Über vanilleblau

Vanilleblau ist eine Haltung. Leo ist mein Name. Das Ergebnis passt in keine Lade und Mexico ist weit entfernt. Auf hoher See schmeckt Single Malt vorzüglich und Key Largo ist das Ziel der Reise.
Website: http://vanilleblau.at
vanilleblau hat bis heute folgende 1472 Beiträge veröffentlicht:


Bei mir bist du scheen

Gute Laune-Musik am Freitagabend. Mit einem eisgekühlten Guinness in der Hand und den Füssen gemütlich auf der Truhe. Das Leben ist schön.

Chinatown in Vienna

Bin ich in Chinatown oder wie? Am Heimweg von der Shoppingtour und meinem anschliessenden Besuch im COP, dem genialsten Treffpunkt für Freunde authentischer und aussergewöhnlicher Genusskultur (Bericht folgt), bin ich mir vorgekommen wie in Shanghai. Haben nur noch die Böller und ein Feuerwerk gefehlt.

Weihnachten im Pub

Leute, morgen in einer Woche ist Weihnachten! Schon wieder! Das ist echt nicht zum aushalten. Jedes Jahr wieder diese Überraschung, dass schon wieder Weihnachten ist. Krank. Und wenn ich da beim Fenster raus schaue scheint die Sonne und die Tauben scheissen mir schon wieder aufs Fensterbrett. Vielleicht sollte ich eine automatische Balleranlage da draussen montieren. Oder Glas streuen. Aber dann verletze ich mich wieder nur selbst wenn ich mich aufs Fensterbrett setze. Hat eigentlich schon jeder einen Baum? Den schönsten habe ich gestern bei der gefährlichsten Frau im Internet gesehen. Sieht fast aus wie aus einem Animationsfilm aus den Pixar-Studios. Die Dame ist zwar durchgehend schwer bewaffnet, aber der Nadelstrauch ist ihr echt gelungen. Wahrscheinlich ist Sie dazu mit der Kanone dort gestanden und hat den Sklaven unmissverständlich klar gemacht was sie erwartet wenn sie nicht “spuren” :-)

Anyway, ich spar´ mir die Nadelstaude heuer und geh´ ins Pub. Dort mache ich einen auf Irisch, setze mir eine Zipfelmütze auf und kippe mir ein paar frisch gezapfte Guinness hinter die Kiemen. Und dann schauen wir weiter.

You made a sale

Mein Lieblingssatz in der Inbox. Ein ganz normaler Tag im Shop. Wenn ich nicht so ein fauler Sack wäre, könnte ich mit den bereits erstellten Designs noch zehn eröffnen und zusehen wie sich das Zeug sonstwo noch verkauft. Ich komme nur im Moment einfach zu nichts anderem. Die perfekte Ausrede, nicht wahr?

Göttertropfen aus Porquerolles

Selbst minus 14 Grad können da nicht mit. Der Tag ist gerettet! Die sehnsüchtigst erwarteten Weine aus Porquerolles sind endlich angekommen. Abgesehen davon, dass die Tropfen allesamt als Wundermittel von hier bis nach New York gehandelt werden und entsprechend rar sind, sollte jeder Frankreich-Fan einmal Porquerolles besuchen. Ein Fleck zum Sterben schön. Dort könnte ich alt werden. Zumindest für eine Weile.

Handyrechnung sorgt für Herzinfarkt

Gestern hat mich bei der Überprüfung meiner Handyrechnung fast der Schlag getroffen. Nicht wegen der Kosten, sondern wegen der Datenverbindungen die im Einzelgesprächsnachweis angeführt waren. Sagenhafte 679 Verbindungen wurden hergestellt, alle so um die 2 bis 40 KB und ich hatte vorerst keine Ahnung woher die kommen. Ich bin zwar Besitzer eines iPhones, aber ich bin im Monat damit maximal dreimal im Internet. Und das auch nur für ein paar Minuten wenn ich meiner Tochter etwas auf meinen Seiten zeigen will. Ich benutze dieses Teil tatsächlich nur fürs telfefonieren, für ein paar SMS mit Töchterchen und für wirklich wichtige Mails die dringend sind. Und natürlich als Adressbuch. Altmodisch, ich weis, aber warum soll ich mir die Finger wund tippen wenn ich auch anrufen kann? Ich habe nicht einmal Skype, Facebook und Twitter drauf laufen weil ich es verweigere mich dermassen ans Handy auszuliefern und von diesem dann quälen zu lassen. Es gibt bei mir in der Tat so etwas wie eine “Social media-freie Zone”.

