Der Duft des Meeres

Nachdem ich gestern nicht mehr wirklich zum Fotografieren gekommen bin (die Erfindung des Telefons hat mich daran gehindert), werde ich heute den Tag dazu nutzen. Der ist nämlich dank des Schweisswetters draussen wie geschaffen für so eine Arbeit. Südfrankreich wird immer mehr eine Option für mich. Ich kann die Kräuter und die salzige Gischt vom Meer schon förmlich riechen. Aber bis dahin dauert es wohl noch ein wenig. Deshalb, nichts wie ran an die Arbeit. Geträumt wird später.

Ostern im Permafrost

Ich will ja nicht meckern. Aber wir haben den 9. April und draussen hat es heisse 4 Grad Celsius! Früher bin ich über den Winter abgedüst und habe zwei, drei Monate in wärmeren Gefilden ‘gelitten’, aber jetzt? Jetzt muss ich schon schwer überlegen mir zwei Halbjahreswohnsitze zu leisten, denn unter 6 Monaten Permafrost geht wohl gar nichts mehr in diesen Breiten. Ostern und 4º. Das ist ja echt zum Auswandern.

Mit Käsekrainer in das Wochenende

Weil es in Slowenien eine sogenannte ‘Krainer-Wurst’ gibt (Kranjska klobasa), will man sich diese Bezeichnung jetzt als offizielle Herkunftsbezeichnung schützen lassen und hat bei der EU-Kommission den notwendigen Antrag dafür gestellt. Im Falle der Anerkennung würde das für Wien bedeuten, dass alle Würstelstände die weltbekannte Käsekrainer nicht mehr als Käsekrainer anbieten dürften und sie als ‘Gebratene Wurst mit Käsefüllung vom Grill’ oder so ähnlich anbieten müssten. Abgesehen davon, dass ich mich frage ob die da unten keine anderen Probleme haben und es nicht wichtigere Dinge anzugehen gäbe, frage ich mich: “Bekomme ich dann in Zukunft einen Strafzettel wenn ich am Würstelstand trotzdem eine Käsekrainer bestelle?” Die spinnen doch, die Krainer!

Zu tun gibt es heute übrigens auch noch ein wenig. Schedule for today:

+++ Neuen Kaffee kochen (habe den nämlich statt der Milch ins Müsli gegossen. Der Tag fängt ja schon gut an) +++ KONZENTRIEREN +++ Post durchchecken (Rechnungen wegwerfen) +++ Kaffee in die Tasse giessen und rein in die Blutbahn damit +++ Restaurierungsarbeiten (zwei Tage nicht rasiert und ich sehe aus wie Paul Breitner) +++ Noch einen Kafee hinter die Binde kippen +++ Anziehen und in die Stadt düsen +++ Agenturtermin im 1. Bezirk +++ Irgendwo irgendwas essen +++ Druckerei (Muster abholen) +++ Am Rückweg in die Stadt einen Espresso organisieren (ohne dieses Ritual ist ein Freitag kein Freitag) +++ Einkaufen und Osterhasen für Töchterchen besorgen (keinen echten und auch keinen von Lindt) +++ Termin bei der Maniküre (Grad der Verwahrlosung auf Null senken) +++ Rasch noch in den Fetzentempel (Abendgarderobe klauen nur mal schauen ob mich was anspringt) +++ Heimreise (Einkauf abliefern und die Dusche anwerfen) +++ Pimpen (ausgehfertig machen) +++ Wieder zurück in die Stadt und im Da Capo das Wochenende mit Freunden bei gutem Essen und Wein beginnen +++ Memo an mich: NICHT die Geschenke vergessen! Bis denne dann.

