Vanilleblau ist eine Haltung. Leo ist mein Name. Das Ergebnis passt in keine Lade und Mexico ist weit entfernt. Auf hoher See schmeckt Single Malt vorzüglich und Key Largo ist das Ziel der Reise. Website:http://vanilleblau.at
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Ich war in meinem Leben in unzähligen Städten auf vier Kontinenten. Viele davon waren ganz nett, manche bezaubernd, viele umwerfend und viele hatten ein sehr intimes Flair. Die faszinierendste Stadt allerdings ist und bleibt für mich auf ewig New York City, im speziellen der Bezirk Manhattan. NYC ist eine Stadt die keinen kalt lässt, die einen zehnmal am Tag verschlingt, wieder ausspuckt und wieder in ihren Würgegriff nimmt um einem ein Tempo erleben zu lassen, das es in keiner Stadt dieser Welt gibt.
Man taucht ein und hat sofort sein Grundtempo auf New Yorker Geschwindigkeit eingestellt. Bei allem was man tut. Diese Stadt ist einfach die Stadt aller Städte. Auch wenn es zehnmal schönere gibt. Ich war bis jetzt sieben Mal drüben und ich kann einfach nicht genug von ihr bekommen.
Josh Owens hat ein wunderbares Video über New York produziert. Der Song heisst Down to the Cellar und ist von Dredg.
Laut dem Klatsch- und Tratsch Star & Style Magazin in hat Deutschlands Boulevard-Sternchen Daniela Katzenberger ihr Cafe auf Mallorca schliessen müssen. Grund: Keine Genehmigung für die Überdachung der Terrasse ihres Cafes. Dafür hat man aber bereits BEVOR man wusste wie der Bescheid ausfallen würde, winterfeste Möbel für eben jene angeschafft. Was wieder einmal beweist: Wer keine Ahnung davon hat wie man betrieblich agiert, der sollte einfach die Finger davon lassen. Nur blond sein und grosse Titten haben ist eben zu wenig.
Es gibt hunderte Flaggen aus aller Herren Länder. Meine persönliche Lieblingsflagge ist die von New Mexico. Die Kunst der Native Americans hat mich immer schon fasziniert und auch inspiriert. Das Symbol in der Mitte der Flagge ist das Zia-Symbol (altes Sonnensymbol). Der Kreis symbolisiert die Verbindung der vier Elemente und den Kreis des Lebens. Die vier Strahlen symbolisieren die vier Lebensphasen, die vier Tages- und Jahreszeiten, die vier Himmelsrichtungen und die vier heiligen Verpflichtungen für jedermanns physischer, spiritueller, mentaler und sozialer “Gesundheit”. Yatahey!
Hundertmal versprochen, hundertmal vergessen und nicht gehalten. Aber jetzt huldige ich meiner Baseler Freundin dafür doppelt. Kann ja nicht sein, dass ich das nicht auch noch irgendwie auf die Reihe kriege.
Wer sich für weitere Werke oder mehr Informationen über Lilian Valladares interessiert, kann sich auf Demenga Galeries oder direkt auf arts.li einen Überblick verschaffen.
Für die Lady Godiva 2011 Limited Edition Gift Tin hat man im Hause GODIVA zuletzt die beiden New Yorker Künstler Kurt Huggins und Zelda Devon damit beauftragt, die Geschenkdose zu gestalten. Schliesslich wollen die köstlichen Pralinen des belgischen Edel-Chocolatiers auch ihrer eigenen Legende gerecht und entsprechend verpackt und präsentiert werden.
Wer dieses Jahr vor hat zum weltberühmten Mardi Gras nach New Orleans zu jetten und das zum ersten Mal tut, der sollte wenigstens ein paar grundsätzliche Dinge darüber wissen. New Orleans besteht nicht nur aus der Bourbon Street und der Mardi Gras als einer der berühmtesten Karnevals der Welt, verdient einfach ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Image:layoutsparks
• Der Mardi Gras findet immer an jenem Dienstag statt, der 46 Tage vor Ostern ist. Das ist immer der Tag vor Aschermittwoch, dem Beginn der Fastenzeit.
