Über vanilleblau

Vanilleblau ist eine Haltung. Leo ist mein Name. Das Ergebnis passt in keine Lade und Mexico ist weit entfernt. Auf hoher See schmeckt Single Malt vorzüglich und Key Largo ist das Ziel der Reise.
Website: http://vanilleblau.at
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Der Duft des Meeres

Nachdem ich gestern nicht mehr wirklich zum Fotografieren gekommen bin (die Erfindung des Telefons hat mich daran gehindert), werde ich heute den Tag dazu nutzen. Der ist nämlich dank des Schweisswetters draussen wie geschaffen für so eine Arbeit. Südfrankreich wird immer mehr eine Option für mich. Ich kann die Kräuter und die salzige Gischt vom Meer schon förmlich riechen. Aber bis dahin dauert es wohl noch ein wenig. Deshalb, nichts wie ran an die Arbeit. Geträumt wird später.

Salat, Sardellen, Sauvignon

Genau das braucht man um in Sommerstimmung zu kommen. Salat, Sardellen und einen guten Sauvignon Blanc. Alles, ausser den Sauvignon natürlich, in einer dicken Marinade aus Olivenöl, Weinessig und frischem Zitronensaft mit ebenso frisch gehackter Petersilie vermanscheln, Ei dazu und das ganze mit frisch gerupftem Oregano überzuckern. Fertig ist das Futter. Und der Sauvignon ist ein terroirgeprägter Wonnetropfen aus, erraten, der Appellation Reuilly von der Loire. Das Leben ist schön.

Weine aus zwei Edelschmieden

Wenn UPS klingelt und einem drei Kisten in die Bude stellt dann sagt man nur mehr oops. In diesem Fall zwei Pakete vom berühmten Château de Beaucastel der Famille Perrin. Zwei Namen die in der internationalen Winzerszene mehr als strahlen und bekannt sind. Weine auf die ich mich schon freue wie ein kleines Kind. Ganz besonders auf den Châteauneuf-du-Pape Blanc Roussanne ‘Vieilles Vignes’ (alte Reben). Das Fläschchen um läppische 90 Euro. Werde ich wohl langsam trinken :-)

Aber auch das dritte Paket aus dem Elsass ist was ganz was Feines. Ausgewählte Tropfen von der ‘Edelschmiede’ Hugel & Fils aus Riquewihr. Eine Selektion der besten Weine aus dem weltbekannten Schlemmerparadies. Herz was willst Du mehr.

Und jetzt werden die Flaschen fotografiert und die Terminplanung für die Verkostungen gemacht. Was für eine Arbeit wieder und was für ein unmenschlicher Stress!

Kunden sind nicht immer Könige

Was mir am meisten gegen den Strich geht und mich richtig ankotzt sind gewisse Ansagen von Kunden, die ihre Rechnung nach wiederholter freundlicher Erinnerung noch immer nicht bezahlt haben. Mit Meldungen wie, “ich habe nicht auf Sie vergessen, ihre Rechnung liegt in der Buchhaltung schon ganz oben”, provoziert man mich bestenfalls zu wirklich bösen Äusserungen. Also lieber Kunde, zum letzten Mal: “Ich mahne nicht weil es schade um die Zeit und die Mühe nicht wert ist. Deshalb frage ich immer erstmal freundlich nach. So wahrt jeder sein Gesicht. Wenn ich dann aber weiter verarscht werde ist der Ofen bei mir aus. Am Donnerstag ist die Kohle da sonst geht´s zum Anwalt. Und dein Status wird sofort auf ROT gesetzt, was soviel heisst wie: Nur gegen Vorkasse.” So schiesst sich jeder selbst ins Knie. Und jetzt will ich einen Kaffee.

Ostern im Permafrost

Ich will ja nicht meckern. Aber wir haben den 9. April und draussen hat es heisse 4 Grad Celsius! Früher bin ich über den Winter abgedüst und habe zwei, drei Monate in wärmeren Gefilden ‘gelitten’, aber jetzt? Jetzt muss ich schon schwer überlegen mir zwei Halbjahreswohnsitze zu leisten, denn unter 6 Monaten Permafrost geht wohl gar nichts mehr in diesen Breiten. Ostern und 4º. Das ist ja echt zum Auswandern.

Patriotismus in der Flasche

Es ist Samstag, es ist Ostern und es ist saukalt draussen. Und nebenbei schraube ich an Töchterchens Webseite rum. Was passt da besser als ein wenig Patriotismus an den Tag zu legen und ein entsprechendes Fläschchen aufzumachen? Cheers.