Es ist D-Day

Thank god, it´s D-Day! Donnerstag um genau zu sein. Letzter Arbeitstag und die Sonne scheint auch noch dazu wie verrückt durchs Fenster herein. Was will man mehr? Rückblickend betrachtet war ich diese Woche wieder einmal sehr brav und habe so ziemlich das Letzte aus der Tastatur heraus geholt. Die Arme hat sich ihre Pause redlich verdient. Heute noch die Fotos der letzten beiden Lieferungen machen und herrichten, Terminplanung machen und dann sollte es das soweit gewesen sein. So nichts ausserplanmässiges hereinflattert. Hoffen wir mal das Beste.

Morgen steht dann wieder einmal ein wahres Monsterprogramm in der Stadt auf meiner Schedule und ich bin jetzt schon froh, wenn ich diesen Tag hinter mich gebracht habe. Denn am Abend werde ich dann mit Freunden die Woche standesgemäss beim Italiener ausklingen lassen. Bei gutem Futter und ebenso gutem Wein. Aber bis dahin dauert es noch ein wenig und deshalb wird jetzt noch gebuddelt. Let´s rock that Thursday!

Internetpolizei & Sammelwut

Die österreichische Innenministerin Mikl-Leitner will jetzt unsere Jüngsten vor dem bösen Internet, im Konkreten vor Facebook schützen und plädiert dafür, dass die “Internet-Polizei” Aufklärungsarbeit an den Schulen unternimmt. Ja, wir haben tatsächlich bereits 300 Internet-Polizisten die aufpassen, dass da alles korrekt zugeht drin, im Internet. Dazu muss ich gleich mal sagen: Ich mag diese Frau nicht. Weil sie einerseits eine Ahnungslose ist und andererseits am liebsten überhaupt jedem Bürger alle Persönlichkeitsrechte absprechen würde wenn sie könnte. Aber das ist ein anderes Thema.

Was ich für sinnvoller erachten würde wäre, wenn die andere Ahnungslose, nämlich unsere “Unterrichts- und Bildungsministerin” endlich einmal aufwachen und in Zusammenarbeit mit all ihren verstaubten, ewig gestrigen Mitarbeitern dafür sorgen würde, dass unser Schulsystem endlich auch im 21. Jahrhundert ankommt. Mit entsprechenden Unterrichtsfächern, die für das zukünftige Leben unserer Jüngsten von Relevanz sind und sich darin mit der virtuellen Welt und all ihren Social Media-Bereichen inklusive aller “Nebenwirkungen” auseinandersetzt. Ist es heute schon so gut wie unmöglich ein vollwertiges Leben ohne Internet zu führen, so werden die heute 6-10-Jährigen in zehn Jahren ohne Internet erst gar nicht lebensfähig sein. Wäre unter Umständen sinnvoller als die Kraft dafür zu vergeuden die Bundeshymne umzuschreiben um endlich auch die Frauen in den Text aufzunehmen. Welch Errungenschaft.

Ach ja, noch etwas; seit Montag haben wir es in Österreich endlich auch geschafft ein Land von 8 Millionen Generalverdächtigen zu sein. Alles (die gesamten Verbindungsdaten von Telefonaten, e-Mails, Internetverbindungen wann, wohin, wie lange, etc.) wird aufgezeichnet und gespeichert. Um uns vor bösen Terroristen zu beschützen. Obwohl die zuständigen Verantwortlichen noch nicht einmal die erforderlichen Strukturen dafür geschaffen haben, wird das trotzdem umgesetzt. Pfeif auf irgendwelche Rechte. In Zukunft werden auch die Österreicher in erster Linie ihre Unschuld zu beweisen haben und nicht wie es sein sollte, der Staatsanwalt die Schuld eines möglichen Verdächtigen. Willkommen im neuen faschistischen Reich der Bananenrepublik Österreich.

