Von wegen Feiertage

Endspurt! Die letzten zwei Tage vor der ultimativen Scheinheiligkeit haben begonnen. Ich habe mir grade meinen Terminplan angesehen und festgestellt, dass die Feiertage für mich so überhaupt nicht zum Feiern sind. Ich denke ich werde mich am 25. einfach mal so richtig auspennen und faul sein und danach kann ich mich gleich wieder an die Tasten stürzen und bis Jahresende alle Artikel und Konzepte fertigstellen. Nach dem Motto: “Pfeif´ auf die Feiertage, dafür kannst du das neue Jahr dann etwas gemütlicher angehen.” So werde ich es machen und gleich damit beginnen. Wo ist der Kaffee?!?!

Chinatown in Vienna

Bin ich in Chinatown oder wie? Am Heimweg von der Shoppingtour und meinem anschliessenden Besuch im COP, dem genialsten Treffpunkt für Freunde authentischer und aussergewöhnlicher Genusskultur (Bericht folgt), bin ich mir vorgekommen wie in Shanghai. Haben nur noch die Böller und ein Feuerwerk gefehlt.

Opfer der Bettelkultur

Wie blind man wird und wie weit sich ein bereits reflexartiges Ablehungsverhalten wirklich armen Leuten gegenüber in einem manifestiert hat, wurde mir letztes Wochenende in der Wiener Innenstadt bewusst. Abgesehen davon, dass es in unserer Gesellschaft überhaupt nicht so weit kommen dürfte, das Menschen auf der Strasse hocken und betteln müssten, hat sich in Wien eine Bettelkultur breit gemacht, die einen fast dazu nötigt schon präventiv laut NEIN zu schreien wenn wieder jemand die Hand aufhält.

Wie gesagt, am Wochenende war ich in der Stadt unterwegs und auf mich kam eine kleine, alte Frau zu. Mit so einem Rolleinkaufswagen, Henry oder James oder wie auch immer die Dinger heissen. Ungefähr 70 Jahre, gebückt, wirklich verarmt und verzweifelt aussehend. Sie sah mich schon von einigen Metern Entfernung an und ich merkte wie ich innerlich einen Katzenbuckel machte weil ich bereits wusste was auf mich zukommt. Und so war es auch. Kaum auf gleicher Höhe kam ein ganz leises “Hätten Sie bitte…” Zu mehr kam sie nicht, weil ich sofort, reflexartig, “Nein, tut mir leid” zu ihr sagte und weiterging. Nach zehn, fünfzehn Metern schoss es mir dann aber in den Kopf und ich drehte mich um. Aus der Entfernung sah ich, dass diese Frau wirklich am Ende einer langen Reise angekommen sein musste. Es wurde mir klar wie automatisiert ich bereits bin und wie mein Abwehrverhalten binnen einer Zehntelsekunde aktiviert wird. Die alte Frau tat mir leid, ich hatte aber dann auch wieder nicht den Nerv zurück zu gehen und ihr fünf Euro in die Tasche zu stecken. SIE tat mir leid, ICH war auf mich selbst wütend.

Was ich damit sagen will ist, dass es eigentlich traurig ist wie weit man einerseits bereits abgestumpft ist und andererseits gezwungen wird ein solches Abwehrverhalten überhaupt erst zu entwickeln. Das kommt nämlich davon, dass man bei uns fast überall von verkrüppelten (ich weiss wie politisch unkorrekt das ist, und es ist mir egal) Gestalten, überwiegend aus Rumänien nach Österreich gekarrt, hier auf der Strasse sitzen, einem halbe Beine, verdrehte Gliedmassen und sonstwas entgegen strecken und darauf hoffen, einem mit einem “Bitte, danke, alles gute” ein paar Euro aus der Tasche locken zu können. Wovon sie selbst gar nichts haben. Die werden nämlich von den Zampanos der Gang dort hin und am Abend wieder weggebracht. Eigenständig könnten sie das nämlich gar nicht. Das Ärgste was ich jemals sah, war ein “Restmensch”, ohne Beine, ohne Arme, auf einem Rollbrett mit einem Eimer fürs Geld davor. Der kann nicht mal wechseln!

Und weil es diese armen, verkrüppelten Gestalten gibt, die zuhause auch nicht weniger hätten als hier, sperrt sich in mir schon alles wenn ich nur den leisesten Verdacht habe, dass jemand einen Euro von mir will und ich sage “Nein”. Ohne nachzudenken. Ohne überhaupt aufzuschauen. Leider hat es dieses Mal eine alte Dame getroffen, die sich sicher über ein paar Euro in der Tasche gefreut hätte. Mir hätte es nicht weh getan und ihr wäre sicher ein wenig geholfen gewesen. Wenngleich ich nicht weiss wie man mit ein paar Euro überhaupt von Hilfe reden kann. Im Grunde tut es mir leid, dass ich nicht die Courage hatte zu ihr zurück zu gehen. Man verroht in dieser Zeit und merkt es nicht einmal. Und das ist das eigentliche Drama.

