Erste Lagen-Wahnsinn

Frühmorgens ist die Stadt noch ausgestorben und man kommt ohne Leute niederzumetzeln rasch wohin man will. Um dann nach ein paar Stunden mitten im Wahnsinn der Ersten Lagen unterzugehen. Einfach irre. Aber wer diese Liga von Weinen erleben will muss da durch. Um drei Uhr Nachmittag dann abgebrochen und der Rest ist morgen dran. Bis jetzt ein voller Erfolg, zahlreiche Kontakte gesammelt und einige neue, interessante Kunden gewonnen. Was will man mehr? Und jetzt hänge ich meine Füsse in die Schüssel und gönne mir ein gepflegtes Bierchen. Cheers.

Hofburg-Marathon

Ich glaube mir fallen die Füsse ab. Die Rennerei in der Hofburg hat ihre Spuren hinterlassen. Und wie ich es befürchtet hatte, habe ich mich die ersten zwei Stunden wieder hundertmal verlaufen in den hundert Sälen. Aber so ist das wenigstens ein kleiner Ausgleich zum ausgefallenen Sport. Dass ich heute den ganzen Tag über in Summe genau 1 Glas Wein getrunken habe ist der Preis der Selbstbeherrschung. Aber anders geht es nicht. Sonst ist man mittags im vinophilen Nirvana und macht sich zum Deppen. Jedenfalls war´s wieder interessant. Vor allem wenn man als ‘Pressefuzzi’ in den Genuss kommt sich in Ruhe ein paar Stunden mit seinen Winzern und Agenten zu unterhalten bevor mittags die Meute in die Säle einfällt. Morgen geht es dann weiter mit Kundentreffen und diversen Presseveranstaltungen. Für heute reicht es mir. Schönen Abend noch.

Bye bye Google

Ich habe beschlossen … dass alles was hier nicht mehr gewünscht ist einfach rausfliegt. So einfach ist das in der vanilleblauen Online-Diktatur. Aus diesem Grund leiste ich mir den Luxus Google-Adsene rauszuwerfen, weil mir das was diese Krake abhält, in meinem privaten Umfeld einfach nicht mehr passt. Ich leiste mir den Luxus mich von internezischen Sebstverständlichkeiten zu befreien und mich von Dingen zu entledigen, die sich irgendwie automatisiert und sich in das Online-Leben eingeschlichen haben. That´s why I kick your ass today und ich bin absolut sicher, keinen von euch zu vermissen.

Drogen für das Volk

Die Piraten! Nicht die aus der Karibik, sondern jene die auch in Österreich einen auf Partei machen wollen. Ja, das sind schon ganze Kerle. Noch dazu ohne Augenbinde, dafür aber schon vor einem möglichen Dienstantritt gehirnerweicht. Da meint der Herr Ofer (das ist der Kapitän der Schiffbrüchigen) in einem Drogeninterview mit der Polizei laut einer österreichischen Tageszeitung doch ernsthaft

Wir wollen, dass alle Drogen entkriminalisiert werden. Der Staat solle dann die Qualität überwachen, was zu weit weniger Drogentoten führen würde. Außerdem würde eine mögliche Besteuerung von hartem und weichem Stoff „einiges einbringen”.

Alle Drogen! Koks, Meth, LSD, Crack, usw. Grossartig! Es ist schon interessant, dass irgendwie alle die in die Politik wollen zuerst auf das Thema Drogen und deren Legalisierung aufspringen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass man Politik nur mehr unter dem Einfluss von Drogen ertragen kann. Was so abwegig ja auch wieder nicht ist. Und zu diesem Zweck sollte man sie tatsächlich legalisieren. Sonst kommt man ja nicht mehr mit den Verhaftungen dieser Menschenmassen nach.

Am Ende nur ein Grund mehr für mich warum dieser Haufen Pseudostaatslenker und Gesellschaftsgestalter nichts in einer Regierung verloren hat. Auch wenn diese noch so scheisse ist wie unsere aktuell am Rad drehende Brut von Lichtgestalten. Andererseits stellt sich aber schon die Frage wie Herr Ofer dann gedenkt sozial Schwachen, wie es so schön heisst, zu ihrer täglichen Doses zu verhelfen. Auf Rezept, gebührenbefreit? Oder zum Sozialtarif mit Rückerstattung des Kaufpreises durch die Krankenkasse? Interessant auch zu wissen wofür diese Steuergelder eingesetzt werden sollen. Zur Drogenprävention gar? Oder zur staatlich organisierten Beschaffung und Verteilung an die neue Zunft der Drogentrafikanten? Man muss schon selbst auf Droge sein um soviel Blödsinn vom Stapel zu lassen. Oder einfach nur komplett von der Rolle.

Party in der Hofburg

Irgendwie geht mir die Zeit aus. Nicht nur, dass ich die nächsten Wochen artikeltechnisch zugemüllt bin, darf ich jetzt auch noch die Party Messe am Wochenende vorbereiten und von Sonntag bis Montag Kilometer in der Hofburg machen. Aber ich hab´s ja so gewollt und somit hilft auch kein Jammern. Auf geht´s, Lageplan auspacken, Besuchsliste koordinieren und hoffen, dass ich mich in dieser Hütte nicht wieder hundertmal verlaufe. Gross genug ist sie ja.