Ich hätte da übrigens noch einen Vorschlag für die Prätorianer: Warum nicht gleich auch einen Chip an der Wohnungs-/Haustüre anbringen der aufzeichnet wann ich mein Heim verlasse und mittels GPS meinen Zielort zu speichern? Ich meine, ich habe ja nichts zu verbergen, kann ja jeder wissen wann ich mich aus dem Haus begebe und wohin ich gehe oder fahre. Ist ja nichts Schlimmes, oder? Warum nicht überhaupt alles aufzeichnen was ich wann, wo, mit wem und wie in meinem Privatleben so mache. Ich tu ja nichts Verbotenes und “habe nichts zu verbergen”, also kann mir auch nichts passieren, oder? Schönen Gruss an alle die so denken, denn die sind es die solche Methoden erst zulassen. Wie sagte schon der weise Benjamin Franklin?

„Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“

Genau DAS ist jedoch bereits passiert. Und alle applaudieren noch dazu.

Wintereinbruch im April

Was ist denn das für ein Mist? Ich will laufen gehen und draussen hat es gerademal 5 lächerliche Grad? Bedeckt und kurz vorm Regen noch dazu. In der Zeitung schreiben sie der Winter kommt zurück. Spinnen die Wettermacher denn jetzt komplett? Hey, es ist 1. April, ich steh nicht auf blöde Scherze, will einfach nur raus OHNE wieder die Winterklamotten auspacken zu müssen. Lauter Weicheier da oben. This sucks!

Living at its best

Ich liebe Freitage. Vor allem so wie meine in der Regel ausfallen. Wie schon vormittags erwähnt hatte ich wieder ein Date mit der Stadt und das habe ich wie üblich vollends genossen. Wie es sich gehört wurde der Tag mit einem schönen guten Espresso gestartet. Man braucht ja schliesslich ein wenig Doping für den anstrengenden Tag der bevorsteht. Also rein ins Café und einen ‘Kurzen’ in die Venen transportiert.

Danach war Shopping angesagt. Statt zwei Sakkos wurde es nur eines und Schuhe habe ich … glatt vergessen. Keine Ahnung warum, vielleicht weil Butlers und Kare am Weg lagen und ich dort wieder rumgewühlt habe wie ein Irrer. Gekauft habe ich natürlich lauter Zeug das keiner wirklich braucht, aber wenn man schon mal dort ist…

Lobenswerterweise habe ich aber bei Kare dann nicht zugeschlagen. Auch wenn mich dieses Teil wirklich angesprungen ist, aber man muss ja auch mal fünf Minuten vernünftig sein am Tag. Deshalb ist dieser Wecker dort geblieben wo er war.

Durch eine glückliche Fügung musste mein ‘Geheimrat’ früher aus der Stadt raus und so traf es sich perfekt uns gleich im Schwarzen Kameel zu treffen. Hunger hatte ich sowieso schon und ein kleiner Imbiss zum ‘geheimen Tratsch’ war da gerade passend. Ein Karotten/Ingwer-, ein Rotkraut/Thunfisch-, ein Blutwurst/Sauerkraut-Brötchen und ein Käse/Rucola-Gebäck waren perfekt. Auf die Zigarrenstunde wollte ich dann aber nicht mehr warten. Das Schwarze Kameel kann ich übrigens jedem nur empfehlen der in der Stadt ist. Eine Institution in Wien und weit über die Grenzen hinaus. Absoluter Tipp!

Nachdem sich mein ‘Geheimrat’ verabschiedet und ich bezahlt hatte war es Zeit den Einkauf zu erledigen. Also auf zu meinem heimatlichen Nahversorger und rasch alles besorgt was nötig war. Wie es der Teufel will ist mich dann in der Käseabteilung (an der ich niemals nicht und nimmer vorbei komme) dieser Rustique Camembert angesprungen über den der werte Man in Helvetica aufgrund seines Gestanks vor Kurzem auf Twitter so gelästert hat. Also habe ich das Teil eingepackt und dann noch eine Entdeckung gemacht, der ich als bekannter Weinliebhaber natürlich nicht widerstehen konnte. Einen anderen Camenbert namens Hansi aus dem Elsass. Ein schwer gereifter Camenbert mit Gewürztraminer. Der Käse ist so weich, dass er schon fast aus dem Papier rinnt. Werter Man in Helvectica, wenn Sie nochmal meinen IHR Rustique ist eine Stinkbombe, dann sollten Sie dieses Teil einmal schnuppern. Der geht auf keinen Fall in den Kühlschrank, weil ich sonst alles andere vernichten kann. Ein wahrer Stinker dieser Hansi. Aber der Gewürztraminer macht es wett.

