Fekter im Bordeaux-Rausch

Die Lebensmittelpreise haben sich “gefühlt” verdoppelt und die Energiekosten fressen den Leuten die letzten Haare vom Kopf. Es gibt tausende Menschen im Land die sich entscheiden müssen ob sie heizen oder essen sollen. Die Arbeitslosenzahlen sind zwar offiziell auf einem Tiefststand, aber auch nur deswegen weil tausende von Leuten in unsinnigste Kurse gesteckt werden damit die Statistik “passt”. Die allgemeine Wirtschaft wird von Experten schön geredet und die Gewerkschaften kämpfen, für die Kameras gestriegelt und geschnäutzt, gegen alles und jeden. Und weil die Zeiten hart sind muss man staatsnahe Betriebe seit Jahrzehnten durchfüttern weil sie sonst in ihre Einzelteile zerfallen würden.

Was für ein Glück wir Österreicher da nur haben, dass endlich eine Finanzministerin im Amt ist die ohne Gnade hart durchgreift. Erst im Innenministerium und jetzt als Monetenhüterin. Die mit brutalstem Einsatz aller ihr zur Verfügung stehenden Mittel versucht dem totalen Super-GAU im Land entgegen zu wirken. Deshalb hat sie jetzt als Sofortmassnahme die Umfärbung des Logos für ihr Ministerium von rot auf bordeaux in Auftrag gegeben. Damit sich was tut im Land der Hämmer. Kann ja nicht ewig so weiter gehen, dass anstehende Probleme einfach negiert und immer wieder auf die lange Bank geschoben werden.

Wer da allerdings den Hammer hat ist offensichtlich und wer sich dabei auch noch auf eine “kostenneutrale” Umstellung beruft, der beweist eigentlich nur mit Nachdruck, wie abgehoben Volksvertreter bereits sind. Aber vielleicht hat Fekter auch nur eine Flasche zuviel des guten Tropfens erwischt. Denn nüchtern dürfte es ihr schwer fallen, ein nachvollziehbares Argument für diese hirnrissige Aktion zu finden.

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