Ein neuer Tisch muss her

Gestern war wieder Erledigungstag und wie es sich da gehört, beinhaltet das natürlich auch den obligatorischen Abstecher zu Kare. Ich mag diesen Schuppen einfach. Für ‘Kleinzeug to go’ ideal, aber für Impulskäufe von Einzelmöbel (wegen Schlepperei zum Auto) nicht wirklich geeignet. Also mal im Netz rumgestöbert und mich darüber informiert wie das mit Möbel online kaufen so ist. Gerade was Kleinmöbel betrifft finde ich das eine bequeme und sinnvolle Alternative. Spart Zeit, spart die Schlepperei und wie ich herausgefunden habe auch noch richtig Kohle.

Da ich sowieso gerade auf der Suche nach einem neuen ‘Tisch der Wahrheit’ bin (aufmerksame Leser meines ‘Weinportals’ wissen welcher Tisch damit gemeint ist), habe ich mich also online auf die Suche danach gemacht und bin ich tatsächlich auch fündig geworden. Noch dazu ein Tisch von Kare Design. Herz was willst du mehr? Abgesehen davon habe ich noch etliche andere witzige Teile gefunden die ich einfach mal in meine Merkliste aufgenommen habe und mir so den einen oder anderen Weg in der Stadt ersparen kann. Möbel online shoppen kann durchaus Spass machen. Gleichzeitig in Magazinen wie schoener-wohnen.de stöbern und checken ob es das eine oder andere Teil auch online gibt macht die Sache mehr als effizient. (Tisch Railway. Bild via home24.de)

Ob ich Ledergarnituren oder komplette Einrichtungen online kaufen würde weiss ich nicht, da will ich die Teile schon gefühlt und gespürt haben (Haptik ist bei mir ein ganz wichtiges Element das Kaufimpulse auslöst oder blockiert). Aber gerade was Klein- und Einzelmöbel und sonstige Wohnaccessoires angeht ist diese Möglichkeit meiner Meinung nach eine interessante Alternative. Tagsüber im Laden anfassen und Gusto holen und am Abend online bestellen. Find ich gut. Ganz toll finde ich aber den kostenlosen Versand der Möbel. Der kostet nämlich in den Läden gewöhnlich eine schöne Stange Geld extra. Innerhalb Deutschlands ist er aber bei home24.de kostenlos. Einziger Wermutstropfen an der Sache: Leider kein Versand nach Österreich. Was mache ich jetzt nur? An der alten Wahrheit festhalten oder einfach lügen? Dieser Zustand ist noch nicht ausverhandelt ;-)

Geröstet, nicht gerührt

Irgendwie habe ich im Moment den vollen Gemüseflash. Also rasch ein paar bunte Paprika, Fenchel, Zwiebel, Knoblauchzehen, Tomaten, Zucchini und Melanzani zerschnippelt und für 20 Minuten ins Backrohr geschoben. Mit Rosmarin und Pfeffer gewürzt, dazwischen zweimal alles im Olivenöl gewendet und neu vermischt und ratzeputz ist die sommerliche Gemüsepfanne perfekt geröstet. Dazu Baguette, ein wenig Schinkenspeck und fertig ist der Ostertopf. Ich wünsche was.

Ahnungslose zahlen doppelt

Ostersamstag ist und wie es kein Mensch braucht, ist es draussen zum *wääähhh*. Scheisswetter hoch drei. Damit ja keine Feiertagsstimmung aufkommt. So what. Wie erwähnt waren wir gestern abend in der Innenstadt beim Italiener. Im Da Capo im 1. Bezirk zum Osterbeginndinner, oder so. Ambiente war ganz okay, das Futter auch. Eigentlich ein netter Abend, wenn da nicht die Weinpreise gewesen wären. Ich bin ja gerne gewillt für guten Wein Geld auszugeben, aber in einem durchschnittlichen Lokal mit miserabler Weinauswahl mehr als 6 Euro für 0,1l im Glas zu zahlen finde ich schwer übertrieben. Mir ist schon klar, dass ich in der Hotelbar oder in der gehobeneren Gastronomie entsprechende Preise zahle, aber für ein paar Tropfen einfachen Rosso Antinori über 6 Euro zu verlangen ist schon mutig und beweist, dass man darauf setzt, dass die Gäste sowieso keine Ahnung davon haben was sie trinken. Hauptsache es ist Chianti. Von daher hat mich das Lokal zum letzten Mal gesehen. Denn beim Italiener will ich Wein zum Essen. Nur wenn ich dann so dafür abgezockt werde verzichte ich eben drauf, oder gehe zum Nobelitaliener und habe wenigstens eine echte Auswahl für mein Geld. Frohe Ostern!

Mit Käsekrainer in das Wochenende

Weil es in Slowenien eine sogenannte ‘Krainer-Wurst’ gibt (Kranjska klobasa), will man sich diese Bezeichnung jetzt als offizielle Herkunftsbezeichnung schützen lassen und hat bei der EU-Kommission den notwendigen Antrag dafür gestellt. Im Falle der Anerkennung würde das für Wien bedeuten, dass alle Würstelstände die weltbekannte Käsekrainer nicht mehr als Käsekrainer anbieten dürften und sie als ‘Gebratene Wurst mit Käsefüllung vom Grill’ oder so ähnlich anbieten müssten. Abgesehen davon, dass ich mich frage ob die da unten keine anderen Probleme haben und es nicht wichtigere Dinge anzugehen gäbe, frage ich mich: “Bekomme ich dann in Zukunft einen Strafzettel wenn ich am Würstelstand trotzdem eine Käsekrainer bestelle?” Die spinnen doch, die Krainer!

