Horror am Freitag

Ich sag´s euch, das war der reinste Horrortag gestern. Zuerst den neuen Kühlschrank aussuchen müssen, was für mich – solange ich nicht das Teil meiner geheimsten Wünsche bekomme – so ziemlich das Unnötigste ist was es nur gibt. Ist ungefähr so sexy wie Wollsocken stricken.

Danach ans andere Ende der Stadt gedüst und festgestellt, dass ich das osteuropäische Ausland erreicht habe ohne eine Grenze passieren zu müssen. Dank ausgefuchster Standortanalyse des TV-Anbieters mitten in der kaufkraftstärksten Zielgruppe Wiens gelandet. Soviel Familienbeihilfen und sonstige Förderungen bekommt ein Österreicher sein ganzes Leben nicht was dort allein eine einzige Familie erhält. Die kommen nämlich sogar zum “Werfen” nach Wien und machen dann ihre “Rechte und Ansprüche” geltend. Soviel zum politischen Sonntagsgekotze.

Danach gleich den Einkauf erledigt und festgestellt, dass der Supermarkt sein Sortiment auf eben diese Zielgruppe abgestimmt hat. Was mich dann nicht wirklich gewundert hat. Also nur die Hälfte bekommen und “back to Heimat” dann den Rest eingekauft. Hätte ich gleich auf einmal erledigen und mir den Knoblauchgestank sparen können. Aber hinterher ist man immer gescheiter.

Dann wieder in die Stadt zurück (in die richtige Stadt) und Maria um Hilfe gebeten. Die hat mir was gehustet und mich bei WMF so tief in die Tasche greifen lassen, dass mir danach schlecht war. Der SALE hat seinen Sinn erfüllt. Ich habe doppelt soviel ausgegeben als ich geplant hatte und bei regulären Preisen niemals bezahlt hätte. Werbung wirkt. Sag´ ich ja seit Jahren, aber keiner glaubt mir!

Bei Butlers dann sehr verhalten unterwegs gewesen und nur Kleinigkeiten mitgehen einpacken lassen. Man muss sich ja auch belohnen und sich den Frust von der Seele shoppen. Der Espresso war dann mehr als nötig weil ich ziemlich durchgefroren war und wenigstens jetzt ein wenig “Mehrwert” lukrieren wollte. In Form von Wärme. Die war nämlich gratis. Dafür ist der Kaffee um 20 Cent teurer geworden. Soviel zum Thema Mehrwert und gratis. Wieder angepisst.

Danach endgültig nach Hause, Geschirr verstaut, Kaffee gemacht und absolut nichts mehr angegriffen. Zu müde, zu “verausgabt” und zu erfroren. Einfaches Abendessen mit Schinken, Salami, Parmesan und Oliven gemacht und eine Flasche Wein dazu geköpft. Zinfandel musste es gestern sein. Passte zur Temperatur und wärmte das Herz. Habe dabei echt überlegt ob ich die heizung auslassen sollte um wenigsten ein wenig wieder einzusparen. Bei 18º Raumtemperatur dann aber doch für Luxus entschieden und meinen Energielieferanten hoch leben lassen. Die Vorstandgehälter wollen schliesslich auch bezahlt werden.

Und heute… wird wieder gearbeitet. Damit mir nicht langweilig wird. Ich könnte ja sonst am Samstag auf dumme Ideen kommen. In diesem Sinne wünsche ich euch was. Aber anständig dabei bleiben.

Freitag ist und keiner geht hin

Schedule for today:

+++ Mindestens 2 Stunden unter die Dusche (der einzige Ort wo es richtig warm ist) +++ Termine für Montag und Dienstag vereinbaren bzw. bestätigen +++ Vertrag unterschreiben und auf die Post damit traben +++ Kühlschrank kaufen (meiner ist buchstäblich erfroren und hat sein Leben ausgehaucht) +++ Einkauf fürs Wochenende erledigen (mir ist nach Fisch und so Zeugs) +++ TV-Receiver umtauschen (dazu muss ich in die Vorort-Pampa der Stadt) +++ Das Teil quer durch die Stadt wieder nach Hause karren +++ So ich nicht erfroren bin nochmal zurück in die City auf die Strasse wo auch Maria nicht hilft (Insider wissen wie die Strasse heisst) +++ Geschirr kaufen (JA, echtes Geschirr! WMF hat SALE und da muss ich zuschlagen) +++ Weiter zu Butlers und Kare (Kleinkram stöbern und mitgehen sich inspirieren lassen +++ Alles verstauen und auf einen Espresso niederlassen (Mehrwert durch Aufwärmen 100%) +++ Dann endgültig heimwärts und aufs Weekend einstimmen (mit Brotzeit á la Provençe) +++ Tisch für Sonntag reservieren (allerliebste Tochter mit Freund zum “Grossen Fressen” in den einzig echten Burger- Ribs- und Steaktempel der Stadt eingeladen) +++ Füsse auf die Truhe und Ende für diese Woche. Zumindest bis morgen. Die nächsten 14 Tage gibt es nämlich kein echtes Wochenende. Aber das ist eine andere Geschichte.

