Plastik, Ring und Galerien

Da war ich gestern auch drin. Bin aber nur lustlos an den Geschäften vorbei geschlendert und habe mich nicht wirklich für die schönen Dinge des Lebens interessiert. Ist echt scheisse so halbtot durchs Leben zu traben. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Das viele Plastik schmilzt schon in der Börse.

Champagner als Medizin

Irgendwie war es wie ein Spaziergang auf einem Wattebausch. Es wird echt Zeit, dass ich wieder mit dem Laufen beginnen kann. Denn ohne baue ich definitiv voll ab. Und zwar in kürzester Zeit. Einfach erschreckend!

Bin dann hier vorbeigekommen, habe es aber gelassen mir ein Gläschen zu holen. Trotz der vielen netten Damen die einen schon im Freien empfangen. Sind auch alles Kandidatinnen für eine ausgewachsene Grippe in dem Outfit. Der Grund für die Verweigerung lag aber eher darin, dass ich noch nicht wirklich fit bin und es einfach keinen Spass macht, nur um des Champagners willen Champagner zu trinken. Ich werde es aber auf jeden Fall nachholen. Demnächst, am Ring.

Vanille und die Österreicher

Wie allgemein bekannt, wird Vanille auch als Königin der Gewürze bezeichnet und ist nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt. Dass sich aufgrund dieses Umstandes früher nicht jeder dieses exklusive Vergnügen leisten konnte, machte einige erfinderisch, um doch auch etwas vom erträumten Reichtum abzubekommen. Äusserst erfinderisch war man dabei in Österreich. Einem Land, das schon immer wusste wie man Sachverhalte so benennt, dass sie sogar dem strengsten Richter munden und ihn Rücksicht walten lassen.

Küchentechnisch muss man wissen, dass in Österreich früher Knoblauch als die „Vanille des armen Mannes“ bezeichnet wurde und somit in dessen Küche so gut wie immer vertreten war. Erfinderisch wie dieser Menschenschlag nun einmal war – und immer noch ist – kreierte man deshalb den Vanillerostbraten, welcher, welch Wunder, an der Vanille nicht einmal vorbei getragen, sondern einfach mit Knoblauch zubereitet wurde. Dieses durchaus leckere Gericht aus grauer Vorzeit gehört bis heute zum Standard-Repertoire der gehobenen Wiener Küche. Womit man doch noch eine gewisse Exklusivität erreichte und das umgetaufte Kinde nach wie vor bei Gästen aus dem Ausland für Überraschung und Staunen sorgt. Denn der erwartet alles – ausser Knoblauch.

Foto: Uli Kohl via ichkoche.at

Lust am Leiden

Das Schöne am krank sein ist ohne Zweifel der Umstand, dass man sich so richtig gehen lassen kann. Man kann sich zwanglos von seinen Abfällen dort trennen wo man sich gerade befindet (um Kräfte zu sparen und sich zu schonen). Man kann sich ungeniert – ohne dauernd das Händchen korrekt vor den Mund zu halten – und ohne Skrupel lautstark und röchelnd durch die Gegend husten und den letzten Zucker mit einem lautstarken FUCK hinauskotzen. Man kann aber auch so lange pennen wie es einem gefällt und erst um ein Uhr nachmittags aus der Kiste kriechen. Um sich aufs Neue am Medikamentenkasten zu vergehen und sich alles zwischen die Kiemen zu werfen was gerade im Angebot ist. Die Auswahl ist gross.

Ich für meinen Teil werde jetzt einmal die Bude hier lüften. Habe nämlich gehört, dass Sauerstoff auch irgendwie zur Genesung beitragen soll. Und während die Wohnung “atmet”, werfe ich mich in die heisse Badewanne, trinke meinen Kaffee und hoffe, dass ich in einer Stunde noch lebend aus dem Bottich raus komme. Bis später. Hoffentlich.