Weihnachtsrummel-Rummelwahnsinn

Endpsurt ist angesagt. Die letzte Woche vor Weihnachten hat begonnen und wenn die genau so wird wie meine vorige, dann erlebe ich Weihnachten heuer nicht mehr. Ich bin nämlich letzte Woche zu rein garn nichts gekommen. Zumindest zu nichts was auch ein wenig Spass gemacht hätte. Aber so ist das nun mal vor Weihnachten. Jedes Jahr das Gleiche, also nichts wirklich Neues. Dafür habe ich aber, entgegen all den letzten Jahren, bereits alle Geschenke beisammen und entgehe so wenigstens dem ultimativen Weihnachtsrummelwahnsinn diese und nächste Woche. DER ist nämlich wirklich das Letzte. Also bleibt mir diese Woche noch Zeit alle meine Kunden anzuschreiben, die Weihnachtskarten zu versenden, es ein wenig ruhiger anzugehen (man möge mein Gebet erhören) und mit allerliebster Tochter und Freund noch die eine oder anderen Punschhütte unsicher zu machen. Fehlt eigentlich nur noch Schnee, dann ist es auch noch schön kitschig und so wie man es sich wünscht.

Ich hau jetzt diese Tage noch fest in die Tasten und dann schau ich mal was hier so alles übrig geblieben ist. Zur Not wird das dann nach den Feiertagen abgearbeitet. Irgendwann muss ja auch mal Ruhe sein, nicht wahr nicht?

Hundekot im Stadtgebiet

Was beim Lesen von Online-Zeitungen so richtig interessant ist und auch grossen Spass macht, sind nicht unbedingt immer die Artikel die man liest. Vielmehr sind es die Leserkommentare wo sich des Volkes Seele ungeniert auskotzt und mit echten Stilblüten für beste Unterhaltung sorgt. Ein Beispiel aus dem sonntäglichen Vormittags-Programm zum Thema Hundekot in der Stadt:

“Wenn ich wo wohn wo in der nähe kein wald ist wo der hund hinscheissen kann wo er möchte, schaff ich mir keinen hund an.”

Ein wenig “rustikal”, aber ganz so unrecht hat der Kerl auch wieder nicht :-)

McDonald´s – kiss my ***

Heute definitiv zum letzen Mal einen Fuss in die Burger-Bude dieser Kette gesetzt. Soviel Frechheit wie zuvor habe ich in meinem ganzen Leben noch nirgendwo erlebt. In Zukunft gebe ich meine Kohle bei Burger King aus. Ist eh viel besser und pinkeln darf man dort auch ohne Rechnung in der Hand.

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Bis das Blut auf den Strassen fliesst

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass den Leuten, wie jedes Jahr, gerade mal wieder die Zeit “ausgeht” und sie alles auf einmal, am besten noch gestern erledigt haben, oder noch unter Dach und Fach bringen wollen. Anders ist es nicht zu erklären, dass ich dieser Tage vor Nachmittag zu gar nichts komme weil ich nur von einem Organisationstalent zum anderen rausche.

Dabei ist mir heute gerade wieder einmal aufgefallen, wie man die allgemeine wirtschaftliche Situation “schön schreibt”. Am Vormittag noch gelesen, dass “die Krise den Handel erreicht hat und die Händler mit den Umsätzen alles andere als zufrieden sind.” Jetzt gerade vor ein paar Minuten in der selben Zeitung gelesen, dass “der Handel von Krise nichts spürt und die Geschäfte wie jedes Jahr proppen voll und die Umsätze zufriedenstellend sind.” Also eh alles in bester Ordnung.

Mir ist es egal. Sollen sich die Leute den vierten Flat-TV in die Hütte hängen oder auch nicht, die neuesten Gadgets kaufen die morgen wieder out sind und ihre Kohle für sonstwas verpulvern. Lange werden sie es nicht mehr können. Und dann wird wieder das Blut auf den Strassen fliessen.

Müssiggang am Feiertag

FEIERTAG! Zwar keine Ahnung was für einer, aber wer muss das schon wissen um Grund zum Feiern zu haben? Also werde ich heute gerade mal das Notwendigste machen und mich dann ins Getümmel stürzen. Sieht eigentlich nach einem grossartig werdenden Tag aus. Ich denke ich hole mir irgendwo Früchte aus dem Meer und vergnüge mich mit Nichtstun. Muss auch mal sein, oder?