Also habe ich bei meinem Anbieter angerufen und gefragt was das sein kann. Blöd wie ich bin! Da mir die Dame freundlicherweise sofort erklärte, dass es sich dabei um die aktivierte “Push”-Funktion handelt, war mir sofort klar, dass es sich dabei nur um die paar Apps handeln konnte, die sich permanent einklinken und sich somit selbst “am Leben” erhalten. Irgendwie habe ich das bei den Einstellungen übersehen oder irrtümlich aktiviert und so stellen die kleinen Plagegeister (Apps) ständig eine Verbindung her um zu sehen ob sie noch auf dem aktuellen Stand sind. Womit wir wieder bei dem Thema sind, dass es irgendwie nicht nett ist, wenn sich permanent jemand auf seinem Handy einloggt ohne dass dieser jemand etwas weiss davon. Aber das ist eine andere Geschichte.

MacDonalds hat geantwortet

Immerhin geantwortet wurde von der Burger-Bude. Wenngleich, “meine lieben Herren, am Schwedenplatz, Ecke Rotenturmstrasse, ist das ganze Jahr über, jeden Tag, erhöhtes Touristenaufkommen. Das hat sicher auch schon in Ihrer Standortanalyse VOR der Eröffnung dort Berücksichtigung gefunden, bin ich mir ganz sicher. Von daher ist diese Ausrede ein wenig lahm, aber gut. Besser eine Ausrede als gar keine Antwort. Sie haben zwar mein (eingeschränktes) Verständnis, aber sehen werden Sie mich trotzdem nicht mehr.” Ich bin sicher, McDonalds wird´s verschmerzen.

Opfer der Bettelkultur

Wie blind man wird und wie weit sich ein bereits reflexartiges Ablehungsverhalten wirklich armen Leuten gegenüber in einem manifestiert hat, wurde mir letztes Wochenende in der Wiener Innenstadt bewusst. Abgesehen davon, dass es in unserer Gesellschaft überhaupt nicht so weit kommen dürfte, das Menschen auf der Strasse hocken und betteln müssten, hat sich in Wien eine Bettelkultur breit gemacht, die einen fast dazu nötigt schon präventiv laut NEIN zu schreien wenn wieder jemand die Hand aufhält.

Wie gesagt, am Wochenende war ich in der Stadt unterwegs und auf mich kam eine kleine, alte Frau zu. Mit so einem Rolleinkaufswagen, Henry oder James oder wie auch immer die Dinger heissen. Ungefähr 70 Jahre, gebückt, wirklich verarmt und verzweifelt aussehend. Sie sah mich schon von einigen Metern Entfernung an und ich merkte wie ich innerlich einen Katzenbuckel machte weil ich bereits wusste was auf mich zukommt. Und so war es auch. Kaum auf gleicher Höhe kam ein ganz leises “Hätten Sie bitte…” Zu mehr kam sie nicht, weil ich sofort, reflexartig, “Nein, tut mir leid” zu ihr sagte und weiterging. Nach zehn, fünfzehn Metern schoss es mir dann aber in den Kopf und ich drehte mich um. Aus der Entfernung sah ich, dass diese Frau wirklich am Ende einer langen Reise angekommen sein musste. Es wurde mir klar wie automatisiert ich bereits bin und wie mein Abwehrverhalten binnen einer Zehntelsekunde aktiviert wird. Die alte Frau tat mir leid, ich hatte aber dann auch wieder nicht den Nerv zurück zu gehen und ihr fünf Euro in die Tasche zu stecken. SIE tat mir leid, ICH war auf mich selbst wütend.

Was ich damit sagen will ist, dass es eigentlich traurig ist wie weit man einerseits bereits abgestumpft ist und andererseits gezwungen wird ein solches Abwehrverhalten überhaupt erst zu entwickeln. Das kommt nämlich davon, dass man bei uns fast überall von verkrüppelten (ich weiss wie politisch unkorrekt das ist, und es ist mir egal) Gestalten, überwiegend aus Rumänien nach Österreich gekarrt, hier auf der Strasse sitzen, einem halbe Beine, verdrehte Gliedmassen und sonstwas entgegen strecken und darauf hoffen, einem mit einem “Bitte, danke, alles gute” ein paar Euro aus der Tasche locken zu können. Wovon sie selbst gar nichts haben. Die werden nämlich von den Zampanos der Gang dort hin und am Abend wieder weggebracht. Eigenständig könnten sie das nämlich gar nicht. Das Ärgste was ich jemals sah, war ein “Restmensch”, ohne Beine, ohne Arme, auf einem Rollbrett mit einem Eimer fürs Geld davor. Der kann nicht mal wechseln!