NeoCitran und Havana Club

Ich musste es einfach probieren. Zu gross war die Verlockung und ausserdem konnte in meinen Zustand sowieso nicht mehr viel schief gehen. Also habe ich mir gestern, wie angekündigt, am Abend eine Packung NeoCitran angemacht und diese mit einem doppelten Havana Club auf Touren gebracht. Ich habe mich auf die Couch gebettet und blöd in die Kiste geglotzt. Um ehrlich zu sein, weiss ich aber nicht mehr was das letzte war was ich gesehen habe. Denn heute in der Früh wurde ich genau so auf der Couch munter wie ich mich gestern auf selbige platziert hatte.

Ich führe diesen Umstand einmal auf die Tatsache zurück, dass ich nur im äussersten Notfall Medikamente nehme und deshalb entsprechend auf jegliche Produkte der Pharmaindustrie anspreche. Ich habe geschlafen wie ein Toter. Und jetzt fühle ich mich irgendwie durchgekaut. Ich weiss nur nicht, wie man dieses Gefühl richtig beschreiben kann um es vorstellbar zu machen. Es ist irgendwie wie … durchgekaut.

Freunde sind was Feines

Ich bin gerettet! Gerade war mein Freund da um mich mit dem notwendigsten zu versorgen und mir so ein vorzeitiges Ableben zu ersparen. Mit dieser Unterstützung kann es nur mehr aufwärts gehen.

Medizinisches Überlebenspaket:

• Aspirin Complex Granulat
• Wick Formel 44 Hustensaft
• Mag. Kottas Husten-Bronchialtee
• Spitzwegerich Husten-Bonbons
• NeoCitran Turbopack für Patienten im Endstadium

Allgemeines Überlebenspaket:

• Baguette
• Oliven
• Serrano Schinken
• Schaf- und Ziegenkäse
• 1 Flasche Havana Club
• 200 Euro in 10ern. Weil der Chinese und der Pizzadienst nie wechseln kann.

Es ist schön Freunde zu haben. So macht sogar krank sein Spass. Ich werde heute abend dann wohl ein Päckchen NeoCitran mit einem doppelten Havana Club versuchen. Ich wette 10:1 dass das hilft.

Zu früh gefreut

Wie heisst es so schön? Geht´s dem Esel gut, geht er aufs Glatteis tanzen. Somit oute ich mich als Esel. Habe ich tatsächlich geglaubt, dass die Verabschiedung des alten und die Begrüssung des neuen Jahres ohne Spuren vorübergeht? Ja, habe ich. Jetzt habe ich die Rechnung. Seit gestern habe ich 39 Grad Fieber und liege mit einer faustdicken Grippe irgendwie im Koma. Das ist nicht mehr nur eine Verkühlung. Das ist echt die Grippe.

Mein Kreislauf ist bereits soweit im negativen Bereich, dass ich mir vorkomme wie in einem Dauer-Karussell. Hätte ich nicht die zwei nach einem Sportunfall fix implantierten Freunde in meinem Kiefer sondern nur Kronen, hätten sich diese aufgrund meines Gescheppers mit selbigem schon längst verabschiedet. Mit dem Schweiss den ich seit gestern absondere, könnte man bereits eine nigerianische Familie einen Tag mit Brauchwasser versorgen und das was ich so huste und aus den tiefsten Tiefen meiner gebeutelten Lunge absondere ist sicher ein Lottogewinn für jede bakteriologische Abteilung eines Univeritätskrankenhauses. Den Rest spare ich mir. Ich sage nur, dass Marillenlikör nicht mehr Farbe hat als das was ich strullere. Und das ohne Zusatz von Farbstoffen. Bliebe nur noch meine Stimme zu erwähnen. Oder das was von ihr übrig ist. Ich muss zugeben, die hat was. Ungefähr zwei Oktaven tiefer als üblich, mit permanenenten Ausfällen nach jedem dritten Wort und das was übrig bleibt ist ein Gekrächze als würde man jedes Wort über ein Reibebrett ziehen. Fast schon sexy.