Österreichische Werte

Kommunisten unter sich

Unser werter Bundespräsident zeigt wieder mal in aller Deutlichkeit wo Österreich steht. Zuerst weigert er sich den Dalai Lama zu empfangen (man könnte ja China gegenüber ein falsches Zeichen setzen) und jetzt trinkt er mit der KP-Führung in Vietnam Grünen Tee und turtelt mit den Funktionären um die wirtschaftlichen Beziehungen mit den Charlies zu vertiefen und auszuweiten. Langsam frage ich mich wann wir alle die rote Armbinde bekommen. Ob dann ein Stern oder eine Sichel drauf ist, ist auch schon egal.

Sinnerman – nothing more to say

!!*fuCkU**!!!

Eigentlich hatte ich hier ja bereits was anderes geschrieben, aber nachdem beim Sichern des Artikels mein Provider gemeint hat er müsse rasch was ‘checken’, konnte ich mir diesen Vorgang sparen. Weill alles im ARSCH war! Danke meine Herren! Aus diesem Grund steht jetzt das hier und nicht was ich schon getippert hatte. Noch einmal alles zu machen ist mir dann auch zu blöd. Scheiss Provider!

Müßiggang im Palmenhaus

Im Burggarten läßt es sich immer noch vorzüglich faul sein. Und wenn auf der Terrasse des Palmenhauses auch noch ein Platz frei ist, dann ist das ganze umso schöner. Toller Tag in der Stadt und jetzt ist Weekend. Schönen Abend noch.

Reif fürs Wochenende

War das wieder eine Woche. Viel intensiver geht wohl nicht mehr. Und dann erfahre ich noch, dass dieses Wochenende Pfingsten ist. Ich glaube ich bin reif für die Insel. Sowas geht immer an mir vorüber. Immerhin ist mir gerade noch rechtzeitig eingefallen, dass heute Freitag ist. Deshalb gibt es hier die schedule of today:

Fruchtpresse anwerfen und Multivitaminshake pressen (wenn ich schon nicht gesund lebe, dann kaschiere ich das wenigstens ein wenig) +++ Allgemeine Restaurationsarbeiten im Bad erledigen (dauert auch immer länger) +++ Friseur (endgültig auf Sommerbetrieb umstellen) +++ Einkauf erledigen (Kühlschrank ist leer) +++ In den Fetzentempel traben (Klamotten für den Aufmarsch in der Hofburg besorgen) +++ Flanieren (wo weiss ich noch nicht, aber flaniert wird) +++ Auf den Naschmarkt zum Asiaten (Lebensmittel und Gewürze für die Wok-Küche besorgen) +++ Espresso ausfassen (ohne den… eh schon wissen) +++ Fischbude irgenwelche toten Flossen- und Krustenviecher besorgen (wenn ich nicht ans Meer komme, muss das Meer zu mir kommen) +++ Heimwärts düsen (alles bunkern) +++

Ob ich dann noch einmal auf die Piste gehe weiss ich noch nicht. Mal schauen. Cheers.

Kubanischer Tastenmagier

Wahrscheinlich nur für jene nachvollziehbar, die selbst schon einmal vor so einem ‘Tasten-Monster’ gesessen sind und versucht haben alles auf die Reihe zu bekommen. Chucho Valdez, einer der besten kubanischen Pianisten ever.

Nachrichten aus der Zukunft

Wien, 24. Mai 2026: Ein Wiener Kaffeehausbesitzer wurde durch die ‘Korrekturabteilung der Sprachpolizei’ festgenommen, weil er nach wie vor ‘Kleine und Grosse Schwarze’ anbietet und sich standhaft weigert einen ‘grossen bzw. kleinen dunklen Kaffee ohne Milch’ auszuschenken.

Berlin, 24. Mai 2026: Kapuzinermönche verlieren Urheberstreit gegen die Naturwissenschaftliche Universität. Diese hatte geltend gemacht, dass die Kapuzineräffchen durch die gleichnamigen Mönche schwer diskrimiert und in die Nähe von Sekten gerückt würden. Der ‘Orden der Minderen Brüder Kapuziner’ muss nun einen neuen Namen finden und darf seine Mitglieder unter Androhung der sofortigen Vereinsauflösung bei Nichteinhaltung nicht mehr Kapuziner nennen.

Triest, 24.Mai 2026: Ein windiger Konditoreibetreiber wollte sich einen Scherz erlauben und einem weissen Südafrikaner einen ‘Mohr im Hemd’ zum Espresso anbieten. Dieser fühlte sich irritert und zeigte den Konditor bei der ‘Behörde für den korrekten Umgang mit der Sprache’ an, welche dem Konditor seine Lizenz entzog und ihn zur ‘Umbildung’ in die ‘Sprachkorrekturschule’ einwies.