Chaostage

Ich liebe solche Vormittage. Um 9 Uhr schon der erste Termin ausser Haus und bis jetzt von einem zum anderen gedüst. Wieder mal so richtig CO2-Fussabdrücke hinterlassen. Wenn ich schon nicht zu Fuss gehe. Dafür habe ich gleich auch das Weihnachtsgeschenk für allerliebste Tochter eingesackt. Ist mich angesprungen und hat geschrien “Nimm mich mit!” Wer kann da schon widerstehen?

Und jetzt wird Büro eröffnet. Mal schauen was ich zuerst aus dem Chaos hier erledige oder noch besser, gleich entferne. Ich glaub ich mach mir mal einen Tee und lass das alles setzen hier. Sieht ja echt schlimm aus.

Lasset den Vogel fliegen

Oh yeah! Das ist die richtige Freitag-Feierabend-Gute-Laune-Musik. Dazu ein Kübel Kettle Chips, ein Kanister Guinness und die Welt kann von mir aus untergehen. Griechenland ist weit entfernt und RettungsRegenschirme hab ich selber zur Genüge. Ich pfeif auf das was draussen los ist und erfreu mich meines Lebens. Cheers!

Projekt Burgenland

Gerade “Stand” (Inventur) gemacht um zu sehen wie sich das Projekt “Burgenländisch durch den Winter” nach 4 Wochen entwickelt hat. Aktuell von 216 angeschriebenen Winzern 26 Teilnehmer. Das entspricht einem Rücklauf von 12,03%. Plan-SOLL (bei 2 eingesendeten Flaschen/Teilnehmer): 52 Flaschen, Plan-IST: 70 Flaschen erhalten.

Erwartet werden in den nächsten zwei Wochen noch ca. 10-12 neue Teilnehmer. Mein persönlicher “Winter” ist damit mehr als gesichert und auch der nächste wird somit sicher geschmacklich veredelt werden.

Mit dieser Erkenntnis kann ich mir nun in etwa ausrechnen, was das “Projekt: VE” im Frühjahr erwarten lässt. Wenn bei ca. 400 Winzern der Rücklauf nur annähernd derselbe ist, habe ich sicher die grösste Sammlung dieser Rebsorte in Österreich im Keller. Und jetzt mach ich mir ´ne Flasche nur für mich alleine auf. Zum Wohl!

Drachentöter & Monsterjäger

Kann man als Vater seiner Tochter etwas abschlagen? Schwer, behaupte ich mal. Ist es schon eine echte Herausforderung einer schönen Frau einen Wunsch abzuschlagen, so ist das bei der eigenen Tochter noch viel schwieriger. Und so habe ich mich von ihr überreden lassen auch einmal online mit ihr zu “spielen”. Und das auf meine alten Tage :-)

Also habe ich mich unter ihre Aufsicht begeben und mich in die Welt von Shaiya entführen und darin “ausbilden” lassen. Ich gehöre zwar nicht unbedingt zur Zielgruppe der Online-Rollenspieler weil ich a) wirklich andere Interessen und b) vor allem anderes zu tun habe, aber, und das ist der unbezahlbare Vorteil wenn man Kinder hat, man bleibt durch sie “am Ball” und lernt immer Neues kennen. Gerade was das Internet angeht haben wir beide immer wieder unsere “Grabenkämpfe” auszutragen. Ich, aufgrund meiner ständigen “Arbeitsbeziehung”, bereits mit einer entsprechend ausgebildeten Paranoia behaftet und sie, aufgrund ihrer Jugend, mit einer erschreckenden aber auch so typischen Gleichgültigkeit gegenüber allen persönlichkeitsrelevanten “Begleiterscheinungen” die das Medium Internet, im speziellen das Thema “Social Life” so mit sich bringt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Also habe ich mich dieser Tage mit ihr und ihrem Freund hingesetzt und einmal versucht mich in dieser Welt zurecht zu finden. Ist ja nicht so einfach wenn man wie ich, was Onlinespiele betrifft, der absolute aber leider ungekrönte Super-DAU ist. Hey, ich habe diese Entwicklung wirklich vollständig übersprungen. Irgendwie bin ich auch nie dazu gekommen. Irgend eine Ausrede braucht man doch, oder? Also!

Wie auch immer, irgendwie hat mir dieser Ausflug in eine andere Welt sogar gefallen und ich hatte zum ersten Mal wirklich das Gefühl nicht ich selbst zu sein. Obwohl, das habe ich auch ohne Online-Rollenspiele öfter. You know what I mean? Great! Alles in allem verstehe ich jetzt nach diesem “Ausflug” Leute ein wenig besser die sich in virtuelle Welten begeben und sich dort entspannen, austoben, wieder finden, neu finden oder sogar neu ERfinden. Die aus dem Alltag flüchten um sich eine Abwechslung zu verschaffen die man im täglichen Leben nicht finden kann und sich in eine Phantasiewelt verabschieden, wo sie das sein können was sie wollen.

