Bettler, Obdachlose und Gescheiterte

Wenn ich in der Stadt zu tun habe, nehme ich gerne die U-Bahn und erspare mir so die nervende Parkplatzsuche. In den diversen Stationen bleiben mir deshalb auch die zahlreichen Obdachlosen und Bettler nicht verborgen und ich werfe immer wieder mal etwas in die Schale. Immer mit dem Hintergedanken, dass dieses Schicksal jedem schneller passieren kann als einem lieb ist. Ausserdem lernt man im Laufe der Jahre schon ein wenig zu unterscheiden, wer jetzt ein “echter Bedürftiger” ist und wer nur ein lausiger, fauler Schnorrer.

Was mir aber unsäglich auf die Nerven geht, sind all diese rumänischen, bulgarischen und von sonstwo hinterm Balkan herbeigekarrten, verkrüppelten Individuen, die man vor die Supermärkte setzt und sie fortlaufend “bittä, dankä, alles gutä” aufsagen lässt. In der Hoffnung auf das Mitleid der Menschen, von denen sich aber die meisten nur genötigt fühlen ob soviel zur Schau gestellter Verstümmelung.

Für Ihren körperlichen Zustand können diese Menschen nichts. Keine Frage. Dass diese Menschen von selbst ins Land gekommen sind, daran glaubt aber auch keiner. Aber die, die diese armen Krüppel zum Betteln auf die Strasse setzen, unterstützt man aus dem Sozialfonds und schiebt ihnen zu den paar Euros von der Strasse nocht tausend hinterher. Während der, der einmal Ingenieur war obdachlos ist, weil seine Frau ihn nach der Scheidung bis aufs Hemd gepfändet hat, er dann noch seinen Job verlor und am Ende seinen Frust in Alkohol ertränkte. Das Leben kann echt scheisse sein.

vanilleblau tagged this post with: , , Read 1472 articles by
2 Statements Dein Statement
  1. Judy sagt:

    Amen!

    (Das Beste ist ja – wenn dann die Polizei kommt, und einen Platzverweis ausspricht, holt einer sein Handy raus, ein großes Auto mit Stern drauf kommt und holt alle ab. Und setzt kurz drauf gleich die nächste Abordnung ab.)

  2. vanilleblau sagt:

    @Judy: Du sagst es.

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