Jetzt ist alles eingeräumt, das Futter steht auf dem Tisch und nachher gibt es einen wunderschönen Sizilianer. Einen Cerasuolo di Vittoria aus Vittoria in der Region Ragusa. Eine frische, leichte Cuvée aus Frappato und Nero d´Avola zum ebenso leichtfüssigen Wochenausklang. Obwohl der Hansi nach einer Trockenbeerenauslese als Begleitung schreit. Aber nach dieser ist mir heute nicht. Ich wünsche einen netten Abend.

Für mehr Hoden-Bewusstsein ODER So schön kann Ballspielen sein

Und dann gibt es da noch die Kampagne für “Hoden-Bewusstsein”, die zwar von der Fachzeitschrift “British Medical Journal” für reine Zeitverschwendung gehalten wird, wenn man sich aber ansieht wie angenehm das sein kann, nimmt man diese sinnlose Vergeudung von Zeit nur zu gerne in Kauf nimmt.

Ach ja, zu tun habe ich ja auch noch was heute. Schedule for today:

+++ AUFWACHEN +++ Mühsamer Start in den Tag wegen Regen und alles grau draussen +++ Regenschirm suchen (irgendwo hatte ich einen) +++ Kaffee, duschen, Zahnsanierung und generelle Renovierungsarbeiten im Bad erledigen +++ Noch einen Kaffee (intravenös) +++ Nach Neu-Anatolien (10. Bezirk) weil es den Laden den ich brauche nur dort gibt (Sprachführer einstecken) +++ Weiter in den 5. Bezirk was abholen und dann in den 6. +++ Zwei Sakkos kaufen (für den Sommer) +++ Schuhe kaufen +++ Geschirrbuden durchwühlen (ich brauche noch immer Suppentöpfe) +++ Irgendwo Mittagessen +++ Agentur Besuch abstatten und einen Espresso reinziehen +++ Weiter in die Innenstadt (Treffen mit meinem “Geheimrat”) +++ Zu Frick am Graben (Bücher stöbern) +++ Je nach Wetterlage entweder Window-shopping oder ins Schwarze Kameel zum Abhängen (Notizblock ist mit) +++ Spätnachmittags Wochenendeinkauf erledigen und dann ab nach Hause +++ Programmänderungen vorbehalten

Von Dummheit, Sägen und Pollenallergikern

Österreichs Medien sind zur Zeit voll mit der Geschichte des 56-jährigen Arbeitslosen der sich aus Angst vor der Gesundenuntersuchung seinen Fuss abgesägt hat. Angst vor dem AMS und dem Ergebnis der Untersuchung wird vermutet. Angst, dass sein Pensionsantrag wieder abgewiesen werden könnte und er vielleicht doch noch ein paar Jahre arbeiten müsste bis zur Pensionierung. Vieles wird vermutet, nichts ist konkret.

Was ich mich jedoch frage ist: Welchen IQ muss ein Mensch haben um sich bei vollem Bewusstsein hinzustellen, seinen Fuss unter die Bandsäge zu legen, die Sicherung zu entfernen und das Blatt nach unten zu drücken um sich seinen Fuss abzutrennen? Diesen dann, um ihn für eine mögliche “Wiederverwendung” nicht mehr nutzbar zu machen in den Ofen zu werfen und danach den Notruf zu wählen um gerettet zu werden. Ich weiss nicht, aber mit solchen Menschen kann ich einfach kein Mitleid haben. Sollte er durchkommen wird es wohl die letzten Jahre trotz allem eine sitzende Tätigkeit für ihn geben. Denn wegen so einem kleinen Handicap geht ein Normalsterblicher in Österreich nicht in Frührente. Ausser er ist Beamter. Bei dem reicht dazu schon eine Pollenallergie.