Ich habe jedenfalls meine Zeit in Teos sehr genossen und werde sicher wieder das eine oder andere Mal einen Ausflug dorthin machen. Ohne Töchterchen. Vielleicht schiess´ ich ihr ja einen Drachen welchen wir dann zuhause grillen. Oder ich leg´ ihr ein Monster unter den Christbaum. Mal schauen was sich so ergibt.

Glühwein, WHAM und Weihnachtskarten

So, der zweite Kaffee ist eingenommen und jetzt geht´s ans Tageswerk. Nächste Woche, genau genommen ab Donnerstag, geht es offiziell los mit dem Weihnachtswahnsinn. Dann ist der 1. Dezember und es werden wieder jeden Tag die Türen aus den unterschiedlichsten Kalendern gerissen. Oft auch zwei. “Die Neugier is a Hund”, sagen wir bei uns hier. Gerade läuft wieder der Schinken “…and so this is christmas…” im Radio. Irgendwie einer der ganz wenigen Xmas-Songs die ich mag. Alles, nur nicht WHAM, bitte!

Ab morgen werden dann schon mal die Weihnachtsgrusskarten vorgearbeitet, damit sie dann in einem Aufwaschen an Kunden, Freunde und andere Haustiere verschickt werden können. Ja, ich verschicke richtige Weihnachtskarten. Aus Papier. Mit meiner eigenen Handschrift Klaue drin. Und mir geht der Umweltschutz dabei ziemlich am Hintern vorbei. Ich finde es einfach persönlicher als seelenlose e-mails zu versenden von denen sowieso jeder mindestens 497 bekommt. Ohne den üblichen zusätzlichen Junk.

Hier wird also gebastelt ab morgen. Der Vorteil davon ist, dass ich mich dann ab Donnerstag den wirklich wichtigen Dingen kann. Nämlich die Christkindlmärkte abzugrasen und Stichproben der ausgeschenkten Punsch- und Glühgetränke zu nehmen. Man kann da nie vorsichtig genug sein. Vielleicht fange ich auch schon heute damit an.

Foggy Friday

Vorsichtig Plan erstellen was heute so angesagt ist. Zu allererst einmal einen zweiten Kaffee zuführen. Sonst wird das nämlich nichts. Wenn ich so aus dem Fenster schaue wird mir auch gleich wieder schlecht. Es ist grau, neblig und vor allem nass. Mein Lieblingswetter, sozusagen. Also werde ich mir jetzt einmal die zweite Bohnenmischung geben und dann wird geschrieben. Dafür ist das Wetter ideal. Schreibwetter in Reinkultur. Nachmittags dann einkaufen gehen und schauen ob die Shoppingmeile auch gut ausgelastet ist. Und am Abend? Mal schauen was der Tag so bringt.

Marketingexperten

Gestern habe ich mich schon darüber beschwert, dass ich es nicht mag wenn die Chefs zum “Vorfühlen” ihre Vorzimmertussi ausschicken um mich abzuchecken. Einfach fragen, dann gibt es eine Antwort und fertig. Im konkreten Fall hat mich das Fräulein aber nur genervt weil sie wollte, dass ich einen PR-Artikel über ein Portal schreibe und dafür einen Gutschein im Wert von sagenhaften 50 Euro bekommen soll. Mit dem ich zwar nichts anfangen kann, ich könnte ihn aber weil Weihnachten ist “ja verschenken”. Echt genial. ICH arbeite kostenlos und beglücke dann auch noch die ANDEREN.

Nachdem ich ihr dreimal geantwortet habe, dass ich prinzipiell nicht für Gutscheine arbeite und Artikel ausschliesslich erst ab 100 Euro schreibe war eine Weile Funkstille um dann mit der Frage zu kommen, wie viele Besucher meine Seite denn so hat. Nachdem ich mitgeteilt hatte, dass sich der Schnitt so um die 25-30 000 Seitenaufrufe pro Monat bewegt kam nach einer halben Stunde ein Mail mit der Feststellung ihres “Chefs”, dass meine Seite bei Alexa ja nur auf dem 10irgendwasmillionsten Rang liegt.

Antwort gab es darauf keine mehr, weil mir soviel Inkompetenz einfach zuwider ist und auf den Keks geht. Dafür liegt sie jetzt im Junk und ich habe wieder meine Ruhe. Hab´ sowieso viel zu viel zu tun hier. I really love Marketingexperten.

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