Ich Idiot habe doch tatsächlich geglaubt, das alles gut und spurlos an mir vorüber geht. So kann man sich täuschen. Aktuell stehe ich jetzt jedoch vor dem Problem, dass ich, auf was immer vertrauend, weder einkaufen war, noch den Geldautomaten ausgeräumt habe, noch sonst irgendwas unternommen habe, um für NOTFÄLLE vorbereitet zu sein. Wieder mal eine logistische Meisterleistung. Echt unschlagbar!

Gott sei Dank kommt am Nachmittag ein Freund vorbei und bringt mir Einkauf sowie ein paar Scheine, damit ich wenigstens nicht völlig mittellos dahinscheiden muss, wenn ich es denn vielleicht doch noch tue. Ich selbst werde wie es aussieht, den Tag zwischen Couch, Bett und Sofa verbringen. Nur liegen kann ich auch nicht. Da werde ich depressiv auch noch. Und eigentlich reicht mir der Zustand den ich jetzt habe bereits völlig.

Ich habe jedenfalls beschlossen bis Ende dieser Woche die Finger von allem was Arbeit ist zu lassen und auf alle Freuden des Lebens zu verzichten. Schaffe ich sowieso nicht. Ich werde blöd in die Kiste glotzen, mich über den Schwachsinn ärgern, vielleicht ein Buch lesen, bloggen und mich einfach erholen. Mir schmeckt nicht einmal mehr Wein! Und DAS ist dann bereits mehr als bedenklich.

Ich habe jedenfalls die Zeichen erkannt und jetzt ist echt Ruhe angesagt. Andererseits, so ein kleiner, feiner Amoklauf im Fieberwahn würde sicher eine entsprechende Strafmilderung nach sich ziehen und könnte sich somit fast schon rentieren. Ich überlege mir das mal die Tage. Hab´ ja sonst nichts zu tun.

Von Möpsen, Gurken und Russen

Irgendwie bin ich wieder im Leben zurück. Nach dem Verzehr von circa einer halben Tonne Russen (das sind bei uns gurkenlose Rollmöpse in ungerolltem Zustand – alles klar?), kehrt wieder Leben ein in meine verwahrloste Hülle. Genau so muss ein neues Jahr beginnen. Den ersten Tag des Jahres im Leichensack verbringen und am zweiten wieder auferstehen. Das hat nicht einmal der alte Sack da oben geschafft. Der brauchte drei!

Jetzt geht´s also wieder los. Ein ganzes Jahr Zeit um wieder irgendeine miese, fiese und hinterfotzige Schweinerei anzustellen. Ich freue mich schon darauf. Ich bin auch schon gespannt wie viele neue Projekte ich tatsächlich auf Schiene bringen werde und vor allem, ob sie funktionieren oder nicht. Das ist immer das reizvolle an solchen Sachen. Die vielen Fragezeichen, nicht genau zu wissen worauf man sich einlässt und einfach dem Strom zu folgen. Ich werde es sehen. Und jetzt schiebe ich mir eine Pizza in den Ofen.

Ein trauriges Jahrzehnt

In ein paar Stunden ist es wieder einmal soweit. Wieder ist ein Jahr vergeudet vorbei und wieder wird gefeiert was das Zeug hält. Mit Böllern aus China, Raketen aus Korea und sonstigen Explosivgeschossen aus Myanmar. Und natürlich mit sämtlichen globalen Restbeständen an Sekt, Champagner und sonstigem Alkohol.

Was dieses Jahr von anderen unterscheidet ist der Umstand, dass heute nicht ein Jahr wie jedes andere ihr Ende findet, sondern die erste Dekade im neuen Jahrtausend endgültig vorüber ist. Hat fast was heiliges. Ein Jahrzehnt geht zu Ende. Und was hat es gebracht? Das zu beurteilen überlasse ich den Qualitätsmedien und sonstigen “seriösen” Quellen. Die können das viel besser und werden dafür auch bezahlt.