• Die Karnevalsveranstaltungen sind immer in zwei Kategorien unterteilt: Es gibt sowohl öffentliche wie auch rein private Veranstaltungen. Die privaten Veranstaltungen sind Bälle die von unterschiedlichen Clubs (auch krewes genannt) abgehalten werden. Einige davon gewähren jedem Zutritt, andere sind exklusiv und meistens von den sogenannten FONOFs (fine old New Orleans families) abgehalten.
• Die öffentlichen Veranstaltungen finden in Form von Paraden statt, welche oft von den selben Clubs gesponsert werden, die auch private Bälle nur für Mitglieder abhalten.
• Die meisten krewes sind nach Figuren der griechischen Mythologie benannt. Beliebt sind dabei Orpheus, Gott der Musik und Bacchus, Gott des Weines.
• Die Paraden beginnen immer am zweiten Freitag vor Mardi Gras. Am Beginn werden die Paraden vornehmlich am Wochenende abgehalten, nach und nach zum Mardi Gras hin werden sie mehr, um am Ende in zumindest einer Parade pro Tag zu gipfeln. Am Mardi Gras selbst finden neun Paraden statt, die ganz besonders dem “Rex” gewidmet sind.
• Der “Rex” ist immer ein angesehener Geschäftsmann aus New Orleans und stellt den “König des Mardi Gras” dar.
• Jede Parade hat ein eigenes Thema, üblicherweise der Mythologie, der Geschichte oder auch Hollywood entnommen. Paraden bestehen aus meistens 10 bis 40 Personen, aus Musikkapellen, Tanzgruppen und anderen Formationen.
• Die Farben des Karnevals sind lila, grün und gold. Diese Farben wurden 1872 vom damaligen Rex gewählt. Bei der 1892 abgehaltenen Königsparade wurden die offiziellen Bedeutungen der Farben bekannt gegeben. Lila steht seither für Gerechtigkeit, grün für den Glauben und gold für die Macht.
Nachdem ich gestern keinen Termin fürs Lungenröntgen bekommen habe, bin ich heute in die Strahlenstation gedüst und bin jetzt erleichtert. Keine Lungenenzündung, keine Infektion, nur Bronchien die rasseln wie zehn Klapperschlangen. Aber das sollte bald wieder vergehen. Na hoffentlich.
Um meine Rotwein-Bestände müsse ich mir auch keine weiteren Sorgen machen. Ich werde noch alle aufbrauchen können. Sagte man mir. Somit bin ich etwas beruhigter. Muss dann am Montag noch zum Lungen-Facharzt um den Befund zu checken und was weiter zu tun ist. Bis dahin versuche ich noch etwas zu relaxen und wieder auf die Beine zu kommen. Mit einem schönen Syrah sollten meine Bronchien dann auch irgendwie zu besänftigen sein. Cheers!
Seit meiner Jugend rasiere ich mich. Nass. Ich habe einmal versucht mir eine Maschine an den Hals zu setzen und das Ding laufen zu lassen. War nicht mein Ding. Wie auch immer, ich rasiere mich jeden Tag … und ich HASSE es. Warum? Weil ich es MUSS. Ich hasse grundsätzlich alles was ich tun muss. War schon immer so.
Was ich aber bis heute aus dem Land der Nassrasur nicht verstanden habe, vielleicht bin ich wirklich zu blöd dafür, ist der deutsche Slogan von Gillette. Lautet der englische “The Best a Man Can Get”, frage ich mich nach wie vor, was mir der deutsche Slogan “Für das Beste im Mann” wohl sagen will. Hilfe!
Da sage noch einer Bier trinken geht nicht auf die Blase. Im neuen TV-Spot von Stiegl zeigen der österreichische Teamchef der Skispringer und der Nationaltrainer der Fussballmannschaft was Sache ist. Um am Ende von U21-Teamchef Andi Herzog vorgeführt zu bekommen, was ein echter Wasserbüffel ist.
Wie man in Österreich das Gesundheitssystem austrickst, ausnutzt und es sogar von offizieller Stelle mit Füssen tritt, durfte ich gestern an der Anmeldung zu meinem Arztbesuch feststellen. Wie schon erwähnt fand ich mich in einer Horde anatolischer Goldesel und durfte beobachten wie das mit unserer ach so sicheren eCard funktioniert.
