. Memo an mich: Ernsthaft neuen Expat-Status überlegen. Scheiss Wien, scheiss Wetter.

Calexico in Vienna

Abgesehen davon, dass diese Nutzung meines iPhones (neben telefonieren) eine meiner bevorzugten ist (visueller Notizblock), muss ich jetzt nur noch schauen, dass ich rechtzeitig Karten organisiere. Calexico muss ich unbedingt mal live erleben.

Werbelügen und lügende Werber

Die SPÖ-Frauen fordern jetzt ein ‘Bildbearbeitungsgesetz’ in Form einer Kennzeichnungspflicht für alle retuschierten Bilder. Sicher ein Thema das polarisiert. Da ich selbst aus der Werbung komme und weiss wie seit der Existenz von Photoshop retuschiert, geschönt, ersetzt, verändert, gedehnt, verschlankt, usw. wird, kann ich das Argument schon irgendwie verstehen. Gibt es auf der einen Seite einen Werberat welcher über ‘Anstand und Moral’ in der Branche wachen soll (was meines Erachtens reine Augenauswischerei ist), so stellt es auf der anderen Seite für niemanden davon ein Problem dar Bilder dermassen verändert unters Volk bringen zu lassen, die dem Original in keinster Weise mehr entsprechen und somit reiner Betrug am Kunden sind. Es ist eine schlichte Lüge und Vorspielung falscher Tatsachen und Eindrücke welche als legale Werbebotschaften über die Bildschirme, Lein- und Plakatwände und Hochglanzmagazine verbreitet werden.

Dass Aufnahmen besser ausgeleuchtet werden müssen, am Kontrastregler geschoben und den Farbtemperaturen, Schatten und sonstigen Schrauben und Rädern in ‘kreativer’ Weise gedreht werden kann und auch soll steht ausser Zweifel und ist auch legitim. Wenn es aber, wie es leider schleichend Realität geworden ist, nur mehr darum geht dem Kunden einen makellosen Avatar der dem Original ‘verblüffend ähnlich’ sieht zu zeigen, dann frage ich mich schon was die eigentliche Werbebotschaft ist. Fakt ist, dass das Produkt, in diesem Fall der Mensch und in der Regel sein Gesicht, eine Fälschung ist was einer glatten Werbelüge gleichkommt und somit Betrug ist, oder ob man uns einfach zeigen will welch begnadete Grafiker man beschäftigt um Bilder herzustellen, die schöner als die Schöpfung sind. Denn die Versprechen, welche im speziellen die gesamte Beautyindustrie abgibt, wird wohl nicht einmal diese selbst glauben. Was zusätzlich ein Beweis ist wie gelogen und betrogen wird.

Kurz gesagt, ich finde die Forderung der SPÖ-Frauen überflüssig, weil es meiner Meinung nach nichts bringt mittels Ampelfarben auf den Grad der Bildbearbeitung hinzuweisen. Der naive Kunde und gutgläubige Realitätsverweigerer wird weiterhin von einer Schönheit träumen die zu 100% aus dem Computer kommt und sich Cremen kaufen die versprechen, in 100 Jahren noch immer wie 20 auszusehen. Und wer ein wenig sein Hirn einschaltet, der wird die ‘Kunstwerke’ als das sehen was sie sind; künstlich erschaffen, weit entfernt vom Original und in der freien Natur nicht vorkommend.

Der einzig bittere Nachgeschmack der bleibt ist die Gewissheit, dass Werbung heute ganz legal versprechen und auch lügen darf was und wie sie will und nichts halten muss, ohne dafür abgestraft zu werden. DAS war nämlich einmal anders. Aber die Zeiten und wie es scheint auch die ‘Realitäten’ ändern sich.

Little Richard & The Who

Als ich ein Kind war musste ich mir stundenlang meines Vaters Lieblingsplatte von Little Richard anhören. Ich hatte keine Ahnung von Rock ´n Roll und hielt speziell dieses Lied nur für nerviges Gekreische. Zu all dem akustischen ‘Leid’ das er mir damit antat musste ich auch noch Glen Miller und Konsorten ertragen.

Jahre später durfte ich dann meine eigenen Langspielplatten von Deep Purple, Led Zeppelin, Santana, Ten Years After und den Who nicht hören, weil sie mein Vater als nervig empfand und meinte das sei keine Musik, sondern nur planloses Gekreische. Also begann ich die Schule zu schwänzen um ‘meiner’ Musik zu lauschen, denn wenn Daddy heimkam war Schluss mit lustig. Heute mag ich die alten Rock ´n Roller. Er hingegen kann mit dem ‘neumodernen’ Zeug bis heute nichts anfangen. Da bin ich sicher. Obwohl ich ihn seit 20 Jahren nicht gesehen habe.

