Weihnachts-Reha

Noch auf dem Weg der Wiedergenesung, aber noch immer voll wie ein Mastschwein. Wer sich mit ungefähr zehn Litern Kürbiskernsuppe mit Kokosmilch, Curry und Ingwer getunt auseinandersetzen musste, einen dicken fetten Lachs danach zu verdrücken hatte und als Abschluss ein Mascarpone-Kunstwerk mit gebratenen Äpfeln, Zimt und sonstigem unwiderstehlichen Beiwerk in einem Riesenglas in sich hinein stopfen musste, der DARF ein wenig leiden. Den ganzen Rotwein, Schnaps und anderen Sprit dazu zähle ich gar nicht im Detail auf. Es war einfach nur lecker. Und lustig wie lange nicht mehr.

Frauen bei der Arbeit. So wie es sich gehört.



Soviel Suppe in einem Topf. Musste aber trotzdem weg das Zeug. Irgendwie.

After-Fress-Phase. Wenig Bewegung, nur mehr in den Gläsern tut sich was.

Und ab morgen beginnt die Vorbereitung für die nächste Party. Das Leben ist echt hart.

Weihnachten in vanilleblau

Allen die sich sogar heute auf vanilleblau verirrt haben, wünsche ich ein frohes und gemütliches Weihnachtsfest. Möge sich der Christbaum biegen vor Geschenken, die Kerzen keinen Zimmerbrand auslösen und Mutter nicht weinend in der Küche sitzen, weil die Kekse hart wie Stein sind. Mögen die Kinder zufrieden sein mit dem was sie bekommen, Oma und Opa ihre Zähne drin behalten und Vater handzahm sein nach einer Flasche Whisky. Möge Weihnachten für alle so sein wie sie es sich vorgestellt haben und mögen die Tannennadeln im Bett die Scheidungsrate trotzdem niedrig halten.

Ich wünsche allen ein frohes und friedliches Fest. Mit allem Drum und Dran und ohne Katastrophen. Und vor allem jetzt schon viel Erfolg bei der Neujahrsdiät. Cheers!

Unterm Christbaum nichts Neues

Wer morgen keine Zeit und keine Lust hat hier vorbei zu schauen, muss das Fest trotz allem nicht ohne meine besten Wünsche bestreiten. Und wer doch Lust hat morgen noch hier vorbei zu schauen, dem werden natürlich ganz aussergewöhnliche Festtagswünsche zuteil. Alle, die weder heute, noch morgen Zeit und/oder Lust haben, seien mir trotzdem gegrüsst und beglückwünscht. So sie dazu noch aufnahmefähig sein sollten. Also, ein frohes Fest und immer schön auf seine Sachen aufpassen. Salute!

Depressive Krähen

Im Moment ist es derart grau da draussen, dass sogar die Krähen auf dem Balkon nur depressiv herum hocken. Sonne, wo bist du? Ich hasse diesen Brei.

Geile Suchmaschine

Seit ich vor ein paar Tagen über die tolle Nummer in der Wiener U-Bahn berichtet habe, beehrt mich der grosse Gockel täglich fast im Minutentakt mit dem geilen Gesindel aus dem Internetz. Es ist so einfach Suchmaschinen geil zu machen.

Tabasco in der Wunde

FUCK! Jetzt habe ich mir doch tatsächlich den Tabasco vom Flaschenhals in meinen Schnitt im Daumen gerieben. Wie blöd kann man nur sein? Himmel, brennt das Zeug!

Wahnsinn in der Strassenbahn

Musik aus den Ohrstöpseln, ununterbrochenes Klingelton- und Erkennungsmeldodien-Gewitter, Halbsätze in vierzehn nicht europäischen Sprachen, Kinder die toben, rülpsen und brüllen, Afrikaner die dealen und Menschen die wie Schweine Burger fressen. Und das alles gleichzeitig. So etwas gibt es wirklich nur in der Strassenbahn. Ich weiss ja warum ich diese Tiertransporter nur im äussersten Notfall benutze.

Gesellschaftliche Inkompatibilität

Was macht jemand, der Regeln nur selektiv akzeptiert, Obrigkeiten generell nicht anerkennt und auch sonst nicht gewillt ist, sich an gesellschaftliche Normen anzupassen? 1945 gab´s noch die Lobotomie. Und heute?

Die Party kann beginnen

Geschafft! Alle Weihnachtseinkäufe erledigt und dem totalen Wahnsinn am Wochenende entkommen. Bemerkenswert ist jedoch der Umstand, dass es schwieriger war für eine einzige Person etwas Nettes zu finden, als für eine Horde geifernder Paketempfänger rasch etwas zusammen zu kaufen. Jetzt fehlt nur noch das türkisblaue Wasser der Karibik und ein Kübel voll feinster Margarita am Palmenstrand. Oder wo auch immer.

Hauskiosk

Meine Affinität zu Zeitungen ist offensichtlich schwer zu verleugnen.

Dem Erfrierungstod entronnen

Habe ich schon erwähnt, dass es nicht wirklich Spass macht bei minus 8 Grad zu joggen? Nach einer Stunde bin ich jetzt ziemlich eingefroren und meine Organe verrichten nur mehr Dienst nach Vorschrift. Ich muss umgehend in die Wanne, sonst fallen mir die Finger ab.