Besucherin in Abendkleid Burka tritt vor, öffnet ihre Geldtasche, zückt exakt 5 eCards und verlangt nach diversen Rezepten. Gefragt wer Inhaber A sei, kam als Antwort “Mann, krank, Bett liegen”. Karte B gehöre dem Bruder, auch “Grippe und im Bett liegen”. Inhaber C Bruder von Bruder, leider Zug verpasst, Inhaber D Tante “grosses Gicht, nicht gehen können” und letztlich Inhaber E, Mann von Tante, “muss Tante pflegen weil nix gehen kann”. Soviel so gut. Problemlos wurden der armen Frau fünf Rezepte auf 5 verschiedene eCards ausgestellt und der Spuk hatte ein Ende. So einfach geht das im Staate der ehrenwerten Bananenhändler.
Nach ein paar Minuten kam eine Frau, sichtlich asiatischer Herkunft, an die Reihe, zückte ihre eCard und musste erfahren, dass diese bereits seit Oktober 2010 nicht mehr gültig ist. Was aber auch kein Problem war, sagte ihr doch die nette Dame an der Anmeldung, dass sie halt ihre Ordinationskarte reinstecke und das passt dann schon.
Bei soviel offensichtlichem und vorsätzlichen, nicht einmal verheimlichten Betrug am Sozialsystem (egal wie man dazu stehen mag), kommt einem schon das grosse Kotzen und man versteht, warum viele Menschen immer ausländerfeindlicher werden. Echt kranke Menschen werden in diesem Staat schikaniert und von Pontius zu Pilatus geschickt um sie in Bewegung zu halten. Jedem zugewanderten Sozialschmarotzer steckt man die Medizin und jede medizinische Leistung ohne weiter nachzufragen in den Allerwertesten. Warum? Ganz einfach: Wenn Juri, Mustafa oder Anatol zum Arzt gehen, kann dieser sicher sein, dass in kürzester Zukunft die nächsten 35 Verwandten bei ihm Patienten sind und er sich dadurch ein goldenes Gesäss verdient. So wie dieser Arzt, dem 7 Minuten seiner Zeit für mich schon mehr als nur zuwider waren.
Bild: (c) APA (Barbara Gindl) Den Artikel dazu aus der Presse von 2008 gibt es hier. Wie man sieht, hat sich nichts geändert. Und Bilder gibt es auch noch keine auf der eCard.
Gab es gestern einen kleinen Exkurs in Belgiens Regierungsgebaren, so gibt es heute was für den leiblichen Genuss. Denn ohne diese beiden Dinge wäre Belgien ja überhaupt nichts wert. Und das soll ja auch nicht sein.
Das Einzige worüber sich Belgier einig sind, ist das Essen und das Trinken. Nicht nur, dass man sich rühmt die meisten Sternelokale pro Einwohner weltweit zu haben, beschweren sich sogar belgische Häftlinge, die aus Platzmangel in den Niederlanden inhaftiert wurden, über die schlechte Küche in holländischen Gefängnissen. Denn tatsächlich sind sogar belgische Gefängnisse für ihre hervorragende Küche bekannt.
Über all dem steht dann noch das belgische Bier. Darf der Hopfensaft in vielen Ländern nur nach strengen Reinheitsgeboten gebraut und vertrieben werden, so ist diese “Hürde” in Belgien nicht zu nehmen. Hier bedarf es so etwas Banalem wie einem Reinheitsgebot nicht. Was dazu führt, dass belgisches Bier entweder süß, fruchtig oder einfach nur brutal stark ist. Bild:lxixixl.com
Was dem ganzen aber die Krone aufsetzt, ist das eigentliche Nationalgericht Belgiens. Fritten mit Mayonnaise. Belgien ohne Fritten und Mayonnaise, einfach nicht vorstellbar, nicht existent! Selbstverständlich beruht die aussergewöhnliche Qualität dieses Heiligtums auf einem alten Geheimnis. Nämlich jenem, dass die geschnittenen Erdäpfel nach einmaligem Frittieren über Nacht ruhen und am nächsten Tag dann noch einmal frittiert werden. Das ergibt pro “Fritte” ein Maximum an Frittierfett, das man zu sich nehmen kann. Ob es sich dabei um Pflanzen- oder Rinderfett handelt, darüber wird noch heftig diskutiert.