Chaos im Vogelkäfig

Jetzt! Zum ersten Mal heute zum Luft holen gekommen. Das ist ja irre! Geht bitte noch ein wenig mehr und vor allem ein wenig mehr Chaos? Ich brauche das, you know? Ich habe sogar vergessen mir Kaffee zu machen. Und das heisst was. Das ist mehr als bedenklich wenn die Arbeit solche Ausmasse annimmt. Gesundheitsgefährdend ist das. Aber jetzt wird mal Pause gemacht und was gefuttert. Zwar keine Ahnung was, aber das ist ja auch nicht so wichtig. Schon gar nicht elementar. Es gibt wichtigeres als essen. Zumindest meistens. Heute aber nicht. Ich brauch Enerige. Burger-Lieferdienst anrufen. Zum rausgehen ist es viel zu kalt. Soll der Bote sich den Arsch abfrieren. Ich hab eine Klammer als Endtag vergessen. Ganz nebenbei bemerkt, und mich gewundert warum auf einmal alles auf “em” steht. Got it? Misthacke! Ich muss mal Kaffee grillen, sonst zucke ich noch aus hier. Bis dann dann, oder so.

Präsident auf Urlaub

Wenn ich mir so anschaue wie sich die unterschiedlichsten Interessenvertretungen in Österreich aufführen wird immer mehr klar, wie richtig ich mit meinen Entscheidungen und Handlungen seit mehr als zwanzig Jahren gefahren bin. Ich mache meine Dinger selbst und jeder Verband, Verein oder sonstige Vertreter meiner “Interessen” ist bei mir immer gegen eine Wand gerannt. Ich war nie ein Mitglied einer Gewerkschaft oder sonstigen Zwangsorganisation und werde auch nie eines werden. Nicht einmal gegen Strafandrohung. Aktuell streiten ja unsere Parteien (was ist deren Leistung?) um das Sparpaket, welches unsinnigerweise Sparpaket heisst weil sich Steuererhöhungsaktion politisch weniger gut anhört. Auch wenn es korrekter wäre und der Wahrheit entspräche.

Und was machen die Interessenvertretungen des Landes? Die Arbeiterkammer legt sich wie immer bei allen Verhandlungen quer (was zum Spiel gehört) und der Boss der Beamtengewerkschaft sagt wie üblich “Njet”. Für dieses eine Wort wäre es natürlich auch kontraproduktiv überhaupt aktiv an den laufenden Verhandlungen teilzunehmen. Nein sagen kann man aus dem Skiurlaub, auf welchem sich der Präsident der Sessekleber sich zur Zeit befindet. Man hat ja besseres zu tun als sich dort einzubringen wo gerade “zum Wohle der Bürger” Nägel mit Köpfen gemacht werden. Selbst wenn dabei wie üblich nichts wirklich Intelligentes herauskommt und jeder wieder nur einen Tritt in die Fresse bekommt. Mit einem fiesen Lächeln im Gesicht. Faymann weiss halt wie´s geht.

Ich weiss nur eines: Sollte ich jemals einer Partei oder sonstigen politischen Organisation beitreten, erlaube ich jedem mich auf offener Strasse zu erschiessen.

Hundepisse & Autoreifen

Irgendwann haue ich so einem vertrottelten Hundehalter eine in die Fresse wenn ich wieder einen sehe, wie sein Köter genüsslich die Autoreifen anpisst. Ich verstehe ja den Hund, woher soll der wissen was eine Felge und ein Reifen ist? Was ich aber nicht verstehe – und auch nicht verstehen will – ist der Idiot am anderen Ende der Leine, der nur blöd dreinschaut und nicht im Geringsten daran denkt, seinen Hund davon abzuhalten die Teile vollzupissen. Ich wette, wenn der MICH dabei erwischt wie ich seine Kiste anpinkle läuft er amok und ich kann meine Beine in die Hand nehmen. Nur Arschlöcher und Idioten überall wo man hinkommt.

Nachwehen des Super Bowl

Was für ein Spiel. Da freut man sich, dass sein Team die Führung übernimmt und dann machen die Giants mit dem letzten Pass alles kaputt. Aber spannend war es allemal. Ein gutes Finale, spannend bis zum wirklich letzten Wurf. Und ich bin total kaputt und werde heute wohl in Zeitlupe meine Sachen erledigen. Zumindest bis Mittag. Denn dann muss ich in die Kälte raus. Bei den Temperaturen eine eindeutige Verletzung der Menschenrechte. Aben wen kümmern die schon? Ich brauche jetzt mal einen Liter Kaffee um überhaupt wach zu werden. Bin nämlich sowas von kaputt!

Permafrost im Schlafzimmer

Es ist kalt. Es ist arschkalt! So schön kuschelig warm ist es unter der Decke im Bett und man geniesst förmlich den frischen Luftzug im Zimmer. Kaum schlägt man diese aber beiseite und verlässt die Kiste, erstarrt man augenblich zu einer Eissäule. Nicht einmal zittern hilft da. Man steht einfach wie eingefroren da und wünscht sich telepathische Fähigkeiten um sich ins Wohnzimmer beamen zu können. Winter ist ja was schönes, aber so frostig muss er dann auch wieder nicht sein.