Post aus Brooklyn

Post die ich immer wieder gerne bekomme. Ein vertrautes Kribbeln macht sich breit.

Korruption für Fortgeschrittene

Der Bevölkerung wird im Moment gezeigt wer wie korrupt ist und wie man sich dagegen wehren kann. Mit tollen Phrasen und ebensolchen Bildern. So wie diesem.

Bild: APA / Transparency International – Corruption Barometer

Auf den ersten Blick wartet diese Statistik nicht wirklich mit Überraschungen auf. Auf den zweiten Blick sollte man sich aber fragen, warum Nordamerika und die EU so “gut” abschneiden. Der Grund ist simpel:

• Braucht man in den USA einen Senator, Richter oder sonst wen, kauft man ihn.
• Braucht man in der EU einen Präsidenten, Vorstand, oder sonst wen, kauft man ihn.

• Braucht man in den USA oder in der EU eine spezielle “Leistung” oder “Meinung”, dann kauft man sie.

Geld spielt dabei nur eine Nebenrolle und ist für die Protagonisten nicht mehr als eine angenehme Begleiterscheinung. Die Macht die man sich kauft ist um vieles interessanter und macht das Leben so viel leichter. Das ganze nennt man Lobbying. Und da ist doch nichts schlechtes dran?

Vienna Peep Show

Das ist kein herunter gekommenes “Etablissement” im Ghetto von Bukarest. Dieser Bunker befindet sich mitten in Wien und lädt zu einem sicher unvergesslichen Besuch ein.

Moderne Bücherverbrennung

Dass Regierungen auf der ganzen Welt ihre Bürger belügen, betrügen, unterjochen, foltern und sogar töten lassen, ist kein Geheimnis. Ein hoffnungsloser und nicht zu rettender Träumer jeder, der diese Tatsachen nicht wahr haben will oder sie auch leugnet. Dass jene, die Mißstände, Ungerechtigkeiten und sonstige dunkle Machenschaften aufdecken nicht immer als Sieger und noch seltener als Lebende aus solchen “Spielen” vom Platz gehen, ist auch keine wirkliche Überraschung.

Was aber jetzt aufgrund von Wikileaks passiert, erreicht eine völlig neue Dimension. Wenngleich diese nicht wirklich neu ist. Ist es doch nur die moderne Form von Hexenverfolgung und Bücherverbrennung. Staatlich angeordnet und von den Prätorianern die heute bereits mächtiger sind als ihre Herren, ohne Rücksicht auf Verluste durchgeführt.

Wenn Amazon, Postfinance, Mastercard, Visa, Paypal, Twitter und wie sie alle heissen mögen, einfach Konten und Accounts sperren, dann stellt sich unweigerlich die Frage, wo soviel staatlich angeordneter Eingriff enden mag. Egal wie man speziell zu diesem aktuellen Fall stehen mag.

Abgesehen von den gesellschaftlichen Auswirkungen und einem Abdriften in Staatsformen, welche wir offiziell ganz vehement bekämpfen, ist die Frage relativ einfach zu beantworten: Das Internet in dieser Form hat ausgedient. In spätestens 5-7 Jahren, vielleicht auch schon früher, wird jeder zwingend seine realen Nutzerdaten staatlich eingerichteten “Schutzorganisation” zur Überprüfung und jeglicher Verwertung zur Verfügung stellen müssen. Um Missbrauch, Betrug, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Preisgabe von Staatsgeheimnissen und sonstigen vertraulichen Informationen, Terrorismus, etc. zu verhindern und was sonst noch alles erfunden werden muss um diesen Schritt zu rechtfertigen. Aber es wird so kommen.

Wird heute bei jedem Einstieg ins Netz zwar eine gültige IP-Adresse aufgezeichnet, wird man sich in Zukunft vor jeder Session mit seinem Namen registrieren müssen um sich einzuloggen und Zugang zum Internet zu erhalten. Was jedem aufrechten Bürger “im Fall des Falles” ein lückenloses Alibi verschafft und ihn so von der Liste möglicher “Verdächtiger” ausschliesst. Alle weiterführenden Gedanken dazu kann sich jeder selbst machen und dieses Szenario zu Ende spinnen.

Vielleicht klingt es etwas verschwörerisch, düster, unwahrscheinlich, usw. Vielleicht wird es auch von all jenen die immer meinen “sie haben doch sowieso nichts zu verbergen” sogar für gut geheissen. Was auch immer. Nur diesmal werden wir alle live dabei sein und die Geschichte wird uns als Cyber-Terroristen, Byte-Warriors und Chip-Söldner in Erinnerung behalten. Wir derden genau die sein, vor denen wir uns heute fürchten.

PS: Um auf Wikileaks zurück zu kommen; die Seiten von oben erwähnten Prätorianern wurden nicht gehackt – wie von den meisten “Qualitätsmedien” freudig verkündet – sie wurden geflooded. Und das ist immerhin ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Unterschied. Aber was macht das schon. Es ist sowieso egal.

FÜR WEINFREUNDE & GENIESSER

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