Das irre Spiel der Spekulanten

Jetzt geht es also los. Die Börsen dieser Welt brechen ein, Aktien werden wieder einmal panikartig verkauft und die Kurse sind auf Talfahrt. An sich nichts wirklich aufregendes, gehört es doch zu einem ziemlich perfiden Spiel. Dass dabei gerade mal an die 2,5 Billionen Dollar vernichtet wurden ist nicht wirklich überraschend und die Zahl an sich ist auch nur “heisse Luft”.

Es heisst, dass Billionen-Werte vernichtet wurden und man sich bereits auf die nächste Wirtschaftskatastrophe gefasst machen müsse. Aber was wurde wirklich vernichtet? Geld? So ein Blödsinn. Buchwerte wurden nach unten korrigiert und auf den Papieren steht jetzt eine andere Zahl. Das ist aber auch schon alles. Dass ganze Staaten daran zugrunde gehen werden ist nur ein gewünschter Nebeneffekt. Das gehört zum Spiel dazu.

Wenn man die “Experten” in den Spekulatenburgen hernimmt wird man bestenfalls feststellen, dass diese trotz, oder genau deswegen, noch viel mehr Kohle scheffeln als sie ohnehin schon tun. Denn wer immer an diesen Hebeln sitzt, der hat in den letzten Tagen auch auf fallende Kurse gewettet und somit als Ausgleich das gewonnen, was andere verloren haben. In Wirklichkeit hat sich nichts geändert. Ausser, dass das Kapital ein wenig umverteilt und im besten Fall noch mehr konzentriert wurde. Also alles beim Alten und kein Grund zur Panik.

Solange das Finanzwesen weiterhin auf reiner Spekulation und dem Handel mit heisser Luft aufgebaut ist und auch bleibt, dürfen sich Staaten nicht beschweren wenn sie pleite gehen. Ein wenig mehr Realwirtschaft würde sicher dem einen oder anderen nicht schaden. Aber dazu müsste man auch etwas leisten.

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