Spinnen die alle?

Habe ich gestern irgendwas von “Erledigungstag” gefaselt? Wenn das hier so weiter geht bekomme ich meinen Hintern heute überhaupt nicht mehr aus dem Stuhl. Sind die alle krank oder ist denen nur langweilig? Eine Stunde noch Leute, dann bin ich endgültig dahin! Ob euch das passt oder nicht. Ich arbeite nur vier Tage die Woche und mein Freitag ist mir heilig. Kapische? Sowas aber auch. Ich glaube die spinnen alle.

Es ist vollbracht

I did it! Knappe 400 Boxen inklusive 900 Links sind eingebaut und somit ist das Ding endgültig auf Schiene. Und deshalb hau´ ich jetzt den Hut drauf und mache vorgezogenen Feierabend. Irgendwann muss ja Schluss sein mit der Patzerei. Hey, Kunde, it´s done! Ich glaub´ ich genehmige mir jetzt einen richtigen Kracher aus dem Keller. Für diesen Anlass ist das Beste grade gut genug und aus diesem Grunde wird jetzt ein Fläschchen Chablis Grand Cru ‘Bougros’ von Patrick Piuze entkorkt. Um dem Mann einmal die Ehre zu erweisen. Und mir natürlich auch, ned wahr?

Frühstück vor dem Sturm

Letzter Arbeitstag für diese Woche. Wieder mal alles (okay, so ziemlich alles) geschafft was anstand und erledigt werden musste. Mit meinen Boxen bin ich auch fertig heute und dann sind nur noch zwei Artikel zu finalisieren. Deshalb werde ich mir jetzt einmal ein nettes Frühstück bruzzeln, was bei mir recht einfach ist; eine Kanne Kaffee und das wars auch schon. Ich bin ja genügsam.

Danach stehen heute nur mehr administrative Dinge am Programm. Muss auch sein, auch wenn diese Sachen nicht unbedingt mein Ding sind. So unkreativ, irgendwie. Aber da muss ich durch, ob ich will oder nicht *würg*. Und wenn jetzt jemand glaubt, dass für mich deshalb schon morgen das Wochenende beginnt, der hat sich getäuscht. Morgen ist, wie bereits bekannt, der “Erledigungstag”, also Rennereien und Stress in der Stadt und am Wochenende darf ich dann weiter an Töchterchens Webseite schrauben. Die kommt nämlich am Sonntag von der Trainingswoche zurück und will Fortschritte sehen. Ich bin doch wirklich ein armes Schwein.

However, heute wird noch fest in die Tasten gehämmert und morgen werde ich mir den Stress mit ein paar netten Dingen und Erlebnissen versüssen. Man muss ja schliesslich auf sich schauen und aufpassen, dass man sich nicht übernimmt, oder?

Spass sieht anders aus

Wenn es etwas gibt was mir mächtig aufs Gemüt schlägt, dann sind das Arbeiten die vor Stupidität strotzen und noch dazu einen Umfang haben, der schon vor dem Start für Depressionen sorgt. Konkret geht es dabei um die Boxen und Links die ich für meinen Kunden jetzt endgültig nachträglich einbauen darf. Nachträglich deshalb, weil er vergessen hatte mir ein paar wesentliche Sachen mitzuteilen, welche vielleicht von Wichtigkeit sein könnten. Worauf ich natürlich meine Arbeiten stoppen durfte und jetzt den geistig schon abgehakten zweiten Teil einbauen darf. Heisst soviel wie das Ganze von vorne. Oder um genau zu sein, die zweite Hälfte jetzt, obwohl sie schon lange fertig sein könnte. Und genau sowas kotzt mich an. Dinge zu beginnen und dann aufhören zu müssen, um, wenn man endgültig “draussen” ist von dieser Arbeit, neu anfangen zu dürfen. This sucks!