Hells Bells & Hunde auf der Harley

Voll einen auf ‘blau’ gemacht gestern und einfach in der Stadt rumgehurtzogen. Planlos, ziellos, aber Gott sei Dank nicht mittellos. Sonne im Burggarten und Kaffee in der Innenstadt genossen. Etwas geshoppt und sonst nichts wirklich produktives angestellt. Und dann hörte ich von irgendwo ‘Hells bells’ und als ich mich umdrehte war DER da. Wenn ich jemals noch einmal auf die Welt komme, möchte ich SEIN Hund sein. Aber vorher besuche ich noch die Harley Days auf der Donauinsel und träume bei Bier und Ribs weiter von der Freiheit auf zwei Rädern.

Akku leer

Schedule of today:

Erst mal munter werden und einen Liter Kaffee aufnehmen. Und dann… kein Plan. Auf jeden Fall nichts tun heute. Bin gerädert von der Woche und habe null Bock auf genau nichts. Auf überhaupt nichts. Vielleicht schleppe ich mich in die Stadt, vielleicht auf die Insel, vielleicht mache ich aber auch gar nichts. Einfach tot stellen. Mal schauen.

Schwanensee

Entweder haben diese Vögel Tschaikowski falsch interpretiert, oder Tschaikowski hatte ein Problem einen See von einem Fluss zu unterscheiden. Jedenfalls sieht das hier aus als hätten die weissen Langhälse einen Flashmob abgehalten. Oder so.

Schmeisst die Griechen endlich raus

Ich war, ich bin und ich werde immer ein Verfechter jener Philosophie sein, die einem die Chance gibt aufzustehen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Sie ist ganz einfach:

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Genau aus diesem Grund bin ich auch dafür, dass man die Griechen jetzt endgültig aus der EU rauswirft, sei es geregelt, ungeregelt oder wie auch immer. Ich habe es hier und hier bereits erwähnt und wie es aussieht, wollen die neuen Führer der Hellenen jetzt sogar drauf husten ihre Schulden zu begleichen. Was jedem mit einem letzten Gramm Resthirn von Beginn an klar war, scheint jetzt endlich Realität zu werden. Was Angela wohl dazu sagen wird? Nicolas darf ja nicht mehr.

Lange Rede kurzer Sinn: Schmeisst dieses korrupte Pack doch endlich raus aus dem Verein, mit einen festen Tritt in den Hintern und am besten so stark, dass sie erst in Zypern wieder auf die Beine kommen. Dort werden sie mit Sicherheit gerne aufgenommen um all die Milliarden einzulagern die uns die Oliven-Mafia abgeluchst hat.

Gott und die Welt

Also ich persönlich glaube ja nicht an Gott. Für mich ist Religion, egal welche, überhaupt ein Grundübel für den ganzen Stress auf dieser Welt. Einerseits heisst es ja, dass Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen haben soll. Das würde natürlich einiges erklären wenn man sich so umschaut auf diesem Planeten. Sieben Tage und so ein Projekt soll funktionieren? Andererseits gibt es angebliche wissenschaftliche Beweise, dass Steine 27 Millionen Jahre alt sein sollen, Dinosaurier schon vor Millionen Jahren gelebt haben und das Universum überhaupt fünf und mehr Milliarden Jahre alt sein soll. Wer hat DAS eigentlich erschaffen? Gottes Ururururururgrossvater?

Nun, wenn Gott wirklich den ganzen Zirkus erst möglich gemacht hat dann frage ich mich, sollte es wirklich einen geben, auf welcher Droge dieser damals war. Und, was noch viel schlimmer ist, warum er das alles was da so abgeht auf der Welt überhaupt zulässt. Denn wenn es ihn wirklich gibt, warum beten dann so viele dieses Arschloch an, welches ja im Grunde genommen nur ein total böses Wesen sein kann? Denn wäre Gott das wofür man ihn uns und der Masse verkaufen will, dann gäbe es viele Probleme nicht und jeder wäre einfach glücklich und zufrieden. Aber irgendwo ist in dieser Geschichte voll der Hund drin. Und zwar ein ganz grosser Hund. Und nur Gott, oder wie immer sich dieser Typ nennen mag weiss, wo dieser stinkende Köter versteckt ist.

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

STICHWÖRTER