Sauerstoffvergiftung

War das ein herrlich fauler und entspannter Tag gestern. Zuerst in die Stadt gefahren und geschaut was es Neues gibt in den Geschäften. Danach auf den Naschmarkt gedüst und mir beim Urbanek feinsten Schinken und Käse zwischen die Zähne geschoben. Eine Institution die Hütte. Nirgendwo sonst kann man in Wien auf weniger Quadratmetern rascher sein Geld los werden. Nach dem Imbiss dann weiter getrabt und ein paar Tees für daheim eingekauft und am Abend, kurz vor einer Sauerstoffvergiftung stehend, nach Hause. Mit Freude dann registriert, dass der versprochene Vertrag im Postfach war und bis auf ein paar kleine Details (welche in der Regel immer noch nachträglich abgeklärt gehören) alles so drin stand wie es besprochen wurde. Somit war auch der Abend gerettet und jetzt wird das “Werk” feingeschliffen. Dann kann der Deal nächste Woche abgesegnet werden und jeder ist happy. So kann die Woche ausklingen. Wo ist der Kaffee?!

Cityflitzer

Mensch, hier geht´s zu wie in einem Taubenschlag. Zu nichts gekommen bis jetzt weil nur das Teletü bimmelt. Ich glaube ich flüchte heute aus dem Büro und nütze das tolle Wetter für einen Citytag. Mit Schreiben bin ich im Plan, also kann ich genausogut blau und mir einen feinen Lenz machen. Ausserdem soll Sauerstoff ja gut für die Gesundheit sein. Nur, ob der in der Stadt wirklich gesund ist bezweifle ich dann auch wieder. Anyway, ich mach´ mich vom Acker und lass Fünf mal wieder g´rade sein. Bis denne dann.

Abendfreuden

Gestern am Abend kam noch ein höchst erfreulicher Anruf. Obwohl schon relativ spät, liess es sich mein “Verhandlungspartner” nicht nehmen mich vorab davon zu informieren, dass man sich zur Zusammenarbeit entschieden und mein Konzept wie am Freitag präsentiert, angenommen hat. Der Vertrag wird heute getippert und mir morgen zugestellt. Na dann warten wir mal ob alles wie besprochen drin steht. Wenn ja, dann ist wieder ein grösserer Budgetposten vom Tisch und die nächste Shoppingtour fällt nicht unter aussergewöhnliche Belastungen.

Feines aus Montepulciano und Kaltern

Heute war wieder mal Weinliefertag. Zuerst hat FedEx gebimmelt und mir eine Kiste aus Montepulciano in die Hand gedrückt und eine Stunde später kam dann der Paketesel von der Bahnspedition angedüst, um mir drei Kartons aus Südtirol zu überreichen. Solche Montage mag ich. Jetzt fehlt nur noch der Waggon aus Sizilien, dann ist die erste Tranche komplett und das Lager voll. Perfekt verplant um dann im zweiten Halbjahr die nächsten Sortimente aufnehmen zu können. Für 12.000 Euro habe ich übrigens ein altes Presshaus gesehen welches zu verkaufen ist. Seitdem sabbere ich nur mehr durch die Gegend.

Bullen-Power

Noch Fragen warum in Österreich alles ein wenig länger dauert?

Stilvoller Wochenausklang

Und jetzt ist Feierabend. Termin im Grand Hotel war äusser produktiv und konstruktiv und sieht noch dazu sehr Erfolg versprechend aus. Gefreut wird aber erst wenn die Unterschrift am Papier getrocknet und die Kohle am Konto ist. Alte Unternehmerweisheit. Und jetzt platze ich die Beine auf die Truhe und gönne mir ein riesengrosses Guinness. Oder zwei. Es ist Wochenende und Zeit zum Abschalten. Cheers!

Laborratten sind auch nur Tiere

Die Macht der Schlagzeile! Gestern mittag einen kurzen Artikel inklusive Video über Weintrinker als Laborratten veröffentlicht und innerhalb von sieben Stunden 153 Zugriffe darauf verzeichnet. Heute hält er bei 219 und ich denke es wird wohl noch ein wenig anhalten. Mal schauen wo das Ding am Ende des Tages steht. Werde das checken wenn ich von meinem Abendtermin im Grand Hotel wieder zurück bin. Und jetzt geht´s zum Friseur und zur Maniküre. Man will ja nicht komplett verwildern.

Nur keine Hektik

Schedule for today:

+++ call Raimond (Roquefort) wegen Material +++ Konzept IWB fertigstellen +++ Bilder herrichten für Artikel +++ Überweisungen durchführen +++ WEINEN +++ Einkaufen +++ Vorspänne schreiben für nächste Serie +++ Laufen gehen (wenn weiter Regen dann eine Stunde am Cardio drehen) +++ Grobplanung Februar anfangen +++ Feierabend, oder so was Ähnliches … jedenfalls mit einem Glas Wein.

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

STICHWÖRTER