Wenn der Dollar röchelt

In God We Trust – Dieser Spruch steht auf jedem Greenback. Dem Machwerk des Teufels. Gott hatte seine Hände dabei wirklich nicht im Spiel. Der war zu diesem Zeitpunkt gerade mit etwas anderem beschäftigt.

Die Amerikaner sehen das natürlich anders und spielen wieder einmal Gott. Nein, sie ziehen nicht in den nächsten Krieg um die Welt vor den Bösen zu beschützen, sie werfen ihre Notenpressen an. Und drucken auf die Schnelle 600 Milliarden frische Dollar. Irgendwie muss man ja den Markt beleben.

Trichet, das ist der von der EZB (das ist jenes freundliche Institut das unsere hart verdienten Krümel gerecht umverteilt), fürchtet deshalb um die “Eurozone” und dass aufgrund des dadurch erstarkenden Euros die Exporte belastet und die Rohstoffpreise angeheizt werden. Grundsätzlich richtig, aber wieder auch nicht. Würde das denn im Gegenzug nicht gleichzeitig bedeuten, dass mit einem starken Euro die befürchtete Teuerung ausgeglichen und sich deshalb am Ende alles die Waage halten würde? Dollar verliert an Wert, Euro gewinnt an Wert = Exporte werden zwar teurer, aber dank eines Euros der mehr wert ist sollte man in der Lage sein den Unterschied auszugleichen bzw. aufzufangen. Max ist klein und rechnen einfach. Oder so.

Lange Rede, kurzer Sinn: Schon Thomas Jefferson, ein äusserst weiser Mann, sagte:

“Banking institutions are more dangerous to our liberties than standing armies.”

Was für eine Ansage. In Anbetracht der Geschehnisse um die FED, Goldman Sachs, Citigroup, Bank of America, Merill Lynch, Lehman Brothers, Bear Stearns, Washington Mutual und wie sie noch alle heissen, wusste dieser Mann schon damals wie die Sache einmal enden könnte. Und würde.

“Too big to fail” nennt man heute wie damals das Netz, das einem rücksichtslosen Verbrechersyndikat gleichkommt. Was wiederum für Schmunzeln sorgt wenn man die Kaste, die mit Billionen Dollars DKT spielt, als “systemrelevant” bezeichnet und ihnen deshalb ohne Widerstand die nächsten 1000 Milliarden in den Schlund schiebt. So gesehen erklärt sich damit natürlich die anhaltende Rodung der Regenwälder irgendwie von selbst. Von irgendwo muss ja das Papier für diese Scheine kommen.

Am Ende sind sie alle Gangster, die die Bevölkerung um alles bringen, was SIE nicht erwirtschaftet haben. Als Dank dafür gibt es dann Boni die von jenen eingefordert werden, die am meisten in den Sand gesetzt haben.

Drum sammle ich ab heute nur mehr Schweizer Franken. Oder British Pound. Alles andere ist einfach wertlos.

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