Und weil es diese armen, verkrüppelten Gestalten gibt, die zuhause auch nicht weniger hätten als hier, sperrt sich in mir schon alles wenn ich nur den leisesten Verdacht habe, dass jemand einen Euro von mir will und ich sage “Nein”. Ohne nachzudenken. Ohne überhaupt aufzuschauen. Leider hat es dieses Mal eine alte Dame getroffen, die sich sicher über ein paar Euro in der Tasche gefreut hätte. Mir hätte es nicht weh getan und ihr wäre sicher ein wenig geholfen gewesen. Wenngleich ich nicht weiss wie man mit ein paar Euro überhaupt von Hilfe reden kann. Im Grunde tut es mir leid, dass ich nicht die Courage hatte zu ihr zurück zu gehen. Man verroht in dieser Zeit und merkt es nicht einmal. Und das ist das eigentliche Drama.

Planet Paranoia

Und wieder einmal ist Europa, oder besser gesagt das unleidige Konglomerat EU, vor den USA in die Knie gegangen. Wenn es nicht unschicklich wäre das zu sagen, könnte man fast vermuten, das Merkel, Sarkotzi und vor allem Cameron so tief im Arsch der USA stecken, dass sie davon bereits dermassen benebelt sind um zu allem was von “drüben” kommt Ja und Amen sagen. Konkret geht es um das neue Abkommen zur Flugdatenweitergabe.

Dieser neue Vertrag verpflichtet nämlich die Fluggesellschaften 19 Datenangaben an die US-Behörden weiterzugeben. Dazu gehören unter anderem Name, Adresse, Sitzplatz-und Kreditkartennummer jedes EU-Passagiers, der in die USA einreist. Terrorfahnder wie die CIA können die Angaben für die Suche nach Terroristen oder Schwerverbrechern auswerten. Und 15 Jahre! speichern, ganz nebenbei bemerkt.

Dass die Amis nach dem 11. September den Persilschein (Freibrief) zur grenzenlosen Paranoia ausgestellt bekommen haben ist heute wohl jedem klar. Was allerdings meine Kreditkartennummer mit einer möglichen terroristischen Bedrohung zu tun hat geht mir einfach nicht in den Kopf. Klar, alle Terroristen dieser Welt kaufen ihr Bombenzubehör bei Amazon und zahlen dort mit Karte. Logisch.

Ich weiss auf jeden Fall eines. So sehr ich das Land an sich mag und die Führungselite mich täglich dreimal kann, so sicher werde ich keinen Flug in die USA mehr mit Kreditkarte bezahlen. Denn DIESE liebe vom Verfolgungswahn geplagten Heimatschützer, geht euch wirklich nicht die Bohne an. Ich habe auch ein Recht auf eine kleine Paranoia.

Update: Wahrscheinlich mache ich mich damit aber erst recht verdächtig, weil ich bar bezahlt habe.

Entscheidung am Morgen

Irgendwie habe ich es in letzter Zeit mit den Schweizern. Zuerst werde ich von einer international anerkannten Weinjournalistin nach Zürich eingeladen, dann adelt mich Provins Valais und lässt mich 2012 die Weine aus ihrem Sortiment verkosten und dann kriege ich gestern auch noch eine Einladung aus Montepulciano von einem Weingut, das seit mehr als hundert Jahren mit Wein handelt und einem Schweizer gehört, der mehr als 1.000 Schweizer Mitarbeiter in Gastronomie und Weinhandel beschäftigt.

Ich glaube ich werde mich wohl doch noch bei den Eidgenossen niederlassen. Wenn da nicht alles so kleiiiiin wäre. Ich meine, Zürich ist eine wirklich tolle Stadt, ich war oft dort und werde sicher auch noch öfter rausdüsen. Der See mitten in der Stadt ist grossartig und die Bahnhofstrasse ein Genuss. Das Dörfli ist auch immer wieder lustig, aber kaum dreht man sich zweimal um, ist man aus der Stadt raus und im Gemüse unterwegs. Nicht dass das nicht auch schön ist, aber irgendwie ist alles so eng.

Basel wäre eine Alternative. Aber dort ist alles noch kleiner und enger. Eine wunderschöne Altstadt, wie in vielen Städten, aber kaum da raus ist alles nichts weiter als aneinandergereihtes Wohngebiet. Ausserdem ist mir dort zuviel Chemie in der Luft. Und Bern? Da versteh ich keinen Menschen, weshalb Genf schon gar nicht in Frage kommt. Obwohl Genf wäre sicher auch was ganz Feines. Ausserdem ist mir dann Italien schon zu nah, was andererseits zu gefährlich für mich ist. Dolce vita und das viele gute Essen und Trinken. Lebensgefährlich!