München, 24. Mai 2026: Weil ein bayerischer Biergartenbesucher dabei belauscht wurde wie er sich über das ‘Negerpack’ in der Innenstadt aufregte, wurde dieser von den Aufsichtsorganen der ‘Kontrollbehörde zur Einhaltung der politischen Korrektheit’ verhaftet und in Handschellen inklusive Mundschutz abgeführt. Ein Schwarzafrikaner der die Szene beobachtete und den Übeltäter mit ‘Scheiss Piefke’ beschimpfte wurde verwarnt und weggeschickt.

Salzburg, 24. Mai 2026: Ein Salzburger Wirtshausbetreiber wurde mit einem lebenslangen Berufsverbot belegt weil er noch immer ‘Zigeunerschnitzel’ und ‘Zigeunergulasch’ angeboten und damit die Roma und Sinti in rassistischer Weise diskriminiert hat. Zeitgleich wurde in Frankreich die Klage zur Umbenennung der Zigarettenmarke Gitanes vom ‘Europäischen Gerichtshof für Sprach-, Benennungs- und Umerziehungsmassnahmen’ abgewiesen, weil es sich bei der Zigarettenmarke um französisches Kulturgut handle. Auch die tanzende Zigeunerin darf weiterhin die Packung zieren, solange man sie nicht Zigeunerin, sondern nur ‘temperamentvoll tanzende Minderheitenangehörige’ nenne.

Mailand, 24. Mai 2026: Einem homosexuellen Studenten hat ein Gericht in Mailand Schadenersatz von 75 000 Euro zugesprochen, weil dieser von seinem Sitznachbarn auf der Uni als ‘Schwanzlutscher’ bezeichnet und damit aufs Schärfste diskriminiert wurde. Der uneinsichtige Angeklagte wurde zusätzlich zu sechs Monaten unbedingten Umerziehungsmassnahmen in der ‘Anstalt für Sprachattentäter’ verurteilt.

Zürich, 24. Mai 2026: Das schweizerische ‘Gericht für den korrekten Umgang mit schweizerischem Kulturgut’ hat einen österreichischen Touristen zu einer Geldstrafe von 2400 Franken verurteilt weil er im Schuhgeschäft sagte, diese ‘stinken wie Schweizer Käse’. Der Tourist wurde nach Bezahlung seiner Strafe umgehend nach Österreich abgeschoben. Die bilateralen Beziehungen seien deswegen nicht gefährdet, meinte der österreichische Sprachminister.

Paris, 24. Mai 2026: Recht gab ein Pariser Gericht in der Vorwoche einem zu zwanzig Jahren Haft verurteilten Pädophilen bei seiner Klage um Anerkennung politisch korrekt als Pädophiler bezeichnet zu werden. Die Zeitung die den Mann, der 17 Minderjährige sexuell missbraucht hatte, als Kinderschänder bezeichnete, wurde zu einer Zahlung von 6 Millionen Euro und zur Zahlung der psychologischen Behandlung des schweres Traumas das der Kläger dadurch erlitten hat verurteilt.

Mutig wer den OFF-Knopf drückt

Also hier geht´s wieder mal rund. Wie habe ich das früher ohne Internet alles nur gemacht? Akkreditierung für die VieVinum online gemanagt, Ticket nach Nürnberg online gebucht, Hotel ebenfalls, Pressetermine per SMS bestätigt, Vertragsdetails via Skype besprochen und den neuen Vertrag mittels e-Mail durch den Äther geschickt. Ach ja, das hat ja meine ‘Frau für alle Fälle’ für mich erledigt. Um mich dann auf meinem vier Kilo schweren und knapp 30.000 Schilling teuren ‘state of the art’-Mobiltelfon um ATS 3,90 die Minute anzurufen und mir mitzuteilen, dass alles erledigt ist. Irgendwie waren die Zeiten schön. Es hatte noch was richtig elitäres ‘mobil erreichbar’ zu sein. Heute ist es fast schon verwegen und grenzt an Dekadenz einfach mal den OFF-Knopf zu drücken und sich auszuloggen. Aber das hat auch was. Ich bin wieder onLAIN.

Who the hell is Mundl?

Töchterchen war dieses Wochenende im sonnigen Kärnten reiterisch unterwegs. Mittendrin in der Society beim wohl feudalsten und mit VIPs überrannten Turnier des Jahres. Mittendrin dann auch im ‘Zelt der Zelte’, umarmt und abgelichtet mit einem der bekanntesten österreichischen Schauspieler und einer wahren Ikone. Als Mundl in ‘Ein echter Wiener geht nicht unter’ und als Fleischhauer im Film ‘Der Bockerer’ zu Fleisch gewordenem Kult in der Bananenrepublik geworden und wirklich jedermann bekannt. Sogar in Deutschland. Und was macht Töchterchen? Sie fragt mich nur “wer ist denn das” und hat keine Ahnung wo sie sich befindet. Ich mag sie einfach.

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

STICHWÖRTER