Was sich auf jeden Fall geändert hat, ist die Qualität der Freiheit und die damit unmittelbar verbundene Lebensqualität. Seit einem tragischen Ereignis im Jahr 2001, hat sich die Welt in den letzten neun Jahren einschneidend verändert. Nichts blieb wie es war, nichts wird mehr sein wie es einmal war. Die Nachspielzeit der Neunziger war definitiv vorbei und alles was danach kam, griff direkt in unser Leben ein. Ohne Vorwarnung, ohne Narkose. Müssig darüber weiter zu berichten.

Nun ist es also bald soweit. 2010 wird abgehakt und 2011 läutet das neue Jahrzehnt am Planeten Gier ein. Jenen die noch immer nicht genug bekommen haben und weiterhin alles, auf Kosten anderer, in ihre gierigen Schlünde stecken, wünsche ich, dass sie daran ersticken mögen. Allen anderen wünsche ich ein erfolgreiches, gesundes und friedliches Neues Jahr, sowie ein spannendes und von positiven Ereignissen überstrahltes neues Jahrzehnt. Happy Silvester und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

Ich selbst packe später dann meine weichen Knochen zusammen und werde ein paar Bakterien ins Molly Darcys schleppen. Ein Fass Guinness (mindestens eines) und eine Flasche Tullamore Dew sollten meinen Verfallsprozess ein wenig aufhalten und mich erst im neuen Jahr endgültig dahin raffen. Sláinte!

Patenschaft für Politiker

Gerade eben habe ich noch kurz mit einem Freund telefoniert um ihm alles Gute zu wünschen. Dabei haben wir, wie so üblich, auch wieder ein wenig politisiert. Machen wir immer wenn wir quatschen. Dabei kam wieder einmal der alte Spruch aufs Tablett:

Was ist der Unterschied zwischen der Mafia und einer “traditionellen” Regierung?

Die Mafia ist organisiertes Verbrechen.

In diesem Sinne werde ich 2011 die Patenschaft für einen Politiker übernehmen und ihm einen Jahresvorrat Vaseline spenden. Damit er immer schön gleitfähig bleibt.

Nachtschicht mit Pinot

Wurde wieder einmal später in der Kreativzentrale. Wein, kein Weib und nur die Arbeit.

Tabasco Surrealismus

So hätte sicher Dali diesen Wundertrank gesehen. Image von der Quelle aller Tabascos

Idealgewicht

Egal wie die Waage auch aussieht. Sie lügt nicht. Schon gar nicht auf Kommando.

Aktfotos gratis

Mit Aktofotos ist das immer so eine Sache. Sind sie gut genug um in der Öffentlichkeit gezeigt zu werden? Sind sie ästhetisch genug für das Publikum? Haben sie jene Tiefe, die den Betrachter mitreisst und in seinen Bann zieht? So viele Kleinigkeiten sind zu berücksichtigen. Nachfolgend eine Auswahl von ausgewählten Aktfotos. (mehr …)

Scheiss Vorspiel

Wenn ich gesund bin, dann ist das gut. Wer will schon krank sein? Wenn ich krank bin, dann ist das auch OK. Was sein muss, muss sein. Ab und zu. Was ich aber aufs Blut nicht ausstehen kann, ist dieses “Ankündigungsverfahren”, das mir langsam, aber unmissverständlich mitteilt, dass etwas “im Anflug” ist. So mit Wattestäbchen-Feeling und allgemeiner Geschlauchtheit bis unter die Hirnrinde. Es ist einfach nur kotz. Ein Vorspiel auf das ich jederzeit gerne verzichten kann. Jetzt hilft nur mehr ein Liter Bärenmischung.

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