Wie auch immer, bis zu meinem persönlichen Wochenende werde ich mir diese Arbeit widerwilligst reinziehen und spätestens am Donnerstagabend fertig damit sein. Immerhin hat der Kunde ja fest Kohle dafür rangescheffelt. Also darf ich nicht meckern. Nur lästig ist es trotzdem wenn man monotone Arbeiten zweimal macht.

Montage sind unfair

Die Woche fängt ja schon gut an. Mittag ist und ich habe bis jetzt gerade mal einen (EINEN) einzigen Kaffee ergattert. Und der ist mir kalt geworden weil ich einfach auf ihn vergessen habe. So geht das überhaupt nicht! Gott sei Dank sind es nur mehr 3 1/2 Tage bis Wochenende. Ich falle jetzt schon vom Stuhl. Bis dahin müssen aber noch ungefähr 76 Artikel geschrieben und 389 Telefonate geführt werden. Geht sich sicher alles wieder irgendwie aus, damit ich am Freitag all das machen kann wozu ich unter Woche wieder nicht dazu komme. Das Leben ist hart und Montage sind unfair.

Ein Tag in der Stadt

Aber jetzt! Jetzt ist Feierabend! War das wieder ein Tag heute. Den ganzen Tag die Hacken in der Stadt abgelaufen und trotzdem nur die Hälfte von dem bekommen was ich eigentlich wollte. Dafür habe ich die andere Hälfte mit dem Kauf anderer Dingen kompensiert. Ich mag nämlich keine halben Sachen. Und so habe ich mir als allererstes ein neues Frühlingsjäckchen angeschafft weil dieses gar so laut vom Kleiderständer “nimm mich mit” gerufen hat. Man(n) hat ja ein Herz.

Danach zu Butlers und Kare wegen Suppentöpfen und Schüsseln, aber leider nicht wirklich was gefunden was mich angesrungen wäre. Also mit leeren Händen raus marschiert und direkt auf den Naschmarkt getrabt. Bietet sich immer an bei diesem Wetter. Rasch einen Drink dort genommen und dann den Einkauf erledigt. Gewürze für die nächsten hundert Jahre gesammelt, Korkuma, rosa Pfeffer, gelbe Senfkörner, Spaghettimischungen mit Knoblauch, Chili und Kräutern und noch mindestens vierunddreissig andere Stauden und Sträucher eingepackt.

Nachdem ich selbstverständlich auch in die Käsehütte eingefallen bin (ich komme dort einfach nicht vorbei, vielleicht sollte ich die Route wechseln) und dort wie immer richtig “geblutet” habe, war es Zeit endlich einmal etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Auf das Essen hatte ich nämlich irgendwie vergessen. Also ab in die City in die Brewing Company und mir dort zwei Bierchen und ein Sandwich genehmigt. So wie das Bier gezischt hat hätte ich zehn vertragen, aber man kann sich ja beherrschen.

Und das wars dann auch schon für heute. Rasch noch den Anzug aus der Putzere abgeholt, 30 Euro abgedrückt und endgültig nach Hause gedampft. Für alle Nicht-Österreicher dabei noch einen schnellen Schnappschuss vom Lebensministerium gemacht, weil das sonst keiner glaubt, dass es bei uns sowas wirklich gibt. Oh ja, ihr Nichtwissenden! Unser Staat schaut auf uns und sagt uns wie wir zu leben haben, oder auch nicht. Da schaut ihr, was? Auf sowas muss man erst mal kommen um irgendwelche ausgemusterte Beamte dort bei vollen Bezügen endzulagern.

Und jetzt ist endgültig Ende mit der Woche. Jetzt gibt es nur mehr Füsse auf die Truhe und den Rest des Abends einfach abhängen. Ich bin sogar zu faul mir ein Bier aufzumachen. Ich brauch´ einen Butler! Jemand einen übrig?

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