Über belgische Schokolade zu schreiben wäre am Ende wie Wasser in den Rhein zu tragen. Es gibt einfach keine bessere. Basta.
Nicht alle, auch nicht immer. Aber der Grossteil schon. Und das auch sehr oft. Ich selbst zähle mich auch zu dieser Gattung. Wenn es nämlich im speziellen darum geht, dass man eigentlich seit Tagen zum Arzt sollte, es aber immer wieder mit den tollsten Ausreden vermeidet, das zu tun. Ich gehöre eindeutig zu diesen tapferen Exemplaren und stehe auch dazu. Ich muss erst halbtot sein, um mich dann mit letzter Kraft in eine Ordination zu schleppen und um Hilfe zu betteln. Ich bin definitiv KEIN Held.
Heute nachmittag war es aber dann endgültig soweit. Nachdem ich die Nacht wieder einmal mit Husten der ausserirdischen Art zu kämpfen hatte und dabei mindestens fünfmal fast erstickt bin, war es mir egal. Ich wagte es und sammelte das was von mir übrig war ein, überzog es mit Klamotten und fuhr zum Arzt. Da ich aber keinen Bock darauf hatte zu meinem Hausarzt in den 9. Bezirk quer durch Wien zu fahren, habe ich die nächstbeste Adresse anvisiert und mich dort eingefunden. Nach 50 Minuten Wartezeit inmitten einer anatolischen Versuchsgruppe war ich dran.
Ob ich schon mal bei ihm war, fragte mich Gott Medicus. Was ich denn habe und was ich brauche, waren die weiteren Fragen. Ich verneinte die erste Frage, erklärte ihm meinen Zustand seit Jahresbeginn und was ich brauche, sollte doch eher er wissen und nicht ich. Ebenso teilte ich ihm mit, dass ich echte Panik vor einer Lungenentzündung habe, weil es die selben Symptome sind, die ich hatte, bevor ich das erste Mal in meinem Leben nach einem Hustenanfall kollabiert bin. Zum Glück in einem Krankenhaus und nicht wie im Moment allein zu Hause.
Also, Oberkörper frei, Stetoskop-Rundgang (Dauer 25 Sekunden). “Lungenentzündung haben Sie keine, aber ihre Bronchien sind voll im Eck”, tönte er und zückte seinen Kuli. In der Zwischenzeit war ich geschlagene 10 Minuten in seiner Praxis und hustete mich durch unser Gespräch. Ich fragte ihn, ob er mir eine Überweisung zum Lungenfacharzt ausstellen könnte, damit ich morgen Lungenröntgen gehen kann. Was ihn dazu brachte mich zu fragen wozu ich das will. Er hätte doch gesagt ich hätte keine Lungenentzündung. Als ich ihm antwortete, dass ich mir dazu gerne eine zweite Meinung von einem Facharzt einholen würde, der meine Lunge auch “sehen” könne, habe ich anscheinend seinen wunden Punkt getroffen.
Mit einem sichtbaren Unmut im Gesicht verschrieb er mir wortlos Antibiotika, Paracodin und noch ein Mittelchen damit ich schlafen kann. Meine Bemerkung, dass damals mit 20 verschiedenen Antibiotika an mir herum versucht wurde wischte er mit dem Argument vom Tisch, dass es damals was anderes war und dieses Antibiotikum eben nur für das jetzt ist. Wie war ich ob soviel Anteilnahme froh.
Also packte ich mein Rezept und meine Überweisung, fuhr noch rasch in die Apotheke und holte mir das Zeug. Wogegen das alles jedoch nicht hilft ist der Umstand, dass ich bis morgen Zeit habe mir auszumalen was jetzt wieder los ist, wenn ich doch eine Lungenentzündung habe. Denn davor habe ich echt Schiss.
Und jetzt habe ich mir Ente knusplig/süss-sauel mit geblatenem Leis und Flühlingslollen bestellt. Ich habe seit zwei Tagen nichts mehr gegessen. Wer weiss, vielleicht ist es ja schon die Henkersmahlzeit, ohne dass ich es weiss. Ich werde darüber berichten. Morgen.
