Living at its best

Ich liebe Freitage. Vor allem so wie meine in der Regel ausfallen. Wie schon vormittags erwähnt hatte ich wieder ein Date mit der Stadt und das habe ich wie üblich vollends genossen. Wie es sich gehört wurde der Tag mit einem schönen guten Espresso gestartet. Man braucht ja schliesslich ein wenig Doping für den anstrengenden Tag der bevorsteht. Also rein ins Café und einen ‘Kurzen’ in die Venen transportiert.

Danach war Shopping angesagt. Statt zwei Sakkos wurde es nur eines und Schuhe habe ich … glatt vergessen. Keine Ahnung warum, vielleicht weil Butlers und Kare am Weg lagen und ich dort wieder rumgewühlt habe wie ein Irrer. Gekauft habe ich natürlich lauter Zeug das keiner wirklich braucht, aber wenn man schon mal dort ist…

Lobenswerterweise habe ich aber bei Kare dann nicht zugeschlagen. Auch wenn mich dieses Teil wirklich angesprungen ist, aber man muss ja auch mal fünf Minuten vernünftig sein am Tag. Deshalb ist dieser Wecker dort geblieben wo er war.

Durch eine glückliche Fügung musste mein ‘Geheimrat’ früher aus der Stadt raus und so traf es sich perfekt uns gleich im Schwarzen Kameel zu treffen. Hunger hatte ich sowieso schon und ein kleiner Imbiss zum ‘geheimen Tratsch’ war da gerade passend. Ein Karotten/Ingwer-, ein Rotkraut/Thunfisch-, ein Blutwurst/Sauerkraut-Brötchen und ein Käse/Rucola-Gebäck waren perfekt. Auf die Zigarrenstunde wollte ich dann aber nicht mehr warten. Das Schwarze Kameel kann ich übrigens jedem nur empfehlen der in der Stadt ist. Eine Institution in Wien und weit über die Grenzen hinaus. Absoluter Tipp!

Nachdem sich mein ‘Geheimrat’ verabschiedet und ich bezahlt hatte war es Zeit den Einkauf zu erledigen. Also auf zu meinem heimatlichen Nahversorger und rasch alles besorgt was nötig war. Wie es der Teufel will ist mich dann in der Käseabteilung (an der ich niemals nicht und nimmer vorbei komme) dieser Rustique Camembert angesprungen über den der werte Man in Helvetica aufgrund seines Gestanks vor Kurzem auf Twitter so gelästert hat. Also habe ich das Teil eingepackt und dann noch eine Entdeckung gemacht, der ich als bekannter Weinliebhaber natürlich nicht widerstehen konnte. Einen anderen Camenbert namens Hansi aus dem Elsass. Ein schwer gereifter Camenbert mit Gewürztraminer. Der Käse ist so weich, dass er schon fast aus dem Papier rinnt. Werter Man in Helvectica, wenn Sie nochmal meinen IHR Rustique ist eine Stinkbombe, dann sollten Sie dieses Teil einmal schnuppern. Der geht auf keinen Fall in den Kühlschrank, weil ich sonst alles andere vernichten kann. Ein wahrer Stinker dieser Hansi. Aber der Gewürztraminer macht es wett.

Jetzt ist alles eingeräumt, das Futter steht auf dem Tisch und nachher gibt es einen wunderschönen Sizilianer. Einen Cerasuolo di Vittoria aus Vittoria in der Region Ragusa. Eine frische, leichte Cuvée aus Frappato und Nero d´Avola zum ebenso leichtfüssigen Wochenausklang. Obwohl der Hansi nach einer Trockenbeerenauslese als Begleitung schreit. Aber nach dieser ist mir heute nicht. Ich wünsche einen netten Abend.

vanilleblau tagged this post with: , , Read 1474 articles by
2 Statements Dein Statement
  1. Ist notiert und irgendwie kann ich den Hansi sogar bis hier riechen. Wow,… aber jetzt mal ehrlich: Kann man so einen Käse ohne Atemschutzmaske noch geniessen? Macht das noch Spass? Vielleicht esse ich den vor meinem nächsten Zahnarztbesuch,… dann geht’s etwas schneller ;-)

  2. vanilleblau sagt:

    @Man in Helvetica: Ja, kann man und er schmeckt einfach köstlich. Probieren Sie das teil mal. Und was den Zahnarzt angeht würde ich den nicht unbedingt damit einnebeln bevor er nicht mit den Beisserchen fertig ist :-)

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