Zu tun gibt es heute übrigens auch noch ein wenig. Schedule for today:

+++ Neuen Kaffee kochen (habe den nämlich statt der Milch ins Müsli gegossen. Der Tag fängt ja schon gut an) +++ KONZENTRIEREN +++ Post durchchecken (Rechnungen wegwerfen) +++ Kaffee in die Tasse giessen und rein in die Blutbahn damit +++ Restaurierungsarbeiten (zwei Tage nicht rasiert und ich sehe aus wie Paul Breitner) +++ Noch einen Kafee hinter die Binde kippen +++ Anziehen und in die Stadt düsen +++ Agenturtermin im 1. Bezirk +++ Irgendwo irgendwas essen +++ Druckerei (Muster abholen) +++ Am Rückweg in die Stadt einen Espresso organisieren (ohne dieses Ritual ist ein Freitag kein Freitag) +++ Einkaufen und Osterhasen für Töchterchen besorgen (keinen echten und auch keinen von Lindt) +++ Termin bei der Maniküre (Grad der Verwahrlosung auf Null senken) +++ Rasch noch in den Fetzentempel (Abendgarderobe klauen nur mal schauen ob mich was anspringt) +++ Heimreise (Einkauf abliefern und die Dusche anwerfen) +++ Pimpen (ausgehfertig machen) +++ Wieder zurück in die Stadt und im Da Capo das Wochenende mit Freunden bei gutem Essen und Wein beginnen +++ Memo an mich: NICHT die Geschenke vergessen! Bis denne dann.

Touristen

Abgesehen davon, dass ich in so einem Aufzug nicht einmal den Müll rausbringe, finde ich es immer wieder lustig wie Touristen so durch die Stadt laufen. Nichts gegen Shorts und Latschen wenn ich irgendwo in karibischen oder ähnlich heissen Gefilden rumgurke und mehr Sand als Beton unter den Füssen habe. Aber in der Stadt? Ein absolutes No-go! Sieht einfach nur superdämlich aus. Fast so wie weisse Socken und Sandalen.

Es ist D-Day

Thank god, it´s D-Day! Donnerstag um genau zu sein. Letzter Arbeitstag und die Sonne scheint auch noch dazu wie verrückt durchs Fenster herein. Was will man mehr? Rückblickend betrachtet war ich diese Woche wieder einmal sehr brav und habe so ziemlich das Letzte aus der Tastatur heraus geholt. Die Arme hat sich ihre Pause redlich verdient. Heute noch die Fotos der letzten beiden Lieferungen machen und herrichten, Terminplanung machen und dann sollte es das soweit gewesen sein. So nichts ausserplanmässiges hereinflattert. Hoffen wir mal das Beste.

Morgen steht dann wieder einmal ein wahres Monsterprogramm in der Stadt auf meiner Schedule und ich bin jetzt schon froh, wenn ich diesen Tag hinter mich gebracht habe. Denn am Abend werde ich dann mit Freunden die Woche standesgemäss beim Italiener ausklingen lassen. Bei gutem Futter und ebenso gutem Wein. Aber bis dahin dauert es noch ein wenig und deshalb wird jetzt noch gebuddelt. Let´s rock that Thursday!

Ohne Worte

Das erste Mal

Es ist vollbracht. Gerade vorher habe ich bei meinem Kurzausflug in die City zum ersten mal wieder einen Becher mit Eis von meiner Lieblingseisfrau füllen lassen. Dabei ist mir aufgefallen wie unflexibel ich bei der Sortenwahl bin. Jedes Jahr das Gleiche. Eiegentlich müsste ich gar nichts mehr sagen. Panna Cotta, Schoko, Pistazie, Malaga und Zuppa Inglese. Zur Abwechslung hin und wieder Kakao, Raffaelo und Maroni. Und das den ganzen Sommer über. Wenn ich nur bei allem so pflegeleicht wäre.

Fuck the phone

Noch ein Tag bis Wochenende und ich liege ganz gut im Plan. Wenn da nicht dauernd das blöde Telefon rattern würde. Leute, schickt mir ein Mail. Das lese ich und antworte, so es einer Antwort wert ist. Wenn es das nicht ist dann könnt ihr euch den unnötigen Anruf auch schenken, Damit raubt ihr mir nämlich MEINE Zeit, eure ist mir egal. Ich hasse es wenn ich beim Schreiben bin und immer wieder dabei unterbrochen und aus dem Rhytmus gebracht werde. Wollte ich nur mal loswerden.

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

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