Also vielleicht doch Südfrankreich. Ich kann zwar kein Französisch, aber was soll´s. Vielleicht macht gerade das den Reiz an der Sache aus. So hört man nicht was die Luete für Blödsinn verzapfen und kann sich einfach an der Sprachmelodie erfreuen. Ist nämlich eine schöne Sprache. Ich glaube aber, dass mir das dann nach ein paar Monaten beim Hals raushängt und ich weiter ziehen müsste. Nur, keine Ahnung wohin.

Wie es aussieht, wird das wohl noch eine ganz schwere Kiste werden. Ich bin nur froh, dass ich bis dahin noch genug Wein im Haus habe und mich vielleicht über den Geschmack und die damit verbundene Inspiration dem Ziel annähere. Ich will halt wie üblich ALLES. Und das GLEICH. Und nein, ich bin keine Frau!

Freunde aus dem Languedoc

Und wieder eine Lieferung eingetroffen. Jeweils eine Kiste aus Florensac und eine aus Mèze in Französien. Das Jahr wird heiter bis lustig. Ich glaube ich kaufe mir doch noch so ein heruntergekommenes Presshaus ausserhalb der Stadt. Die werfen sie einem nach. Schön langsam macht das wirklich Sinn darüber nachzudenken.

Das Glück der Übergrössen

Genau genommen müsste ich mir wünschen, dass die Amis noch fetter werden. Bei 29% verkauften 2X-Large und 3X-Large-Grössen und den damit verbundenen Aufschlägen in meinem Shop, macht das übers Jahr gerechnet mindestens einen USA-Trip aus. Ich spendier´ ein Super-Size-Menü!

Weihnachtsrummel-Rummelwahnsinn

Endpsurt ist angesagt. Die letzte Woche vor Weihnachten hat begonnen und wenn die genau so wird wie meine vorige, dann erlebe ich Weihnachten heuer nicht mehr. Ich bin nämlich letzte Woche zu rein garn nichts gekommen. Zumindest zu nichts was auch ein wenig Spass gemacht hätte. Aber so ist das nun mal vor Weihnachten. Jedes Jahr das Gleiche, also nichts wirklich Neues. Dafür habe ich aber, entgegen all den letzten Jahren, bereits alle Geschenke beisammen und entgehe so wenigstens dem ultimativen Weihnachtsrummelwahnsinn diese und nächste Woche. DER ist nämlich wirklich das Letzte. Also bleibt mir diese Woche noch Zeit alle meine Kunden anzuschreiben, die Weihnachtskarten zu versenden, es ein wenig ruhiger anzugehen (man möge mein Gebet erhören) und mit allerliebster Tochter und Freund noch die eine oder anderen Punschhütte unsicher zu machen. Fehlt eigentlich nur noch Schnee, dann ist es auch noch schön kitschig und so wie man es sich wünscht.

Ich hau jetzt diese Tage noch fest in die Tasten und dann schau ich mal was hier so alles übrig geblieben ist. Zur Not wird das dann nach den Feiertagen abgearbeitet. Irgendwann muss ja auch mal Ruhe sein, nicht wahr nicht?

Hundekot im Stadtgebiet

Was beim Lesen von Online-Zeitungen so richtig interessant ist und auch grossen Spass macht, sind nicht unbedingt immer die Artikel die man liest. Vielmehr sind es die Leserkommentare wo sich des Volkes Seele ungeniert auskotzt und mit echten Stilblüten für beste Unterhaltung sorgt. Ein Beispiel aus dem sonntäglichen Vormittags-Programm zum Thema Hundekot in der Stadt:

“Wenn ich wo wohn wo in der nähe kein wald ist wo der hund hinscheissen kann wo er möchte, schaff ich mir keinen hund an.”

Ein wenig “rustikal”, aber ganz so unrecht hat der Kerl auch wieder nicht :-)

Erotik in der Küche

Heute durfte ich in einem kleinen Innestadt-Laden, in einer Seitengasse zum Stephansdom, einmal mit einem RICHTIGEN Messer etwas Gemüse klein schneiden. Wobei, von schneiden kann hier keine Rede mehr sein. Das Ding ist durch die Teile einfach hindurch geglitten. Diese Prozedur hatte etwas – nein, ich brauche keinen Psychiater – EROTISCHES an sich. Wer einmal mit so einem Teil in der Küche die unterschiedlichsten Gewächse ‘bearbeitet’ hat, der versteht warum MÄNNER mehr als 1.000 Euro für Werkzeuge wie dieses ausgeben. Das Ding ist echt sexy!

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

STICHWÖRTER