PS: Die Fotos sind scheisse. Aber ungefähr so sehe ich im Moment und ich hatte auch keinen Bock mich lange damit zu “spielen”. Man verzeihe mir.
Wer sich einmal auf traditionellstem Wiener Parkett zu Walzerklängen fortbewegen will, der sollte einen Besuch des Balls der Wiener Philharmoniker in den heiligen Sälen des Musikvereinsgebäudes in Betracht ziehen. Am 20. Jänner findet dieser Ball der feinen Wiener Gesellschaft statt und ist unter Kennern beliebter als der von der Pseudo-Prominenz überrannte Opernball. Mit einem Eintritt von € 130 ist man live dabei und was am Ball dann sonst “benötigt” wird, über das sollte man sich nicht den Kopf zerbrechen. Das tut selbiger im Anschluss ganz von selbst.
Belgien, trotz seiner freundlichen Bürger, ist über die Grenzen hinaus als eines der langweiligsten Länder der Welt bekannt. Und das, obwohl die Einwohner hier die beste Schokolade der Welt essen können und ebenso viel und gerne Bier trinken. Betrachtet man dieses kleine Land aber etwas genauer, dann gibt es hier äusserst interessante Fakten zu entdecken:
Als einziges Land der ganzen Welt hält sich Belgien einen Stehpinkler als Wahrzeichen. Dieser steht in Brüssel, ist 61 cm gross und pinkelt seit Jahrhunderten vor den Augen der staunenden Öffentlichkeit in einen Brunnen. Und keiner hat sich bis heute darüber beschwert.
Ebenso haben die Belgier den zwanghaften Trieb alles so kompliziert wie nur möglich zu gestalten. Die drei Regionen Belgiens, die französischsprachige Wallonie, das niederländischsprachige Flandern und die deutsche Minderheit, haben neben ihrer eigenen Regionalregierung noch eine zusätzliche übergeordnete Zentralregierung, die mit der gleichen Macht wie die drei Regionalregierungen ausgestattet ist. Das macht Sinn. Wenn man Belgier verstehen will.
Zu all dem gibt es selbstverständlich auch noch eigene Regierungen für die Gemeinden, die natürlich auch mit entsprechend viel Macht ausgestattet sind. Und da oben drauf setzt man dann Albert, den Zweiten. Seines Zeichens König von Belgien. Teil JEDER Regierung, nur mit kaum wahrnehmbarer Macht. Was insoferne ein perfektes System ist um ein Land ineffizient, entscheidungsunfähig und letztlich unregierbar zu machen.
Peinliche Ausrutscher sind dank so viel gelebter Multinationalität vorprogrammiert und so verwundert es auch nicht, dass der bereits abgewählte Premierminister Leterme einen solchen auf Ansage lieferte. Als dieser 2007 gebeten wurde die belgische Nationalhymne zu singen, intonierte er statt der “Brabançonne” mit voller Inbrunst die französische “Marseillaise”. Um ungeschützt in den nächsten Fettnapf zu treten, verlas der “verirrte” Premier am Tag darauf seine Entschuldigung. Da er diese aber nur auf flämisch verkündete, brachte er damit wiederum die frankophilen Wallonen auf die Palme.
Wie umsorgt jeder Brüsseler aber wirklich ist, wird einem klar, wenn man das Regierungssystem der 19 Gemeinden versteht. So man es kann. Brüssel selbst ist zweisprachig, aber ohne einen zentralen Bürgermeister. Dafür bilden die 19 Gemeinden das eigentliche Siedlungsgebiet. Jede mit einer eigenen Regierung natürlich. Nimmt man das ganze Gerüst mit Gemeinde-, Regional- und Zentralregierung, dann ist jeder Brüsseler somit von vier Regierungen abhängig. DAS hat eindeutig Charme. Dieser ganze Wahnsinn gründet auf der Tatsache, dass Flamen und Wallonen seit 170 Jahren streiten und auch weiterhin nicht vorhaben, sich an einen Tisch zu setzen und eigene Interessen einmal hintan stellen.
Wenn man sich das alles schön langsam auf der Zunge zergehen und auf sich wirken lässt, wundert es dann einen wirklich noch warum die EU ihren Sitz in Brüssel hat?
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